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Archiv Spielberichte 1. Alte Herren

26.08.2017 SG Gebergrund Goppeln AH1 - TSV Wachau 9:2 (4:1)

Kantersieg mit (noch) wenig Aussagekraft

Nach der Gurkensaison im letzten Jahr, als man in der Stadtliga abgeschlagenen auf dem letzten Platz einlief, haben sich die Goppeln-Oldies im Sommer erst einmal sortiert. Aufgefüllt mit den inzwischen überalterten Conny, Ecki, Taumelede, Marco und Schweinz aus der 2. Männermannschaft sowie unter Leitung des neuen Trainerduos Heiko und Knoppi soll eine Klasse tiefer Morgenluft geschnuppert werden. Alle sind sich einig: Wir dürfen auch wieder gewinnen. Ein Gefühl, an das sich die AH-Kicker leider nur noch nebulös erinnern dürften.

Die Generalprobe gegen Weixdorf im Pokal ging mit verändertem Spielsystem schon mal gründlich in die Hose. Mit 6:1 überließ man den Gästen das Weiterkommen. Klasse Taktik. Somit dürfen sich fortan alle auf den Ligabetrieb konzentrieren. Was die 1. Stadtklasse aktuell zu bieten hat, weiß niemand. Mit Borea und Radebeul gingen zwei Teams nach oben, Radeberg kam mit runter. Reichenberg-Boxdorf und Turbine ergänzen neuerdings den Bestand in der 1. Stadtklasse. Wir dürfen gespannt sein. Mit dem TSV Wachau gastierte heute der Vorjahressiebente an der Wittgensdorfer.

Die Marschroute war klar: Hinten dicht, Mittelfeld besetzen, vorne knipsen. Im Grunde ganz einfach. Neben den Neuzugängen waren auch die Verletzten Dani Sahne und der Kaugummilatsch wieder dabei. Zunächst auf der Bank. Das Spiel begann bei strömendem Regen, was die Kunstwiese rutschig und den Ball schnell machte. Das Problem hatten beide Seiten. Reihenweise rutschten die älteren Herren auf ihrem Allerwertesten umher. Gelegentlich hörbar mit Beinkontakt beim Gegner. Aber um es vorweg zu nehmen: Es war über weite Strecken ein faires Spiel. Goppeln begann druckvoll. Schön aus der gut sortierten Abwehr nach vorn getragen, fand der Ball häufig auch die richtige Anspielstation. Nico und die Glatze versuchten sich mit Schüssen, die allerdings nichts am Resultat änderten. Die Wachauer wurden, wenn überhaupt, nur bei Standards oder Langholz nach vorn gefährlich. Das erinnerte an die eigene Spielweise vor Jahresfrist. Nach zwölf Minuten steckte Nico vorn einen auf die Glatze durch, der sich artig mit dem ersten Saisontor bedankte. Das 1:0 führte noch nicht zu Euphorie. Immer wieder schlichen sich kleine Fehlerchen ein, die eine höhere Führung noch verhinderten. Aber erstmal vorn. Mann, wie haben wir das vermisst! So ab Minute 26 wurde es rasant. Nicht in Bezug auf die Laufgeschwindigkeit der Trikotträger. Eher auf das Resultat und die Chancenausbeute. Minute 26: Foul an der Glatze, Nico markiert mit dem fälligen Elfer das 2:0. Minute 28: Ecke durch Einaugen-René, Kopfball Nico, 3:0. Minute 30: Einaugen-René Solo über links, Eingabe, Schuss Schweinz, pariert, Nachschuss Zschiedi, 4:0. Innerhalb von nicht einmal fünf Minuten war die Partie im Grunde entschieden. Die Wachauer waren not amuesed. Man hatte aber auch nicht unbedingt den Eindruck, dass bei denen jetzt ein Ruck durchs Team geht. Eher bisschen Frustration. In der 32. Minute bekam Schweinz noch einen Klasse-Pass in die Spitze. Er stand allerdings im Abseits, was der Unparteiische nicht durchgehen ließ. Dann waren sich die Goppelner kurz vor der Pause bisschen zu sicher. Die Abwehrschnitzer und Stellungsfehler nutzten die Gäste zum 4:1 aus Nahdistanz. Unter die Latte, nicht zu halten.

In der Bockwurstpause erläuterte Coach Heiko seine persönlichen Vorstellungen vom weiteren Spiel. Allerdings mit leichter mathematischer Ungenauigkeit die Spielerzahl betreffend. Wenn ich insgesamt mehr rote als gelbe Magneten auf die Tafel pappe, schaffe ich automatisch eine eigene Überzahl. Werden wir ihm noch in Ruhe erklären. Ansonsten war wichtig, das Mittelfeld passend zu besetzen und Verschiebungen nicht nur mit Magneten durchzuführen, sondern auch mit lebenden Altherren. Dann begann die zweite Hälfte. Diesmal ohne Regen. Nach rund vier Minuten wurde Zschiedi im Strafraum gelegt. Pfiff in der Vorsaison nicht jeder, der schwarze Mann heute schon. Kann man aber geben, war kein Fehler. Nico schob souverän zum 5:1 ein. In der 56. Minute bolzte einer einen Freistoß – vermutlich der Taumelede - aus der eigenen Hälfte nach vorn. Nico läuft links ein und verwandelt unten rechts zum 6:1. Damit stand der Gewinner endgültig fest. Nur nicht die Höhe. Denn vier Umdrehungen des Minutenzeigers später ein nahezu identischer Spielzug nach links vorn. Dort läuft Einaugen-René auf und davon und mit grandioser Schusstechnik schlug das Leder im Wachau-Gehäuse ein. Böse Zuschauer meinten, beim Schuss flogen auch Kunstrasenfetzen durch die Luft und der Ball setzte angeblich 24 Mal auf. Nein, präzise und gewollt war das 7:1 für Goppeln. Wer anderes behauptet, ist ein Scharlatan am Spielfeldrand. In der 72. Minute dann eine wirklich sehenswerter Spielzug: Ecki spielt flach über das halbe Feld nach vorn zum inzwischen eingewechselten Kaugummilatsch, der sieht Nico zentral einlaufen und passt in die Mitte und dort machte selbiger einen kurzen Brummkreisel mit 180-Grad-Drehung und netzt zum 8:1. Jetzt wurde es deutlich. Aber bereits vier Minuten später eine erneute Unaufmerksamkeit. Nach einer Ecke pariert Marco das Ding noch reflexartig bravourös, der Nachschuss saß allerdings. Nur noch 8:2. Nur noch, das klingt richtig gut. In der 79. Minute wieder ein Ball in die Spitze und wieder auf Nico, der nur noch zum 9:2 einschieben musste. Das gelang. Die Partie war eigentlich durch, alle warteten auf die Erlösung von jeglicher Bewegung. Wachau wollte nicht noch den Zehnten kriegen und hatte sogar noch eine Möglichkeit zu verkürzen. Der Schieri erkannt zurecht auf Abseits. Auch Goppeln ließ anschließend bisschen was aus. Wurscht! Kurz danach war Schluss.

Fazit: Heureka! Wir können wieder gewinnen. Noch dazu in den schwulen orengefarbenen Trikots. Ups. Damit wollen wir nichts gegen anders orientierte Mitbürger gesagt haben! Aber diese Trikotagen hatten wir vor zwei Jahren bewusst in die letzte Schrankecke verbannt. Wer hat die bloß wiedergefunden? Unsere Spielanlagen sahen heute recht vielversprechend aus. Die Abwehr funktionierte über weite Strecken. Auch Aui und Ron kaum zu überwinden. Das Mittelfeld agierte, René muss man heute mal hervorheben. Nein, nicht mit Meckerei. Wer kommt denn auf sowas? Mit Kampf und Durchsetzungsvermögen. Ebenso wie Nico und die Glatze. Stellenweise machten wir etwas, was im letzten Jahr nie funktionierte: Wir spielten miteinander. Klar klappte nicht alles. Das Platz war nass, der Ball kaum beherrschbar. Da passieren Fehler. Dennoch, und bei allem Respekt vor den Wachauern, das war eindeutig eine Spielklasse tiefer als letztes Jahr. Wir hatten sogar Zeit den Kopf hochzunehmen. Was für ein Luxus! Die Neuzugänge integrierten sich prächtig. Auch das trug zweifellos zur Qualitätssteigerung bei. Dabei waren noch nicht einmal alle da. Trotz allem hat das heutige Spiel noch keine Aussagekraft. Auch in der 1.Stadtklasse können die Kicker Fußball spielen. Und es kommen noch ganz andere Brocken. Gerade wenn ich an die verbal zurückhaltenden Filigrankönner mit integrierter Schleifscheibe aus Weinböhla denke. Oder die Meißner, mit denen wir uns noch nie gemessen haben. Also es bleibt spannend. Positiv für den Berichterstatter: Der Notizzettel war mal wieder voll. Endlich wieder mit den positiven Fakten. Und das intonierte Goppellied ließ die Katakomben zurecht kraftvoll erzittern. Weiter so! Negativ: Der Kapitano macht heute sechs Buden. Und legt die Reihenfolge spitzohrig exakt so fest, dass es auf keinen Fall ein Hattrick wird. Der Mistkerl der! Kostet trotzdem einen Rahmen.     

Aufstellung: Scheffel - Auerswald, Eckardt, Piechniczek (76. Leonardi), Grahnert - Geschke, Sandig N., Zschiedrich, Oertel (60. Sandig M.) - Richter (70. Schwarz), Heine (60. Kunze)

Tore: 1:0 Richter (12.), 2:0 Sandig N. (26.), 3:0 Sandig N. (28.), 4:0 Zschiedrich (30.), 4:1 Burkhardt (43.), 5:1 Sandig N. (49.), 6:1 Sandig N. (56.), 7:1 Oertel (60.), 8:1 Sandig N. (72.), 8:2 Teuschke (75.), 9:2 Sandig N. (79.)

Bericht: Falk Lösch

08.04.2017 TSV Rotation Dresden - SG Gebergrund Goppeln 3:2 (2:0)

 

Heute wird alles ganz anders - Kann mal jemand das Tor bisschen größer machen

Nach den wenig erfolgreichen letzten Begegnungen säuselte der Goppeln-Spielmacher dem Berichterstatter noch vor der Partie gegen Rotation ins Ohr: "Heute wird alles ganz anders". Es wurde aber nicht ganz anders. Zumindest nicht in Bezug auf das Resultat. Obwohl es so knapp war, wie das Ergebnis aussagt. Dennoch gab es für Goppeln wieder keine Punkte. Es soll eben nicht sein. Die rote Laterne leuchtet heller denn je im Gebergrund.

Bedeckter Himmel empfing die Kicker auf der Schleifscheibe von Rotation. Der Rasenplatz blieb den besseren Fußballern vorbehalten und so mussten sich die Altherren ihre Knochen auf dem Hartplatz ruinieren. Die Kneipe gibts dort auch nicht mehr. Kein Kaffee, kein Bier, keine Bockwurscht - einladend ist anders. Coach Limbach musste auf Muffeltilo, die Mittelfeldachse und den Kaugummilatsch verzichten, hatte aber die restlichen Stammspieler zur Verfügung. Bis aufs Tor. Dort übernahm Marco wieder den Job von der Holzkatze. Und machte das einmal mehr mit Riesenreflexen sensationell gut. 

Nachdem der Schiedsrichter mit verschlafenem Gesicht doch noch eintraf, begann die Partie mit gut zehn Minuten Verspätung. Wie immer begannen die Goppelner defensiv ungeordnet. Allerdings dauerte es doch geschlagene neun Zeigerumdrehungen, bis der Gegner das ausnutzte. Ein schöner Pass nach vorn links und von dort schoss Kemple den Ball flach und nicht haltbar ins lange rechte Eck. Führung für Rotation, alles wie immer. Ganze vier Minuten später der identische Spielzug: Pass nach vorn links, gut eingelaufen und Schuss flach ins rechte lange Eck der Goppelner zum 2:0. Diesmal allerdings von Stefan. Nach einer Viertelstunde kamen die Gäste in rot besser ins Spiel. Rotation immer noch mit den technisch besseren Anlagen, Goppeln kämpfte sich nach vorn. Lange Bälle oder mit dem Leder am Fuß im 40-Meter-Sprint. Irgendwie so sah das aus. Mit "Spiel" hatte das zwar weniger zu tun. Aber man hielt jetzt gegen und mit. Rotation blieb im Spiel nach vorn aber gefährlich. In der 18. Minute pfiff der gut leitende - ja, muss man auch mal sagen - Schieri eine Abseitsposition der Rotationer zurück. War gut sichtbar, macht aber nicht jeder. Respekt. In der 19. Minute knallte Nico den Ball an die Querlatte der Gastgeber. Da hatten die Schwein. Deren Feldspieler-Keeper wäre dort nicht rangekommen. Wieder zwei Sechzigsekünder danach parierte Marco mit Riesenreflex einen Schuss von Rotation. Klasse. In der 35. Minute wiederholte Maik die Aktion von Nico und kloppte den Ball ebenfalls an die Latte von Rotation. Gibt's doch nicht! Doch. Gleich im Anschluss eine Ecke, die Nico mit absoluter Präzision Richtung Tor köpfte. Wo ging das Leder hin? Dreimal darf man raten: An die Querlatte. Sowas kann man nicht im Training üben. Aus dem Zuschauerbereich erscholl ein lautstarkes "Macht doch mal das Tor größer". Ja, wenn es so einfach wäre. Kurz vor der Pause wieder ein Riese aus Nahdistanz für Rotation, den Marco erneut glänzend entschärfte. Wegen der besseren Spielanlage ging es mit der nicht unverdienten 2:0-Führung für die Gastgeber in die Kabine. Goppeln hatte wieder den Start verpasst und ist dann drei Mal an der Querlatte gescheitert. 

Die zweite Hälfte war kaum drei Minuten alt, als die Glatze aussichtsreich am kurzen Pfosten der Gastgeber zu einer Chance kam. Ging nicht rein. Rotation spielte nach wie vor präziser, hatte auch Gelegenheiten, die aber nichts zur Ergebnisänderung beitrugen. Ab der 67. Minute wurde es aber wieder spannend. Endlich konnte sich die Glatze mal entscheidend durchsetzen und von links den Anschlusstreffer erzielen. Nur noch 1:2. Na bitte, geht doch. Rotation wurde nervöser, Goppeln wollte jetzt den Ausgleich. Allein der Spielaufbau war eine Katastrophe. Während die Gastgeber im Mittelfeld zwei, drei Stafetten an den eigenen Mann brachten, blieben die Goppelner beim erfolglosen Kick-and-Rush. Trotzdem lag das Übergewicht jetzt bisschen bei den Roten. Reichlich Gelaber auf beiden Seiten mit den eigenen Kumpels. Aber nichts, was im Altherrenspiel Panik verursacht. In der 79. Minute dann eine Unaufmerksamkeit bei Goppeln bei einem im Grunde harmlosen Einwurf für Rotation. Die eingeworfene Bogenlampe ging Richtung Elfmeterpunkt. Dort stand wieder Kemple mutterseelenallein und netzte am verdutzen Marco vorbei zum 3:1 für Rotation. So ist Fußball. Nahe dran und dann der Rückschlag. Egal. Jetzt erschienen die Goppelner "Junggesellenverabschieder-Schlachtenbummler" am Spielfeldrand. Die Glatze brauchte einige Zeit um zu realisieren, dass die seinetwegen gekommen waren. Umtrunkwütig und bereit für jede Hänselei. Das "Opfer" nahm deshalb Fahrt auf. In der 83. Minute ließ er sich in Gegners Strafraum legen. Klarer Elfer, wenngleich der Sünder lautstark das Gegenteil behauptete. Das überraschte aber keinen, auch nicht den Schieri. Unten links durch den Gefoulten versenkt. Galt aber nicht. Henne war zu zeitig losgelaufen. Wiederholung. Wieder unten links rein. Jetzt aber das 3:2. Goppeln wollte den einen Punkt, Rotation keinen mehr hergeben. Ungestümes Anrennen gipfelte schließlich in nur noch einer wirklichen Chance: In der Nachspielzeit hatte die Glatze im Rotations-Strafraum den Ausgleich auf dem Schlappen und schoss den Hüter an. So blieb es am Ende beim insgesamt nicht ganz unverdienten 3:2 für Rotation. Wegen der besseren Balltechnik und so etwas wie Struktur im Spiel. Anders als manch Zuschauer, der im dritten Gegentor des Übels Wurzel sah, meine ich, die beiden verschlafenen Tore zu Spielbeginn haben uns heute Zählbares gekostet. So wurde es heute ganz anders, weil knapp. Es blieb aber auch alles wie es war: Goppeln bemüht, der Gegner gewinnt.               

Fazit: Wir können nicht gewinnen. Wer unsere Spiele sieht muss feststellen, dass wir wir nicht in der Lage sind, mal zwei drei Bälle aus der Abwehr über das Mittelfeld nach vorn zu transportieren. Kaum, dass mal zwei Goppelner hintereinder Ballkontakt hatten, ohne das Leder an den Gegner zu verlieren. Jeder gibt sich Mühe, kämpft, pflaumt den Mitspieler an, motiviert selbigen wieder. Aber ohne Struktur im Aufbauspiel sieht es immer aus wie ein Hühnerhaufen, der die Bälle nur von hinten nach vorn drischt. Dort hilft der liebe Gott oder ein Gegenspieler, der das Ding nicht unter Kontrolle bringt. Kommt leider zu selten vor. Da muss man als Zuschauer schon recht leidensfähig sein. Dem Mittelfeld alle Schuld zu geben, ist verkehrt. Wenn das Ding immer von hinten nach vorn und zurück unterwegs ist, schaut man als Zentraler immer doof aus der Wäsche. Wir schätzen wirklich alle die Leistung der Truppe, die sich da hinstellt. Überhaupt keine Frage, wir gehören doch zusammen. Nur wenn wir als Team nicht wieder lernen, den Ball mal gradlinig über mehrere Station zu spielen, wir uns dafür auch in Position bringen, werden wir keinen Blumentopp gewinnen. Und ja, wir brauchen auch den Mut, das auszuprobieren. Egal, ob es schief geht. Wenn wir den Ball unter dem Vorwand, ja keinen Fehler zu machen, nur weghauen, agieren wir weiterhin nur nach dem Zufallsprinzip. Nach aller Kritik an den Schiedsrichtern der letzten Partien muss man heute wirklich konstatieren, dass der Sportfreund heute sehr gut gepfiffen hat. Fouls hüben wie drüber wurden gepfiffen, ansonsten mit Geschick und Fingerspitzengefühl Schärfe in der Partie gar nicht erst aufkommen lassen. Sehr gut. Positiv ist auch zu vermelden, dass die Rotationer schon ziemlich verdutzt aussahen, als trotz Niederlage inbrünstig das Goppelnlied intoniert wurde. So soll es sein. Auch wenn es diesmal vorwiegend dem Opfer der Junggesellenrunde galt. Wir haben eben immer noch Spass am Kicken. Und die illustre Runde, die sich anschließend auf den Weg machte, um die Glatze ordentlich vorzuführen und abzufüllen, wird erst recht ihren Spass gehabt haben. In diesem Sinne: Prost und möge die Verbindung ewig halten! Auch die zum Sportverein. ;-)

Aufstellung: Scheffel - Schwarz, Leonardi (73. Zastrow-Mann), Auerswald, Zschiedrich - Sandig, N., Sandig, M. (59. Grahnert), Gehl, Oertel - Richter, Müller

Tore: 1:0 Kemple (9.), 2:0 Stefan (12.), 1:2 Richter (67.), 1:3 Kemple (79.), 2:3 Richter (83./FE)

Bericht: Falk Lösch

01.04.2017 SG Gebergrund Goppeln - FV B/W Zschachwitz AH 0:5 (0:2)

 

Zschachwitzer Reserve in allen Belangen überlegen - Goppelner Kurzpässe keine Augenweide

Weil der Winter nahtlos in einen Sommer überging, trafen sich die Altherrenfußballer bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf dem Geläuf der Goppelner in Nickern. Diesmal hieß der Gegner Zschachwitz, der uns diese Saison schon zwei Mal schlagen konnte, heute allerdings auf einige Akteure verzichten musste. Dafür gabs ein Wiedersehen mit dem Nichtraucherfrank, der inzwischen die Seiten gewechselt hatte. Bei Goppeln fehlte mit der Glatze, dem Kaugummilatsch und dem Hackepeter wieder der komplette nominelle Sturm. Den Job übernahmen heute Einaugenrenè und Henne. In der Verteidigung konnten wir mal wieder Frieder (Achtung, Wortspiel!) aufbieten.

Die Gäste schon mit Beginn tonangebend. Es dauerte auch kaum fünf Minuten, bis die Holzkatze das erste Mal hinter sich greifen musste. Eine Flanke von rechts wurde direkt verlängert und der Ball sauste ins Goppelntor. Die Gastgeber hielten ordentlich gegen, bekamen aber das Leder nicht sicher über kurze Wege transportiert. Jedesmal hielten die Zschachwitzer einen Fuß dazwischen oder der Pass kam ungenau, womit der Ball verloren ging. Keine Augenweide. Die Roten versuchten erneut ihr Heil in langen Bällen auf zwei Spitzen, die von gefühlt fünf Leuten des Gegners zugestellt waren. Das kann nichts werden. Warum nicht mal hinten rum, so wir wir das letzte Sasion immer geübt hatten? So etwas ähnliches wie eine halbe Chance eröffnete sich Nico, als er von halblinks mal abzog. Keine Herausforderung für den Gästehüter. Bezeichnend auch eine Ecke etwa in Minute 27, als der Gegner kurz ausführte und die Goppelner, noch mit diskutieren beschäftigt, nicht mal hinschauten. Nach 33 Minuten drosch Nico einen Freistoß meilenweit übers gegnerische Tor. Dafür trafen die Zschachwitzer in der 38. die Latte. Jetzt häuften sich die Möglichkeiten für die blauen Gäste. In der 39. Minute ein Kopfball aus aussichtsreicher Position vorbeigeköpft, in der 43. so etwas wie ein Seitfallzieher ging ebenfalls am Tor vorbei. Quasi mit dem Halbzeitpfiff ein Schuss auf das Goppelntor, den die Holzkatze glänzend parierte. Und den Nachschuss auch gleich noch. Erst den dritten Versuch knallte ein Zschachwitzer direkt unter die Latte zum 0:2 aus Goppelnsicht. Wo war denn da die Abwehr, wenn unser Hüter im Fünfer allein gegen drei Gegenspieler agieren muss? Mit dem aus Sicht der Gastgeber schmeichelhaften 0:2 ging es in den kühlen Keller.

Der zweite Durchgang sah auch wieder leichte Vorteile für die Gäste, die einfach präziser agierten und den Ball auch über mehrere Stationen zum eigenen Mann brachten. Hatten die Goppelner bis zur Halbzeit nicht eine einzige echte Chance, kamen sie jetzt zumindest etwas besser ins Spiel. Zschachwitz nahm sich bisschen zurück. Nach 50 Minuten brachte Nico eine Flanke von links und am langen Pfosten grätschte Renè ein. Leider ging die Murmel daneben. Passte auch ins Bild. Und etwa eine Zeigerumdrehung später klärte Aui in höchster Not eine Flanke von links, die Klasse einschlug. Leider ins eigene Tor. Machte aber auch nichts, weil sonst der angepeilte Flankenempfänger mutterseelenallein auf der anderen Seite die Aufgabe vollendet hätte. Mit 0:3 für die Gäste war das Spiel durch. Goppeln mühte sich, schoss aber immer noch kein Tor. Weitere zehn Minuten später nagelte ein Zschachwitzer das Ding von Ferne ins obere rechte Angel. Traumtor, 0:4. In der 64. hatte dann Henne einen ganz ordentlichen Fernschuss, der rechts am Tor vorbeikullerte. Das nächste halbe Eigentor zum 0:5 unmittelbar darauf spielte schon keine Rolle mehr. Beide Seiten hatten weitere paar Möglichkeiten, darunter zwei Mal Zschiedi, der auch nicht erfolgreich war. In der 72. hatte wieder Henne die große Möglichkeit, einen abgewehrten Nico-Schuss locker zu versenken. Vermutlich musste anschließend einer der Touristenbomer, die bis dahin am Himmel unbeirrt ihre Kreise zogen, mit Triebwerksschaden notlanden. Mann-oh-Mann! Äh..nee..Zastrow! In der Schlussminute hämmerten die Gäste noch einen Ball ans Lattenkreuz. Dann folgte das gewohnte Shakehands und alles war wie immer: Goppeln bemüht, der Gegner erfolgreich. Schade. O-Ton des Schiedsrichters vor dem Heimweg: "Von eurem Siebener hatte ich mir eigentlich mehr erwartet". Wir auch. Wer hatte die Nummer eigentlich? 

Fazit: Anders als noch in Hellerau, als man sich trotz guten Spiels nicht belohnte, hatte Goppeln heute nicht die Spur einer Chance. Für die erste Hälfte gilt das sogar wörtlich. Zschachwitz trotz der Reservisten in allen Belangen gradliniger, ballgewandter und effektiver. Den Schieri wollen wir heute mal in Schutz nehmen, der war nicht des Übels Kern. Wir wissen ja, dass wir bei jedem Zweikampf jammern müssen. Dann klappts auch mit dem Pfiff. Allein wir tun es nicht. Ebenso gilt für diese Spielklasse, dass Karten eher bei Meckerei als für den Schutz der gefoulten Spieler gezeigt werden. Uns gelingt es nicht, mit der Stadtliga klarzukommen. In jeder Hinsicht. Vielleicht liegt es an der taktischen Einstellung oder den fehlenden technischen Fertigkeiten. An der Kondition liegt es kaum. Immerhin halten wir bis zum Schluss läuferisch mit. Durch die Rückkehr von Renè ist zumindest mehr Qualität eingezogen. Das allein reicht nicht. Die Holzkatze konnte einem heute Leid tun - obwohl die Abwehr rackerte, Dani-Sahne sich aufrieb und Aui gegenhielt. Aber wenn der Kontrahent den Ball laufen lässt und einigermaßen vernüftige Schüsse zustande bringt, dann rappelts eben in der Bude. Nach vorn verpufften unsere Bemühungen durch Ballverluste im Mittelfeld oder schon auf dem Weg dahin. Die beiden Einsamen in der Spitze sahen sich oft nominell der dreifachen Gegnerscharr gegenüber. Was soll dabei rauskommen? Eigentlich müssten die Außen mal an der Linie rücken. An der Linie, nicht im Zentrum. Gute Teams entsenden sogar die Außenverteidiger auf diese Weise nach vorn. Damit schafft man nämlich fast personellen Gleichstand vor Gegners Tor. Und dann rappelts vielleicht auch mal für uns in der Bude. Schaffen wir es noch, solche komplexen Spielzüge aus dem Repertoire zu kramen und, na sagen wir innerhalb weniger Nervenbahn-Sekunden, vom Kopf in die Beine sacken zu lassen? Können wir ja mal versuchen. Weniger Erfolg als den aktuellen können wir wohl nicht haben. Klugscheißmodus aus!         

Aufstellung: Steinigen - Schwarz (70. Leonardi), Neumann (55. Grahnert), Auerswald, Friedrich - Zschiedrich, Wange, Sandig, N., Sandig, M., - Oertel, Zastrow-Mann +++ Schötz, Mootz

Tore: 0:1 Eilitz (4.), 0:2 Jentzsch (45.), 0:3 Auerswald (52. ET), 0:4 Jentzsch (64.), 0:5 Mörbe (67.) 

Bericht: Falk Lösch

18.03.2017 VfB Hellerau/Klotzsche – SG Gebergrund Goppeln 3:1 (1:0)

 

VfB erzielt kein herausgespieltes Tor und gewinnt trotzdem gegen abschlussschwache Goppelner

Eben das, was der sturmerprobte Nordseefischer als „Schietwetter“ bezeichnen würde, empfing die Teams am neuen Kunstrasen unweit des Festspielhauses Hellerau. Frische Temperaturen, stürmischer Wind und Dauerregen machte es für beide Truppen unangenehm. Die „Spaßtruppe“ von der Wittgensdorfer hatte wieder welchen vor Beginn in der Kabine. Coach Limbach musste auf die Mittelfeldachse, den Kaugummilatsch, den Hackepeter und Dani-Sahne verzichten, der leider noch kurzfristig absagte. Könnten wir doch endlich mal wieder in Komplettformation auflaufen! Dafür war mit der Glatze zumindest ein nomineller Stürmer zurück. Und Einaugenrenè, der nach einem halben Jahr verletzungsbedingter Pause sichtbar mehr Kampfgeist und Qualität ins Team brachte. Die Bude sollte Marco dichthalten, dafür saß die Holzkatze als Hüter-Wechsler an der Linie.

Erstaunlicherweise waren es die Gäste, die druckvoll begannen. Der VfB schien überrascht. Schon nach zwei Minuten verzeichneten die roten Goppelner erste Chancen. Zwei Mal Nico mit Schüssen aus der Distanz, ein Freistoß von halbrechts und ein Kopfball grob in Richtung VfB-Tor. Ging alles nicht rein. Ein Grund war, dass der Hüter der Norddresdner stets auf dem Posten war. Ein wirklich guter Mann, der vermutlich für Hellerau die Punkte im Alleingang holt. Genau wie sein Kollege mit der „4“ wegen der „Zickenbärtchen“ von den Gegnern sicher oft verspottet, zeichnete er sich mehrfach sportlich aus. Das verdient unbedingten Respekt. Dann kam der VfB besser ins Spiel, hatte sogar leichte Balldominanz. Herausgespielte Chancen blieben aber Mangelware. Die Goppelner Abwehr stand gut, lange Bälle blieben Beute der Verteidiger oder landeten in den Armen von Marco. Einzig nach 28 Minuten hielten die Roten kurz den Atem an. Ein Verzweiflungsschuss der VfB-er landete oben auf der Goppelner Querlatte. Das war mal Glück für uns. Das einzige, wie sich noch zeigen sollte. In der 32. Minute spielte Einaugenrené der Glatze einen perfekten Ball in die Spitze. Die ließ sich aber abdrängen und wieder wurde kein Tor erzielt. Man kennt es ja: Wenn du vorn nicht triffst, …. Nach einer Ecke in der 34. Minute waren die Goppelner aufgerückt. Der VfB-Hüter fing den hohen Ball ab und machte einen langen Abschlag auf seine zwei blauen Kollegen im Sturm. Marco kam dem Ball mutterseelenallein entgegen und wollte den Manuel Neuer geben. Nässe, Wind und – sagen wir mal - Ungeschick machte aus dem Ding eine Kerze, die Aui auf den Kopf fiel. Gegen zwei Angreifer keine Chance. Das dumme Ding fiel Wehner vor die Füße und der musste nur ins leere Tor einschieben. Keine Kunst. Quasi ein Eigentor. So dümpelte die erste Hälfte der Pause entgegen. Erwähnenswert: In der 41. Minute wird Zschiedi nach Balleroberung für alle sichtbar mit beiden Händen von hinten festgehalten. Klares taktisches Foul. Der Schieri pfiff, keine Karte. Die Regel sieht das wohl anders vor. Überhaupt pfiff der Mann mit dem butterblumengelben Trikot mit gedanklicher Zeitverzögerung von fünf bis zehn Sekunden alles nur auf Zuruf. Wir sollten häufiger rufen. Mit der schmeichelhaften Führung für den VfB ging es für die Teams raus aus dem Regen. Die Zuschauer mussten ausharren und frieren.

Hatten die Gastgeber in Durchgang eins noch etwas mehr Ballkontakte, änderte sich das in der zweiten Hälfte. Quasi von Minuten zu Minute schwanden denen sichtbar die Kräfte. Goppeln erhöhte kontinuierlich die Schlagzahl. Und wieder bekamen sie in der 60. Minute einen Dämpfer. Ein im Grunde harmloser langer Ball der VfB-er auf links wollte Ron unbedrängt zu Marco zurückspitzeln. Sah aber nicht, dass der schon entgegen kam. Das Leder kullerte an allen vorbei Richtung Strafraummitte, wo Truhel wieder nur ins leere Tor einschieben musste. Keine Kunst. Kann jeder. Quasi ein erneutes Eigentor. Die Gäste gaben sich noch lange nicht auf. Ab der 65. Minute wurde es beinahe ein Spiel auf ein Tor. In der 70. Minute bediente Nico die Glatze, es führte einmal mehr nicht zum Erfolg. Mehrere Ecken brachten ebenfalls nichts. Einaugenrenè hatte noch einen schönen Kopfball, der Beute des VfB-Schlussmanns wurde. Mitten in der Druckphase kamen die Hellerauer in der 71. Minute doch noch mal in den Goppelner Strafraum, wo sich der Angreifer schreiend fallen ließ. Beileibe kein Foul. Nach Zuruf und mit der üblichen Zeitverzögerung latschte der gelbe Mann auf den Elfmeterpunkt und zeigte nach unten. Was? Unglaublich. Das Ding war letztlich gut geschossen, für Marco nicht zu halten. Das 3:0 ließ die Gäste immer noch nicht aufgeben, entschied im Grunde aber das Spiel endgültig. Goppeln rannte weiter an, versemmelte aber Chancen ein ums andere Mal. Erst in der 80. Minute verkürzte René mit einem sehenswerten Kopfball nach einer Ecke den Spielstand. Der Treffer war mehr als verdient und klaute Haude (Was für ein Wortspiel!) im VfB-Tor das „zu Null“. Die Gastgeber standen jetzt nur noch hinten drin und verteidigten ihren Vorsprung mit Mann und Maus. So blieb es denn beim 3:1 Sieg für die Altherren von Hellerau/Klotzsche, die vermutlich selbst nicht genau wissen, wie sie zu den Punkten kamen. Der Ex-Coach Wilde verwies anderentags süffisant auf das bekannte Fußballerzitat „Hast du Schei.. am Fuß, hast du eben Schei.. am Fuß“. Recht hat er.

Fazit: Goppeln heute mehr als gleichwertig, schlug sich durch zwei dumme Fehler selbst. Der Unparteiische half für mich zweifelsfrei mit, das Resultat deutlicher zu gestalten. Liebe Sportfreunde, bei allem Respekt vor denen, die sich jedes Wochenende als Schiedsrichter zur Verfügung stellen und schlimmstenfalls noch anmaulen lassen müssen, aber in der höchsten AH-Spielklasse der Stadt sollte bitte auch ein entsprechender Referee zum Einsatz kommen. Ja, ohne Linienrichter ist es schwer. Keine Frage. Damit lässt sich einiges erklären und akzeptieren. Aber klare Regelauslegungen dürfen wir doch wenigstens erwarten. Und Entscheidungen nach Zuruf – hüben wie drüben – sind für mich kein Qualitätsmerkmal. Nein, bisher gleicht es sich nicht über die Saison aus. Zurück zum Spiel. Jetzt ohne Druck spielen wir wieder besser. Niemand, der den Kopf in den Sand steckt oder ob des Tabellenstandes resigniert. Das finde ich Klasse von den Jungs! Sogar nach dem 0:3 aus Goppelnsicht wurde gekämpft. Weiter so. Vielleicht können wir andere Teams noch bisschen ärgern. Wenn wir mal wieder komplett sind…

Aufstellung: Scheffel - Neumann, Auerswald, Leonardi, Zschiedrich - Zastrow-Mann, Gehl (85. Zastrow), Sandig, N., Grahnert (72. Schötz) - Richter, Oertel +++ Steinigen (ET)

Tore: 1:0 Wehner (34.), 2:0 Truhel (60.), 3:0 Hofmann (71. - FE), 3:1 Oertel (78.)

Bericht: Falk Lösch

11.03.2017 SG Gebergrund Goppeln AH1 - FV Laubegast 06 Dresden AH 0:4 (0:3)

Spaßfußballer aus Goppeln unterliegen mit Standardergebnis

Eigentlich ist der Druck weg und der Spaß zurück. Die Situation ist ja auch zu eindeutig, als dass man sich Gedanken machen sollte. Also frisch aufgespielt gegen ambitionierte Laubegaster, die aktuell auf Platz zwei stehen. Mit allem, was an Spielern da ist.

Schönes aber noch recht frisches Frühlingswetter empfing beide Teams am Goppelner Kunstrasen. Coach Limbach musste auf alle gelernten Stürmer verzichten. Die Glatze, der Kaugummilatsch und der Hackepeter fehlten. So durfte Mario mal offensiv sein. Unterstützt von Henne. Hinten der gewohnte Abwehrverband um Dani-Sahne, der heute unbedingt mal lobend hervorgehoben werden sollte. Und Laubegast hatte vorm Tabellenschlusslicht gehörig Hosenflattern. Wie sonst ist zu erklären, dass die heute mit ihrer halben zweiten Männermannschaft anrückten.

Wie schon im Striesenspiel waren die Kontrahenten von Beginn an überlegen. Goppeln musste alles in die Waagschale werfen, um ein frühes Gegentor zu verhindern. Das taten sie leidenschaftlich. In jeden Schuss wurde sich geworfen. Laubegast ließ den Ball laufen, hatten die Übersicht, aber die letzte Konsequenz ließen sie vermissen. So gelang den Gästen zunächst wenig. Ihre Dominanz ließ sich nicht in Tore umsetzen. Gefährlich wurde es nur bei in die Spitze durchgesteckten Bällen. Dann stand die Goppelnabwehr nicht immer sattelfest. Aber das machte sie durch Kampfgeist wett. Dafür kam das Heimteam selbst kaum über die Mittellinie, so dass sich der Laubegaster Reservekeeper – der hyperaktive Rose war diesmal abwesend – wärmend in die Sonne stellen konnte. Aber der Sicherste war der Junge nicht, was später bei hohen Bällen noch deutlich wurde. Nach 27 Minuten musste die gut aufgelegte Holzkatze, die heute wieder zwischen unseren Pfosten stand, doch das erste Mal hinter sich greifen. Leo wurde im Mittelfeld umgerannt und fiel, der durchgebrochene Laubegaster passte nach links außen und die von dort hereinsegelnde Flanke nahm Seifert zentral mit dem Kopf. Goppeln zu diesem Zeitpunkt etwas aufgerückt und die Abwehr dann in numerischer Unterzahl. Unclever. Zwei Minuten später wurde Nico binnen einer Zeigerumdrehung gleich zwei Mal ordentlich gelegt. Der Sünder in beiden Fällen nahm für sich ein Wegrutschen in Anspruch. Der Unparteiische nästelte zwar an seiner Spezialbekleidung, merkte aber schnell, dass die Taschen unten offen waren. Keine Karten drin. Dann eben ein nettes Gespräch mit erhobenem Zeigefinger. Glück gehabt. Fairerweise sollten wir erwähnen, dass auch von den in blaumeisengelb gekleideten Laubegastern hin und wieder einer lag. Die Spielkarten verteilte der schwarze Mann später nur wegen Meckerns. Goppeln hielt gut gegen, rührte schnellhärtenden Beton an. Daran biss sich Laubegast immer wieder die Zähne aus. Oder scheiterte an sich selbst. Erst fünf Minuten vor dem Pausenpfiff legten sie zählbar nach. Einen Abpraller, den die Holzkatze eigentlich gut parierte, hatte keiner der Verteidiger auf dem Schirm. Herde lief mutterseelenallein zum Ball und sagte mit dem 2:0 danke. Überflüssiger Treffer. Und gleich zwei Minuten später in der 42. markierte Jacob mit einem Schuss von links ins kurze Eck das 3:0 und damit einen doch recht klaren Pausenstand. Jetzt war ein Schützenfest zu befürchten.

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Spiel. Laubegast überlegen mit wenig Konsequenz. Goppeln kaum in der gegnerischen Hälfte. Latte und Pfosten gab es auch schon in der ersten Hälfte. Am Resultat änderte sich nichts. In der 49. Minute erzielten die Laubegaster ein Tor aus Abseitsposition. Wurde zurecht nicht gegeben. Die Stadionanzeige musste erst in der 69. Minute wieder vom Rost befreit werden. Schiwon traf nach sehenswertem Doppelpass mit einem klugen Heber zum 4:0 für die Gäste. Drei Minuten vor Schluss wurde Zschiedi ein mit dem Kopf erzielter Ehrentreffer verwehrt. Auch hier sah der Schieri eine vorherige Abseitsposition. Der Schlusspunkt war ein weiterer Pfostentreffer der Laubegaster in der 88. Minute. Das Spielergebnis geht so in Ordnung. Laubegast geriet nie in Gefahr, einen Punkt abzugeben. Goppeln hätte durchaus auch mehr Treffer kassieren können.

Fazit: Das 0:4 aus Goppelnsicht entwickelt sich offenbar zum Standardergebnis. War auch gegen Striesen so. Nicht schön. Aber solange wir personell jedesmal umbauen müssen, wird sich wenig einspielen. Die Mittelfeldachse war zwar wieder dabei, aber Einaugenrenè fehlte weiter verletzungsbedingt. Unser Mittelfeld musste heute notgedrungen die dauerbelastete Abwehr unterstützen. Deswegen kam auch nach vorn von uns wenig. Lange Bälle auf einen, der von drei Gegnern umringt ist. Kommt nichts raus dabei. Zweikampfverhalten, Passgenauigkeit, Übersicht - in allem war Laubegast klar besser. Muss man ehrlich zugeben. Schauen wir also nach vorn. Es kommen noch Kontrahenten auf Augenhöhe. Nachdem wir zu Saisonbeginn recht verkrampft unterwegs waren, können wir jetzt eigentlich völlig befreit aufspielen. Sogar das Goppelnlied dröhnte nach Spielende aus Kajüte 6 durch den Gang. Ein guter Anfang. Der Spaß scheint also zurück zu sein. Nächste Woche startet auch die AH2 wieder in den Spielbetrieb. Schauen wir mal, ob beide Teams Feldstärke erreichen werden. Die Saison geht ja noch eine Weile.

Aufstellung: Steinigen – Schwarz, Auerswald, Zschiedrich, Neumann - Leonardi (58. Lindner), Wange, Gehl, Sandig, N. - Zastrow-Mann, Sandig, M (68. Damaske).

Tore: 0:1 Seifert (27.), 0:2 Herde (40.), 0:3 Jacob (42.), 0:4 Schiwon (69.)

Bericht: Falk Lösch

04.03.2017 SG Dresden Striesen AH - SG Gebergrund Goppeln AH1 4:0 (1:0)

Verwirrende  Schiedsrichterbälle, langanhaltende Gespräche und die ungeklärte Frage: Was wäre wenn?

Es wird alles wie es war. Goppeln müht sich redlich, bleibt aber netter Punktelieferant. Dafür haben wir heute einen recht soliden Grundstein gelegt. Das erste Resultat nach der trainingsarmen Winterpause war deutlich, wenngleich diesmal auch der Referee seinen Teil beitrug. Aber der Reihe nach.

Bei schönstem Frühlingswetter räkelte sich die Temperaturanzeige schon weit oberhalb der 10 Grad-Grenze. Goppeln musste auf der Striesener Schleifscheibe ran. Das hinterlässt immer Spuren. Und die Gastgeber hatten uns auf dem Zettel. Fuhren wir doch im Hinspiel einen unserer wenigen Siege ausgerechnet gegen die Truppe von der Bärensteiner Straße ein. Coach Limbach musste auf den Sturmtank, Einaugenrenè und Thomas „Die Mittelfeldachse“ Wange verzichten. Im Kasten wurde die Holzkatze wieder hervorragend von Marco vertreten.

Striesen die erste Viertelstunde klar tonangebend. Goppeln hatte Mühe, das Leder vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Schon nach zwei Minuten setzte sich einer der Gastgeber bis zur Grundlinie durch und spielte den mustergültigen Pass zurück in die Zentrale. Dort langweilte sich Raczynski so ganz ohne Gegenspieler und schob aus rund sieben Metern unbedrängt ein. Geht gut los. Striesen machte weiter Druck, spielte den gefälligeren Ball. Nach vorn ging für die Gäste kaum etwas. Lange Bälle, aus Notsituationen im Abwehrzentrum nach vorn gedroschen, konnten so gut wie gar nicht erlaufen werden. Erst nach rund elf Minuten wurde es auch für Striesen gefährlich. Der Kaugummilatsch schoss einen Flatterball aus ungefähr 25 Metern Richtung Striesen-Tor. Deren Keeper hatte arge Probleme sich und das Spielgerät passend zu koordinieren. Der Ball kullerte die Linie entlang, Zschiedi setzte nach und drückte denselben über die Linie. Obwohl der Hüter weder den Ball kontrollierte, noch eine Hand drauf hatte, gab der Unparteiische den Treffer nicht. Das wäre der Ausgleich gewesen. Selbst „Bene“ als zuschauender Trainer von Striesens erster Männermannschaft konstatierte einen regulären Treffer. Der Referee nannte es gefährliches Spiel. Gegen den orientierungsarm herumhechtenden Striesen-Torwart. Pech gehabt. Doppelt, weil sich Zschiedi dabei noch eine ätzende Schürfwunde ins Knie schliff. Striesen war jetzt aber nicht mehr so dominant und Goppeln sortierte besser. Klar, die Heimmannschaft spielte nach wie vor genauer. Aber eben nicht mehr drückend überlegen. Das eröffnete Goppeln die Möglichkeit, bisschen mitzuspielen. Auf beiden Seiten gab es allerdins nur wenige Chancen, die ihren Namen verdienen. Wirklich auffällig waren vielmehr die zahlreichen Schiedsrichterbälle, die der Kollege in leuchtendem Blau verhing. Zumeist ging denen noch intensive Gesprächsrunden mit Sündern, Opfern und Kritikern voraus. Selten sah ich einen so diskussionsfreudigen Unparteiischen. Nach rund dreißig Minuten suchte der Hackepeter erst seine Kniescheibe und fortan das Weite außerhalb des Platzes. Er wurde durch Henne ersetzt. Nico fand derweil in Steffen Dörner einen guten Freund, der ihm gleich noch weitere Treffen ankündigte. Der Mann macht keine leeren Versprechen und langte demzufolge ordentlich hin. Ansonsten gibt es nicht viel mehr mitzuteilen, als vielleicht einen Goppelner Pfostenschuss. Fast mit dem Pausenpfiff.

Im Spiel mit wenigen Höhepunkten wurden die Seiten gewechselt. Hälfte zwei begann zunächst, wie die erste aufhörte. Beide Mannschaften brachten nichts Zählbares zustande. Striesen weiterhin etwas besser, weil sie den Ball laufen ließen, während sich die Goppelner zu oft auf Kick-and-Rush verlegten. Wir spielen zu wenig und laufen falsch. Statt dem ballführenden Mitspieler bisschen entgegen zu kommen, verstecken wir uns hinter dem Gegner. Und wenn wir uns besser lösen sollten, rennen wir lieber direkt in drei Striesener hinein. Was uns fehlt, sind Übersicht und Abgeklärtheit. Ein Funken mehr Verständnis für Strategie. Den eigenen Mann sehen und dann klare Zuspiele machen. Talent ist ja da. Manchmal. In Minute 51 hielt ein Striesener dann das lange Bein über Dani-Sahnes Abwehrschlag. Zum Glück verletzte sich unser Spieler nicht. Dann begann das große Augenreiben. Der Schieri pfiff für die Striesener. Hä? Die Gastgeber auch verwundert, aber zügig nahm Dörner das Geschenk an und schnappte sich das Leder. Aus etwa 20 bis 25 Metern segelte die Freistoß-Banane ins Goppelner Tor. Nicht zu halten. Mit dem 2:0 war das Spiel schon gelaufen. Die Gastgeber machten eben nur das Nötigste, die Gäste versuchten nochmal was nach vorn. Aber im Kopf war die Hypothek wohl schon zu groß. Man sah, dass den Jungs der Glaube fehlte, die Partie wirklich noch zu drehen. Nur wenig gelang. So um die 55. Minute sahen Dörner und Nico gelb. Erstgenannter, weil er seine gemachte Ankündigung des persönlichen Treffens mit Nico einmal mehr in die Tat umsetzte, Nico, weil er sich lautstark darüber beklagte. Und wieder der „Erklärbär“ für Einzelgespräche vor Ort. Striesen schaukelte die Partie gekonnt über die Bühne. Beide Teams wechselten noch ordentlich durch. Eine Viertelstunde vor Schluss überrannte Ballin die aufgerückte Goppeln-Defensive und stand allein vor Marco. Der Ball kullerte mit letzter Kraft zum 3:0 ins linke Eck. Aber das war schon egal. Auch der vierte Treffer für Striesen in der 88. spielte keine Rolle mehr. Schöner Querpass durch den kompletten Strafraum der Goppelner, an Freund und Feind vorbei. Am anderen Ende bedankte sich der freistehende Scholz mit dem 4:0. Das war es dann auch.

Fazit: Striesen ist bei weitem nicht die spielstärkste Mannschaft in dieser Staffel. Das sagt ja auch deren Tabellenplatz aus. Dennoch fanden wir wieder keine Mittel, gegen einen körperlich präsenten und spielerisch gefälligeren Gegner. Die Phrase „Die Niederlage lag nicht am Schiedsrichter“ will mir allerdings heute so gar nicht über die Lippen kommen. Klar waren die Striesener etwas besser. Aber wenn der reguläre Ausgleichstreffer gegeben und der Freistoß, der zum 2:0 führte, korrekt bewertet werden, war das eigentlich ein typisches Remis-Spiel. Außer dem 1:0 hatte Striesen wenig zu bieten. Die beiden Treffer am Ende waren nur Folge des Spielverlaufs. Und nach dem bisher Gesehenen glaube ich auch nicht mehr an die nächste Phrase „Über die Saison gleicht sich alles wieder aus“. Genug des „Schieri-Bashings“. Ich kann es vermutlich nicht besser. Aber desillusioniert darf ich wenigistens sein.

 

Aufstellung: Scheffel – Schwarz, Auerswald (67. Lindner), Leonardi, Neumann - Müller (29. Zastrow-Mann), Sandig, N. (87. Damaske), Zschiedrich, Gehl - Schötz (67. Sandig, M.), Kunze

Tore: 1:0 Raczynski (2.), 2:0 Dörner (51.), 3:0 Ballin (75.), 4:0 Scholz (88.)

Bericht: Falk Lösch

17.12.2016 SG Gebergrund Goppeln AH1 - Blau-Weiß Zschachwitz AH 0:1 (0:0)

Freundliche Verlierer scheiden aus

Das Glück haben wir weißgott nicht gepachtet. Das Spiel war so knapp wie sich das Resultat anhört. Am Ende kommt Zschachwitz allerdings nicht ganz unverdient eine Runde weiter. Eben weil Goppeln zu brav agierte und aus den eigenen Möglichkeiten kein Kapital schlug.

Bei sonnigem Winterwetter gab es im Pokal ein Wiedersehen mit den Blau-weißen aus Zschachwitz. Im Ligabetrieb unterlagen wir dort, obwohl die erste Hälfte seinerzeit ganz gut aussah. Coach Limbach musste mindestens auf Einaugen-René, die Glatze, den Kaugummilatsch, Muffeltilo, Ron und den Hackepeter verzichten. Dafür kehrten Thomas-Mittelfeldachse und Henne ins Team zurück. Numerisch trotzdem kein Highligt. Mit Heiko und Peter P. standen lediglich zwei Wechsler zur Verfügung. Zschachwitz schien aber auch nicht alle beieinander zu haben. Zumindest standen nicht ganz die gleichen Kicker auf der Meldeliste wie im Ligaspiel.

Wenigstens hatten die Goppelner ihren Humor behalten. Ihren Galgenhumor. In Kajüte 6 wurde bei der Aufstellung unter großem Gelächter jeder mal zum Stürmer auserkoren. Elf Stürmer sollst Du haben! Hätten wir mal.

Der Platz war zu Beginn mit Reif versehen, was nicht unbedingt zur Standsicherheit beitrug. Die Gäste zu Anfang überlegen. Goppeln wählte wieder die defensive Variante und ließ die Zschachwitzer kommen. Wirklich feinen Fußball spielten die aber auch nicht. Deren Chance bestanden eigentlich nur aus Distanzschüssen, die sich im Zaun verfingen oder in den Armen des heute wieder Klasse haltenden Marco landeten. In der 17. Minute notierten wir dann den ersten Hochkaräter für die Roten. Schötzer steckte einen auf Henne durch, der nur noch den gegnerischen Keeper vor sich sah, leider das Spielgerät nicht optimal traf und damit keinen Treffer erzielte. Gleich drei Minuten später noch eine Möglichkeit, als sich Henne aus der Distanz versuchte. Die Zschachwitzer hatten ein wenig mehr von der Partie, verbreiteten aber auch nur wenig spielerischen Glanz. Die gingen mit ihren Möglichkeiten recht inflationär um. Vorsichtig ausgedrückt. Nach 30. Minuten wurde Nico in Gegners Strafraum am Schuss gehindert. Manche sahen ein Drüberhalten vom Kontrahenten. Der Schieri ließ weiterspielen. Kurz vor der Pause noch eine Schrecksekunde, als die Gäste nur die Latte trafen. Dann ging es in den Keller zum Aufwärmen. 

In Hälfte zwei kamen die Goppelner besser ins Spiel. Der Ballbesitz jetzt ein wenig ausgeglichener. Die Zschachwitzer monierten jeden Zweikampf lautstark und erhielten zur Belohnung vom Unparteiischen häufig einen Pfiff zu ihren Gunsten. Kein Mensch versteht, warum wir immer brav die Knochen hinhalten, auch gefoult werden und dann aber tonlos und ohne Protest aufstehen. Fairness hin oder her. Leute, in Maßen und ohne Beleidigung gehört "Rumgemecker" zum guten Ton in dieser Spielklasse! Als Ergebnis bekam Goppeln übrigens fünf gelbe Karten, Zschachwitz nur eine. Wir beschränken uns auf das Gemaule gegen die eigenen Mitspieler. Da stimmt was nicht. Sollten wir doch nun gelernt haben. Nach 59 Zeigerrotationen erlaubte sich Zschachwitz den ersten wirklichen Spielzug. Über rechts gelangte die Kirsche wieder in die Mitte zum einschussbereiten Jentzsch, der sich nicht lange bitten ließ und zum 0:1 aus Goppelnsicht einschob. Ansonsten ging von den Gästen kaum mehr große Gefahr aus. Ein Festival der Fehlpässe auf beiden Seiten. Die Goppelner mussten mehr tun und versuchten das auch offensiver. In der 64. Minute wurde Nico im Alleingang vom gegnerischen Hüter zu Fall gebracht. Wieder kein Elfer. Statt dessen ein Pfiff gegen uns, weil Nico beim Aufprall das Leder an die Hand bekam. Kein Protest von Goppeln. Wir sind eben freundliche Verlierer. Mit zunehmernder Spieldauer gingen auch die Gäste an ihre konditionellen Grenzen. Nahezu alle Angriffe wurden noch vor dem Goppeln-Strafraum abgefangen. Leider konnten die Gastgeber auch keine klaren Bälle spielen. Hin und wieder mal ein Versuch in die Spitze, einige Schüsse von Nico aus dem Winkel und paar hohe Flanken - das war es aber auch. Im Grunde keine Aktion, bei der sich der Zschachwitzer Hüter mal wirklich strecken musste. Harmlos im Abschluss würde man kommentieren. In den Schlussminuten rückte auch Dani-Sahni mit in die Offensive, bei der letzten Ecke sogar Torwart Marco. Allein es fiel kein Ausgleich mehr. So zitterte sich Zschachwitz in die nächste Runde. Und Goppeln? Zeigte sich wieder als freundlicher Verlierer. Gibt es eigentlich eine Wertung für die nettesten Punktelieferanten? Für die braven Schicksalsannehmer? Diese Tabelle würden wir anführen. Wir brauchen mal wieder ein paar "Bad Boys". Ich will nicht nett sein, ich will gewinnen. Nur Aui hat mal bisschen Kante gezeigt. Und zwar ohne bösartig und willentlich dem Kontrahenten das Schienbein zu zertreten. Positiv erwähnen sollte man diesmal Henne, der zwar nicht getroffen hat, aber stets bemüht war. ;-) Und Dani-Sahne, der heute verletzungsfrei viel ackerte - hinten wie vorn.

Fazit: Aktuell fällt es uns schwer, numerische Feldstärke zu erreichen. Dank gebührt all denjenigen, die sich in den Dienst der Truppe gestellt haben. Auch Marco, dem in der Kiste sicher nicht kalt wurde. Hoffen wir, dass nach der Winterpause die Rekonvaleszenten zurückkehren. Und dann sollten wir bissiger agieren. Sonst gewinnen wir keinen "Blumentopp" in dieser Liga. Dann könnten wir in der zweiten Saisonhälfte die Punkte mit einem Schleifchen versehen, dem Gegner als Präsent gleich zum Anpfiff überreichen und uns eine Kiste genehmigen. Bis zur Rückrunde allen ein frohes Weihnachtsfest und denen, die nicht beim "Gänsebratenspiel" dabei sind, einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mögen alle Vorsätze wahr werden...

 

Aufstellung: Scheffel – Schwarz, Auerswald, Zschiedrich, Wange - Leonardi, N. Sandig, Mootz, M. Sandig - Schötz, Zastrow-Mann +++ Pötzsch, Neubert

Tore: 0:1 Jentzsch (59.)

Bericht: Falk Lösch

03.12.2016 FV Laubegast 06 AH – SG Gebergrund Goppeln AH1 8:0 (2:0)

Von Laubegast zerlegt – Nichtabstieg kein Thema

Eigentlich könnte man den vorangegangen Spielberichte einfach kopieren. Aber das wäre einfallslos. Dabei ist Laubegast heute längst nicht mehr die unschlagbare Mannschaft vergangener Tage. Gegen die kann man durchaus gewinnen. Aber nicht wir und nicht heute.

Mit einer reichlichen Portion Galgenhumor stellte sich das Goppelner Rumpfteam im Laubegaster Kabinentrakt selbst auf. Dank und vor allem großer Respekt gebührt den elf Übriggebliebenen, die sich trotz Infekten, Zerrungen oder Kopfplatzwunden bereiterklärten, die roten Trikots überzustreifen. Dazu gesellte sich Keeper Heiko, den der Coach zum Feldspieler-Wechsler überreden konnte und auch René, der sich trotz nicht auskuriertem Muskelbündelriss mit umzog. Dafür stand Marco wieder im Gehäuse. Ohne es vorwegzunehmen und die anderen zu diskreditieren: Der beste Goppelner heute auf dem Platz. „Übriggebliebene“ soll auch keinesfalls despektierlich klingen. Es ist eine Tatsache, dass wir aus zwei kompletten AH-Teams eben noch elf plus zwei Spielbereite herausfiltern können. Mehr oder weniger angeschlagen.

Den Laubegastern schlotterten schon gehörig die Knie. Denn sie versuchten, die Gäste vor der Partie mit einer doppelten Portion Mineralwasser zu bestechen. Goppeln nahm an. Laubegast von Anfang an tonangebend und spielerisch genauer. Die defensivere Spielvariante der Goppelner Gäste zeigte leider wenig Wirkung. Ein langer Ball, nach fünf Minuten in die linke Spitze auf den stark abseitsverdächtigen Schindler gespielt, konnte dieser am Goppelner Keeper zur Laubegaster Führung vorbeizirkeln. Die Gäste übervorsichtig, mit teilweise ängstlichem Aufbauspiel. Oder gefährlichen, ungenauen Pässen, die beim Gegner landeten. So konnten die Blau-gelben erneut mit einem langen Ball, diesmal über rechts halbhoch am langen Torpfosten kratzend, nach 14 Minuten zum 2:0 einnetzen. Wieder war Marco machtlos. Zwischendurch gab es weitere Chancen für die Laubegaster, die aber vom Keeper pariert wurden oder durch die Abwehr um Dani-Sahne, Tilo, Zschiedi und Aui geklärt wurden. Danach ließ Laubegast etwas nach oder machte nur mehr das Nötigste oder Goppeln wurde etwas mutiger. Jedenfalls wurde die Partie von den Anteilen her ausgeglichener. Nicht von den Torchancen. Da lag das Übergewicht eindeutig bei den Gastgebern. Allerdings hatten die Roten jetzt auch einige aussichtsreiche Möglichkeiten durch Nico oder die Glatze. Aber wenn was aufs Tor kam, war beim dauererregten „Rose“ Rosenkranz im Laubegaster Gehäuse Schluss. Ein wenig ärgerlich war dann leider der dritte Treffer der Laubegaster. Die offensichtliche Zierde eines ausladenden Männerprofils Roberto Schiwon bekam in Minute 38 vorn links die Kugel zugerollt und überwand Marco mit einer von Gewichtes wegen unerwarteten Eleganz durch einen Heber zum 3:0. Beinahe mit dem Pausenpfiff ging Nico nochmal allein auf „Rose“ im Laubegaster Tor zu. Mit dem Ball, versteht sich. Beide fielen. Kein Tor, kein Elfer. Stattdessen bekam Nico eine wenig charmante Beschimpfung vom Laubegaster Keeper, die der seiner Mutti gegenüber wohl nicht ohrfeigenfrei geäußert hätte. Offenbar kam verbal auch was zurück, was vom Wortlaut nicht die gleiche Schärfe aufwies. Deshalb gab es gelb nur für den Laubegaster Hüter. Dann war Pause.  

In der ersten Etage des Laubegaster Kabinensegments war es bei Goppeln erwartungsgemäß ruhig. Jeder sah ja, woran es hing. Jeder machte, was ging. Respekt. Vielleicht einen Ehrentreffer erzielen. Leo und Gehli mühten sich auf den Außenbahnen, vorn sollten Schötzer und Mootzl als Spitzen anspielbar sein. Aber ein eigener Treffer? Da blieb der Wunsch Vater des Gedankens. Schon drei Minuten nach Wiederanpfiff machte Laubegast mit dem 4:0 den Deckel auf die Partie. Der Pass kam zwar auf den erneut abseitsverdächtig stehenden Kollegen Herde, der Schieri gab den Treffer trotzdem. Was soll man machen? Tatsachenentscheidung. Dann musste auch noch Dani-Sahne verletzt raus. Bisschen vergrippt, aber vor allem mit Leistenproblemen. Dafür kam Heiko, Tilo rutschte auf die hinterste Position vor dem Hüter. Diese „Umstellerei“ tat uns nicht gut. Zuordnungen, sofern vorhanden, gingen flöten. In der 60. Minute bahnte sich einer in Blau-gelben den Weg zentral durch alles was im Wege stand und donnerte das Leder genau auf den glänzend parierenden Marco. Den Nachschuss versenkte allerdings wieder Schiwon freistehend. Keine zehn Minuten später gurkt der eingewechselte Schmidt einen Kullerball so präzise in die rechte lange Ecke, dass keiner mehr rankam. Das 6:0 schien dann schon heftig. Goppeln brach jetzt spielerisch auseinander. Nach vorn ging so gut wie nichts mehr. Jeder ackerte für sich, um nicht noch abgeschlachtet zu werden. Aber natürlich ließen auch die Körner nach, so dass ein Zusammenspiel nicht zustande kam. Drankloppen zur Entlastung half aber auch nicht viel. Vier Minuten nach dem sechsten Streich folgte Tor Nummer sieben für Laubegast. Einen Schuss fälschte wieder Schiwon unhaltbar ab und darf sich in der Statistik nun drei neue Striche in die Autotür kratzen. Den Schlusspunkt setzte wieder ein langer Ball, der von Seifert zum 8:0 verwertet wurde. Die Goppelner hatten sich zwangsläufig längst in ihr Schicksal ergeben müssen. Erwähnt werden kann noch eine Chance für den Schötzer kurz vor Schluss, die aber keine kosmetische Wirkung mehr brachte. Bisschen gemeckert wurde noch. Gegen den Goppelner Armbindenträger wegen eines Remplers mit Gelbfolge. Ansonsten war es ein faires Spiel ohne Frustfouls der Gäste, die man bei diesem Spielstand von anderen vielleicht erwarten würde. Das liegt uns nicht.  

Fazit: Der Nichtabstieg ist aktuell leider kein Thema mehr. Vielleicht können wir jetzt befreiter aufspielen. Gibt ja keinen Druck mehr. Aber personell geht das so nicht weiter. Jeder hat mal was vor, ist verletzt, krank usw. Aber das läuft nun schon so seit Wochen. Klar es ist kalt, Weihnachten steht vor der Tür, man will Dynamo mal in der Allianzarena verlieren sehen – alles sehr nachvollziehbare Gründe. Nur ist es eben unfair denjenigen gegenüber, die sich bei Kälte teilweise angeschlagen diese Nummer antun, damit die Truppe wenigstens spielfähig ist. Und gegenüber dem Coach, der sich stets elastisch um die Mannschaft kümmert und dafür auch die eigene „Namo-Jahreskarte“ auslässt, wenn sein Team antreten muss. Vielleicht sollten wir angesichts der dauerhaften Probleme doch mal über nur noch eine Seniorenmannschaft philosophieren. Egal in welcher Spielklasse die dann antritt. Die Problematik ist ja auch in der AH2 nicht gänzlich unbekannt. Kaum zu erwarten, dass innerhalb des nächsten halben Jahres neue Spieler im Dutzend bei uns anheuern werden. Habe fertig.                        

Aufstellung: Scheffel – Schwarz (55. Neubert), Auerswald, Neumann, Zschiedrich - Leonardi, N. Sandig, Richter, Gehl - Schötz, Mootz +++ Oertel

Tore: 1:0 Schindler (5.), 2:0 Müller (14.), 3:0 Schiwon (38.), 4:0 Herde (48.), 5:0 Schiwon (60.), 6:0 Schmidt (69.), 7:0 Schiwon (73.), 8:0 Seifert (87.)

Bericht: Falk Lösch

26.11.2016 SG Gebergrund Goppeln AH1 – SV Helios 24 AH  0:4 (0:3)

Goppeln leistet Sonnengöttern Aufbauhilfe und gibt alle sechs Punkte ab

Ohne die Glatze, ohne René, ohne die Mittelfeldachse, ohne Dani-Sahne, ohne Tilo, ohne Béla, ohne Schötzer, ohne Leo trafen die Goppelner beim ersten Spiel der Rückrunde daheim auf die Mitaufsteiger von der Liebstädter Straße. Heiko, Kiwi sowie Torschütze Mootzl, der vergrippte Haubi und der andere Peter unterstützten das Team. Auch Hackepeter und Ron waren wieder dabei. Im Tor vertrat einmal mehr Marco die Holzkatze, die sich aber mannschaftsdienlich als Ersatz bereithielt. Helios fehlte nach eigener Aussage die komplette Mannschaft. Oder so. Tiefstapeln war bei denen angesagt. Kühl aber nicht nass präsentierte sich der Goppelner Plastikrasen den Kontrahenten.

Wegen der Veränderungen wählte Coach Limbach heute die defensive Variante. Heiko als letzter Mann machte seine Sache erstaunlich gut. Helios hatte im Sturm Übergewicht. Sagten sie selber. Bezogen auf die Waage mochte das durchaus angebracht sein. Aber es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Vielleicht nicht auf Augenhöhe, aber durchaus mit Chancen auf beiden Seiten. Die beste Goppelner Chance vergab Henne, der nach sieben Minuten einem langen Ball nachspeichte, kurz innehielt und weiterlief. Leider kam er nicht mehr ran, obwohl der Helios-Hüter das Ding schon passieren ließ. Schade. Die Sonnengötter hatten ebenfalls Möglichkeiten. Die gingen aber unpräzise am Tor vorbei oder wurden Beute von Ersatzholzkatze Marco, der wieder hervorragend hielt. Respekt. Kurze Zeit später war der dauerverschnupfte Hackepeter zwei Mal an der Außenlinie hoch und runter gerannt und musste wegen Kreislauf schon wieder raus. Dafür kam Mootzl in die Partie. Es entwickelte sich ein typisches Null-zu-Null-Spiel. Bis zur 38. Minute. Dann folgte eine unglückliche Entscheidung des Schieris. Angesichts des schweren Standes unserer unparteiischen Sportfreunde und der Problematik, überhaupt jemanden für den Job zu finden, sollte man sich mit Kritik wirklich zurückhalten. Für diese Situation müssen wir dennoch konstruktive Kritik üben. Wenn das Spiel beim Foul kurz vor dem Strafraum unterbrochen ist, der Unparteiische die Mauer der verteidigenden Mannschaft positioniert und damit alle einschließlich des Torhüters ablenkt, sollte der Freistoß unserer Auffassung nach angepfiffen werden. Nicht so geschehen heute. Helios nutzte die Ablenkung von Unparteiischem und Verteidigern, führte schnell aus und schoss ein. Der Treffer wurde gegeben. Bei Helios feixte man zumindest, was unsere Auffassung unterstützt. Damit waren die Gastgeber komplett aus dem Spiel. Auf der Suche nach Neuorientierung klingelte es gleich fünf Minuten später wieder. Natürlich für die Gäste, die einen halbhohen Ball in die Spitze versenkten und zwei weitere Zeigerumdrehung gleich noch einmal, als eine Einzelaktion des Helios-12ers eine 3:0 Führung für die Gäste bedeutete. Dann war Pause.

Was soll man seinen Leuten in der Kabine sagen? Lange mitgehalten. Dann eine Aktion unter Mithilfe verschiedener Einflüsse und das Ding gerät völlig durcheinander. Schaden begrenzen. Was soll’s. Die zweite Hälfte glich der ersten. Beide Teams mit Chancen, aber ohne Zählbares. Die Sonnengötter vielleicht ein wenig besser in der Aufbauarbeit. Ansonsten alles zwischen den Strafräumen. Oder Schüsse ins Nirvana. In Minute 55 vergab Henne von halbrechts eine aussichtsreiche Position. Nach 70 Minuten lupft der Kaugummilatsch einen langen Ball über den Hüter und am Tor vorbei. In der 72. Minute hält Helios-Kmoch Goppelns Aui überdeutlich sichtbar am Trikot. Taktisches Foul, ganz klar. Pfiff. Aber der Mann in Gelb schien keinen Karton einstecken zu haben. Das nutzten die Kicker reichlich aus. Auf beiden Seiten. In der 83. Minute semmelte Henne die Kugel erfolglos auf das Lattenkreuz von Helios. Quasi mit dem Schlusspfiff hielt wieder Kmoch sichtbar einen Goppelner Verteidiger fest. Ohne Konsequenzen. Der Ball wurde nach vorn auf einen abseitsverdächtig stehenden Helios-Kicker gespielt. Heiko konnte dessen Schuss nicht mehr blocken und lenkte die Murmel unglücklich ins eigene Tor. Wieder ging dem Gegentreffer Schützenhilfe voraus. Anstandshalber sollten wir erwähnen, dass ein möglicher Elfer für die Gäste auch nicht gepfiffen wurde. So überlassen wir Helios diese Saison alle sechs möglichen Punkte. Wenn es denn als Aufbauhilfe dient, bitte sehr. 

Fazit: Das Spiel lief viel besser, als alle angesichts der Ausfälle erwartet haben. Ehrlichen Respekt dafür. Jeder hing sich rein, machte was ging. Und das war erstaunlich gut. Teilweise sah man einen unaufgeregten Spielaufbau. Geht doch! Ersatzholzkatze Marco hielt die Truppe hervorragend im Spiel. Umso ärgerlicher ist es, wenn der „Dosenöffner“ ausgerechnet vom Unparteiischen serviert wird. Klar, der Unterlegene macht seinen Frust immer zuerst am Referee fest. Einmal mehr auffällig war der Helios-13er Kmoch. Einerseits als hervorragender Kicker, andererseits wieder durch unfaire Aktionen. Der reizt den Spielraum der Unparteiischen komplett aus. Clever sagen manche, andere nennen es unsportlich. Kann man halten, wie man will. Ich möchte behaupten, andere Gegner schauen sich das nur endliche Zeit an. Dann raucht es mal ordentlich im Karton. Goppeln steht nicht zu Unrecht auf dem letzten Tabellenplatz. Wenngleich viele Spiele nur knapp verloren gingen. Es fehlt es an Konstanz und an numerischer Kadertiefe. Das – pardon – letzte Aufgebot schlug sich jedenfalls sehr achtbar. In Summe geht die Niederlage sogar in Ordnung. Nur das Zustandekommen lässt leider einige Fragen unbeantwortet.  

Aufstellung: Scheffel – Neubert, Auerswald, Zschiedrich, N. Sandig - Müller (8. Mootz), M. Sandig, Zastrow-Mann, Kunze, Lindner (78. Pötzsch)

Tore: 0:1 Hoy (38.), 0:2 Hantzsch (43.), 0:3 Falk (45.), 0:4 (ET) Neubert (90.)

Bericht: Falk Lösch

19.11.2016 SG Gebergrund Goppeln AH1 – SV Sachsenwerk Dresden 4:2 (2:1)

Nach vielen Versuchen endlich wieder Zählbares eingefahren 

Wer an dieser Stelle einen ausführlichen Spielbericht erwartet hat, der wird angesichts der nachfolgenden Zeilen enttäuscht sein.

Doch, doch, die Partie war durchaus ansehnlich und unbedingt eines Berichtes wert. Vor allem aus Sicht der in karminrot gekleideten Goppelner, die nach endloser Durststrecke endlich wieder Punkte einfuhren. Nein, der Berichterstatter wurde lediglich sofort bei Ankunft an der heimischen Plastikwiese vom stellvertretenden Präsidialamtsrat zwangsrekrutiert und für technische Dienstleistungen im Gebäudeinneren herangezogen. So verpasste er etwa zwei Drittel der Partie. Deshalb ist der übliche homogene Bericht aus neutralem Blickwinkel leider nicht möglich.

Erwähnt werden soll zumindest, dass die strategischen Veränderungen in der Mannschaft heute zu mehr Sicherheit führten. Der Spielaufbau gelang besser, verlief nicht so überhastet wie sonst. Hipo musste leider nach fünf Minutens schon wieder raus. Muskelfaserbündelirgendwasanriss in der linken Wade. Warmgemacht? Dafür kam Altmeister - die Betonung liegt hier auf dem zweiten Teil des Wortes - Mootzel in die Partie. Nur eine Minute später sorgte Zschiedi für die Goppelner Führung. Ich habe keine Ahnung wie - Zschiedi wahrscheinlich auch nicht. Meine Ausrede: Ich war im Gebäude arbeiten. Nach 21 Spielminuten egalisierten die Elektromaschinenbauern unseren Vorsprung. Aber erneut kaum drei Minuten später stellte der Kaugummilatsch mit dem 2:1 die Goppelner Führung wieder her. So ging es in Keller sechs zu Kakao und Weihnachtsplätzchen. Hackepeter hatte immer noch Rücken oder Kondition oder beides und wurde zur zweiten Hälfte durch Henne ersetzt.

Die Sachsenwerker wollten nochmal, bissen sich aber ein ums andere Mal die Zähne an der Goppelnabwehr oder am sehr gut haltenden Marco, der heute wieder die Holzkatze vertreten musste, die Zähne aus. Auch hohe Bälle wurden souverän entschärft. In der 72. Minute legte die Kaugummitöppe mustergültig von der Grundlinie zurück auf Mootzl, der mit seinem ersten Saisontor in dieser Spielklasse zum 3:1 einnetzte. Sieben Minuten sollten vergehen, bis der Kaugummilatsch selbst mit dem 4:1 den Deckel auf die Begegnung machte. Das 4:2 durch Lücke in der letzten Spielminute war schließlich nur noch Ergebniskosmetik. 

Fazit: Endlich wieder Punkte. Das hätten wir auch schon in so mancher Partie vorher haben können. Vielleicht kam die Umstellung noch zur richtigen Zeit. Wir agierten auf jeden Fall cleverer. Das müssen wir auch, wollen wir nicht dauerhaft zum willkommenen Punktelieferanten dieser Staffel werden. Visier hoch und "Hurra!" geht hier nicht mehr. Das dürfte inzwischen den meisten klar geworden sein. Es gilt, eine Führung auch mal elegant über die Zeit zu bringen. Gegen die Sachsenwerker ist uns das gut gelungen. Allerdings  hatten die schon zur Halbzeit eine halb geleerte Kiste in ihrer Kajüte rumstehen. Mal sehen, was dieser Sieg tatsächlich wert ist. Die rote Laterne strahlt nun nicht mehr ganz so hell im Gebergrund. Dennoch sind es, abgesehen von den beiden Mitfavoriten auf den Abstieg, schon sieben Zähler bis zum unteren Mittelfeld. Eine schwere Hypothek.         

Aufstellung: Scheffel – N. Sandig, Neumann, Auerswald, Zschiedrich - Weinas (5. Mootz/88. Leonardi), Müller (46. Zastrow-Mann), Richter, M. Sandig  - Kunze, Schötz

Tore: 1:0 Zschiedrich (6.), 1:1 Schieback (21.), 2:1 Kunze (24.), 3:1 Mootz (72.), 4:1 Kunze (79.), 4:2 Lücke (90.)

Bericht: Falk Lösch

12.11.2016 SG Gebergrund Goppeln AH1 – VfB 90 Dresden AH 1:2 (1:0)

Taktikänderung brachte Goppeln besser ins Spiel, aber immer noch keine Punkte

"Hast du Schei.. am Fuß, dann hast du Schei.. am Fuß" oder "Wer unten steht..." - Diese Fußballweisheiten namhafter Experten trifft bei uns momentan mehr als zu. Wir haben wirklich einen Lauf.

Unser Spiel fühlt sich falsch an. Das war die Quintessenz der Anlalysen unserer letzen Niederlagen. Mithalten konnten wir meistens, aber die taktische Marschroute passte nicht. Am Ende standen wir stets ohne Punkte da. Das sollte heute verändert werden. Zumindest wollten die Jungs klüger spielen und nicht sofort ins "Verderben" rennen. In Abwesenheit des Chefcoaches übernahmen Hipo und Micha die Organisation. Vor allem aber stellte sich die Truppe diesmal selbst anders auf. Die Langzeitverletzten fehlten weiterhin. Dafür war Dani Sahne wieder da. Die Abwehr wurde kompakt ausgerüstet, Nico und die Glatze agierten defensiver. Das sah wirklich gut aus.

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt traten die Gäste wegen Unbespielbarkeit des eigenen Platzes auswärts bei Goppeln an. Die Partie begann ausgeglichen, spielte sich zumeist zwischen den Strafräumen ab. Durch die veränderte Formation gab es für die Kicker von der Windmühle wenige Chancen. Wenn bei denen etwas ging, dann eigentlich nur bei hohen Flanken oder Standards. Aber das brachte nichts oder die Holzkatze fing weg, was sonst noch durchkam. Auf der anderen Seite gab es einige Schüsse, die ebenfalls beim Hüter der VfBler endeten. Ab Minute 25 übernahmen die Gastgeber in rot mehr und mehr das Zepter. Ein Knaller vom aufgerückten Nico entschärfte VfB-Hüter Beyer eben noch. Eine Minute später konnte der Kaugummilatsch einen langen Ball nicht über den langen Kerl lupfen und blieb zweiter Sieger. In der 27. Minute herrschte nach einem Spielzug, eingeleitet von Dani-Sahne, Konfusion im Strafraum der Gäste. Aber wieder blieb der Treffer aus. Erst nach 32 Minuten drosch die Glatze die Kuller aus spitzem rechten Winkel durch die Beine des gegnerischen Schlussmanns zum 1:0 in die Maschen. Goppeln blieb jetzt zwingender, die Gäste von der Windmühle erspielten sich aber vereinzelte Chancen. Und sie gestikulierten lautstark. Vor allem von der Bank kam häufig wirres Getöse. Sollte uns recht sein. Mit der cleveren Taktikänderung, dem Chancenübergewicht und der 1:0-Führung ging es zur Halbzeit in die Kellerkabine. Einzig den vergebenen Möglichkeiten wurde nachgetrauert. Endlich mal wieder sowas wie ein munteres Pausengespräch, nachdem wir üblicherweise dann schon mit hängenden Köpfen schwiegen. Das war heute ganz anders. Optimistischer. Klar, wir hatten das Spiel bis dahin im Griff. Leider mussten Muffeltilo und Hackepeter verletzt raus. Dafür mischten Henne und Hipo mit.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste aufhörte. Eine Partie auf Augenhöhe mit leichtem Chancenplus für Goppeln. In der 50. Minute ein guter Schuss von der Glatze, ging auch nicht rein. Danach wieder Gestocher im VfB-Strafraum. Und erneut nichts Zählbares. Aber wir mussten ja nicht auf Teufel komm' raus, konnten uns sogar bisschen zurückziehen. Nach 56 Zeigerumdrehungen eine unglückliche Aktion von Aui, der den Zweikampf mit seinem Gegenspieler im Strafraum zwar gewann, aber der Leutewitzer fiel. Allerdings sagte Aui später, er hätte ihn nicht getroffen sondern der sei weggerutscht. Kann zwar sein bei dem feuchten Kunstgeläuf, der Schieri bewertete die ungestüm aussehende Aktion aus seiner Sicht aber mit einem Elfer. Wollen wir nicht weiter kritisieren, wenngleich inzwischen die Menge solcher Entscheidungen seit Saisonbeginn bei uns für einigermaßen Frust sorgt. Der von Post zum VfB gewechselte Espig knallte den Elfer an die Latte und köpfte den Abpraller selbst ins Tor. "...Der Schütze selbst darf den Ball erst dann wieder spielen, wenn nach seinem Schuss mindestens ein anderer Spieler den Ball berührt hat. Das bedeutet, dass der Strafstoßschütze den Nachschuss ausführen kann, wenn der Strafstoß vom Torwart abgewehrt wurde, nicht aber, wenn der Ball vom Pfosten oder der Latte zu ihm zurückspringt...". Wenn wir die Regel richtig interpretieren, hätte es dann Freistoß für Goppeln geben müssen. Der Schieri sah aber die Holzkatze mit einer zwischenzeitlichen Ballberührung. Hm. Tatsachenentscheidung. Weiter ging es. Die Gäste kamen mit dem Elfer beinahe aus dem Nichts zum Ausgleich, schnupperten jetzt allerdings Morgenluft. Goppeln hielt gegen. Nach 58 Minuten ein Freistoß für Goppeln, den der Kaugummilatsch aus rund 25 Metern von halbrechts an den Pfosten semmelte. Passte perfekt ins aktuelle Bild. Jetzt waren die Möglichkeiten aber ausgeglichener, weil auch die Gäste mit ihren Trikoteinsätzen in warnwestenorange mehr wollten. Immer von einem oder zwei Offiziellen der eigenen Bank nach vorn gebrüllt. Nach 78 Minuten hatte Nico die nächste Goppelnchance. Auch sein Schuss wurde gut gehalten. Dafür erzielte der VfB in der 88. Minute einen Treffer, der aus ganz spitzem Winkel und fast von der rechten Grundlinie mitten im Herz der Gastgeber einschlug. Die Goppelner reklamierten Abseits, der Unparteiische gab den Treffer. Tatsachenentscheidung. Hm. Die Heimmannschaft machte jetzt auf, wollte zumindest den Ausgleich. Kurz vor Schluss werden der Glatze in Gegners Strafraum klar die Beine weggezogen. Der fällige Pfiff blieb aus. Tatsachenentscheidung. Hm. Wenn man verliert, liegt es übrigens nie am Schiedsrichter. Und wie ist es, wenn der Gegner gewinnt? Eine Fachfrage an die Fußball-Philosophen. So blieb es am Ende wie immer: Goppeln durfte zwar mitspielen, der Gegner gewinnt aber und behält alle Punkte.

Fazit: Wir können unseren Lauf nicht unterbrechen. Klar, gegen eine Truppe der Tabellenspitze hat das auch niemand ernsthaft erwartet. Wer aber die Partie heute verfolgen durfte wird bestätigen, dass der Verlauf nicht dem Resultat entspricht. Zumindest ein Remis wäre mehr als verdient gewesen. Die veränderte Aufstellung hat lange wirklich gut ausgesehen. Auch, weil die Jungs ihre taktische Marschroute konsequent einhielten. Meistens jedenfalls. Erst gegen Ende des Spiels zollten wir dem Kräfteverschleiß Tribut. Der Gegner aber auch. Darauf sollten wir aufbauen, noch ist die Saison nicht vorbei. Die groben Fouls blieben aus. Auf beiden Seiten. Da hatten wir schon andere Kontrahenten. Wirklich unangenehm aufgefallen ist lediglich eine partielle Unterbelichtung im Windmühlen-Betreuerstab. Ein rauchender Sportfreund wurde nach Abpfiff höflich angesprochen, den Kunstrasen mit der brennenden Kippe doch bitte zu verlassen. Anstatt wegen des Regelverstoßes auf dem fremden Platz peinlich berührt zu sein, antwortete der mit einer Schimpftirade jenseits des guten Geschmacks und ließ uns so einen kurzen Moment am offenkundigen Versäumnis seiner Kinderstube teilhaben. Gut, auf jeder Torte brennen die Lichter unterschiedlich hell. Manche flackern nur.          

Aufstellung: Steinigen – Schwarz, Neumann (46. Weinas), Auerswald, Zschiedrich - Müller (46. Zastrow-Mann), Wange, N. Sandig, Gehl (89. Zastrow) - Kunze, Richter +++ Leonardi

Tore: 1:0 Richter (32.), 1:1 (FE) Espig (56.), 1:2 Trompler (88.)

Bericht: Falk Lösch

05.11.2016 SG Gebergrund Goppeln AH1 – Radeberger SV AH 1:3 (1:1)

Fehlende Chancenverwertung und reichlich Pech – Rote Laterne erstrahlt im Gebergrund

Nach den vergebenen Bigpoints gegen Rotation und vor allem Coswig sollte heute unbedingt ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten Radeberg her. Die Vorzeichen waren gut. Zwar fehlten wieder Dani Sahne, Béla und René, dafür war Ecki dabei und auch Schneck machte endlich mal wieder ein Spiel für die Oldies. Kühles windiges Wetter empfing die Kicker beider Mannschaften. Zumindest regnete es nicht. Die Bierbrauer bedienten sich mit Gierich bei ihrer ersten Mannschaft. Obwohl die Gäste bisher die wenigsten Tore schossen war Vorsicht geboten.

Das Spiel begann gut für die Gastgeber. Schon nach fünf Minuten eine große Chance für die Glatze, die einen langen Ball erlief und das Spielgerät nur knapp am linken Pfosten vorbeilegte. Gleich eine Minute später eine Chance für die Kaugummitöppe, die aber das Gestänge auf der anderen Seite passierte. Hätten wir bloß eine Fahrradkette. Die erste Großchance für Radeberg gab es in der achten Minute, als ein langer Ball eben noch von Schneck als letztem Mann geklärt werden konnte. Nach zehn Zeigerumdrehungen verletzte sich der Radeberger Achter Gierich, als er unglücklich vor dem Goppelnstrafraum umknickte. Gute Besserung an dieser Stelle. Nach 14 Minuten prüfte Muffeltilo die Querlatte der Biererzeuger. Was für ein Pech! Die Uhr vollendete keine zwei Umdrehungen mehr, als sich die Glatze rechts Richtung Grundlinie durchsetzte, schaute und mustergültig auf die einlaufende Kaugummitöppe querlegte, die gekonnt den Rest erledigte. 1:0 für Goppeln. Wieder dauerte es keine zwei Minuten, bis die Gegner zurück ins Spiel fanden. Leo legte einen der Gäste. Im Strafraum. Den fälligen Elfer verwandelten die souverän, wenngleich die Holzkatze sich noch für die richtige Ecke entschied. Ausgleich. Danach verflachte die Partie und fand forthin zwischen den Strafräumen statt. Goppeln vielleicht leichte Vorteile, Radeberg häufig mit dem schnelleren Antritt. Im Öffentlich-Rechtlichen würden sie sagen „Ein Spiel auf Augenhöhe“. Dem kann man sich anschließen. Allerdings waren die Biermänner, anders als die letzten Gäste, deutlich fairer und spielten mehr als sie holzten. Respekt. Und sie waren besser als Coswig letzte Woche, was ihre Spielanlage betraf. Deren Trainer konstatierte dennoch fehlende Präzision im Zuspiel. Irgendwie klingt das bekannt. Kurz vor dem Pausenpfiff des gut leitenden Unparteiischen Nils Berndt noch eine gute Möglichkeit für die Gastgeber, als sich der Kaugummilatsch bis zur Grundlinie durchtankte und diesmal quer auf die Glatze passen wollte. Leider bekamen die Radeberger einen Fuß dazwischen. Und die wirklich letzte Aktion kam von Ecki, der einen Kopfball über das Gehäuse setzte. Mit einem Unentschieden ging es in Keller sechs zum Luftholen. Goppeln hatte mehr Chancen, konnte aber wie so oft kein Kapital daraus schlagen.

Die Pausenansprache verlief gewohnt ruhig. Was soll man auch sagen, wenn die Pille einfach nicht rein will. Zeit für große Diskussionen blieb ohnehin nicht. Die zweite Hälfte begann ausgeglichen. In der 48. Minute eine gute Möglichkeit für die Gäste, den Schuss unten links hielt die Holzkatze aber bravourös. Drei Minuten später wieder ein Freistoß für Goppeln aus rund 30 Metern, der aber nicht den richtigen Abnehmer im Gästestrafraum fand. Nach 53 Minuten wurde dann die Glatze gestreckt. Ebenso in Gegners Strafraum. Der bombensichere Elferschütze Nico hämmerte das Ding an den Pfosten. Es passte perfekt zur derzeitigen Situation. Weiter ging es. Goppeln jetzt nicht mehr dominant. Radeberg merkte, dass etwas gehen könnte. In der 65. Verpasste wieder die Glatze die erneute Führung für Goppeln. Noch in der gleichen Minute bekommt Abwehrer Zschiedi eine Hand ins Gesicht, was der Schieri aber nicht sehen konnte, und Braumeister Rössler markierte mit einem straffen Schuss die 2:1 Führung für Radeberg. Die Gastgeber jetzt durcheinander. Von der Rolle. Radeberg bestimmte das Geschehen. Nur eine Minute nach der Führung noch ein Pfostenschuss für die Gäste. Glück gehabt. Coach Limbach brachte Ron für Aui und den Hackepeter für die Kaugummitöppe, um mit frischen Kräften ein Zeichen zu setzen. Goppeln rannte an, drosch die Bälle aber ein ums andere Mal in die gegnerische Abwehr. Die Gäste kämpften auch. Einen gut gespielten Konter vollendeten sie sehr gut ausgespielt zum 1:3 aus Goppelnsicht. Damit war der Drops gelutscht. Und wieder keine Punkte eingefahren. Es ist zum Mäusemelken. Wir haben wirklich einen richtigen Lauf!   

Fazit: Wenn wir von unseren Chancen endlich mal mehr verwandeln könnten. Radeberg war, wie schon Coswig in der Vorwoche, schlagbar. Aber wieder ist es uns nicht gelungen, Punkte einzufahren. Unsere Krux ist der Spielaufbau. Die Truppe teilt sich in zwei Hälften. Eine verteidigt, die andere greift an. Das Mittelfeld vernünftig zu überbrücken, gelingt uns nicht. Und wenn es schnell nach vorn geht, kommen die anderen nicht schnell genug nach. Lange Bälle auf den lieben Gott reichen einfach nicht. Den Ball gespielt nach vorn zu bringen, bekommen wir zu wenig hin. Und das liegt nicht nur an den Leuten in der Mitte. Mitnichten. Die Abwehr muss rücken, der Sturm nicht wie angesengt nach vorn preschen. Ich rede hier nicht von schnellen Kontern. Die müssen natürlich sein. Ich rede von einem Spielaufbau, wenn der Gegner sich hinten längst sortiert hat. Hier haben wir Nachholbedarf. Berechtigt leuchtet die rote Laterne des Tabellenletzten nun heller als zuvor im Gebergrund und angesichts des Restprogramms vor der Winterpause wird das wohl auch lange so bleiben.

Aufstellung: Steinigen – Schneck, Neumann, Auerswald (82. Grahnert), Leonardi (32. Zastro-Mann) - Eckardt, Wange, N. Sandig, Zschiedrich - Kunze (84. Müller), Richter +++ Neubert, M. Sandig, Weinas

Tore: 1:0 Kunze (16.), 1:1 (FE) Fritsch (18.), 1:2 Rössler (65.), 1:3 Schwarze (81.)

Bericht: Falk Lösch

23.10.2016 SG Gebergrund Goppeln AH1 – SPVGG. G/W Coswig 2:3 (1:1)

Wieder keine Punkte für Goppeln - Unglückliche Entscheidungen bereiten den Weg

Nach der verdienten Niederlage letzte Woche gegen spielstarke Weixdorfer stand für Goppeln heute wieder ein Sechs-Punkte-Spiel auf dem Einkaufszettel. Diesmal zu Hause gegen Coswig. Mit Béla, René und dem Kaugummilatsch fehlten mindestens drei Schlüsselspieler, Nico ging angeschlagen in die Partie. Dennoch bot das Heimteam bei herbstlichem Fußballwetter gegen den noch unbekannten Gegner keine schlechte Mannschaft auf. Es nützte nichts. Und obwohl Gegner-Bashing überhaupt nicht die Art des Berichterstatters ist, dürfen diesmal ein paar Sätze nicht ausbleiben.

Die Coswiger hatten auf dem Feld Übergewicht. Nicht sportlich. Zumeist trugen sie ihren Ranzen auf der Vorderseite. Kombiniert wurde das Ganze mit überharten Zweikämpfen, verbalen Aussetzern und unsportlichem Verhalten. Fußballspielen gehörte nicht zu ihren Stärken. Zumindest jetzt nicht mehr. Irgendwie erinnerten die an Weinböhla, bei denen es im letzten Jahr auch nicht primär um Ballsport ging. Das mag vielleicht an der räumlichen Nähe oder am ländlichen Charakter der Orte liegen. Lässt sich nicht auflösen.

Das Spiel begann für Goppeln nach Maß. Schon nach fünf Minuten nutzte Ecki einen hohen Ball, um per Kopf die bessere Spielanlage der Heimmannschaft in ein Tor umzusetzen. Das motivierte. Goppeln weiter spielerisch besser, wenngleich die Pässe immer noch Raum für Kritik ließen. Aber stellenweise sah das schon nach Fußball aus, was von Dani-Sahne im Abwehrzentrum und seinen Defensivleuten nach vorn gebracht wurde. Die Coswiger hielten gegen und ließen wenige Torchancen zu. Aber es gab welche. Mehr noch als in der Vorwoche. Die Gastgeber konnten sich mit dem letzten Zuspiel wieder nicht entscheidend durchsetzen oder vertändelten sich im eins gegen eins. In der 14. Minute dann der Ausgleich durch Stiegel und damit eine kalte Dusche für die Gastgeber. Abseits? Vom Unparteiischen Schmidtgen anders beurteilt. Aus dem Nichts wäre die falsche Formulierung, aber viel war bis dahin von den Gästen nicht gekommen. Goppeln hatte weiter mehr vom Spiel. Doch wenn etwas auf die Tore kam, wurde es Beute der beiden Schlussleute Sattler bei Coswig und Scheffel für Goppeln, der heute die Holzkatze gut ersetzte. Oder die Abschlüsse flogen nicht exakt aufs Gehäuse. So ging es nach 45 Minuten und einem Remis in Kajüte sechs zum Nachtanken.

Die Pausenansprache von Coach Limbach war wenig intensiv. Gab auch keinen Grund nervös zu werden. Goppeln mit der besseren Spielanlage und in Summe mehr guten Chancen. Das blieb auch nach Wiederanpfiff so. In der 56. Minute eine weite Goppelner Flanke, die ein Coswiger sichtbar mit dem Arm ablenkte. Er versuchte zwar noch sich wegzudrehen, allerdings war die Körperfläche vergrößert und gab dem Spielgerät eine andere Richtung. Im eigenen Strafraum. Also Elfer. Korrekt gesehen. Die Gäste erläuterten dem Schiri ihre Sicht der Dinge. Lautstark und wenig schmeichelhaft. Nico verwandelte sauber zur 2:1 Führung. Die Partie nahm an Härte weiter zu. Coswig langte mehr als ordentlich hin, fast jeder Zweikampf war zu hören. Im Gegenzug Theatralik pur. Ohne Übertreibung und bei aller Objektivität. Klar, auch die Gastgeber machten Fouls. Wurde geahndet, Entschuldigung, fertig. Aber die brüllenden Einlagen der Gäste in jedwede Richtung waren maßlos. Der Unparteiische schien sich dennoch beeindrucken zu lassen. Nach 65. Minuten ein langer Ball, dessen Empfänger zwei bis drei Meter im Abseits stand. Kein Pfiff sondern das 2:2. Klar zu sehen, Pötzsch nahm das Geschenk an. Das passiert schon mal, kein Vorwurf an den Unparteiischen, der ohne Assistenten agieren musste. Goppeln versuchte weiter auf Sieg zu spielen. Coswig unterband das effektiv. Legal oder mit unlauteren Mitteln, auch verwarnungswürdigen. Der Höhepunkt dann in der 73. Spielminute. Einer Coswiger Oldie läuft ballführend in den Goppelnstrafraum, tritt ohne Gegnerberührung auf den Ball und bricht schreiend zusammen. Elfmeter für Coswig. Manche nannten das clever. Nun ist die Sichtweise ja bekanntermaßen vereinsgeprägt. Diese Aktion setzte aber doch einiges an Adrenalin frei. Wenn der Kollege gefällt wird, ist die Sache klar. Aber solch eine Nummer finde ich in höchstem Maße unsportlich. Ebenso den verweigerten Eckstoß, als ein deutlich sichtbar angeschossener Coswiger vom Schieri befragt wurde und grinsend meinte, er hätte den Ball gar nicht berührt. Was für ein Auftreten. Ein echtes Aushängeschild für den Sportsgeist. Die Heimmannschaft rannte nun dem Rückstand hinterher. Aber die Gäste nahmen geschickt die Zeit von der Uhr. Nach drei Nachspielminuten war die Sache gelaufen.      

Fazit: Alles kann man nicht auf andere schieben. Die Goppelner hatte heute spielerische Vorteile. Sie fanden aber keine Mittel, die in mehr Tore umzusetzen. Wir brauchen einfach zu viele Chancen. Das am Sturm festzumachen, ist zu einfach. Es sind vor allem auch Nachrücker gefragt, damit die Angreifer nicht allein stehen. Und mal einen, der keinen gefühlten Rückpass auf Gegners Tor macht sondern einen platzierten Kracher Richtung Netz bringt. Und wir müssen üben, wie man sich schreiend im Strafraum fallen lässt. Das sind wir bisher talentfrei. Das Spiel gehört zweifellos in die Kategorie unnötige Niederlage. Vor allem, weil man endlich mal spielerisch besser war. Das ist umso ärgerlicher, denn es wurde eine echte Gelegenheit auf Punkte ausgelassen. Coswig wird sich über drei geschenkte Punkte verträumt die Augen reiben. Positiv: Wir können doch mit Mannschaften mithalten und sind nicht allen Teams unterlegen. Auch Körperspannung war heute mal da. So weitermachen. Für die Gäste finden sich diesmal leider wenige Komplimente. Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass die Grünweißen in der Stadtliga Spitzenreiter sind. Zumindest bei den abgeholten Karten. Insgesamt 17 Mal „gelb“ und einmal „rot“ sind sicher kein Zufall. Sei es drum, wollen wir nicht noch schlechte Verlierer sein. Aber ein Glückwunsch an die Gewinner kommt mir diesmal nicht über die Lippen. Eher ein "Schwein gehabt!"   

Aufstellung: Scheffel – Schwarz, Neumann, Auerswald, Zschiedrich - Eckardt, Gehl (76. M. Sandig), Wange, Zastrow-Mann - N. Sandig, Richter +++ M. Sandig, Leonardi

Tore: 1:0 Eckardt (5.), 1:1 Stiegel (14.), 2:1 (HE) N. Sandig (56.), 2:2 Pötzsch (65.), 2:3 (FE) Stiegel (73.)

Bericht: Falk Lösch

22.10.2016 SG Weixdorf AH - SG Gebergrund Goppeln AH1 5:1 (3:0)

Business as usual - Goppeln gegen technisch bessere Weixdorfer chancenlos

Von den Goppelner Edelfans vor dem Spiel zu den Siegchancen des eigenen Teams befragt, antwortete der Berichterstatter vorsichtig mit "wird schwer". Nach dem Spiel hätte die ehrliche Antwort lauten müssen "ist unmöglich".

Mit nicht einmal der schlechtesten Kapelle reisten die Goppelner am Waldbad Weixdorf an. Einige Verletzte und Arbeitende fehlten zwar, aber Leo war nach seiner Sperre wieder dabei und zumindest die Glatze wollte es als Wechsler versuchen. Im Tor stand diesmal Heiko, weil die Holzkatze wegen "Kieferaua" noch Sportbefreiung hatte. Von Beginn an zelebrierten die Gastgeber, wie taktisch Fußball gespielt wird. Der Ball lief in der Abwehr präzise quer, von vorn boten sich Anspielstationen an. Wenn nichts ging, wurde wieder nach hinten gespielt. Alles Dinge, die wir selbst schon mal bis zum Abwinken geübt hatten. Und wieder vergessen haben. Dazu kam, dass die Weixdorfer technisch beschlagener waren. Deren Pässe kamen beim eigenen Mann an. Und natürlich boten sich deren Kicker auch an, den Ball haben zu wollen. Goppeln benötigte viel Lauf- und Kraftaufwand, um mitzuspielen. Schon nach fünf Minuten klingelte es in Heikos Gehäuse. Ein schöner Fernschuss schlug oben rechts ein. Kaum fünf Zeigerumdrehungen später erneut Tor für Weixdorf. Kopfball nach einer Ecke. Dann kamen die Gäste etwas besser ins Spiel. Aber echter Zugriff auf selbiges blieb Mangelware. In Halbzeit eins verzeichneten die Goppelner vielleicht drei oder vier eigene Chancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Damit darf man in dieser Spielklasse nicht inflationär umgehen. Rekonveleszent Holzkatze bemerkte süffisant vom Spielfeldrand "aber die schöneren Trikots haben wir". Stimmt, in der B-Note konnten wir punkten. Bei den Basics haperte es aber. Quasi mit dem Pausenpfiff wurde zunächst Thomas Wange im eigenen Strafraum ungeahndet gefoult - so sah es zumindest von draußen aus - anschließend in der Folge ein Weixdorfer attackiert. Strafstoß durch den Unparteiischen. Den parierte Heiko Klasse. Die nachfolgende Ecke sollte allerdings noch ausgeführt werden. Kopfball, Tor, 3:0. Mehr gibt es nicht zu sagen. Interpretationsspielraum hat jeder selbst.

Das Pausengebet der Trainer im Waldkeller verlief in andächtiger Stille. Niemand von den eigenen Akteueren, der mal aufbegehrte, der mal die Kabine erzittern ließ. Nur hängende Köpfe und Betroffenheit. Einzig Käpt'n Nico forderte lautstark mehr Köpersprache ein. Richtig, wir spielten Angsthasenfußball. Nicht jeder, aber im Team durchaus sichtbar. Wie schon seit Saisonbeginn. Angst vor dem Ball, vor dem Gegner. Angst, einen Pass zu spielen. Da fehlt jegliches Selbstbewusstsein. Einfach zeigen, wir sind auch da. Breite Brust, egal wie es steht. Zupacken, Gegner attakieren. Man bekommt  das Gefühl, vor der Stadtliga stehen wir erfürchtig wie das Kaninchen vor der Schlange. Das müssen wir ändern. Positiv ist zu erwähnen, dass zumindest die Moral und der Kampfgeist stimmte. Kaum Gemecker. Nur von denen, die offenbar mit ihrer eigenen Leistung unzufrieden waren. In Hälfte zwei notierten wir nach 49 Minuten einen Lattenschuss für Weixdorf, nach 59 Minuten einen gegen den Pfosten. Einige Wechsel, wie Ron, Hipo und die Glatze sollten mehr Akzente nach vorn bringen. Nach 60 Minuten dann das 4:0. Eine flache Eingabe vollstrecken die Gastgeber gnadenlos effektiv in Heikos Gehäuse. Eine Zeigerumdrehung weiter dann ein Fünkchen Hoffnung. Nico verwandelte einen Freistoß direkt zum 4:1. Schönes Ding das! Die Freude verflog aber schon vier Minuten später. Ein Flachschuss nach 65 Minuten ins lange Eck bedeutete das 5:1 und damit den Endstand. Ein weiteres Tor für Weixdorf nach 78 Spielminuten wurde wegen Abstseitsstellung nicht anerkannt.      

Fazit: Die Niederlage geht auch in dieser Höhe absolut in Ordnung. Weixdorf technisch jederzeit überlegen, nutzte seine Möglichkeiten innerhalb des Erlaubten eiskalt aus. Gelegentliche Ellenbogen im Kreuz gehören bei Ballannahmen in dieser Spielklasse nunmal dazu. Das braucht uns nicht aufregen. Auch der Unparteiische, der für Nachbar Strehlen am Start war, bot eine ordentliche Leistung. Die Truppe kann sich bei Heiko bedanken, der noch so manchen Weixdorfer Schuss Klasse parierte. Und bei Tilo, der die Abwehr einigermaßen zusammenhielt und häufig noch einen Fuß zwischen Angreifer und Ball bekam. Sonst wäre es ein Debakel geworden. Wir sollten wirklich versuchen, unsere Fertigkeiten wieder zu beleben. Ist ja nicht so, dass wir überhaupt keinen Ball treffen. Im Moment sind wir natürlich niedergeschlagen und demotiviert. Kämpfen, Spass haben und dann kommen auch wieder Erfolgserlebnisse. Und selbst an uns glauben. Das ist das Wichtigste. Sonst haben wir jedes Spiel schon vor dem Anpfiff verloren...Na klar, das Phrasenschwein ist fettgefüttert. Mir doch egal!     

Aufstellung: Neubert – Neumann, Wange, Auerswald, Leonardi - Sandig, M. (51. Richter), Gehl (Weinas), Zastrow-Mann (67. Grahnert), Zschiedrich - Sandig, N. Kunze

Tore: 1:0 Koch (5.), 2:0 Badura (10.), 3:0 Badura (45.), 4:0 Koch (60.), 4:1 N.Sandig (62.), 5:1 Günther (64.)

Bericht: Falk Lösch 

P.S.: Auf Bilder zur Partie wurde heute lieber mal verzichtet.

15.10.2016 SG Gebergrund Goppeln AH1 - TSV Rotation Dresden AH 2:3 (1:2)

Big Points vergeben - Goppeln verliert auch gegen Abstiegsmitfavorit Rotation

Zwar immer noch ohne zahlreiche Stammkräfte, dafür aber wieder mit Tilo, Renè und Béla trafen die Goppelner heute auf die ebenfalls im Tabellenkeller beheimateten Rotationer. Nach dem Auftritt in Zschachwitz und dem Pokalspiel in Pesterwitz war klar, dass nur eine spielerische Leistungssteigerung zum Erfolg führen würde. Deshalb erklärte sich Neuzugang Ecki nochmal bereit, wenigstens für eine Halbzeit in die Speichen zu greifen. Mit Zschiedi und Aui außen sowie Dani-Sahne und Tilo zentral vor der Holzkatze war die Abwehr personell gut gerüstet. Im Mittelfeld sollten Béla, Ecki, René und Gehli für den Aufbau sorgen. Im Angriff bot das Trainergespann Limbach/Weinas die Kaugummitöppe und Nico auf. Es war zu vermuten, dass heute Kleinigkeiten den Ausschlag geben. So war es auch.

Bei leichtem Nieselregen begann die Partie auf Augenhöhe. Spiel zwischen zwei Strafräumen. Rotation kam kaum in den Goppelnstrafraum, die rotgekleideten Gastgeber aber auch nicht oft bei denen. Die Zuschauer im VIP-Bereich konstatierten geringfügige spielerische Vorteile bei den Oldies von der Leipziger Straße. Der erste Goppelner Torschuss erfolgte durch Béla in der 13. Minute. Man sah schon, dass hier nicht die technische Cremé de la Cremé auf dem Feld stand. Eher zwei Teams, die nur durch Kampfgeist punkten können. Dazu kam der nasse Kunstrasen, der aufblitzende Präzision des Passspiels schon im Keim erstickte. Nicht schön, aber spannend - so könnte man das Gesehene zusammenfassen. Lange Bälle in die jeweiligen Spitzen oder abgrätschen im Mittelfeld, so die profanen Möglichkeiten beider Mannschaften. In der 24. Minute dann ein Pass der Rotationer von der rechten Seite und zentral flankiert von drei Goppelnern bedankte sich der Ballempfänger in schwarz durch ein schönes Tor. Nichts zu halten für die Holzkatze. Die Partie waberte so vor sich hin. Nach 30 Minuten dann ein Standard für Goppeln ebenfalls von der rechten Seite. Béla und Ecki stritten sich um den möglichen Kopfball. Béla gewann und köpfte sehr schön zum Ausgleich. Klasse, weiter so. Beide Seiten versuchten immer wieder durch lange Bälle, ihre vom Gegner umringten Spitzen in Szene zu setzen. Gespielt wurde nicht viel, Kollege Zufall sprang zumeist ein. So stand eben der Pausentee an. Aber quasi mit der letzten Aktion drosch einer der Herren in Rotationsschwarz noch einmal aus rund 35 Metern an das Leder. Kein Problem. Normalerweise. Wenn die Kuller aber kurz vor dem Hüter noch unglücklich abgefälscht wird, dann schon. So schlichen die Gastgeber mit hängenen Köpfen und einem Rückstand in Ihren Keller Nummer sechs. Béla musste schon vor der Halbzeit verletzt raus, Ecki musste weg und René musste ebenfalls substituiert werden. Ron, Mario und Mootzl kamen dafür. Coach Limbach und Assi Hipo versuchten ihre Männer aufzurichten. Ja, Kampfgeist war da. Jeder hing sich rein so gut es machbar war. Von Aufgeben keine Spur. Das muss man wirklich loben. Die Moral im Team ist intakt. Also raus und noch was reissen. Hatte die verletzte Glatze auch noch telefonisch übermitteln lassen.

Die zweite Hälfte begann gleich mit einem Paukenschlag. Schon die erste Aktion mündete im Ausgleich. Nico hatte sich perfekt links durchgesetzt und brachte den Ball auf die zentral stehende Kaugummitöppe. Aber der verschnörkelte sich und brachte den Ball nicht am Hüter vorbei. Zum Glück besorgte das Mario, der den Nachschuss verwandelte. Sehr gut. Dann begann einmal mehr unser aktuelles Leiden. Das Mittelfeld wurde dem Gegener überlassen. Hinten acht Mann, die auch nicht mehr aufrückten. Vorne zwei Einsame gegen viele mit andersfarbigem Trikot. Die Rotationer rotierten aber auch nicht. Die gurkten vielleicht bisschen abgeklärter herum. Und sie wurden immer ninglicher. Jede Berührung wurde lautstark kommentiert, langten aber selbst ordentlich zu. Dann war es kein gestrecktes Bein sondern natürlich nur der Ball. Die Geräusche ließen anderes vermuten. Bisschen komisch, Goppeln erhielt zwei gelbe wegen Foulspiels, Rotation keine für sehr vergleichbare Aktionen. Wir sollten vielleicht auch mehr mit dem Scharfrichter kommunizieren. Einer der Gäste durfte sich ledigliche eine Karte wegen meckerns gegen den Unparteiischen abholen. Ration jetzt klar besser, wenngleich die Formulierung hinkt. Die hatten den Ball nur länger als Goppeln. Und auch mehr Aktionen in Strafraumnähe. Eine führte schließlich nach 57. Minuten zum 2:3 aus Goppelnsicht. Der Schuss wurde zunächst abgewehrt, den Nachschuss kratzte Mootzl von der Linie und schoss dabei Dani-Sahne an die Partie irgendwo südlich des Rückens. Eigentor? Nicht wirklich. Eher bezeichnend für unsere aktuelle Situation. Die Coaches lösten den Vorstopper auf. Tilo brachte nochmal bisschen Leben nach vorn, setzte auch in Minute 59 das Leder an den Pfosten. Viel mehr passierte nicht. Die letze Viertelstunde spielten die Gäste taktisch clever runter und nehmen so die Big Points nicht unverdient mit an die Leipziger Straße.  

Fazit: So wird das wohl nichts. Aktuell sind wir nur Punktelieferant. Es paaren sich spielerische Unzulänglichkeiten mit taktischen Defiziten. Wir schaffen es nicht, die Verunsicherung abzuschütteln und das Spiel zu gestalten. Den Ball sichern, behaupten, ein Pass über zwei, drei Station sicher zu spielen. Auch mal hinten rum. Statt dessen wird ständig nach vorn gekloppt. Ab der zweiten Hälfte ließen wir uns auch durch die meckernden Rotationer beeindrucken. Und wir gaben wieder das Mittelfeld preis. Kaum jemand, der noch nachrückte. Oder war es mangelde Fitness? Aber Rotation zollte der Spielzeit ebenfalls Tribut. Das kann es also nicht sein. Angst, noch einen Gegentreffer zu kassieren? Hosen voll? Was sollen zwei Stürmer vorn allein machen? Wenn man hinten liegt? Abgesehen davon, dass man die wenigen sich bietenden Chancen besser verwerten muss. Das ist taktisch nicht klug. Die Rotationer wissen auch einen taktischen Wechsel kurz vor Spielschluss zu platzieren, indem sie den am weitesten entfernten Spieler austauschen. Das nimmt Zeit von der Uhr. Das ist die Cleverness der höheren Spielklasse. Wir haben viel zu lernen und die Trainer einiges zu tun. Und wir müssen schnell lernen. Immerhin, der Kampfgeist und die Moral stimmten. Niemand, der sich wegen eines Fehlers vollholzte. Das gilt für alle heute. Geackert wurde viel. Man könnte sich natürlich auch in Einzelkritik ergießen. Es geht aber nicht darum, das Team niederzumachen. Wir wussten was kommt. Wenn man heute vielleicht jemanden positiv hervorheben kann, dann Zschiedi, der immer präsent war. Und die Holzkatze, die heute alles was haltbar war wegfing. Ein guter Anfang. Wir sind nicht chancenlos in dieser Liga. Aber dazu müssen wir die Angst ablegen. Wir haben nichts zu verlieren. Den Ball fordern, sich nicht verstecken. Das Spiel antizipieren und nicht nach Ballabgabe stehen bleiben. Nachrücken und anschließend wieder nach hinten arbeiten. Tugenden, die wir schon mal hatten. Dann können wir vielleicht auch wieder ein paar Punkte einfahren. Übrigens auch vielen Dank an die Wechsler Phillipp und Hipo, die sich mannschaftsdienlich an die Linie stellten.  

Aufstellung: Steinigen – Schwarz, Zschiedrich, Auerswald, Neumann - Eckardt (46. Mootz), Gehl, Virag (43. Grahnert), Oertel (40. M. Sandig) – Sandig N., Kunze +++ Mamsch, Weinas

Tore: 1:0 Virag (25.), 1:1 Stefan (31.), 1:2 Kemple (45.), 2:2 M. Sandig (48.), 2:3 Hesse (59.)

Bericht: Falk Lösch

08.10.2016 SV Pesterwitz AH – SG Gebergrund Goppeln AH1 1:3 (1:2) DNN-Pokal

Oh Gott! Was für ein Gekicke. Das Beste: Die Partie ist vorbei und wir haben gewonnen

Trotz tagelangen Regens sah der Pesterwitzer Rasenplatz besser als vermutet aus. So fanden sich die Goppelner Oldies bei trübem Herbstwetter zum Pokal-Nachholer ein. Das erste Spiel hatte man wegen Unbespielbarkeit des Platzes verlegt. Da regnete es auch vorher. Was heute anders war? Keine Ahnung. Vielleicht waren die Gastgeber heute numerisch komplett. Aber das ist reine Spekulation.

Die Gäste mussten einmal mehr auf viele verzichten und erhielten zwei kurzfristige Absagen. Was ist da bloß los? So durfte der frischvermählte Mootzl mal wieder ran und mit Ecki und Pat gab es wenigstens zwei einsatzbereite Neuzugänge. Statt der Holzkatze durfte Heiko heute in die Kiste. Co-Coach Hipo baute mit fünf Mann hinten zunächst eine Wand auf. Die zwei Klassen tiefer spielenden Pesterwitzer wollte man nicht unterschätzen. Pat, Ron und Moozl bildeten das Mittelfeld, vorn sollten sich Nico und die Glatze in Szene setzen. Letzterer war immer noch angeschlagen, was sich spätestens in Hälfte zwei deutlich zeigte.  

Die ersten dreizehn Minuten gingen klar an die Gäste. Nach einigen Versuchen tankte sich Nico über links bis fast zur Grundlinie durch und passte perfekt zwischen allen mitlaufenden Gegnern auf die andere Seite, wo die Glatze das Ding kommentarlos versenkte. Klasse Spielzug. Sieben Minuten waren da gespielt. Pesterwitz schien noch beeindruckt. Die hielten zwar gegen, aber brachten bis dato wenig zustande. In der dreizehnten Minute schnappte sich nach einem Einwurf von rechts wieder die Glatze das Leder und ging Richtung Strafraum. Nachdem der obligatorische Gegenspieler ausgetanzt wurde folgte ein platzierter Schuss ins lange Eck. 2:0 für Goppeln - die Partie lief wie erhofft. Was dann folgte passt exakt in das Bild, das wir momentan als Mannschaft abgeben. Grundlos machte sich Verunsicherung breit. Daraus entstehen Fehler und noch mehr Verunsicherung. Wir führten doch, also warum solch eine Reaktion? Gut, Pesterwitz kam nun auch deutlich besser ins Spiel und hatte gute Chancen. Nach 20 Minuten köpften die das Leder nach einer Ecke an den Pfosten. Glück gehabt. Und gleich nochmal, als Heiko den nassen Ball nicht kontrollieren konnte und der daraufhin in Ballbesitz gekommene Pesterwitzer von ihm attackiert wurde. Die Einheimischen forderten lautstark einen Elfer, was der Schieri aber scharfen Auges abwies. Pesterwitz hatte jetzt mehr vom Spiel, die Goppelner zogen sich zurück. Weitere zehn Minuten später fiel dann aber der nicht unverdiente Treffer für Pesterwitz. Eine Flanke von rechts wurde nicht verhindert und zentral übte sich der Pesterwitzer „11er“ an einer Art Seitfallzieher ohne hinfallen. Der sicher nicht so gewollte Schuss landete neben dem linken Innenpfosten im Tor. Kurz darauf beharkte sich der eigentlich als verbaler Ruhepol bekannte Leo mit seinem Kontrahenten. Beide fühlten sich gefoult und tauschten nicht grundschultaugliche Nebensätze aus. Einen von Leo bezog der Schieri allerdings unerwartet auf sich, was überraschend zum Ausschluss unseres Spielers führte. Kurios: Der Schieri hatte keine Karten einstecken und säuselte Leo den Platzverweis direkt ins Gummiohr. Nur noch zehn Mann. Erst mal in die Pause retten. Das gelang.

Coach Hipo musste sich als Wechselspieler warmlaufen. So blieb die Pausenbetreuung und was danach kam wieder am Berichterstatter hängen. Ein drittes Tor musste her. Auch zu zehnt. Und vor allem wieder Sicherheit. Weil auch Mootzl zur Halbzeit weg musste, kam Hipo als Linksverteidiger. Die letzten Minuten vor der Pause stand die Abwehr gut, Räume wurden eng gemacht. Das sollte genau so bleiben. Pesterwitz hatte natürlich Lunte gerochen, drei Spieler saßen noch frisch auf der Bank. Mit einem Mann mehr drückten die nach vorn. Auch, weil Goppeln denen jetzt weitestgehend das Mittelfeld überließ. Und ehrlich, die ließen den Ball besser laufen als Goppeln im ganzen Spiel. Die letzte Konsequenz fehlt allerdings und so brachten die Pesterwitzer zunächst keinen weiteren Ball in Heikos Tor unter. Die Zeit lief und Goppeln konzentrierte sich auf Konter oder Langholz. Die Uhr stand bei 57 Minuten und 23 Sekunden als Pat den Ball im Mittelfeld mit der Brust runternahm, an Freund und Feind vorbeilief und die Kuller perfekt aus rund 25 Metern versenkte. Der geschlagene Hüter brüllte aufgeregt „Hand!“. Aber auch hier lag der Unparteiische richtig. Pat hatte den Ball nur mit der Brust berührt. Sagte er übrigens auch nach dem Spiel unter vier Augen. Also regelkonform. Immer noch mehr als eine halbe Stunde zu spielen. Goppeln hatte bis auf vereinzelte Konter kaum mehr Pfeile im Köcher. Pesterwitz machte Druck, verzettelte sich aber ein ums andere Mal. Oder die Schüsse blieben in der vielbeinigen Goppelnabwehr hängen. Oder Ecki köpfte die hohen Dinger raus. Ein Treffer für Pesterwitz aus klarer  Abseitsposition wurde abgepfiffen. Gut gesehen! So mühten die sich die Gastgeber weiter, Goppeln steuerte wenig bei. Eine Viertelstunde vor Schluss musste der grippegeschwächte Ron vor dem Kollabieren bewahrt werden. Nasenkopfball-Zassi übernahm die ungeliebte rechte Läuferposition. Ansage: Hinten zu machen! Machte er aber gut. Die Partie blieb arm an spielerischen Höhepunkten. In der 87. kam die Holzkatze als Feldspieler-Stürmer und erlöste die längst humpelnde Glatze. Gefühlt waren beide Seiten froh, als der Schiedsrichter zum Kabinen-Halali endlich in die Trillerpfeife blies. Ohne Glanz gewinnt Goppeln bei ekligem Sprühregen in Pesterwitz. Leo dackelte nochmal zum Unparteiischen und klärte den Sachverhalt, der zu seinem Platzverweis führte, ganz sportlich auf.

Fazit: Zitterbeinig gewonnen. Bisschen Glück gehabt, weil der Gegner aus unseren Schwächen und der Unterzahl nicht mehr gemacht hat. Punkt. Angst und Verunsicherung scheinen unsere derzeitigen Begleiter zu sein. Das müssen wir abschütteln. Mal wieder mit breiter Brust in die Zweikämpfe gehen - überhaupt wieder in die Zweikämpfe gehen. Wir müssen den Ball haben wollen, gewinnen wollen. Das fehlt dem Team momentan. Einige zeigten es. Aui zum Beispiel. Oder Nico. Aber eben nicht alle. Und dann den Ball auch laufen lassen. Souverän spielen, nicht kloppen. Dann kommt auch die Sicherheit zurück. Wenn wir nächstes Wochenende gegen Rotation was reißen wollen, müssen wir uns wieder genau auf diese Basics besinnen. Der Rest kommt dann schon.  

Aufstellung: Neubert - Eckardt, Leonardi, Auerswald, Gehl, Zschiedrich - Mootz, Pinelo, Grahnert - N. Sandig, Richter

Tore: 0:1 (7.) Richter; 0:2 (13.) Richter; 1:2 (30.) Felber; 1:3 (58.) Pinelo

Bericht: Falk Lösch

1.10.2016 FV B/W Zschachwitz AH – SG Gebergrund Goppeln AH1 5:1 (2:1)

Letztes Aufgebot kämpfte bravourös, unterlag am Ende aber verdient besseren Zschachwitzern.

In Abwesenheit des Cheftrainers und ohne viele traten eben noch elf Goppelner Kämpen bei schönem Fußballwetter auf dem Zschachwitzer Kunstrasen an. Die Gastgeber klagten über Personalnotstand und reanimierten schnell noch Ex-Profi Robert Pietsch. Die Goppelner hatten keine Luft zu jammern. Sogar Co-Trainer Hipo zog die Hosen hoch und das Trikot an. So musste der Berichterstatter, vom Fußball bekanntermaßen Null Peilung, notgedrungen die Rolle an der Linie übernehmen. Dani Sahne zerrte die Leiste, Zschiedi lag eben noch mit 40 Fieber im Bett. Auswechsler? Fehlanzeige. Ein Abschuss drohte. Demzufolge war Defensivarbeit angeordnet. Ohne etatmäßigen Stürmer musste Nico in die Spitze.

Die Gastgeber begannen vermutlich wie gewohnt, Goppeln wehrte sich nach Kräften. Viele Torchancen sprangen auf beiden Seiten nicht heraus. Dennoch war die Partie nicht langweilig. Erst in der 22. Spielminute gab es die erste wirklich gefährliche Situation vor dem Tor der Holzkatze. Leider ging der Sonntagsschuss von halblinks aus rund 25 Metern genau an den rechten Innenpfosten. Und rein. Nichts zu halten. Wirklich Pech, weil die Gäste bis dahin ordentlich gegenhielten. Spielerisch ging wegen der Personalsituation nicht viel nach vorn. Lange Bälle dagegen wurden immer mal gefährlich. Auch, weil die Abwehr um den Achter der Zschachwitzer alles andere als souverän agierte. Einen Pass in die Spitze kloppte Nico ebenfalls aus größerer Distanz ins linke Eck zum Ausgleich. Klasse. Die als Favoriten gehandelten Zschachwitzer brauchten ein paar Minuten, um den Ärger abzuschütteln. Als sich beide Seiten schon langsam auf die Streckbank in der Kabine freuten, dann doch noch ein Tor der Zschachwitzer. Nach einem Freistoß lief lang einer ein, den niemand auf dem Zettel hatte. Der schoss das Ding rein. Die Holzkatze parierte zwar noch mit tollem Reflex, musste das Leder aber doch passieren lassen. Mist. So ging es doch mit einem Rückstand in die Katakomben.

Spiel auf Augenhöhe, jetzt regenerieren. Die ersten Wadenkrämpfe überzogen die untrainierten Beine. Hinten weiter aufmerksam sein und vorne hilft der liebe Gott. So ging es in die zweite Runde. In dem Maße, wie Goppeln nun die Puste ausging, wurden die Gastgeber stärker. So ehrlich muss man sein. In der 50. Minute verweigerte der Unparteiische einem Treffer der Zschachwitzer zu Recht die Anerkennung. Zwei Mann klar im Abseits. Weiter. Ab der 60. Minute ließen die Goppelner deutlich nach. Hipo kroch auf dem Zahnfleisch, kämpfte aber saustark, Pferdelunge Zschiedi ging die Puste krankheitsbedingt aus, Dani humpelte über den Platz, Thomas zog ohne Training auch schon Nebenluft, Mario suchte Orientierung, und dem Gehli zitterten die Beine. Jeder machte, was noch ging. Das war leider nicht mehr viel. So nahm das Schicksal seinen Lauf. Bei 64 Zeigerumdrehungen netzte Zschachwitz ganz klassisch: rechts zur Grundlinie, Flanke, langer Pfosten, viele Beine, eines mit blauen Stutzen war zuerst dran, 3:1. Den fälligen Anstoß führte Nico direkt Richtung Zschachwitztor aus und hätte sich beinahe unsterblich gemacht. Leider bekam deren Hüter noch die Fingerspitzen dran. Schade. Gleich fünf Minuten später eine deckungsgleiche Situation vom letzten Gegentreffer und das 4:1. Jetzt bloß nicht abschlachten lassen! Die Gäste schüttelten sich nochmal. Den Ball nur noch weg, nach vorne, irgendwohin. In der 79. Minute dann der Schlusspunkt unter der Partie. Eine Einzelleistung des stets ziemlich aufgeregten Ex-Profis führte zum 5:1 Endstand.

Fazit: Das quasi letzte Aufgebot der Goppelner verkaufte sich absolut respektabel. Kein böses Wort für Fehler. Ein Mannschaftsgeist, wie er besser kaum sein könnte. Deshalb ließ sich der Berichterstatter-Linienschreier trotz Niederlage nach der Partie zu einer ungewohnten Lobeshymne hinreißen. Und spendierte seinen Laufwundern noch einen Rahmen. Die Niederlage geht wohl auch in der Höhe in Ordnung. Schon deswegen, weil die Zschachwitzer weitere Möglichkeiten ziemlich kläglich vergaben. Abhaken. Dieses Spiel setzt nur in Bezug auf die Kameradschaft Maßstäbe. Ob wir mit voller Kapelle eine Chance gehabt hätten? Müßig. Nächste Woche Pokal und dann geht es gegen Rotation. Dann dürfen auch gern mal wieder Punkte folgen.

Aufstellung: Steinigen – Schwarz, Leonardi, Auerswald, Neumann, Weinas – Zschiedrich, Gehl, Wange, Sandig M. – Sandig N.

Tore: 1:0 Fritsche (22.), 1:1 N. Sandig (30.), 2:1 Fritsche (41.), 3:1 Eilitz (65.), 4:1 Wolf (70.), 5:1 Pietsch (79.)

Bericht: Falk Lösch

SG Gebergrund Goppeln AH1 - VFB Hellerau-Klotzsche AH 24.09.16 2:6 (0:3)

Zu lieb, zu ängstlich, zu fehlerhaft - Goppeln meilenweit von Stadtliganiveau entfernt

Auf der Suche nach dem passenden Aufbaugegner gastierte heute mit Hellerau-Klotzsche das aktuelle Tabellenschlusslicht der Stadtliga an der Wittgensdorfer Straße. Obwohl die Anfahrt navigationssicher auf unserer Website beschrieben steht, litt der spitzbärtige Gästehüter aus Hellerau beim Autofahren zunächst unter räumlicher Desorientierung. Der Schieri war gnädig und wartete mit dem Anpfiff. So begann das Spiel bei besten Temperaturen und sonnigem Fußballwetter mit rund 30 Minuten Verspätung.

Die Gastgeber mussten auf Dani Sahne, Einaugenrenè, Thomas Mittelfeldachse, Bela Puskasz, Ron und Hackepeter verzichten. So bot Coach Limbach eben noch elf Stammspieler auf. Damit lässt sich das teilweise blutleere und hilflose Gegurke der Jungs aber nicht vollständig entschuldigen. Schon nach fünf Minuten zappelte die Kugel das erste Mal im Goppelnnetz. Eine solide Gemeinschaftsleistung der eigenen Abwehr mit dem Keeper. Die Nordlichter freute es. Aber statt cleverer ins Spiel zu finden, stocherten die Goppeln-Oldies ins Leere. Gleich zwei Minuten später der nächste Gegentreffer, diesmal schön herausgespielt und die Verteidiger düpiert. Keine Chgance für die Holzkatze. Sieben Minuten und 0:2!  Was an Goppelner Selbstbewusstsein noch da war, verkroch sich in den hinterletzten Winkel der Sportanlage. Wenigstens schalteten die Klotzscher jetzt einen Gang zurück und die Gastgeber hielten einigermaßen mit. Einigermaßen deshalb, weil bei Pässen und Spielübersicht stets ein Klassenunterschied sichtbar blieb. Goppeln musste sich die Bälle mit viel Kraftaufwand erarbeiten, während die Gäste sich die Murmel auf fünf Meter genau zuspielten und zumeist den freien Mann fanden. Genau nach 20 Minuten waren die Eigenen das erste Mal vor dem Tor der Hellerauer. Den Abschluss einer Nico-Flanke parierte der Gästehüter am langen Pfosten mit hervoragendem Reflex. Respekt! So etwas ähnliches wie eine zweite Chance eröffnete sich in der 38. Minute nach einem Freistoß vom Gehler. Das wars aus Sicht der Gastgeber in Hälfte eins. Dafür schickten die Hellerauer ihre Kontrahenten in Minute 42 mit einem sehenswerten Schuss ins lange Eck und dem 0:3 in die Pause.     

Viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht. Coach Limbach forderte neben der körperlichen Aktivität auch mehr geistige Frische ein. Gedankenschnelligkeit fehlte, dafür gab es oft die bewundernde Begleitung der jeweiligen Gegenspieler. In der Tat, wir waren viel zu lieb und nach den ersten Toren auch ängstlich. Präsenz? Fehlanzeige. Die Folge: Acht Mann hinten zur Verteidigung, drei vorn um was zu richten. Und dazwischen? Luftleerer Raum. Das sollte besser werden. Noch war nichts verloren. Nach Wiederanpfiff dauerte es genau sieben Minuten, bis der Hellerauer Dreifachtorschütze Reiss erneut zuschlug. Sehenswert. Mit dem Stand von 0:4 war die Sache klar und die Gäste beschränkten sich auf notwendigste Körperbewegungen. Das lies Goppeln wieder etwas mehr teilhaben. Angespielt von Nico drosch der Glatzkopp in der 56. Minute aus rund 20 Metern das Leder unhaltbar ins rechte Dreiangel. Das war mit Abstand der schönste Treffer der Partie. Für ungefähr sechzig Sekunden keimte so etwas wie Hoffnung auf. Die begruben die Gäste aber sofort wieder mit ihrem nächsten (Kopfball-)Treffer. Wann immer Goppeln zuckte, reagierten die Kontrahenten umgehend. In der 59. Minute zog Nico von halblinks flach ab und überwand den gut aufgelegten Gästehüter zum zweiten Mal. Mann hat der sich geärgert! Nur noch 2:5! Hm. Durch ein sehenswertes Tor aus der Drehung und spitzem Winkel setzte Hellerau-Klozsche in der 65. Minute den Schlusspunkt unter die Partie. Mit dem aus Goppelnsicht 2:6 schüttelten sich die Kontrahenten am Ende die Patschen. Selten war eine Niederlage verdienter. Respekt an die Gäste, die in fast allen Belangen cleverer, präziser und technisch überlegen agierten.      

Fazit: Wir bemühten uns im Rahmen unserer Möglichkeiten. Mit dem heutigen Auftritt als Maßstab wird es schwer, die Klasse zu halten. Jedem war klar, dass es kein Zuckerschlecken wird. Kritik ist nicht nur erlaubt, sondern notwendig. Die bisherigen Gegner, vor allem heute, sind technisch einfach auf höherem Niveau. Gar nicht dran zu denken, wenn die wirklichen Brocken kommen. Wir können nur über Kampf gewinnen. Aber den müssen wir annehmen. So gut wie keine Pfiffe wegen Fouls lassen Rückschlüsse zu. Das soll beileibe kein Aufruf zu unfairer Spielweise sein. Nicht in die Knochen hauen! Aber nur mit Beobachtung des ballführenden Gegenspielers gewinnst Du eben kein Spiel. Es sei denn, Du bist technisch gut genug. Davon sind wir meilenweit entfernt. Nicht umsonst bedurfte es teilweise bis zu vier Defensivspieler, um einen Angreifer zu stellen. Wenn das überhaupt gelang. Alle waren nach meinem Geschmack heute zu lieb, von den Kickern bis zu den Offiziellen. Klar, manche kamen angeschlagen, manche von der Nachtschicht. Alles verständlich. Im Spiel selbst wechselten wir von der Manndeckung zur Raumdeckung. Was wir allerdings gedeckt haben, war Raum ohne Gegner. Hervorragend. Nee, nee Leute. So geht das nicht! Die Saison ist noch lang und bevor nicht alles verloren ist will ich verdammt noch mal keinen resignieren sehen. Keine persönlichen Schuldzuweisungen oder "ich habs ja schon vorher gesagt"! Wir stellen uns der Sache wie (alte) Männer und erst am Saisonende wird der Schulrechner der Enkelin zu Rate gezogen.   

Aufstellung: Steinigen - Neumann, Auerswald, Leonardi, Zschiedrich - Zastrow-Mann, Gehl, N. Sandig, M. Sandig - Kunze, Richter +++ Schötz, Weinas, Mamsch, Neubert

Tore: 0:1 (5.) Reiss; 0:2 (7.) Schellenberger; 0:3 (42.) Wehner; 0:4 (52.) Reiss; 1:4 (56.) Richter, 1:5 (58.) Wehner, 2:5 (59.) N. Sandig, 2:6 (65.) Reiss

Bericht: Falk Lösch

SG Gebergrund Goppeln AH1 - SG Striesen AH 03.09.16 3:2 (2:1)

Erste Punkte in neuer Spielklasse - kämpferische Leistung sichert Goppeln gegen gleichwertigen Gegner den Sieg     

Nach der Auftaktniederlage bei Helios gastierte mit Striesen heute kein leichterer Gegner an der Wittgensdorfer Straße. Es galt, die Fehler vom letzten Spiel abzustellen und die Hirnhälften trotz erneut brütender Hitze auf Sieg zu programmieren. Bis auf Henne, Leo und Hackepeter standen Coach Limbach diesmal alle Stammspieler zur Verfügung.

Die Partie wurde verbissen aber nicht unfair geführt. Von beiden Seiten. Klar, manchmal langten einige Balltreter auch hin. Aber zumeist bekamen sich alle wieder ein. Die Goppelner standen diesmal konzentriert an den Leuten, Striesen spielte den gefälligeren Ball und die genaueren Pässe. So begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, ein Klassenunterschied war nicht erkennbar. In Minute 8 bekam der Kaugummilatsch ein schönes Zuspiel auf halbrechts und der bediente den Sturmtank oder, wie die Striesener ihn nannten, den "Glatzkopp", mit einem perfekten Ball in die Spitze. Mit seinem Schuss in die linke  Ecke führte Goppeln 1:0. Auch ein Novum in der neuen Spielklasse. Weiter gings. Beide Truppenteile versuchten das Mittelfeld mehr oder weniger spielerisch zu überbrücken und nach vorn zu spielen. Allerdings machten die jeweiligen Abwehrreihen den Angreifern das Leben schwer. Mit anderen Worten, die standen gut. Dani Sahne und zentral davor Bela mit Muffeltilo räumten zumeist auch hohe Bälle ordentlich ab. Überhaupt machte die gesamte Abwehr heute einen Riesenjob. Beschäftigt wurde sie genug. Nach rund einer halben Stunde durften die Ballvirtuosen von der Hepkestraße dann zwei Ecken treten. Bei der zweiten triefte doch mal der Rückraum. Fast von der Grundlinie wurde der Ball zurückgeköpft und dort stand der Striesener 2er perfekt zum Einnicken bereit. Keine Chance für die Holzkatze. Ausgleich. Jetzt bloß nicht die Zuordnung verlieren. War heute unbegründet. Striesen kombinierte, Goppeln lauerte auf seine Chancen. Und die kamen. Einmal hämmerte Bela mit Schusshaltung "Nase gen Himmel" das Leder auf die Zugspitze in den Schnee. Aber in der 42sten Minute durfte man Goppelns besten Spielzug der Saison bewundern. Der "Glatzkopp" tunnelte seinen Gegenspieler, doppelpasste mit Nico und erreichte den Ball wieder kurz vor der Grundlinie. Von dort ein flacher Pass an den langen Pfosten und die Kaugummitöppe konnte gar nicht mehr anders, als die Kirsche zu versenken. Großes Kino und 2:1 für Goppeln. Jetzt bloß in die Halbzeit kommen. Aber das gelang.

Dann wurde Flüssiges aufgenommen. Reichlich. Komisch nur, dass die Gäste überhaupt nichts mithatten. Gibts bei denen keine Mannschaftskasse oder wenigstens einen "Kümmerer"? So erhielten sie wegen des Wetters ausnahmsweise die doppelte Wasserration. Der Coach forderte weiter Konzentration ein. Schließlich sollte heute was Zählbares rauskommen. Aui war wegen "Wade" in der Halbzeit raus. Dafür kam "Einaugenrenè" in die Verteidigung. Die Gäste gaben sich lange nicht geschlagen. Und sie kamen wie erwartet hochmotiviert aus der Kabine. Dennoch, große Chancen sprangen nicht heraus. Sie versuchten es zumeist mit langen und vor allem hohen Bällen. Die blieben auf den Köpfen der Goppelner hängen. Bis zur 54. Minute. Dann verschätzte sich ein nicht zu erkennender Sportsfreund und machte völlig unabsichtlich den "Schweinsteiger". Leider entging das auch dem Schieri nicht und der zeigte wegen Strafraum und so weiter auf den Punkt. Striesen verwandelte sicher zum erneuten Ausgleich. Und die wollten mehr. Allerdings zollten auch sie der Hitze und dem Laufpensum Tribut. Bis auf den nicht ganz schwindelfreien Dani Sahne waren die Gastgeber aber besser in Schuss und hielten mit großer Moral dagegen. In der 75sten war für "Einaugenrenè" verletzungsbedingt schon wieder Schluss. Er wurde durch Mario ersetzt. Nach der Trinkpause kam dann der große Auftritt von "ich guck bei Schüssen immer in die Luft" Bèla. Ein Angriff, in Minute 78, eingeleitet vom heute ebenfall stark kämpfenden Ron, schloss unser "Puskas" mit einem perfekten Flachschuss aus 25 Metern in die linke Ecke zum 3:2 ab. Riesenjubel bei den Goppelnern. Aber noch war nicht Spielende. Striesen löste jetzt die Viererabwehr auf und beorderte alles was noch laufen konnte nach vorn. Und dann wieder Langholz. Die Goppelner revanchierten sich mit gleicher Strategie, was sogar drei bis vier Hochkaräter für die Heimmannschaft erzeugte. Die Mittelfeldachse, die für den Gehli gekommen war, der "Glatzkopp" und vor allem der Kaugummilatsch versemmelten. Aber das sei ihnen verziehen. Die sind trotz großer Hitze viel gelaufen und kurz vor Schluss lassen eben Konzentration und Kraft nach. Dann zeigte der Unparteiische vier Minuten Nachspielzeit wegen der Trinkpause an. Und ließ tatsächlich sechs nachspielen. Egal. Striesen gelang der Ausgleich nicht mehr und so bleiben die Punkte in Goppeln. Verdient, finden wir.     

Fazit: Striesen war ein starker Gegner. Augenscheinlich hatten die nicht so viele Wechsler dabei und mussten schon nach elf Minuten zerrungsbedingt tauschen. Sicher ein Nachteil, aber das schmälert die Leistung der Goppelner nicht im geringsten. Das war ein anderer Auftritt als noch gegen Helios. Goppeln wollte punkten und das strahlten alle Mannschaftsteile aus. Sogar der "Glatzkopp", dessen Wetter es heute wieder so gar nicht war. Kein Spieler, den man besonders hervorheben kann. Oder für das Phrasenschwein: Der Star ist die Mannschaft! Jeder kämpfte für jeden. Selbst die Auswechsler an der Linie fieberten mit. Wegen der Teamleistung geht der Sieg auch absolut in Ordnung. Die Striesener erwiesen sich bis auf ein paar kleine verbale Aussetzer als faire Verlierer. Man möchte sagen, die neue Staffel macht Spaß. Die Herausforderung ist deutlich größer. Aber es wird auch mehr gespielt als in die Knochen gekloppt. Passiert auch mal, aber nie mit der Intensität und teilweisen Bösartigkeit, die wir von manchem Team aus der unteren Staffel kannten. Unser Ziel lautet also Klassenerhalt.   

Aufstellung: Steinigen - Schwarz, Grahnert, Auerswald (46. Oertel (75. M. Sandig)), Virag - Neumann, N. Sandig, Gehl (61. Wange), Zschiedrich - Richter, Kunze +++ Schötz

Tore: 1:0 (8.) Richter; 1:1 (32.) Bandulewitz; 2:1 (42.) Kunze; 2:2 (54./HE) Kirchhof; 3:2 (78. Virag)

Bericht: Falk Lösch

SV Helios 24 Dresden AH - SG Gebergrund Goppeln AH1 27.08.16 3:1 (2:1)

Verdienter Sieg für taktisch clevere Helios-Kicker. Goppelner Abwehrfehler wurden effizient bestraft ... oder Sturm schoss drei Tore zu wenig. Je nachdem.   

Wenn die Generalprobe glückt, geht die Premiere schief! Das ist eine alte Tradition für jeden (Ball)Künstler. Umgekehrt ist immer erfolgreicher.

Nach dem Pokalweiterkommen lag der Fokus von AH-Coach Limbach auf der Premiere in Dresdens oberster Punktspielklasse. Die Ansetzer wollten es, dass das letzte Saisonspiel auch das erste wurde. So traten wir am ersten Spieltag bei brütender Hitze gleich wieder bei Helios an, die als Staffelsieger der 1.Stadtklasse auch aufgestiegen waren. Beide Teams gut aufgestellt, aber nicht ganz komplett. Bei Helios fehlte mindestens Toptorschütze Euchler, während die Goppelner auf Thomas Mittelfeldachse, Bela, Kiwi, Ron und Nasenkopfball-Zassi verzichten mussten. Henne und Aui standen zudem nur angeschlagen bereit. Ansonsten war eigentlich alles da, was den Ball einigermaßen geradeaus trifft und einen Dienstausweis für die AH1 besitzt. 

Das Spiel ist im Grunde schnell erzählt. Die erste Viertelstunde begann für beide Teams absolut gleichwertig. Sowohl in der Spielanlage als auch in der Chancenanzahl. Wie schon beim 1:0 Sieg für Goppeln im letzten Spiel gruppierten sich die Mannen um beide Spielmacher. Kmoch bei den Freunden des Sonnengottes, Sandig auf Goppelner Seite. Der Goppelner nur mit deutlichen Nachteilen beim verbalen Nachschlagen. Also alles wie immer. Bis zur 17. Minute. Dann machte die rechte Abwehrseite der Goppelner zu weit auf, Zschiedi und Gehli bekommen Robert Popp am 16er nicht mehr gestellt und der ließ der Holzkatze im Goppelntor keine Chance. Schönes Tor, leider für den Gegner. Das Spiel beider Teams blieb auf Augenhöhe. Für die Zuschauer auch vom Resultat her allemal spannend. Einzig die ständigen langen Bälle auf beiden Seiten nervten. Keiner spielte wirklich ansehnlichen Mannschafts-Fußball. Das Gekicke lebte von den individuellen Möglichkeiten der gerade ballführenden Spieler. Bereits nach 24 Minuten musste Henne mit "Rücken" raus. Für ihn kam Mario in die Partie. Gegen Ende der ersten Halbzeit und nachdem die Begegnung schon für eine Trinkaupe unterbrochen war, kam Goppeln etwas stärker auf. Mehrere Standards brachten aber nichts ein. In der 42. Minute lief dann aber Einaugenrené mustergültig in eine von links getretene Ecke ein und hob dem Helioskeeper die Kuller aus fünf Metern direkt unters Dach. Der verdiente Ausgleich bedeutete gleichzeitig das allererste Punktspieltor für Goppeln in der höchsten AH-Spielklasse. Ich glaube, dafür sind keine individuellen Interpretationen möglich. Parole: Durst! Zunächst galt es, die letzten drei Minuten das Remis in die Pause bringen. Aber Goppeln hatte Blut geleckt. Quasi in der Schlussminute gab es wieder Ecke für die Gäste. Visier hoch, alle vor, reinhauen das Ding. Absicherung? Unnötig! Diese Strategie erwies sich diesmal als zu simpel. Helios fing die Ecke ab ging auf Gegenkurs. Der Sturmtank attackierte noch unzureichend, dann wurde Leo überlupft und plötzlich stand der blaue Spieler, ich möchte behaupten Wenzel, mutterseelenallein am Goppeln-Sechzehner. Dort konnte er sich einen der drei mitgelaufenen Mitspieler, die lediglich noch von einem Goppelner attackiert wurden, aussuchen. Die Wahl fiel auf seinen Kapitän und der versenkte den Ball mit dem Halbzeitpfiff im Goppelntor. Obwohl Kmoch in sonstigen Versuchen scharfen Auges zumeist Tauben vom Himmel holte, gab es auch in dieser Situation für die Holzkatze nichts zu halten. Mit Rückstand trabten die Goppelner zur Trainerpredigt in den Schatten.

Die Gäste gaben sich in der Hitzeschlacht nicht geschlagen. Es sollte nochmal klarer nach vorn gespielt werden. Aber einmal mehr fehlte die Geduld oder die Präzison. Helios attackierte zeitig und machte hinten kaum Fehler, die es zu bestrafen gab. Das muss man anerkennen. Dafür co-produzierte das Brüderpaar im eigenen Strafraum einen Ballverlust und wieder Robert Popp kloppte die frei liegende Kirsche aus etwas mehr als zehn Metern an der verdutzen Holzkatze vorbei ins rechte Dreiangel. Insgesamt 59 Minuten waren da gespielt. Nun feuerten sich die Goppelner Oldies nochmal an ... und hakten die Partie im Kopf ab. Optisch auffällig - natürlich nur von draußen - fehlte jetzt der letzte Biss, der Wille in den Zweikämpfen. Klar, bei der Hitze zollten beide Teams dem Wasserverlust Tribut. Aui war inzwischen für Leo gekommen, später substituierte der Hackepeter den dehydrierten Gehli. Obwohl noch 30 Minuten zu spielen waren fanden die Goppelner keine Mittel, Helios noch einmal in Verlegenheit zu bringen. Klar, spielerisch blieben beide auf Augenhöhe und bauten in etwa auch auf gleichem Niveau ab. Aber diesmal waren die Gastgeber ausgebuffter und schaukelten die Partie über die Zeit. Schade, hier war mehr drin. So finden sich die Goppelner nach dem ersten Spieltag gemeinsam mit Hellerau-Klotzsche erstmal ganz unten in der Tabelle. Nächste Woche gegen Striesen wird es alles andere als einfacher.         

Fazit: Ein Satz mit "X" zum Punktspielauftakt. Kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Aber um in dieser Klasse zu bestehen, müssen wir uns wirklich von dem Kick-and-Rush-Fußball verabschieden. Freilaufen, Anbieten, Gucken, Zuspielen. Das hat der Coach im letzten Jahr doch bis zum Erbrechen geübt. Kann doch nicht alles weg sein. Klar, heute haben wir Helios die drei Gurken quasi selbst aufgelegt. Aber auch andere Teams hätte "Danke" gesagt. Wenn man üblicherweise von einer Partie zweier gleichwertiger Mannschaften spricht, von der die eine nur mehr Glück hatte, so trifft das diesmal leider nicht zu. Der Sieg der Heimmannschaft geht in Ordnung. Die haben beileibe keinen besseren Fußball gespielt. Aber sie haben weniger Fehler gemacht, die Goppelner Fehler konsequent genutzt und waren auch bissiger. Die wollten unbedingt gewinnen. Das hat heute den Unterschied gemacht. Positiv: Trotz Rückstand und Niederlage gab es keine Meckereien untereinander. Diesen Spirit sollten wir uns bewahren.       

Aufstellung: Steinigen - Schwarz, Leonardi (59. Auerswald), Oertel, Zschiedrich - Neumann, N. Sandig (86. Schötz), Gehl (83. Müller), Zastrow-Mann (24. M. Sandig) - Richter, Kunze

Tore: 1:0 (17.) Popp; 1:1 (42.) Oertel; 2:1 (45.) Kmoch; 3:1 (59.) Popp

Bericht: Falk Lösch

SpG Einheit Mitte / Sachsenwerk 2 - SG Gebergrund Goppeln AH1

Stadtpokal 1. Runde 20.08.2016 1:4 (0:4)

Vor der Pflicht kam die Kür - Erste Pokalrunde gemeistert - Steigerung für Punktspiele nötig

Vor dem Start in die neue Liga stand für die Goppelner heute zunächst ein Pokalrundenbesuch bei den Mitte-Kickern an. Die waren nach der Saison abgestiegen und hatten sich freiwillig gleich noch eine Staffel tiefer in der 2. Stadtklasse einsortiert. Dafür bekamen sie einige Sachsenwerker in Spielgemeinschaft hinzu. Coach Limbach nahm das Spiel als letzte Probe ernst und teilte das auch seinen Schützlingen mit. Egal, ob noch jemand im Urlaub rumgurkt. Die Truppe war numerisch komplett und die Wechselbank proppevoll.

Wieder hatten wir das Glück, auf der bekannten Mitte-Schleifscheibe bei Trockenheit und reichlich Staub antreten zu dürfen. Entweder vereist oder staubig - in jedem Fall immer steinhart die Platte! Egal, die inzwischen höherklassigen Gäste übernahmen gleich das Zepter und erspielten sich erste Möglichkeiten. Allerdings auch häufig bedingt durch Fehler der Heimspieler. Deren Tun erzeugte des öfteren lautstarke Kommentare von "Icke", der trotz vorgerückten Alters noch immer im Mitte-Tor rumhüpft. In Minute 10 netzte die Kaugummitöppe in starkem Alleingang zur verdienten Führung ein. Goppeln blieb am Drücker. Erneut war es dem Kaugummilatsch vorbehalten, einen Abpraller zu versenken und die Gäste mit zwei Toren in Führung zu bringen. 22 Minuten waren da gespielt. Gleich sieben Umdrehungen später schoss Hackepeter von halbrechts ins lange Eck zum 0:3 für Goppeln. Die Gäste blieben überlegen. Hinten brannte nichts an. Dafür sorgte die Abwehr um Bela, der perfekt in unsere Truppe passt und auch offensiver spielen kann. Um der Wahrheit genüge zu tun und bei allem Respekt, aber Mitte hatte nicht wirklich viel nach vorn zu bieten. Die kamen zwei, drei Mal mit langen Bällen vor unser Tor. Kiwi langweilte sich im Gehäuse. Das ist Gift. Zunächst stellte der Hackepeter mit seinem zweiten Treffer von fast der gleichen Position das Ergebnis kurz vor der Halbzeit die Uhr auf 0:4 für uns.Damit war der Drops eigentlich gelutscht.

Der Trainer griff auf seine diesmal üppige Wechselbank zu. Thomas Mittelfeldachse, Nichtraucherfrank und Mario kamen gleich nach der Halbzeit für den kleinen Gehli, Bela und den konditionell noch leicht defizitären Hackepeter. Im Spiel passierte jetzt nicht mehr viel. Goppeln wollte nicht mehr und Mitte kon...wollte auch nicht wirklich. Vermutlich bereiteten sich schon etliche Kicker mental auf den anstehenden Dynamo-Pokalgang gegen die Leipziger vor. Nach einer Viertelstunde ersetzte noch der Schötzer den Zschiedi und der Mehlpuster den Ron. Bis auf Aui Eisenfuß haben so zumindest alle mal an den Ball gehauen. Spielerisch war das Goppelnspiel leider noch keine echte Offenbarung. Genaues Passspiel, auch mal hinten rum und die Seite wechseln, fand kaum bis gar nicht statt. Lange Bälle, die es zu erlaufen galt und die wir dank individueller Fähigkeiten auch noch bekamen, sind kein wirkliches  Mannschaftsspiel! Das konnten wir schon besser. Wirklich. Hier ist Feintuning nötig. Kiwi machte im Tor ein paar Faxen und schoss gleich mal den heranstürmenden Gegner an. Zum Glück kein Tor. Das fiel für die tapferen Gastgeber aber doch noch. In der 68. wollten wir - leider wieder Mal - quer durch den eigenen Strafraum passen. Oder so ähnlich. Das wars dann auch in einer an echten Höhepunkten armen Partie.

Fazit: Vor der Pflicht in den Punktspielen konnten wir die Kür im Pokal souverän und mit halber Spielanlage absolvieren. Spätestens am nächstem Wochenende bläst uns der Wind anders ins Gesicht. Dann muss definitiv eine Leistungssteigerung her, sonst werden wir bei Helios ordentlich verwummst. Die haben uns nach der versauten Meisterfeier im letzten Saisonspiel ohnehin noch fettgeschrieben auf ihrem Wunschzettel. Angst vor der neuen, höchsten Spielklasse sollten wir nicht haben. Aber um anzukommen, müssen wir präziser, cleverer und auch taktisch agieren. Bis Weihnachten wissen wir wohl in etwa, wohin die Reise gehen wird. Lasst uns die Zeit nutzen!  

Aufstellung: Lindner - Virag (46. Wange), Leonardi, Grahnert (66. Damaske) - Neumann, Zschiedrich (66. Schötz), Sandig N., Oertel, Gehl (46. Sandig M.) - Müller ( 46. Schulze), Kunze +++ Auerswald

Tore: 0:1 (10.), 0:2 (22.) Kunze; 0:3 (29.), 0:4 (44.) Müller; 1:4 (68.) Schmidt

Bericht: Falk Lösch

SV Helios 24 Dresden AH – SG Gebergrund Goppeln AH1  4.7.2016 0:1 (0:0)

Mannschaft verabschiedet Trainer mit starkem Auftritt in den Ruhestand und trübt Helios-Meisterfeier

Bei schönstem Wochenendwetter hatten die Gastgeber von der Liebstädter Straße noch einmal vorschriftsmäßig über die „Toppen geflaggt“ (Seeleute wissen hier Bescheid). Soll heißen, der Grill für die Meisterfeier glühte schon vor dem Warmmachen, Millionen Fotos mit und ohne Pokal wurden geschossen und der sonnengeschützte Stadionansager verkabelte anständig seinen Salat. Beide Teams wollten es noch einmal wissen. Goppeln visierte mit der letzten theoretischen Möglichkeit den Vizemeister an, Helios wollte seine Meisterschaft veredeln. Gute Vorzeichen für eine spannende Partie. Es sollte auch so kommen.

Der Schieri kam zu spät. Aber er kam. Zunächst wurde fair dem neuen Meister gratuliert, ein Spieler geehrt und leider auch eine Schweigeminute für einen erst kürzlich viel zu jung verstorbenen Sportfreund der Helios-Mannschaft eingelegt. Dann ging es los. Beide Teams überkomplett, wobei Helios nicht mehr als sieben Wechsler ins Internet-Meldesystem hacken konnte. Bei Goppeln war erstmals Neuzugang Bela „Puskás“ mit von der Partie. Es ging los ohne abtasten. Visier hoch und Vollgas. Man sah sofort, dass hier die beiden spielerisch besten Teams aufeinandertrafen. Warum Weinböhla auf „zwei“ steht, hat wohl andere schon beschriebene Gründe. Beide Abwehrreihen bekamen zu tun, im Mittelfeld war man ebenbürtig. Zumindest in Hälfte eins. Die von der Spielanlage ähnlichen Kapitäne Kmoch und Sandig kurbelten das jeweilige Spiel an. Die Gäste aus Nickern kickten vielleicht ein wenig gefälliger. Aber es ergaben sich wenige Möglichkeiten zur Vollendung. Der Sturmtank war bei seinem Gegner in guten Händen und auch die Kaugummitöppe kam nicht entscheidend zum Zug. Auf der anderen Seite nahm Aui Helios-Torjäger Euchler gut aus dem Spiel. Dani-Sahne sicherte kompromisslos ab. Dennoch war es ein ansehnliches, kampfbetontes und jederzeit spannendes Spiel mit emotionsgeladenen Betreuerstäben an der Linie. Ab Mitte der Halbzeit ergaben sich dann doch erkennbar Chancen. Goppeln hatte einige aussichtreiche Ecken, die aber versemmelt wurden. Helios bekam kurz vor der Pausensirene einen Riesen (glaub es war der 9er), der aber verstolpert wurde. Der Cheftrainer-Seher flüsterte schon wieder: „… wir gewinnen das heute 2:0…“! Der hat Nerven! Zunächst beendete der Unparteiische die erste Hälfte und bei der Hitze kippten alle an Flüssigkeit in sich rein, was da stand. Nachfüllen! Wasser, wir brauchen Wasser!

Die Pausenansprache war ungewohnt ruhig. Aber klar, die Truppe spielte heute richtig gut. Mann hatte das Gefühl, die wollten den Trainer standesgemäß in den angekündigten Ruhestand schicken. So gab es nur kleine Tipps für die Abteilung Attacke zu sinnvollen Bewegungsabläufen. Nebenbei durfte der Ansager am Mikrofon nun endlich auch die Spielernamen unter die Zuschauer schmettern. Und nebenbei wird Henne seinen Familiennamen wohl das letzte Mal vor der Hochzeit so gehört haben.  

Die zweite Hälfte begann ähnlich spannend. Erwähnter Henne und Thomas Mittelfeldachse ackerten zweikampfstark, erkämpften wie die Abwehrspieler Leo und Aui auf den Außenbahnen fast alle Bälle. Und dahinter stand ein Fels in der Brandung. Heute noch ohne Erdbeertorte. Zentral machten Nico, Bela und Muffeltilo ein Riesenspiel und setzten jetzt auch die Stürmer besser in Szene. Goppeln wurde langsam etwas stärker. Auch was die Gelegenheiten anging. Helios verlegte sich aufs Kontern. Kmoch ging jetzt als Libero gelegentlich mit dem Ball auf und davon. War immer gefährlich, aber nicht von Erfolg gekrönt. Der „Rest“ lag der Holzkatze in den Armen. Dafür kamen mit nachlassenden Körnern der Gastgeber der Sturmtank, der Kaugummilatsch, Bela „Puskás“ und viel später auch der eingewechselte Ron zu guten Möglichkeiten. Die größte hatte Maik in Minute 66 nach einem Zuspiel in die Spitze, scheiterte aber (noch) am sehr gut aufgelegten Schlussmann der griechischen Sonnenanbeter. In der 72. Minute brachte der Nichtraucherfrank, der für Leo gekommen war, einen langen Ball auf den Sturmtank und diesmal spitzelte dieser das runde Leder geschickt und nicht zu schnell, damit jeder noch kurz die Luft anhalten konnte, am Hüter vorbei ins Tor. Riesenjubel und Erleichterung bei Goppeln, hängende Köpfe bei Helios. Die Gastgeber wollten nochmal durchstarten, hatten auch ordentlich ausgewechselt. Aber man merkte den Kräfteverschleiß, der den Körpern bei der Hitze merklich zusetzte. Goppeln zog sich etwas zurück. Endlich mal sowas wie Taktik. Die Helios-Offensive rannte sich fest und lebte eigentlich nur noch von den wütenden Vorstößen des Liberos. Klar, die wollten nicht verlieren. Aber diesmal sicherten die Goppelner den Vorsprung clever über die Ziellinie. Tolle Moral und Mannschaftsleistung aller Kicker und von „Nasenkopfball-Zassi“, der sich zumindest an der Außenlinie heiß arbeitete.               

Fazit: Goppeln war heute das etwas bessere Team und am Ende cleverer. Wie das Spiel bei einer Führung von Helios verlaufen wäre, ist reine Spekulation. So haben wir den Gastgebern ihre Meisterfeier bisschen versaut. Mit einem Sieg im letzten Spiel gießt man sich einfach viel entspannter Bier aufs Aufstiegsshirt. Die Jungs werden es verkraften. Leider hat es für uns nicht mehr für Platz zwei und damit den sportlichen Aufstieg gereicht, weil Weinböhla in Löbtau gewann. Egal. Es gab auch letztes Jahr Nachrücker. So dürfen wir am WE 10.-12.Juni bei der Vereinsfeier unseren Aufstieg nochmal feiern.

etc. pp.: Mit einem Sieg gegen den Meister und Blümchen für die "Edelfrauen" verabschiedet sich Coach Wilde nun in den  Ruhestand. Rund zwei Jahre führte er die Truppe zu gleich zwei Aufstiegen. Dass wir nächstes Jahr in der Stadtliga spielen, ist zu großen Teilen auch sein Verdienst. O-Ton des Teams: „Der macht einfach ein geiles Training“. Nicht nur das. Mit seiner sehr direkten Ansage hat er es immer geschafft, die Truppe zu motivieren. Harmonisch war es nie, dazu sind alle zu unterschiedlich. Harmonie im Fußball ist ebenso tödlich wie es Streicheleinheiten beim Boxkampf sind. Alle Gegensätze in der Mannschaft zeigen, dass sie lebt. So muss es sein. Wir sind uns alle einig, wir kennen bisher keinen Trainer, der ein Spiel derart perfekt analysieren, Schwächen erkennen und das Ergebnis prophezeien konnte. Und ja, trotz Ansage ließ sich nicht immer alles von den Jungs umsetzen. Aber Frank hat das immer gewusst. Man möchte dennoch behaupten, er liebte dieses Team. Das jedenfalls konnte man beim emotionalen Abschied am Abend im Schillergarten glauben. Falls er an den Rücktritt vom Rücktritt denkt: Unsere Tür steht für ihn immer sperrangelweit offen. Nun übernimmt erst einmal Holger Limbach wieder das Zepter der AH1. Und er ist beileibe kein Unbekannter. Immerhin legte er die Basis für die Truppe und hat den ersten Aufstieg hinbekommen. Also freuen wir uns auf die Herausforderung in der höchsten Dresdner AH-Liga

Aufstellung: Steinigen - Auerswald, Schwarz, Leonardi (67. Schulze), Virag (76. M. Sandig) - Wange, Neumann, N. Sandig, Mann (88. Grahnert) - Kunze, Richter +++ Zastrow 

Tore: 0:1 (72.) Richter

Bericht: Falk Lösch

ESV Dresden AH - SG Gebergrund Goppeln AH1 21.05.2016 1:3 (1:1)

Aufstieg in höchste Spielklasse perfekt

Nach dem Verzicht der Weinböhlaer konnte im Auswärtsspiel beim ESV Dresden der Aufstieg schon drei Spieltage vor Saisonende geschafft werden. Dazu war allerdings ein Sieg nötig.

Dass uns der Gastgeber mit seiner Spielweise nicht unbedingt liegt, hatte sich wieder bestätigt. Schon bei unserem Heimspiel hatten wir unsere Probleme und verloren mit 1:2. Die genannten Fakten trugen auch nicht gerade zu spielerischer Sicherheit bei. Warum die läuferische Bereitschaft bei so einem Spiel nicht da war, konnte man sich nicht erklären.

Natürlich war dieser Kunstrasenplatz, der eigentlich ein Hockeyplatz ist, sehr ungewohnt. Aber so viele technische Fehler beim Spielaufbau waren doch sehr erschreckend. Es kam kein Spielfluss zustande, Chancen waren Mangelware. Unser „Dauerläufer“ Zschiedi hatte sich bereiterklärt, heute in die Kiste zu gehen. Sage und schreibe vier Torhüter hatten sich für das Spiel aus den verschiedensten Gründen abgemeldet. Aber Zschiedi machte seine Sache großartig, er bewahrte uns in vielen Situationen vor einem Gegentreffer!!! Und das alles mit einer Oberschenkelverletzung! Super, dass man solche Spieler in der Mannschaft hat. Ein absoluter Teamplayer.

Auch wenn unser Spiel nicht läuft, haben wir doch in unserer Offensivabteilung so viel Qualität, dass jeder von ihnen aus irgendeiner Situation heraus ein Tor machen kann. So gingen wir nach mehreren Schussversuchen durch Maik Richter in Führung. Er drückte den Ball in der 29. Minute im dritten Nachsetzen über die Linie. Sicherheit kam dadurch nicht in unsere Reihen. Immer wieder planlose Bälle nach vorn, die dem Gastgeber keine Probleme machten. In der 37. Minute dann folgerichtig der verdiente Ausgleich für den ESV. Ein gefühlvoller Heber vom ESV-Zehner in die lange Ecke überwand Zschiedi.

In der Halbzeitpause wurde vor allem die ungenügende Laufbereitschaft angesprochen und auch die Konzentration bei Pässen musste endlich her. Der ballführende Spieler hatte viel zu wenige Anspielmöglichkeiten. Es sollte in der zweiten Halbzeit wirklich alles besser werden, wenngleich es am Ende keine Glanzvorstellung war. Mit der Einwechslung von „Hipo“, der für Frieder ins Spiel kam (viel gelaufen, reingekniet, aber der Belag war auch sein Freund nicht), kam nochmal neuer Schwung in unser Spiel. Zusammen mit Tilo Neumann, der ebenfalls angeschlagen ins Spiel ging, aber medizinisch alles dafür tat um heute dabei zu sein, bekamen wir das Spiel besser in den Griff. Jetzt wurde Nico Sandig im Offensivspiel unterstützt, was mehr Torgefahr in unsere Aktionen brachte.

In der 62. Minute gab es einen Freistoß auf der rechten Seite für uns. 25 Meter Torentfernung. Ich weiß nicht, das wievielte Freistosstor es von unserem Kapitän war. Aber wie er den Ball ins linke Dreiangel schoss, aus diesem Winkel, das können wirklich nicht viele!!! Große Klasse! Nun führten wir mit 1:2, und der Aufstieg rückte näher. Die Gastgeber wurden müder, aber ergaben sich noch lange nicht. Sie versuchten alles. Doch wir hatten ja unseren Zschiedi in der Kiste. In der 89.Minute gab es einen leicht missglückten Abschlag von ESV-Torhüter Schlegel, der Ball landete fast an der Mittellinie bei Nico Sandig und der sagte „Dankeschön“, indem er den Ball herrlich ins leere Tor hob. Eine herausragende Schusstechnik, 1:3 für Goppeln, Aufstieg perfekt. Auch wenn Peter Pötzsch und Maik Zastrow taktisch erst in der 89. Minute ins Spiel kamen, sind sie wichtig für den Gesamterfolg einer Mannschaft! Respekt dafür!

Fazit: Den erneuten Aufstieg in die jetzt höchste Spielklasse hat sich die Mannschaft wirklich verdient. Trainingsfleiß (hüstel…), mannschaftliche Geschlossenheit und Siegeswille waren die Grundlage für diese erneut tolle Saison. Nicht zu vergessen die sehr gute Vereinsführung. Da ist jeder Spieler, jede Mannschaft, gleich wichtig. Das bringt Selbstbewusstsein und damit gute Leistungen. Bedanken möchten wir uns bei unserem treuen Sponsor „Schillergarten“ sowie der Firma Mobil Clean, die  uns  wieder toll unterstützt haben! Unserem Holger Limbach ein großes Dankeschön, der uns wieder sehr schöne Aufstiegsshirts organisiert hat!

Ich persönlich möchte mich bei Falk Lösch bedanken, der mich nicht nur organisatorisch unterstützt hat. Auch im Spiel macht es viel Spaß mit ihm an der Seitenlinie. Als Aufsteiger in die 1.Stadtklasse war nicht unbedingt von so einer überragenden Saison auszugehen. Aber wir haben es geschafft. Glückwunsch an SV Helios Dresden, die als wahrscheinlicher Staffelsieger hochverdient ebenso aufsteigen. Sicher ist, in der obersten Spielklasse hängen die Trauben wesentlich höher. Jetzt stehen noch zwei Spiele an, die wir genauso ernsthaft angehen werden wie die gesamte Saison.

Aber dann wird am 4.Juni bei unserem Sponsor „Schillergarten“ gefeiert bis der Arzt kommt. Die Truppe hat es sich verdient!

 

Aufstellung: Zschiedrich - Auerswald, Schwarz, Friedrich (53.Weinas), Leonhardi (66.Mootz) - Müller (23.Grahnert), Neumann, Mann (89.Pötzsch), N. Sandig - Kunze (89.Zastrow), Richter

Tore: 0:1 (29.) Richter, 1:1 (37.) Becker, 1:2 (62.) N. Sandig, 1:3 (89.) N. Sandig

Bericht: Frank Wilde

(FL)

SG Gebergrund Goppeln AH1 - Löbtauer Kickers AH1 7.5.2016 12:3 (5:2)

Kantersieg gegen unseren Dauerrivalen!

Immer wenn es zum Aufeinandertreffen Goppeln gegen die Löbtauer Kickers
kommt, sind viele Tore vorprogrammiert. In den letzten Spielen hat Goppeln
die Nase vorn gehabt, so auch heute.

Nachdem sich die Mannschaft intern dafür entschieden hat, die
Aufstiegsmöglichkeit wahrzunehmen, waren heute 3 Punkte absolute
Pflicht. Nach der überharten Gangart der Weinböhlaer im letzten
Punktspiel waren wir froh, dass die Wunden der Spieler ausgeheilt waren
und wir mit einer gut besetzten Mannschaft antreten konnten! Eines war
sicher, solch ein Gekloppe war gegen den heutigen Gegner nicht zu
erwarten. Das waren immer faire Spiele, es sollte sich bestätigen.

Wir wollten von Anfang durch konzentriertes Spiel Sicherheit in unsere
Aktionen bringen. Das gelang überhaupt nicht, die Löbtauer machten uns durch gute Ballstafetten im Mittelfeld das Leben doch ziemlich schwer und mit
ihrem sehr guten Stürmer Engin hatten wir so unsere Mühe. In der
11. Minute gingen die Gäste durch Malter mit 1:0 in Führung und das nicht
einmal unverdient. Doch eine Minute später gelang Maik Richter der
sofortige Ausgleich, ein enorm wichtiger Treffer. Von nun an kam unsere
Mannschaft langsam in Fahrt, die Zuspiele wurden genauer, der Ball lief
schneller durch unsere Reihen und damit kamen auch unsere Torchancen. In
der 17.Min. erzielte Henne einen herrlichen Treffer von der linken Seite
aus 22m. Sein Schlenzer ging am langen Innenpfosten ins Tor. Nachdem
Henne in Weinböhla noch einen "Riesen"vergab, war es ihm absolut zu
gönnen. Mit der 2:1 Führung im Rücken kamen wir auf die Siegerstrasse. Nun
waren Nico Sandig, Maik Richter und Ralph Kunze nicht mehr zu halten. In
der 21. und 24. Min. machte unser Kapitän Nico mit dem 3:1 und 4:1 praktisch
den Deckel schon drauf. Dachte man, aber die Löbtauer kamen mit ihrem
2. Treffer noch einmal heran. Doch in der 44. Min. erzielte Maik Richter mit
dem 5:2 den Pausenstand.

Mit den Erfahrungen der letzten Spiele gegen die Kickers, wo sie in der
2. Halbzeit immer Konditionsprobleme bekamen und damit die Ordnung in
ihrem Spiel verloren geht, wollten wir weiter aufs Tempo drücken und
vielleicht das ein oder andere Tor noch erzielen. Das es so über sie
hereinbrechen sollte, war wirklich nicht zu erahnen! Jetzt kam die große
Zeit von Ralph Kunze! In der 49. Min. begann er mit seiner tollen
Vorstellung in dem er unser 6:1 machte. Sein Sturmpartner Maik machte in
der 55. Min. mit dem 7:2 sein drittes Tor (leider kein Hattrick)! In der
74. Min. war wieder unser Kapitän Nico mit dem 8:1 dran. Von nun an ließ es
Ralph Kunze richtig krachen!!! In der 74., 76.,80. Min. machte er nun die
Kiste für uns perfekt. Der Löbtauer Engin machte in der 80. Min. Resultatskosmetik mit dem 3.Treffer, das Tor hat er sich absolut
verdient. Doch Ralph Kunze setzte in der 84. Min. noch eins drauf und
erzielte den 12:3 Endstand!!! Was für ein Ergebnis, was für eine
Vorstellung unserer Mannschaft. Besonders in der 2. Halbzeit wurden die
Gäste schwindelig gespielt, die Tore fielen nach herrlichen Kombinationen
über unser Mittelfeld, bis der Ball zu unserem Offensivtrio kam, die
nicht zu halten waren!!!

Mit diesem Sieg kamen wir unserem Ziel (Aufstieg) ein ganzes Stück
näher, zumal Borea ihr Heimspiel gegen Weinböhla verloren hat und wir
somit 8 Punkte Vorsprung vor ihnen haben. Aber wir sind noch nicht
durch, also Achtung.

Ich möchte noch ein paar Worte über unseren heutigen Gegner
verlieren. Alle Achtung vor der fairen, sportlichen Einstellung von
ihnen. Nicht jede Mannschaft verkraftet so einen Spielverlauf, sie nahmen
die hohe Niederlage mit sportlichen Anstand hin. Es war ein absolut
faires Spiel, kein Wunder, lebt doch ihr Trainer diese sporlich faire
Haltung vor, ein sehr sympathischer Trainerkollege! Grosser Respekt vor
der gesamten Truppe!!!

Einen Wermutstropfen gab es heute doch. Unser Torhüter Kiwi verletzte
sich schon in der 1.Halbzeit ohne gegenerische Einwirkung am Wadenmuskel
und mußte leider ausgewechselt werden. Unser Feldspieler Frank Schulze
mußte ins Tor, er machte seine Sache sehr gut, gab der Hintermannschaft
absolute Sicherheit. Gut, dass wir diese Alternative haben.

Aufstellung: Lindner (33. Oertel) - Grahnert, Neumann, Zschiedrich, Schulze - M.Sandig (60. Müller), Wange, Mann - N.Sandig - Richter, Kunze +++ Schötz

Tore: 0:1 (11.) Malter, 1:1 (12.) Richter, 2:1 (17.) Mann, 3:1 (21.) u. 4:1 (24.) N. Sandig, 4:2 (38.) Rothe, 5:2 (44.) Richter, 6:2 (49.) Kunze, 7:2 (55.) Richter, 8:2 (64.) Kunze, 9:2 (74.) N. Sandig, 10:2 (76.) Kunze, 10:3 (80.) Engin, 11:3 (80.) Kunze, 12:3 (84.) Kunze

Anm.: Torfolge und Spielminuten weichen gegenüber der Online-Meldung ab. Offenbar konnte der Unparteiische nicht so schnell notieren wie die Treffer fielen. Torfolge und Endergebnis stimmen auch nicht überein. Regulär stand es am Ende 12:3 ... ;-)

Bericht: Frank Wilde

TUS Weinböhla AH - SG Gebergrund Goppeln AH1 23.4.2016 2:1 (1:1)

Von Staublungen, Blutbädern und Gurken oder „Sinnfreies Körperspiel mit falschem Ehrgeiz“

Nein, Kinder von Traurigkeit waren sie beileibe nicht, die zumeist kräftig gezüchteten Senioren der TUS. Beinahe jeder Zweikampf endete im Vollkontakt. Wenn nötig, kamen auch die Hände zum Einsatz. Und das alles auf der scharfkantig gesplitteten Schleifscheibe im anerkannten Erholungsort. Die Sinnfreiheit eines Aufstiegsverzichtes in Kombination mit dem sichtbar vom Ehrgeiz zerfressenen Team wollte sich aber so gar nicht mit gesundem Menschverstand in Übereinstimmung bringen lassen. Vielleicht sollten wir auch mal deren Labor anzapfen. Geheimnisvoll, was die machen. Und weil den Gastgebern über 90 Minuten anscheinend die spielerischen Mittel fehlten, wurde das Defizit mit Körperkontakten kompensiert. Können wir normalerweise ab. Beim heutigen Gastspiel im Ort mit eigener Straßenbahnversorgung fanden wir es jedoch für unsere Lieblingssportart unpassend übertrieben. Ein Blick auf die Fair-Play-Statistik macht doch manches klarer. Heute kamen bei TUS allerdings nur zwei weitere gelbe auf die Sammelliste. Da hat der grüngelbe Mann mehrfach danebengeblinzelt.

Petrus sandte den erhofften Regen leider erst nach dem Spiel. So staubten sich die Kollegen schon beim Warmmachen auf dem Weinböhlaer Hartplatz ordentlich ab. Die Bio-Spielwiese war wegen Rasenwachstums gesperrt. Ein moderner Kabinentrakt nährte wenigstens unsere Hoffnung auf die anschließende Komfortwäsche „Premium“ mit Unterbodenschutz. Auch wenn beispielsweise wieder Sturmtank und Frieder fehlten, konnte Coach Wilde eine gut besetzte Truppe aufbieten. Erstmals griff auch Muffeltilo wieder in die Speichen. Gar nicht schlecht, wie sich noch zeigen sollte. Kiwi ging für die noch immer angeschlagene Holzkatze in die Kiste. Ansonsten beinahe Bestbesetzung.

Die erste Halbzeit begann ausgeglichen. Wegen der Bodenwellen waren Kurzpässe kaum möglich. Beide Seiten spielten lange Bälle, ohne dabei echte Chancen zu kreieren. Ebenso stand auf beiden Seiten immer ein letzter Mann als Absicherung. Man sah schon, auf diesem Platz wollte niemand fallen. Manche liefen wie auf Eiern. Phasenweise hüllten sich die Spielerbeine in undurchsichtige Nebelschwaden. Vermutlich husteten auch einige Versuchskaninchen grau-schleimiges aus ihrer Staublunge ins Trikot. War nicht zu erkennen. Mit zunehmender Spieldauer kam Goppeln etwas besser ins Spiel. Einige Abschlüsse vom enteilten Hackepeter trafen nicht das Ziel, einen super Querpass von ihm verpasste das Zentrum knapp. Nach 18 Minuten dann eine Ecke, die Nico schön auf den Fünfer zog und der einlaufende Weinböhlaer Toptorschütze Haschel verwandelte grandios. Allerdings  ins eigene Tor. Eine Gurke. Die Führung gab Sicherheit. Dafür nahmen die Zweikämpfe zu. Kaum einer, der nicht schon aufgeschlagene Knie, Oberschenkel oder Hüften hatte. Wir sind immer noch beim Spiel zweier Altherrenmannschaften! In Minute 30 dann der kuriose Ausgleich. Ein Einwurf von rechts landete direkt im Tor der Goppelner Gäste. Weil aber Kiwi noch am Leder schabte, zählte auch dieser Gurken-Treffer. Die Spielanteile blieben bis zur Pause ausgeglichen. Goppeln hätte vielleicht noch ein Tor mehr herausspielen können, die Gastgeber blieben bei Standards stets gefährlich. Mit einem gerechten 1:1 plumpsten die Goppelner zur Pausenansprache gleich auf dem Schotterboden auf ihren Allerwertesten. Aua! Der Coach forderte mehr Präzision im Zuspiel und besseres taktisches Verhalten ein. Thomas die Mittelfeldachse wurde als dringend benötigte Verbal-Unterstützung zu Dynamo entsandt. Dafür kam der wieder fitgewordene Einaugen-Renè in gleiche Position.

In der zweiten Hälfte nahm Goppeln das Zepter mehr und mehr in die Hand. In der 48 Minute knallte Muffeltilo mit dem heranstürmenden Tkocz zusammen. Kein Foul von beiden, dafür ordentlich Blessuren. Während unsere 21 sich den Kiefer lädierte, hatte der Weinböhla-Zweier eine eingedrückte Nase. Und er blutete stark. Wie später vermeldet wurde, war das Nasenbein mehrfach gebrochen. Bei aller Rivalität: An dieser Stelle eine gute Besserung an den Sportfreund, verbunden mit dem Wunsch nach schneller Rückkehr auf den Fußballplatz. Nach 50 Minuten zog Nico einfach mal ab. Die Kugel verfehlte das Angel um weniger als einen halben Meter. Bei Minute 53 war der Hackepeter rechts durch und passte nach innen. Eine Augenweide! Dort standen Henne und der Kaugummilatsch zentral und mutterseelenallein. Henne war eher dran…und schob das Leder dem Hüter direkt in die Arme. Was war das denn? Kollektives ärgern! Vor allem von der Kaugummitöppe, der seine linke Klebe schon vorgefettet hatte. In der 57. Minute eine unklare Situation im Goppeln-Strafraum. Nach mehreren abgewehrten Bällen folgte eine Flanke in den Rückraum. Dort stand Klawa völlig vergessen und zog ab. Kiwi bekam noch ein Bein dran, aber das Leder gurkte sich zum 2:1 über die Linie. Das war die erste und einzige Chance der TUS-Kicker in Hälfte zwei! Wie nennt man sowas? Pech? Hm. Goppeln nahm wieder Fahrt auf, erspielte sich Chancen. In der 68. folgte eine Freistoßbanane von Nico und am langen Pfosten zog der inzwischen für Zschiedi eingewechselte Nichtraucherfrank einen Meter vor der Torlinie die Rübe ein. „Der braucht doch nur die Birne dranhalten“, seufzte der Coach verzweifelt. Weinböhla verteidigte jetzt ausschließlich. Und langte weiter ordentlich hin. Unser kurzes Aufbegehren wurde durch die kollektive Hohlladung an Fußballsachverstand seitens der TUS-Bankdrücker umgehend implodiert. „Wir reichen Euch eine Tüte Mitleid und ein Paket Taschentücher!“, schallte es von dort. Danke, wir kaufen nichts! Haustürgeschäfte mit Hygieneartikeln sind uns suspekt.  Paar Minuten später, so um die 70., wieder ein verunglückter Schuss vom Druckereifachmann. Vor den Augen seines grinsenden Kollegen im Trikot der Weinböhlaer und dem von draußen zuschauenden Druckprodukt-Produktionsleiter. Mann-oh-Mann, war der nervös! Mario ersetzte noch den ausgelaugten Hackepeter. Beinahe mit jedem Goppelner Angriff entstand so etwas wie Gefahr vor dem Weinböhlaer Tor. Der Ausgleich lag in der Luft. Selbst Dani-Sahne probierte sich am Ende noch als Mittelstürmer. Mit Kampfgeist, offenen Knien, der letzten Luft, die Truppe wollte den Punkt. Bekam ihn aber nicht mehr. So freute sich Weinböhla später bei der Trainerehrung in ihrer Kabine lautstark über ihren „grandiosen Sieg“. Lassen wir Ihnen den Triumpf und behalten unser Kopfschütteln über die Art ihres Erfolgs angesichts des sportlichen Nichtaufstiegs für uns. Für manche sieht die goldene Ananas eben wie der Weltpokal aus. Wir gratulieren fair. Und freuen uns schon aufs nächste Jahr.

Fazit: Waren wir den Weinböhlaern in der Hinrunde spielerisch unterlegen und verloren zu Recht, lässt sich das für heute nicht unterschreiben. Die Gastgeber verließen sichzumeist auf ihre Zweikampfhärte. In der zweiten Hälfte kam von denen nicht mehr viel. Eine einzige Chance reichte aber, um den Sieg einzufahren. Im Grunde entschieden drei Gurken, davon zwei Eigentore, die Partie. Goppeln erarbeitete sich Möglichkeiten. Und wieder blieben sie ungenutzt. Was soll man sagen? Nehmen wir das Positive: Kaum Gemecker, Siegeswille von der Abwehr bis zum Sturm, bessere Spielanlagen, Chancenplus sowie  Ron und Udo, die sich als zusätzliche Wechsler in den Dienst der Truppe stellten. Danke dafür! Und das Negative: Ein Tor zu wenig geschossen. Unentschieden hätte uns gereicht. Nächste Woche ist spielfrei. Zeit genug, die nässenden Schürfwunden zärtlich von Mutti trockentupfen zu lassen.     

In eigener Sache: Das war der (vorläufig) letzte Spielbericht für die AH1 und mit großer Wahrscheinlichkeit der letzte in dieser Saison. Aus gesundheitlichen Gründen zieht sich der Chefkorrespondent nun zurück. Alle Einschätzungen wurden stets investigativ recherchiert und in großer Sachlichkeit ausformuliert. Schließlich ist der Berichterstatter in Personalunion auch der Erfinder des Fußballs, kennt selbstverständlich alle Regeln und Taktiken! Die Passagen sollten darüber hinaus zur allgemeinen Unterhaltung bei den AH’s im Gebergrund beitragen. Das haben sie. Aber offenbar häufig auch in der ganzen Staffel, wie das Feedback des heimischen und sogar manch traktierten Gastvereines auswies. So gab es am Ende nur wenige, bei denen die Nieren beim Lesen der Aussagen den Dienst quittieren wollten. Mit Rücksicht auf deren Gesundheit ist nun zum Glück Schluss. Sorgen könnte man sich allenfalls um das Zwerchfell der anderen Leser. Aber das Lachen als Medizin wird sowieso  überschätzt. Vielleicht findet sich ja eine(r), die/der sich versuchen möchte. Die selbsternannte graue Eminenz der AH-Spielberichte steht nun gern als Ratgeber bereit. In diesem Sinne allen Fußballern und Lesern noch viel Glück in der Saison…  

Aufstellung: Lindner - Schwarz, Neumann, Auerswald, Leonardi - Zschiedrich (62. Schulze), Wange (46. Oertel), Sandig N., Mann - Müller (75. Sandig, M.), Kunze +++ Steinigen, Grahnert

Tore: 1:0 (18.) Häschel (ET), 1:1 (30.) Linder (ET), 2:1 (56.) Klawa 

Bericht: Falk Lösch

 

SG Gebergrund Goppeln AH1 – SG Motor Trachenberge AH 16.4.2016 3:0 (1:0)

Sujet über „ Langholz, Gequatsche und Erfolg“ oder „Roter Frontkämpferbund stand anfänglich im Regen“

Nicht „Spaniens Himmel breitete seine Sterne…“ sondern Dresdens Kälte ihren Regen über unsere heimgekehrten Kämpfer vom Jägerpark aus. Die durften  endlich mal wieder vor heimischer Kulisse schaulaufen. Zu Gast waren die Senioren aus Trachenberge. Das Hinspiel ging seinerzeit wacklig mit 4:2 an uns. Aufpassen und Wachau im Hinterkopf behalten, so die erste Ansage. Personell waren ein paar Rekonvaleszenten und Arbeitsausfälle wieder mit an Bord. Coach Wilde konnte also schöpfen. Aus dem Vollen und das Regenwasser aus der Kapuze.

Anders als allgemein üblich wurden schon vor der Partie und innerhalb der roten Brigade die Trikots getauscht. Grund waren Protokollpobleme durch die Mitropa-Aschenbecher, die der Trainer im Kassengestell auf der Nase trug. Oder eben nicht. Dann begann das, na wollen wir es zunächst noch nicht Spiel nennen. Nasser Kunstrasen, schneller Ball, etwas langsamere Spieler, Kommentarfunktion auf Automatikbetrieb. Auf beiden Seiten. Wenn man das von den Gästen vielleicht etwas erwartete, so wunderten sich die beschirmten Schlachtenbummler aus Goppeln zumeist kopfschüttelnd über die Eigenen. Unser roter Frontkämpferbund stand ordentlich im Regen. Statt von hinten vernünftig aufzubauen, den freien Mann zu suchen, wurde viel zu oft per Langholz nach vorn auf die gedeckten Stürmer oder den lieben Gott gekloppt. Vor allem letzterer war anderweitig beschäftigt und der Sturmtank und die Kaugummitöppe kamen nicht wirklich von den Gegenspielern weg. Kiwi, der wieder für die angeschlagene Holzkatze das Tor hütete, freundete sich mit der nasshaarigen Langeweile an. Wurde aber keine Liebesbeziehung zwischen den beiden. Denn die Trachenberger starteten bemerkenswert in die Partie. Sie spielten in der ersten Hälfte sogar etwas gefälliger als Goppeln. Das muss man sagen. Zum Glück ohne Fortuna und ohne Zwingendes. Die Verteidigung musste vom Mittelfeld unterstützt werden, was unserem Spiel nach vorn nicht gut tat. Die Goppelner fanden anfänglich überhaupt kein Mittel, um die Defensive der Gäste zu knacken. Dafür fanden einige Zeit, Fehlabspiele und Fehlentscheidungen in einberufener Therapierunde zu erörtern. Nach dem Gesetz des Murphy ist immer der andere Schuld. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fres… halten! Sagt man das so? Leute, rückt doch einfach zusammen! In der 30. Minute sprach der Unparteiische dann Goppeln einen Freistoß zu. Rund 20 Meter vom Tor entfernt, eine Sache für einen Linksbeiner. Überraschend überließ Nico der Kaugummitöppe das Leder und der lupfte das Ding gefühlvoll rechts halbhoch über die Mauer zum 1:0 für die Rotgardisten. Sauber! Der nächste Höhepunkt war schon der  Pausenpfiff des Schiedsrichters. Wir halten fest, die Gäste hatten etwas mehr vom Spiel, aber keine Chance, Goppeln hatte keine Chance, aber schon ein Tor.

In der Kabine verstärkte der Verantwortliche seine natürliche Stimme um etliche Dezibel. Mega-fon ist bei dem Mega-out. Und dann ist wichtig: Bloß nicht widersprechen, sonst geht es auf ganz dünnes Eis. Thomas Mittelfeldachse kam nach der Pullerpause für Einaugen-René, der in Hälfte eins oft nach hinten ackern musste. Mit neuen Vorsätzen und Ansätzen marschierten die Rotgardisten zurück ins Feld.

Es dauerte noch eine Weile, bis die Männer in karminrot gute Chancen kreierten. Aber dann kamen sie beinahe im Fünf-Minuten-Takt. Und unser Spiel verdiente sich jetzt auch seinen Namen. Bei Zeit 55 donnerte Nico einen oben links ins Eck, der Trachenberge-Hüter kam tatsächlich mit den Fingern noch dran und kratzte. Bei 60, 64 und 66 ging der Kaugummilatsch auf und davon oder bekam vom Sturmtank serviert. Immer hatte der Hüter seine Griffel noch dran oder stand im Weg. Der hielt seine Truppe wahrhaft im Spiel. Aber die Gäste hatten ihre Offensiv-Munition schon verschossen, was den Roten mehr Räume eröffnete. Hackepeter kam für Aui und bisschen später Limetten-Fred für den manchmal verbal recht aktiven Nichtraucherfrank. Bei 68 wurschtelte sich der Sturmtank über links zur Grundlinie durch und bediente mustergültig den zentral eingelaufenen Henne, der sich das 2:0 nun auf die große Zehe tätowieren darf. Und als bei 79 der Maik selber wollte und die Kanonenkugel unter links reindrosch, war auch dem guten Torhüter der Gäste endgültig klar, dass man sich für die gezeigte Leistung nicht belohnen würde. Viel passierte nicht mehr. Außer vielleicht, dass bei aufkommendem Wind das Feldschlösschen-Logo beinahe vom Gastro-Schirm gepurzelt wäre. Als dann der gelbe Mann in die Pfeife blies, waren beide Mannschaften anscheinend mit dem Ergebnis zufrieden.

Fazit: So lange die Gäste noch eine Patrone im Lauf hatten, konnten die Goppelner deren Fahne nicht erobern. Spätestens in Hälfte zwei wurde die Sache aber klar. Die Chancen sprachen für sich. Mit 3:0 waren die Gäste letztlich gut bedient, aber angesichts der besseren ersten Hälfte ist das absolut in Ordnung. Durch die unerwartete Niederlage von Weinböhla steht Goppeln vorerst auf dem 2. Tabellenplatz. Ob wir uns noch der Weinböhlaer Entscheidung anschließen, steht nicht fest. Unsere sportlichen Angstgegner kommen ja ohnehin noch. Helios spielt diese Saison sowieso in einer anderen Liga.

Aufstellung: Lindner - Schwarz, Schulze (79. Sandig M.), Auerswald (68. Müller), Leonardi (85. Zastrow) - Zschiedrich, Oertel (46. Wange), Sandig N., Mann - Richter, Kunze +++ Steinigen

Tore: 1:0 (30.) Kunze, 2:0 (68.) Mann, 3:0 (79.) Richter 

Bericht: Falk Lösch

 

SC Borea AH – SG Gebergrund Goppeln AH1 9.4.2016 3:4 (3:3)

Geschlossene Mannschaftsleistung erkämpft drei Punkte bei Nordlichtern

Nach dem blutarmen Auftritt am letzten Sonntag in Wachau stand heute das Gastspiel beim starken Tabellennachbarn vom Jägerpark an.  Es war klar, mit der zuletzt gezeigten Leistung würde es heute eine Packung geben. Die Vorzeichen verhießen nichts gutes. Der Coach musste kurzfristig viele Leistungsträger ersetzen und griff - nicht abwertend gemeint - auf das personell (vor)letzte und leider auch angeschlagene Aufgebot zurück.  Aber was die Jungs dann in den Kunstrasen hämmerten, war aller Ehren wert. Was für ein Kampfgeist!

Ausgestattet mit leckerem Dünnkaffe in Plastebechern, der ungastlich im vollautomatischen Selbstbedienungscasino von Borea destilliert wurde, trottete das Trainerteam aus Goppeln mürrisch an den Spielfeldrand. Kiwi musste die kurzfristig ausgefallene Holzkatze im Tor ersetzen. Renè und Ron gingen nach ihrer Genesung sichtbar angeschlagen in die Partie, Henne noch mit Knieschäden und Hackepeter ist ja per se in Quarantäne. Dazu hatte Dani-Sahne weiterhin eine verzerrte Leiste. Alles keine guten Vorzeichen. Borea schien aber auch nicht alle beisammen zu haben. Dafür bedienten sie sich mit dem 6er Tewe aus der ersten Männermannschaft. Dazu gruppierte sich die Fraktion unserer russisch sprechenden Freunde um Kapitän Gaunitz. Im Tor stand der Exil-Goppelner Robert P. Die wollten also gewinnen, wir wären mit einem Unentschieden nicht unzufrieden.

Es waren aber die Gäste, die gleich mal wie die Feuerwehr begannen. Schon nach drei Minuten setzte Nico mit einem schönen Schuss und dem 1:0 ein schrillendes Sondersignal. Angespielt von Nichtraucherfrank, der heute als Vorstopper agierte und in dieser Situation eine gute Spieleröffnung zelebrierte. Dafür ackerte Zschiedi auf der rechten Außenbahn. Und schon eine Minute später wurde der Hackepeter perfekt von der Kaugummitöppe in Szene gesetzt. Oben links zappelte der Ball im Borea-Netz. 2:0 nach vier Minuten. Die Trainer beider Seiten rieben sich die verkaterten Augen. Was war das denn? Dann kam Borea besser ins Spiel. Beide Teams schenkten sich nichts, spielten nun auf Augenhöhe. Nach 18 Minuten dann eine unübersichtliche Situation im Goppeln-Strafraum. Broll brachte das Leder in Kiwis Kiste unter. Der dritte Nachschuss saß leider. Allerdings hätte der Unparteiische auch abpfeifen können. Bei der ersten Aktion wurde unser Hüter im Fünfer attackiert. Tatsachenentscheidung. Ist halt so. Nur noch 2:1. Gleich drei Minuten später der Ausgleich. Ein Freistoß von Maslov landete direkt rechts unten im Tor. Borea jetzt am Drücker, die Partie drohte zu kippen. Der Coach säuselte, er habe irgendwie das Gefühl, wir gewinnen den Hader heute. Hä? In welche trübe Glaskugel sieht der gerade? Borea am Drücker, zwei Tore aufgeholt und der sagt sowas? Der Gedanke ließ sich nicht weiter vertiefen. Die Torfolge blieb dicht. Nach weiteren zwei Zeigerumdrehungen wurde der Kaugummi-Ralph unsanft im Borea-Strafraum in die Horizontale befördert. Den fälligen Elfer setzte Nico in die Maschen zur erneuten Führung. Borea gab sich lange nicht geschlagen. Ein paar Fouls und gelbe Karten auf beiden Seiten folgten. Nicht dramatisch, eher Zeichen des harten Kampfes. In Minute 27 drosch Gaunitz allein aus 16 Metern die Kugel ins Netz zum erneuten Ausgleich. Goppeln hoffte mehr als Borea auf die Erholungspause. Zumal Henne auch noch umknickte. Mist.

Der Arbeitskreis anonymer Fußballer fand gleich in einer Ecke des Platzes statt. Dazu wurden die herumliegenden Spieler mit verdünntem Apfelsaft gedopt. Eine schnelle erste Halbzeit forderte ihren Tribut. Jetzt ruhig spielen, mal auf einen Konter hoffen, so die Devise des Trainers. Mit den Worten „Kraft einteilen“ humpelte die halbe Mannschaft zurück aufs Feld.

Beide Teams waren in Hälfte zwei darauf bedacht, keinen weiteren Treffer zu kassieren. Weil auch bei Borea das Kraftwerk nun weniger Strom lieferte, wurde das Spiel unpräziser. Aber es blieb spannend und kampfbetont. Der vorbelastete Gaunitz hätte sich bei klar drüber gehaltenem Fuß gegen Zschiedi nicht über die Ampelkarte beschweren dürfen. Der Schieri blieb gnädig. Auch Leo hätte gelb sehen können. Als aber später Nico beim Weg aufs Tor vom letzten Borea-Mann klar von den Beinen gezerrt wurde, fielen dem Coach doch lautstark die Manschettenknöpfe aus dem Ärmel. Inzwischen fuhren beide Mannschaften längst auf Reserve. Kraftraubend schnell, obwohl der Platz eher klein war. Dann ging die Kaugummitöppe sensationell nach vorn und legte mustergültig wie mannschaftsdienlich quer. Und dort freute sich Zschiedi über sein leicht erzieltes Tor zum 4:3. 70 Minuten waren da gespielt. Borea nun wütend, die wollten nicht verlieren. Goppeln stemmte sich gegen den Ausgleich. Mit allem, was der Reifendruck noch hergab. Zehn Minuten vor Schluss hämmerte Nico einen an die Latte. Das wäre die Entscheidung gewesen. Schade. So packte Borea zum Schluss die Brechstange aus. Und hätte in der 87. beinahe noch den Ausgleich erzielt. Zum Glück schoss der Kollege den Ball aus 1,5 Metern präzise an den Pfosten. Glück gehabt, die berühmte „Fahrradkette“ hing heute im Jägerpark. Nach 93 Minuten erlöste der Unparteiische schließlich mit seinem Pfiff die Gäste aus Goppeln. Ein „Ihr könnt jetzt alle umfallen“ hätte aber auch gereicht. So revanchierten sich die Gäste für ihre Niederlage in der Hinrunde.  Sieht man die Chancen, war das 4:3 für Goppeln durchaus verdient. Vor allem aber erkämpft. Riesig, Männer!           

Fazit: Mit dem letzten Tropfen im Tank, zerschrammten Kotflügeln und platten Reifen schleppten sich die Goppelner heute als Sieger an der schwarz-weiß karierten Flagge vorbei. Was für ein Kampfgeist! Auch Ron, der als einziger Wechsler den nach einem ungeahndeten Foul in Gegners Strafraum deutlich gezeichneten Hackepeter ersetzte, trug seinen Teil bei. Dani biss auf die Zähne, Henne mit Knickfuß ebenso. René ackerte trotz Infektnachwirkung vorbildlich im Mittelfeld. Überhaupt, sie hingen sich rein. Aui, Leo, alle. Nico als agiler Dreh- und Angelpunkt. Der Kaugummilatsch heute bester Vorlagengeber. Wir dürfen stolz sein. Ansatzweise sah man sogar den verlorenen Spaß wieder. Das macht Laune. Vor allem, als anschließend das Goppelnlied die Katakomben von Borea erzittern ließ. Besorgniserregend bleiben nur die seherischen Fähigkeiten des Coaches, der das Ergebnis wieder mal rechtzeitig ankündigte. Der Mann macht mir Angst!  

Aufstellung: Lindner - Schwarz, Schulze, Auerswald, Leonardi - Zschiedrich, Oertel, Sandig N., Mann - Müller (66. Grahnert), Kunze

Tore: 0:1 (3.) Sandig N., 0:2 (4.) Müller, 1:2 (18.) Broll, 2:2 (21.) Maslov, 2:3 (23.) Sandig N. (FE), 3:3 (27.) Gaunitz, 3:4 (70.) Zschiedrich 

Bericht: Falk Lösch

TSV Wachau AH - SG Gebergrund Goppeln AH1 3.4.2016 4:4 (3:2)

Lustlos, planlos, sieglos oder "Arbeit schlägt Talent, wenn Talent nicht gut arbeitet"

Lange war unklar, ob das heutige Spiel überhaupt einen Bericht verdient hat. Aus Respekt für die Gastgeber sollte aber des Sängers Höflichkeit auch diesmal nicht schweigen. Selbst auf die Gefahr, das der Auslandskorrespondent dafür von den Seinigen geteert und gefedert wird.

Bei schönstem Frühlingswetter räumten die Wachauer nach nächtlicher Fete erstmal ihr Casino aus. Ob dabei auch Spieler noch rauspurzelten, entzieht sich jeder Kenntnis. Für die Landpartie der Goppelner Gäste würde es allemal reichen. Nostalgischen DDR-Charme versprühte das grüne Schild gleich am Eingang. "Fußballspielen verboten" stand da. Die Gäste hielten sich über 90 Minuten vorbildlich daran. Leider.

Coach Wilde konnte heute eine gute Aufstellung präsentieren. Es fehlten nur wenige Protagonisten. Die Vorzeichen waren somit klar. Der Dritte traf auf den Letzten. Also folgten klare Ansagen in der Kabine. (Welche Nummer hatte die eigentlich?) Ruhiges Spiel, kein Gequatsche, Standards vermeiden, Ball laufen lassen. Geschlossenes Nicken lies vermuten, dass die Basisbotschaften im Stammhirn angeklopft hatten. Die ersten fünf Spielminuten sah das auch annehmbar aus. Ein eher ungeschicktes Foul kurz vor dem Strafraum sollte den Wachauern in Minute neun eine erste Chance eröffnen. Heinrich verbrachte das Spielgerät in die rechte Ecke. An Mauer und Holzkatze vorbei. 1:0, Wachau. Die Goppelner kuckten verstört aus ihren roten Schlafanzügen. Dürfen die doch gar nicht! Landeier, Gummistiefelspieler, Antifußballer! Der Coach versuchte zu ordnen. Chancen hatte Goppeln auch. Sogar die besseren. Letztlich nicht die richtige Entscheidung getroffen. Erst nach 17 Zeigerumdrehungen setzte Henne erfolgreich einem abgewehrten Nico-Schuss nach. Ausgleich. Das Spiel wurde dadurch nicht besser. Was die Gäste vielleicht einen Tick ballsicherer waren, glichen die Gastgeber durch Kampfgeist aus. Oft nicht sauber, aber weißgott nicht schlimmer als andere Truppen. Die Schlafanzüge bettelten jetzt um eine weitere Herausforderung. Wachau nahm an. In der 27. Minute wehrte die Holzkatze einen ersten Schuss ab, aber Teuscher stocherte den zweiten Ball über die Linie zum 2:1 für Wachau. Dann folgten zunehmend verbale Nicklichkeiten. Irgendwie jeder mit jedem. Nach Fußball sah das alles immer noch nicht aus. Nach 37 Minuten wurde Henne dann - auch für den Schieri zu offensichtlich - mit beiden Händen umgerissen. Und weil der 13er Agrotechniker orientierungsarm im eigenen Straufraum zupfte, zeigte der gelbe Mann folgerichtig auf den Punkt. Nico glich souverän zum 2:2 aus. Bis zur 3. Liga nicht haltbar das Ding. Noch war nicht Halbzeit. Kurz vor dem Pfiff wieder ein unnötiger Freistoß für Wachau. Langer Ball, Schuss, abgewehrt, Schuss, drin. Mehr muss man nicht schreiben. Mit 3:2 wurden die Seiten gewechselt.

Vermutlich kam der Trainer eben vom Yoga oder Thai Chi. Anders ist jedenfalls kaum zu erklären, dass er während der Pause in sich gelassen auf seine Männers einredete. Obwohl er vermutlich jeden einzelnen gern in bester Origami-Manier sechzehnfach zusammengefaltet hätte. Insider vermuten, die Aussicht auf das Stück Kuchen nach der Partie hat ihm die Freude erhalten. Die zweite Hälfte glich der ersten, qualitätiv kontinuierlich nachlassend. Wachau wurde jetzt müder. In der 60. Minute behauptete sich die Kaugummitöppe an der Strafraumgrenze gegen drei Gegenspieler und kullerte das Leder in deren ganz linke Ecke. 3:3. Wach werden, noch eines! Die Partie dümpelte weiter. Goppeln versuchte sich, war konditionell besser, brachte aber wenig zustande. Wachau kämpfte, brachte auch wenig zustande. Exakt neun Minuten vor dem Ende des ziellosen rumrennens und geholzes endlich mal ein Freistoß für Goppeln in aussichtsreicher Position. Wieder Nico hämmerte aus etwa 20 Metern seinen ganzen Frust mit dem Ball ins Tor. Die Führung brauchen wir jetzt nur noch über die Ziellinie zu retten. Die Wachauer waren sichtlich angenockt, kurz vor der Aufgabe. Aber erst wenn der Boxer auf den Brettern liegt, wird der Arm des Siegers gehoben. So weit war es nicht. Und wieder bewahrheitete sich die ultimative Weisheit des Sepp Herberger: Ein Spiel dauert 90 Minuten. Und so gurkten die Wachauer doch tatsächlich in der allerletzten Spielminute noch eine Bogenlampe aus 40 Metern in die lange Ecke. Vorbei an den langen Gesichtern der Goppelner und der hier sichtbar unglücklich agierenden Holzkatze. Ausgleich. Schluss.

Fazit: Die Punkteteilung geht in Ordnung. Eher haben wir heute eine Punkt gewonnen als zwei verschenkt. Unser blutarmer Auftritt reichte nicht einmal für das Tabellenschlusslicht. Klar, die Wachauer gingen ordentlich zur Sache. Manche, wie der verwirrte 13er, der mit "TESTFI...." seinen einzigen großen Lebenstraum auf dem durchgeschwitzen T-Shirt zur Schau stellte, waren von gutem Fußball so weit entfernt wie Königspinguine vom Nordpol (Insiderwissen!). Aber das darf keine Ausrede für unsere Vorstellung sein. Und die Unruhe in den eigenen Reihen sorgte allenthalben für weitere Verunsicherung. Nicht einer, der heute keinen gebrauchten Tag erwischte. Klar, das gibt es. Aber bei uns ist es leider eine Tendenz. Es verstärkt sich das Gefühl, wir sehen die Spiele als lästiges Übel, das am Wochenende noch schnell abgehakt werden muss.  Irgendwie so: Müll rausgebracht (x) - Einkaufen gewesen (x) - Schwiegermutter besucht (x) - Fußball gespielt (x) - Familienspaziergang (?)... Wo ist nur unsere Lust auf geile Spiele, wo ist unser Teamgeist, wo der Spaß, der Zusammenhalt, das Miteinander? Und ja, ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss. Aber wir verpassen zur Zeit komplett den Absprung. Es ist für den Coach aktuelle Herausforderung, den Spaß in die Mannschaft zurückzuholen. Aber das müssen die alten Herren vor allem selbst auch wollen - im Training wie im Spiel.

Aufstellung: Steinigen - Schwarz, Schulze (32. Oertel), Auerswald, Zschiedrich - Mann, Sandig N., Wange, Sandig M. (70. Friedrich) - Müller (84. Leonardi), Kunze +++ Zastrow

Tore: 1:0 (9.) Herrich, 1:1 (17.) Mann, 2:1 (27.) Teuscher, 2:2 (37.) Sandig N. (FE), 3:2 (45.) Teuscher, 3:3 (60.) Kunze, 3:4 (81.) Sandig N., 4:4 (90.) Herrich 

SG Gebergrund Goppeln AH - Hainsberger SV AH 19.03.2016 (n.A. Gast)

Zwei Siege ohne Wert am grünen Tisch

Personalprobleme bei den Gästen aus Hainsberg verhinderten auch das angesetzte Rückspiel an der Wittgensdorfer Straße. Bereits in der Hinrunde sagten die Freitaler die Partie gegen uns ab. Nun haben wir zweimal am grünen Tisch gewonnen. Sportlichen Wert hat das Ganze leider nicht. Ausgerechnet zweimal gegen uns fehlte denen die Sollstärke. Sinnieren kann man, ob wir die Partien siegreich gestaltet hätten und wenn ja, in welcher Höhe. Ebenso ist es müßig, ob das Torverhältnis dadurch verzerrt wird. Was bleibt sind sechs geschenkte Punkte und 4:0 Tore. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Schade. Die Hainsberger erwiesen sich immer als recht ordentliche Kontrahenten. Die Goppelner Altherren können somit ihre Blessuren auskurieren. Aber gut für den sportlichen Rhythmus ist es sicher nicht. 

Fazit: Nach der Zwangspause geht es am 3. April zum TSV Wachau. Das Schlusslicht sollten wir aber sportlich ernst nehmen. Die waren nicht so schlecht, wie es die Tabelle aussagt. Das hatten wir im Hinspiel gesehen. Und diesmal sind wir die Gäste.                             

SPG Possendorf/Stahl Freital AH – SG Gebergrund Goppeln AH 12.03.2016 0:4 (0:1)

Verkehrte Welt...oder von Nummernproblemen, Tortenkerzen und dicken Brocken

Bei recht ungemütlichem Wetter trafen unsere Teilleister vom Gebergrund heute auf die sauber in stahlgrau gekleideten Kontrahenten von Possendorf/Freital. Gespielt wurde auf dem Kunstrasenplatz am Freitaler Burgwartsberg, bestens bekannt noch aus unserer Zeit im Weißeritzkreis. Die Vorzeichen waren klar, Goppeln übernahm hier die Favoritenrolle. Zumal die Stahlgrauen eine halbe Stunde in Unterzahl spielten und dann den einzigen als Wechsler auf dem Protokoll geführten Ballvirtuosen zur Sollstärke hinzufügten.     

Goppeln konnte einige Fehlstellen kompensieren. Auf dem Zettel hatten wir ordentlich Leute. Neben Reservehüter Kiwi standen noch „Nasenkopfball-Zassi“, „Homepage-Maler Haubi“ und „Schwingtür-Philipp“ bereit. Besten Dank dafür, wir hatten also die besseren Karten. Der Coach forderte konzentriertes Spiel ein. Die Betonung lag auf dem Attribut. Hä? Attribut? Ja, auf  KONZENTRIERT! Wie üblich ignorierten die Kollegen erfolgreich des Trainers verbale Hilfestellung. Der Kick sah grauenvoll aus. Zwar waren die Gäste von der Wittgensdorfer anfangs nicht nur wegen der numerischen Überlegenheit am Drücker. Aber die Zuspiele und die Abschlüsse waren nicht konzentriert. Irgendwie spielten wir verkehrte Welt: Wenn ein Schuss nötig war, wurde vom Elfmeterpunkt lieber nochmal nach außen gespielt, wenn die Flanke das probate Mittel gewesen wäre, wurde aus spitzestem Winkel draufgehalten und gespielt wurde stets über die zugestellte Seite. Hinten dribbelte Dani-Sahne als letzter Mann, vorn vergeigten Nico, Kaugummi-Lewandowski und der Hackepeter verschiedene Situationen. Die Stählernen hätten durchaus schon zwei bis drei Buden kassieren können. Hätten. Der Platz sei rutschig gewesen. Gut, da war beispielsweise der Gastgeber-10er, der von Gewichtes wegen knöcheltief im schwarzgranulieren Kunstrasen steckte, eindeutig im Vorteil. Trotzdem keine Entschuldigung. Die Freitaler standen tief und versuchten ihr Glück mit langen Bällen in die Spitze. Gefährlich wurden sie bei Standards. Da sah man Qualität. In der 39. Spielminute machte der Kaugummispieler den ersten Treffer der Partie aus zentraler Position, schön bedient von Nico. Kurz vor der Pause noch eine Zittereinlage, als der Freitaler 10er, aus welchen Gründen auch immer, kurz außerhalb des Strafraumes einen Freistoß zugesprochen bekam. Der flatterte wie vom „Vorherseher-Trainer“ prognostiziert in die Kurze. Aber die Holzkatze passte gut auf und fischte die Murmel noch Klasse aus dem Angel. Dann bat Schieri-„Die Nummer ist mir nicht wichtig“-Glöckner zum 5-minütigen Gepäckmarsch ins Freitaler Hauptquartier.

Wir hatten eindeutig das falsche Zimmer. Nummer „3“ stand da am abplatzenden Sperrholz. Na also,  deshalb! Der Coach hatte sich die Stimmbänder schon am Spielfeldrand wund gebrüllt. In der Kabine schlug er nun etwas leisere Töne an. Wir waren überlegen und führten 1:0. Jetzt wie gegen Heidenau in Hälfte zwei noch bisschen Präzision, dann wird das schon.

Und es begann nicht schlecht. Schon drei Minuten nach Wiederanpfiff erkämpfte sich „Schichtführer-Mario“ das Runde und legte mustergültig auf den Kaugummilatsch. Mit einem „Dankeschön“ auf den Lippen versenkte der die Murmel im Freitaler Tor. Leider verflachte unser Spiel danach und die Gastgeber kamen ihrerseits besser in die Partie. Mehr noch, sie machten jetzt das Spiel und drängten die Goppelner wenig gastfreundlich in die Defensive. Verkehrte Welt. Dann wurde es kurios. In Minute 63. stand plötzlich deren 9er Schulz zum Einwechseln bereit. Laut Protokoll spielte der aber schon von Anfang an. Schieri Glöckner notierte mangels Alternative auf seiner Fahrkarte den schon im Feld stehenden 13er als Neuzugang. Hä? Was’n das? Der informative Hinweis vom Coach wurde zur Kenntnis genommen. Bei den AH’s sei das mit dem Protokoll ja gar nicht wichtig. Hauptsache die Spieler kommen in Strümpfen ohne Löcher. Oder so ähnlich. Dafür erläuterte der Stahl-Käpt’n gegenüber Coach Wilde alle Facetten einer missglückten Kinderstube, wofür der Angesprochene nur enttäuschend wenig Interesse zeigte. Überhaupt waren einzelne Freitaler Spielbeobachtern offenbar nicht die hellsten Kerzen auf der Torte. Dann ging es weiter. Der falsche 9er sorgte für weitere Gefahr bei den immer mehr für das Spiel machenden Gastgebern. Vor allem dessen Freistöße waren Striche auf der Landkarte. Aber die Holzkatze hielt die Kiste sauber. Unsere Abwehr schwamm gelegentlich, ging aber nie unter. Dani-Sahne schonte keine Leiste, Aui und Schulle blieben sehr solide beim Abräumen auf den Außenbahnen. Nun spielten wir verkehrte Welt. Freital versuchte sich nach vorn, wir machten die Tore. In der 75. Minute servierte der Kaugummi-Ralph einen für Nico, der mit seiner legendären rechten Klebe den Ball an den linken Innenpfosten kullerte und von dort landete das Spielgerät im Tor der Gastgeber. Puh, wichtig, 3:0. Eine Zeigerumdrehung danach kam Kiwi für den noch immer bisschen am Knie lädierten Henne. Den brauchen wir fit beim Heimspiel gegen Hainsberg, deshalb ging der Coach heute lieber auf Nummer sicher. Kiwi übernahm 1:1 auf links außen. Die Grauen versuchten sich weiterhin druckvoll und torlos. Kurz vor Schluss machte Thomas „die Mittelfeldachse“, der wie Nico ackerte und auf die Socken bekam, mit dem schön verwandelten 4:0 den Deckel drauf.

Fazit: Überlegen waren wir heute in der ersten Hälfte, erfolgreicher in der zweiten. Freital erwies sich als dickerer Brocken als vermutet. Die brachen mit zunehmender Spieldauer auch nicht ein. Der Sieg geht dennoch in Ordnung, wenngleich er von den Spielanteilen bisschen zu hoch schien. Wir waren heute im Abschluss unter den Blinden die Einäugigen. Bei aller scharfzüngigen  Kritik an unserem Team: wir haben überhaupt nicht schön gespielt, aber erfolgreich. Wie oft war das andersrum? Also ich quäle mich lieber optisch durch die Halbzeiten, wenn das Nummerngirl am Ende mit der höheren Toranzahl für uns mit dem Hintern durch den Ring wackelt. Mit Rücksicht auf das Nervenkostüm des Cheftrainers darf die Truppe aber gern auch erfolgreich und schön spielen. Nächste Woche kommen die anderen Freitaler, mit oder ohne Seifert. Die werden wir mal fragen, ob sie im Protokoll auch für großzügige Rundungstoleranzen bei der Nummernvergabe sind. Also wie früher: es spielt mit, wer ein sauberes Trikot in der richtigen Farbe abbekommt. So könnten wir uns diesen unverständlichen neumodischen Kram wie Spielerpass, Computer und Internet sparen. Den Vereins-Finanzer würde es freuen… ;-)                               

Aufstellung: Steinigen - Schwarz, Auerswald, Schulze, Zschiedrich - Mann (75. Lindner), Wange, N. Sandig, M. Sandig, - Kunze, Müller +++ Zastrow, Haubold, Mammsch

Tore: 1:0 (39.) Kunze, 2:0 (48.) Kunze, 3:0 (75.) N. Sandig, 4:0 (88.) Wange

Bericht: Falk Lösch

5.3.2016 SG Gebergrund Goppeln AH1 - Heidenauer SV AH 9:2 (2:2)

Pflichtsieg nach schläfrigem Beginn - Kaugummitöppe mit fünf Buden

Im ersten Spiel nach der trainingsarmen Winterpause sollte man nicht zuviel erwarten. Die Kontrahenten leiden allerdings unter den gleichen Symptomen. So trafen die Goppelner heute bei tiefstehender Frühlingssonne auf den Heidenauer SV. Wir erinnern uns an ein zähes Hinspiel. Am Ende 2:1 gewonnen, tausend liegengelassene Chancen. Das sollte heute anders werden. Begann gleich gut. Die Goppelner durften sich nochmal umziehen, nachdem die Gäste in ungewohnt roten Trikots aufliefen. Diese Psychotrickser!

Coach Wilde erhielt heute Zugriff auf eine gut aufgestellte Truppe mit vielen Wechseloptionen. Frank "jetzt rauchfrei" kam zu seinem Punktspieldebüt für Goppeln. Die übernahmen zunächst die Initiative. In der 7. Minute spielte Dani Sahne einen tollen langen Pass, den der rennende Hackepeter noch in der Luft mit "der ist guuut" lautstark anbrüllte. Nach einem Aufbumser versenkte er das Spielgerät aus halbrechts in die lange Ecke. Führung. Planmäßig. Leider nur kurz. Der Sekundenzeiger hatte kaum zur Überrundung angesetzt, als sich die Defensive ins Traumzauberland verabschiedet hatte. Einen Schuss konnte die Holzkatze parieren, musste aber prallen lassen. Den nachsetzender 10er der Gäste strafte das Abwehrmanagement mit kollektiver Missachtung. Ausgleich. Dann Schrecksekunde in der 22. Minute: Die Holkatze knallte mit der Schulter an den Pfosten. So durfte Kiwi in die Kiste, die Holzkatze bekam zum Trost einen Kühlbeutel. Mit dem ungefähren Gegenteil von spielerischer Qualität schleppten sich die Goppelner durch die erste Halbzeit, agierten mit der Knöchelbeweglichkeit eines Abfahrtsläufers und strahlten die Souveränität von Jugendlichen vor dem allerersten Beischlaf aus. Das muss man schreiben dürfen! Ein Tag an dem wenig ging. Wir nehmen heute auch jedes "dreckige" Tor. In Minute 38. trat Nico einen Freistoß von etwa 30 Metern halbrechts. Statt einer Flanke wurde es ein Direktschuss. Der Gästehüter - na, sagen wir - er bemühte sich. Der Ball war im Netz. Die Führung diesmal wenigstens vier Minuten. Kurz vor der Pause sah der Schieri eine Hand von Dani Sahne am Spielgerät. Im Strafraum. Der Sünder dementierte heftig, der Unparteiische setzte seine Meinung aber durch und der Schütze verwandelte zum erneuten Ausgleich. Schade, Kiwi hatte die Ecke geahnt.  

Mit einem nicht unverdienten 2:2 trotteten die Teams zur Atempause in die altersgerecht temperierte Kellerwohnung an der Wittgensdorfer. Der Coach blieb in "Zimmer 6"erstaunlich ruhig. Nützt ja nix, das Spiel sah jeder selbst. Situationen wurden analysiert, alle bekamen bisschen Fett weg, dann wurde durchgewechselt. Aui durfte hinten für Frieder ran, der Kaugummilatsch substituierte den Hackepeter und der gerade aus dem VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Suhl angereiste Sturmtank ersetzte die Pferdelunge. Strukturierter spielen, dem Gegner weniger Räume lassen und wach bleiben, so stellte sich der Trainer die zweite Hälfte vor.  Es dauerte auch nur zwei Minuten, bis der Kaugummi-Ralph in der 47. mit einem abgefälschten Schuss seine Farben wieder in Führung brachte. Viel Glück dabei. Nehmen wir dankend an. Und nur weitere zwei Minuten später bekam er einen langen Ball serviert, den er - diesmal ohne Glück sondern mit Verstand - am Gästehüter zum 4:2 vorbeischob. Die Heidenauer Gegenwehr ließ nun etwas nach. Spätestens in Minute 58. machte Henne mit einem Sturmlauf über links und dem 5:2 die Sache klar. Die Heidenauer reklamierten Abseits, hatten aber ebenso wie Dani Sahne gegenüber dem Unparteiischen die schlechteren Argumente. Goppeln jetzt besser und dominierender. Mootzl war inzwischen für den angeschlagenen Kuchenesser gekommen. Nach 70 Minuten stocherte der Kaugummi-Ralph einen abgewehrten Nico-Schuss über die Linie zum 6:2. In der 81. und 83. ließ er gleich noch zwei Treffer folgen und vollendete damit seinen lupenreinen Hattrick. Für Heidenau wurde es jetzt ziemlich desaströs. Die hatten sich anfangs gar nicht schlecht verkauft. Als dann Nico nach schöner Hereingabe von Maik in der vorletzten Spielminute das 9:2 auf die Anzeigetafel nagelte, war das gleichzeitig der Endstand.

Fazit: Nach der Winterpause legte Goppeln vor allem in der ersten Halbzeit einen recht unstrukturierten Auftakt hin. Nicht umsonst fordert der Teamchef immer wieder die Trainingsbeteiligung ein. Sportfreunde, wir erkennen Defizite! Positiv ist, dass sich die Truppe im Laufe des Spiels immer besser gefunden hat. Der Kaugummi-Ralph machte mit Hilfe seiner Mitspieler in einem Durchgang fünf Buden und Nichtraucher-Frank debütierte respektabel. Die Heidenauer Gäste verkauften sich ordentlich, am Ende hätte das Ergebnis wegen weiterer guter Chancen der Hausherren auch zweistellig ausfallen können. Nach drei Niederlagen in den letzten Spielen war der Sieg wichtig für das Selbstvertrauen. Auch wenn es anfangs nicht so aussah. Die Gradmesser aus der oberen Tabellenhälfte werden aber mit unserer heutigen Leistung nicht zu bezwingen sein. Zwei Fragen bleiben ungeklärt: Warum hat Weinböhla auf das mögliche Aufstiegsrecht verzichtet und wer bitte ist Robert Lewandowski? Wir haben die Kaugummitöppe. (FL)

Aufstellung: Steinigen (22. Lindner) - Schwarz (70. Mootz), Leonardi, Friedrich (46. Auerswald), Zschiedrich (46. Richter) - Mann, N. Sandig, Wange, Schulze - Oertel, Müller (46. Kunze)

Tore: 1:0 (7.) Müller, 1:1 (8.) Schott, 2:1 (38.) N. Sandig, 2:2 FE (41.) Schmidt, 3:2 (47.) Kunze, 4:2 (49.) Kunze, 5:2 (58.) Mann, 6:2 (70.) Kunze, 7:2 (81.) Kunze, 8:2 (83.) Kunze, 9:2 (89.) N. Sandig 

Bericht: Falk Lösch

12.12.2015 SG Gebergrund Goppeln AH1 - SC Borea Dresden AH 2:3 (2:2)

Angekommen in der Realität - Borea zunächst mit gefälligerem Spiel

Nach der nicht unverdienten Klatsche gegen Helios in der Vorwoche wollten die Gastgeber heute wenigstens im Nachholer gegen Borea Punkte holen. Einigermaßen komplett trafen sich zwei Teams auf Tabellenplätzen hinter der Spitze. Bei Borea war ein bei uns sehr gut bekannter Keeper, ein Gaunitz, die Fraktion der russisch sprechenden Kicker und drei Spieler des Stadtliga-Freizeitteams am Start. Dafür pausierte "Du-hast-die-Haare-schön"-Brolli verletzungsbedingt. Bei Goppeln fehlten Ron, Muffel-Tilo und die Mittelfeldachse, dafür meldeten sich Klemmrücken-Udo, der Sturmpanzerfahrer und für die Bank auch Dani-Sahne-Kuchenesser zurück. 

Das Spiel begann zerfahren. Zumindest beim Heimteam. Durch Fehlpässe und falsches Stellungsspiel machte man sich das Leben unnötig schwer und musste zu viele Wege gehen. Borea spielte besser miteinander und kam so gefährlich oft vor das Tor von Klemmrücken-Udo, der dazu noch direkt in die tiefstehende Dezembersonne guckte. Was zu halten war, hatte er aber. In der 22. Minute standen die Goppelner im Sechzehner einmal mehr zu weit weg von ihren Gegenspielern, was Borea mit dem 0:1 durch Reinisch in die rechte obere Ecke bestrafte. Nicht zu halten das Ding. Noch wusste Goppeln eine Antwort. Im Grunde das erste gute Zuspiel in der Partie veredelte Nico mit einem Flachschuss in die linke Ecke zum Ausgleich. Aber Borea spielerisch einfach gefälliger. Deren Pässe kamen häufiger an, Goppeln agierte da überhaupt nicht am Mann. Man wartete lieber, bis der Gegner abgespielt hat. Es fehlte das Stellungsspiel, der Zugriff und nach Balleroberung der erste präzise Kurzpass. Sah nicht wirklich nach Fußball aus. In der 41. Minute nutzte Gaunitz die Goppelner Verwirrung, um unbedrängt einen hohen Ball seelenruhig einzunicken. Doch wieder kam Goppeln zurück. Kaum vier Minuten später entschied der Unparteiische auf Strafstoß für Goppeln. Mario wurde durch ein langes und gestrecktes Bein am Schuss gehindert. Muss man geben und die Proteste von Seiten Borea waren überschaubar. Nico meißelte die Kuller wieder unten ein. Ausgleich. Halbzeit.

Die Pausenansprache des Coaches war nicht nett. Selbstverständlich hält er seinen Jungs einen passenden Spiegel vor die Nase. Was mancher dort sieht, ist eben nicht immer schön. Nicht jeder ist ein Schneewittchen! Oder vielleicht einige doch. Männers, das müssen wir abkönnen! Dafür stellt sich der "Alte" ja mit uns Woche für Woche auf den Kunstrasen. Alte Regel: Gewitter reinigen. Und siehe da, die zweite Hälfte war deutlich besser. Zumindest im Zusammenspiel und Zweikampf war man nun mit Borea auf Augenhöhe. Was fehlte, war der Erfolg. Hatte Goppeln aus Hälfte eins im Grunde aus drei Chancen zwei Tore geschossen, erspielten sich die Blauen jetzt mehr Möglichkeiten. Leider wurden die versemmelt. Ja, sogar vom Panzerfahrer. Oder sie wurden Beute des Ex-Goppelner Popelka, der seinen Borea-Kasten auch gut behütete. In der 55. Minute dann die kalte Dusche. Um die Elferbilanz auszugleichen, gab der Schieri nun Strafstoß für Borea. René hatte sich deren Angreifer in der Weg gestellt. Auch Goppeln diskutierte nicht übermäßig. Tatsachenentscheidungen! Ist halt so. Bickenhain ließ Klemmrücken-Udo keine Chane. Wieder Rückstand. Mist. Aber die Gastgeber jetzt wesentlich agiler. Zwischenzeitlich gab es beiderseits einige Wechsel, bei Goppeln durfte auch Dani-Sahne-Kuchenesser sein Comeback feiern. Zwei Hochkaräter für Goppeln konnte die Abteilung Atacke allerdings nicht verwandeln. Borea verlegte sich jetzt mehr auf das Konterspiel und versuchte das Resultat über die Runden zu bringen. Goppeln spielte nach vorn und machte mehr Druck. Aber die letzte Präzision fehlte, so dass immer ein Gegnerbein dazwischen gehalten wurde. Oder die Schüsse gingen in die dritte Etage. Eben als man dachte, es sei nur eine Frage der Zeit, pfiff der Unparteiische etwas überpünktlich zum Jahresend-Feierabend. Wollte wohl noch zum Geschenkekauf. Nach freundlichem Händeschütteln gingen die Kontrahenten zum letzten "Sportplatzduschen" für dieses Jahr.

Fazit: Goppeln findet sich nach dem nächsten verlorenen Spiel auf dem Boden der Realität wieder und auch der allerletzte Träumer dürfte nun unsanft geweckt sein. Und ehrlich - es reicht spielerisch einfach nicht für ganz oben. Tatsache ist, wir haben gegen alle Teams von Platz 1 bis 5 verloren. Vielleicht sollten wir uns im einzelnen mal hinterfragen, ob es fehlendes Talent, Nervosität, Trainingsbeteiligung, Verletzungssorgen, falsche Schuhe, Kunstrasenhuckel, fehlerhaftes Zeitmanagement oder sonstwas ist. Na klar, wir reden über Freizeitsport. Und Familie, Arbeit etc. gibt's auch noch. Keine Frage. Bisschen Ehrgeiz sollten wir uns dennoch bewahren. Und vor allem den Spaß im Team. Da waren durchaus Defizite erkennbar. Dass die Boreaner drei höherklassige Spieler einsetzten, relativiert die Sache bisschen. Wer weiß, ob das überhaupt legal war. So verabschieden wir uns mit einem guten dritten Platz in die Saisonhalbzeit und haben im Moment überhaupt keinen Druck in Bezug auf den Abstieg. Wer hätte das zu Beginn in der neuen Spielklasse gedacht? Jetzt gilt es bisschen runterzufahren, mal die Feiertage zu genießen und dabei fit zu bleiben. Gänsebraten? Fehlanzeige. Weihnachten sind Gemüse-Müsli und schmackhafter Tofu-Braten angesagt! Achso, für die Rückrunde gibt es nur noch Auswärtsspiele. Da sind wir offenbar erfolgreicher.

Allen zunächst einen fröhlichen, friedlichen, gesegneten und erholsamen Geburtstag unseres Religionsstifters sowie einen nicht sehr wörtlich gemeinten guten Rutsch in jeden neuen Schlamassel. Vom Trainerteam, den Mannschaftsbespaßern, den Bierkistenschleppern, den Trikotwaschmittelbeschaffern sowie den Windel-und-Puder-Psychologen. Und von mir. ;-) (FL)

Aufstellung: Steinigen - Oertel (85. Zastrow), Leonardi (56. Schneider), Auerswald (63. Schwarz), Zschiedrich - M. Sandig, N. Sandig, Friedrich, Mann - Kunze (56. Mootz), Richter

Tore: 0:1 (22.) Reinisch, 1:1 (25.) N. Sandig, 1:2 (41.) Gaunitz, 2:2 (44.) N. Sandig FE, 2:3 (55.) Bieckenhain FE

Bericht: Falk Lösch

05.12.2015 SG Gebergrund Goppeln AH1 - SV Helios 24 AH 0:7 (0:4)

Helios gelang erhoffte Demütigung - Goppelner heute chancenlos

Mit Flatterhosen reisten die Gäste von Helios direkt von ihrer Weihnachtsfeier zum Auswärtsspiel an der Wittgensdorfer Straße an. Moralisch steckten dem souveränen Tabellenführer noch die beiden Niederlagen des Vorjahres in den Knochen, als man als Staffeldritter eben noch eine Klasse höher rutschte. Die Gastgeber ließen sich davon nicht täuschen. Helios hatte innerhalb des letzten Kalenderjahres reichlich Verstärkung erhalten. Damit war klar, wer heute die Favoritenrolle übernahm. Goppeln bot eine gut besetzte Truppe auf. Verzichten musste man weiterhin auf den Sturmpanzerfahrer, die Mittelfeldachse, Klemmrücken-Udo und Dani-Sahne-Kuchenesser.

Unter den aufmerksamen Augen des hospitierenden Löbtau-Trainers begann das Spiel zunächst ausgeglichen. Allerdings nicht lange. Passend zur Ballaufschrift begann die Helios-Torfabrik schon in der 5. Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß. Nochmal fünf Zeigerumdrehungen später das Gleiche noch einmal. Freistoß, Tor. Beide Treffer erzielte einmal mehr Spielmacher Steven Kmoch. Bei Standards ist der gefährlich, einzig körperbetontes Spiel bringt ihn aus dem Konzept. Das sah man. Goppeln versuchte mitzuspielen, war aber nach vorn zu unpräzise. Zaghafte Versuche fing die Defensive der Gäste ab und machte ihrerseits das Spiel noch vorn gefährlich. In der 20. Minute nickte Torschützenkönig Euchler zum 0:3 für die Gäste ein. Helios hat eben zur Zeit spielerisch eine traumhafte Flughöhe, beherrschte das Spiel und Goppeln über weite Strecken. Respekt. Mit dem Tor in Minute 33, wieder durch Kmoch, ließen auch die Nervosität und damit verbunden die ständigen Kommentare von der Heliosbank etwas nach. Bis dahin war jeder Körperkontakt ein böses Foul der Goppelner, krachende Latschen an Goppelnknöcheln dagen völlig normale Zweikämpfe. Hm. Auch das lautstarke Fordern von gelben Karten kannten wir bis dato so von Helios eigentlich nicht. Verwunderlich. Die Führung bestand zurecht. Die Gastgeber hatten bis dahin vielleicht zwei als Chancen zu bezeichnende Möglichkeiten. Eine davon hob die Kaugummitöppe über den Keeper am Tor vorbei. Passte zum heutigen Gesamteindruck.

In der Pause beruhigte der Coach seine Jungs. Wir sind als Aufsteiger immer noch im vorderen Tabellenbereich und es war klar, dass es auch Niederlagen geben würde. Keine Klatsche abholen und vernünftig nach vorn aufbauen. Mit Auge. Er vergaß aber zu sagen, welches er meinte. Jedenfalls begann das Spiel ähnlich wie in der ersten Hälfte. Goppeln bemüht, Helios konsequenter. So dauerte es auch nur zehn Minuten, bis Helios durch eine Bogenlampe durch Euchler, die Leo noch per Kopf ins eigene Netz verlängerte, die Führung ausbaute. Der Drops war längst gelutscht. Die Roten spielten weiter mit, mehr wurde es aber nicht. In Minute 71 folgte das 0:6 und vier Minuten später gleich noch das 0:7. Die Goppelner hatten sich mit dem gebrauchten Tag abgefunden. Um die Demütigung auch optisch zu untermauern, offiziell selbstverständlich um die Stammkräfte zu schonen, hatten die griechischen Gottesanbeter längst den Ersatzkeeper und die B-Mannschaft aufs Feld geschickt. Die Gastgeber hatten dann zwar etwas mehr Raum, aber echte Chancen blieben Mangelware. Und wie das bei solchen Spielen immer ist, Helios gelang fast alles, Goppeln im Grunde geringfügig mehr als nichts. Die Gäste hatten sich ohnehin schon auf das Verteidigen beschränkt. Bezeichnend auch, dass der Schieri scharfen Auges statt der 14 auf Mootzls Trikot die 15 erkannte und Pötschi als Einwechsler notierte. Obwohl Mootzl die richtige Nummer an hatte. Egal. Es blieb am Ende bei der deutlichen Niederlage für Goppeln, die vielleicht bisschen hoch ausfiel, aber durchaus gerechtfertigt war. Der Tabellenführer bleibt das Maß der Dinge in dieser Staffel und es braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um denen schon alles Gute in der Stadtliga zu wünschen.  

Fazit: Hatte man sich bei Süd-West bisschen Balsam auf die Seele geschmiert, wurde Goppeln wieder in die durchwachsene Saison zurückgeholt. Wir müssen kleinere Brötchen backen. Das ist aber jedem klar. Kein Grund für Überheblichkeit. Das überlassen wir lieber den anderen. Helios begann nervös. Mit den frühen Toren waren die aber im Spiel und wollten den Sieg auch in dieser Höhe. Die virtuell zahlreich gezeigten Daumen können wir verkraften. Ebenso die "fachkundigen" Kommentare der mitgereisten Gästefans, die nach der vierten Pulle mit sanft verklärtem Blick astreine Analysen des Spieles abgaben. Irgendwie hatten wir die Gäste immer anders in Erinnerung. Sportlich kann Goppeln dieses Jahr Helios nicht das Wasser reichen. Keine neue Erkenntnis. Wer gewinnen will, muss die Schlüsselspieler Kmoch und Euchler körperlich fair abmelden. Dann quatschen die wahrscheinlich mehr als sie spielen. Und so ließe sich die sichtbar nicht ganz so souveräne Außenverteidiung durchaus auch mal überwinden. Aber dann muss beim Gegner alles zusammenlaufen und es müssen Standards vermieden werden. Das ist die große Stärke von Helios. Wir sollten aber lieber auf uns schauen und zusehen, dass wir im Nachholer gegen Borea nicht gleich wieder unter die Räder kommen. 

Aufstellung: Lindner - Oertel, Leonardi (55. Gehl), Auerswald, Zschiedrich - M. Sandig, N. Sandig, Friedrich, Mann - Kunze, Müller (67. Mootz)

Tore: 0:1 (5.) Kmoch, 0:2 (10.) Kmoch, 0:3 (20.) Euchler, 0:4 (33.) Kmoch, 0:5 (55.) Euchler, 0:6 (71.) Böhm, 0:7 (75.) Euchler

Bericht: Falk Lösch

28.11.2015 FV Dresden Süd-West AH - SG Gebergrund Goppeln AH1 1:7 (0:3)

Gelungener Befreiungsschlag für angeknackstes Selbstbewusstsein 

Für Nico reichte es wieder nicht. Er muss dem Toptorschützen Euchler von Helios mit seinen nur 12 Buden weiter hinterherhecheln. Schön aber, dass bei uns beinahe alle Spieler netzen können. Wenn sie nur wollen.

Ungemütlich kaltes und später schneeregnerisches Wetter empfing die Goppelner zu unchristlicher Morgenstunde in der Heimstätte von Süd-West. Die hatten wegen des Spiels der "Namo-Goldfüße" um eine Vorverlegung auf 9:30 Uhr gebeten. Lästerten wir beim letzten Auswärtsspiel in Löbtau schon augenzwinkernd über die Containerburg, quartierte man die "Wilde Truppe" heute in nicht mehr flüchtlingstaugliche Unterstände ein. In Anbetracht unseres eignenen geradezu paradiesisch anmutenden Domizils sollten wir in Zukunft etwas mehr Demut aufbringen.

Sportlich fehlten heute neben dem wohl länger ausfallenden Sturmpanzerfahrer Maik weiterhin Klemmrücken-Udo, Dani-Sahne-Kuchenesser, Achillessehnen-Tilo und leider auch Heiratsbeantrager-Henne. Dennoch war Goppeln vernünftig aufgestellt. Auch bei den Verstärkungsspielern. Da bekamen Nasenkopfball-Zassi, Stahlrohr-Frieder, Drop-Kick-Ron und sogar Homepagemaler-Haubi eine Kappe. Der Coach forderte sicheres Spiel aus der Abwehr ein. Zwei Niederlagen in drei Spielen, das ließ die Goppelner Unsicherheit wachsen. Gerade gegen Teams von unterhalb passieren dann Fehler. Süd-West versteckte sich keineswegs, entwickelte nach eine Viertelstunde auch Druck auf das wieder von Kiwi gehütete Goppelntor. Aber da stand es schon 1:0 für Goppeln. Der von Magen-Darm genesene Hackepeter hatte in Minute 7 zur Führung eingeschoben. Die Gastgeber jetzt bissiger, drängten auf den Ausgleich und hatten durchaus Chancen dazu. In der 29. Minute allerdings nutzte Nico nach einem schnellen Gegenstoß den Abwehrfehler von Süd-West und schoß rechts unten zum 2:0 für Goppeln ein. Die Gastgeber versuchten gegenzuhalten. Aber beide Mannschaften mussten dem gefrorenen Kunstrasengeläuf Tribut zollen. In Anbetracht dessen änderte der Coach spontan seine Strategie auf "lieber alles hinten rauskloppen". Das brachte Stutzenverkehrtanzieher-René in diverse Gewissenskonflikte. Die Goppelner hatten Redebedarf. Süd-West konnte keinen Nutzen daraus schlagen. Kiwi hielt die Kiste vorerst sauber. Ein Schutzhandspiel von Pferdelunge-Zschiedi mißverstand der Unparteiische als Absicht und zeigte auf den Punkt. Mit dem verschossenen und von Kiwi parierten Elfer fügten sich die Süd-Westler anscheinend ins Unvermeidbare. Der Hackepeter lupfte kurz vor Halbzeit bisschen glücklich noch einen über deren Hüter und so gingen wir mit einem 3:0 zum Teetrinken berghoch.

Die Befürchtung, die Gastgeber kommen jetzt nochmal mit richtig Druck aus der Kombüse, bestätigte sich allerdings nicht. Die neue Runde war etwa sechs Umdrehungen alt, da durfte Nico sich noch einen weiteren Streifen auf die Turnschuhe malen. Mit 4:0 war die Sache beruhigend. Im Bruderwettstreit wollte der Große (oder Alte) natürlich nicht zurückstecken. Gleich zwei Minuten später machte Mario mit Treffer Nummer fünf den Deckel auf die Partie. Gefühlt brannte nichts mehr an. Wie auch, bei Kälte und langsam einsetzendem Schneeregen? Süd-West hatte ebenso wie Goppeln schon mal durchgewechselt. Die Versuche Richtung Kiwi-Tor waren nur gelegentlich zwingend. Genügten aber zum Warmbleiben.  Als dann wieder Nico als freundlicher Geschenkeannehmer in der 62. Spielminute den Stand auf 6:0 veränderte, drohte den Jungs von der Stuttgarter gar ein kleines Debakel. Denn vorher hatten die Goppelner sehr freundlich noch einige aussichtsreiche Möglichkeiten nach langen Bällen unvollendet belassen. Das macht man so als guter Gast. Aber schon eine weitere Zeigerumdrehung später versauten die Süd-Westler oder sich Kiwi selbst den Shot-Out. Eine Bogenlampe senkte sich hinter ihm zum 6:1. Na und? In der 65. Minute glich der Schieri seinen Elfer von Hälfte eins aus und zeigte für Goppeln auf den Punkt. Schneller als im ganzen Spiel vorher schoß Kiwi nun Richtung gegnerischen Strafstoßpunkt. Und trottete anschließend beleidigt wieder zurück in seinen Kasten, weil der Chefcoach lautstark Nico ans Leder beorderte. Der machte kurzen Prozess und das 7:1. Danach lümperte die Partie noch bisschen hin und her. Aber beide Seiten hatten sich irgendwie eingerichtet und offenbar schon den nachfolgenden Grottenkick der Schwarzgelben im Belohnungszentrum aufgerufen. So blieb es denn beim 7:1 für die Gäste, die damit zumindest die Bilanz der letzten vier Spiele ausgleichen konnten. Das Goppelnlied ließ den Container gleich zweimal beben und der Stutzenverkehrtherumanzieher bekam von der Mannschaft noch sein ganz persönliches Ständchen für Biertrinken im Trikot. Prost!  

Fazit: Nach der verdienten Niederlage im letzten Spiel gegen den ESV konnten sich die Goppelner heute befreien. Gerade bei den Teams hinter einem läuft man schnell Gefahr, wegen Nachlässigkeiten Punkte zu verspielen. Leisteten die Sportfreunde von Süd-West anfangs druckvolle Gegenwehr, ließ ihr Engagement mit jedem Gegentreffer mehr nach. Goppeln hatte zu Beginn vielleicht bisschen Glück, war aber im Abschluss der Torchancen eindeutig zwingender. Deshalb geht der Sieg und auch die Höhe in Ordnung. Nach dem siebten Treffer haben beide Seiten den Kessel runtergefahren. Das wird nächste Woche gegen den Spitzenreiter nicht möglich sein. Helios ist mit seinen Neuzugängen definitiv stärker als im Vorjahr. Ob man gegen die überhaupt Punkte holen kann, wird durch Tagesform, Kampfgeist und Präzision entschieden. Und davon, ob das Lazarett wenigstens noch einen der Versehrten ausspuckt. (FL)

Aufstellung: Lindner - Oertel, Leonardi (61. Friedrich), Auerswald, Zschiedrich - M. Sandig, Wange, N. Sandig, Müller (75. Zastrow) - Kunze (58. Haubold), Schötz (46. Grahnert)

Tore: 0:1 (7.) Müller, 0:2 (29.) N. Sandig, 0:3 (44.) Müller, 0:4 (51.) N. Sandig, 0:5 (53.) M. Sandig, 0:6 (62.) N. Sandig, 1:6 (63.) Michalsky, 1:7 (65. HE) N. Sandig

Bericht: Falk Lösch

21.11.2015 SG Gebergrund Goppeln AH1 - ESV Dresden AH 1:2 (0:2)

Lokführer gewinnen verdient im Gebergrund - Bessere Chancenverwertung macht den Unterschied

Passend zum heutigen Spiel versemmelte der Berichterstatter seinen ersten Aufschlag und muss den nun kompletten Text ein zweites Mal schreiben. Perfekt in den Sand gesetzt. Man hat ja Zeit. Unendlich viel.

Bei sonnigem Herbstwetter trafen heute zwei unbekannte Teams aufeinander. Vor den Lokführern hatten wir nicht umsonst Respekt. Das schien aber auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Nicht umsonst hatten die sich heute den ehemaligen Landesliga-Hüter von Pirna-Copitz ins Gehäuse gestellt. Der war sicher ein Schlüssel zum Erfolg. Die ESV-Truppe spielte taktisch clever und entführt daher nicht unverdient die Punkte aus dem Gebergrund. Unschlagbar waren sie nicht. Nur in der Chancenverwertung deutlich effektiver.

Coach Wilde stellte die Männers vor dem Spiel entsprechend ein. Sicher von hinten aufbauen und präzise Pässe spielen. So die Marschroute. Es begann auch mit Vorteilen im Spiel für Goppeln. Das blieb auch die gesamte Partie über so. Schon nach drei Minuten setzte sich Henne halblinks durch und stand allein vor dem ESV-Keeper. Leider ging die Kirsche rechts am Pfosten vorbei. In der 8. Minute flankten die Gäste nach Goppelner Abwehrfehler von links und zentral netzte der mitgelaufene Zehner des ESV, der sich gut vom nachlaufenden Henne löste, zur Führung ein. Keine Chance für Kiwi, der wieder die Holzkatze im Tor vertrat. Goppeln bemüht, der ESV eher auf schnelle Gegenzüge lauernd. Die Führung spielte denen natürlich in die Karten. In der 15. Minute eine weitere Möglichkeit für die Gäste, die sie aber an das linke Lattenkreuz versiebten. Gleich vier Minuten später knallte Tilo eine Goppelnchance an die Querlatte der Gäste. Da wäre auch der gute Ex-Landesliga-Keeper wohl nicht mehr rangekommen. Goppen weiter überlegen, hatte auch Möglichkeiten. Aber die gingen entweder am Tor vorbei oder wir droschen die Kuller an den eigenen Mitspieler im Gästestrafraum. Klar, Pech war auch dabei. So ist die Bäbbelei eben. Zwei Minuten vor der Pause dann ein Spiegelbild des ersten Tores. Die Gäste kamen diesmal über rechts, flacher Pass und zentral wartete der Abnehmer für das 0:2 aus Goppelnsicht. Drei Chancen, zwei Tore. Das ist effektiv. Oder clever. Dann bat der Mann in schwarz, der von Alters wegen alle Aktiven getrost als Jungspunde bezeichnen durfte, in die Katakomben.

Der Cheftrainer hatte wohl vor der Partie den Mannschaftsvorrat an koffeinhaltigen Substraten zu sich genommen. Zumindest lammentierte er die ganze erste Hälfte wie ein Red-Bull-Junkie in seiner Coachingzone. Aber er hatte ja völlig recht. Seine Schützlinge agierten bis dahin teilweise gedankenschnell wie im Traumzauberwald. Die Jungs motivierten sich nochmal in der Kabine. Thomas kam für den angeschlagenen Tilo und Frieder durfte nun für Ron ran.

Und tatsächlich, Goppeln erhöhte noch einmal die Schlagzahl. Hatte jetzt ein noch deutlicher sichbares Übergewicht im Spiel. In der 49. Minute drosch Maik das Ding aus rund elf Metern rechts am Tor vorbei. Auch über Nicos Schüsse hat der Gästekeeper mit seiner Klasse eher nachsichtig gelächelt. Da reichte ihm heute die Mütze. In der 69. Minute legte Nico dann von links einen Ball flach ins gegnerische Zentrum und dort kloppte Maik, fünf Meter vorm Tor mutterseelenallein stehend, die Kirsche über das Tor. Wo ist bloß der Typ von früher geblieben? Da konnten wir ihm vorher noch die Augen verbinden und so eine Murmel wäre reingegangen. Oder sollte sein Papa doch recht behalten? ;-) Goppeln rannte weiter an. Die Lokführer hatten ihren Kohletender im Prinzip schon verheizt. Aber sie verteidigten klug. In der 75. Minute endlich der Anschlusstreffer durch Henne. Verbunden mit einer Riesendiskussion. Der Ball war zeifellos mit mehr als einer Umdrehung über der Linie. Der schlitzohrige Gästetorwart hatte sich das Ding aber aus der Kiste geangelt und wieder ins Spiel gebracht. Der Schieri gab das Tor schließlich. Nach intensiver Kommunikation. Jetzt nochmal los. Eine Viertelstunde blieb. Auch Chancen gab es. Der Dampf im Gästekessel hatte deutlich nachgelassen, viel kam nicht mehr auf Kiwis Tor. Allenfalls noch Standards oder wenige Entlastungsangriffe. Aber auch als Schmalspurbahn reichte es noch für die heutigen Goppelner Angriffsbemühungen. Wenn man die Buden nicht macht, gewinnt man eben selten. Und weil der Konjunktiv auch keine Tore schießt, blieb es am Ende beim nicht unverdienten 1:2 für den ESV. Das geht in Ordnung. Weil sie vor allem das taktisch clevere oder erfahrenere Team waren. Aus drei bis vier Großchancen erzielen die zwei Tore. Das nennt man effektiv und das machte in der Hauptsache heute den Unterschied. Wir erkennen das an und gratulieren sportlich fair.

Fazit: Wir stehen immer noch im oberen Tabellendrittel. Als Aufsteiger. Dass die 1.SK kein Selbstläufer wird, war allen vor der Saison klar. Weinböhla, Borea, ESV usw., die etablierten Teams sind alle kein Kanonenfutter. Mitaufsteiger Löbtauer Kickers krankt aktuell an personellen Abgängen, hat aber zur Winterpause schon Verstärkung in Sicht. Und Helios? Die sind mit ihren Zugängen zweifellos zum Klassenprimus avanciert und stehen zurecht ganz oben. Es wird schwer, gegen die überhaupt noch zu punkten. Also seien wir ein wenig demütig und freuen uns über jeden erkämpften Zähler. Der heutige Gegner war nicht unschlagbar. Dafür boten sie eine taktisch gute Leistung. Klar, bisschen Glück für die bzw. Pech für Goppeln war auch dabei. Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Dennoch sollte jedem klar sein, dass uns in dieser höheren Klasse keine gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Es gilt jeden Spieltag vernünftig zu absolvieren. Bisschen Spaß darf aber auch dabei sein. Und unser Nationaltrainer spielt an der Außenlinie mit. Der will eben immer gewinnen. ;-)

Nächsten Sonnabend geht es zu Süd-West. Anpfiff ist schon 9:30 Uhr und nicht wie offiziell angekündigt erst 14:00 Uhr. Mal sehen, ob es für uns dort was zu holen gibt.    

Aufstellung: Lindner - Oertel, Leonardi, Auerswald, Zschiedrich (65. M. Sandig) - Grahnert (46. Friedrich), Neumann (46. Wange), Mann, N. Sandig - Richter, Kunze

Tore: 0:1 (8.) Becker, 0:2 (43.) Reinecke, 1:2 (75.) Mann

Bericht: Falk Lösch

14.11.2015 Löbtauer Kickers AH1 - SG Gebergrund Goppeln AH1 1:6 (0:2)

Lustiges Spiel im Herbstwind - Kickers froh über "nur" sechs Buden

Versiebte Riesen im Minutentakt. Ein üblicher Satz im Spielbericht. Noch nie war der so zutreffend wie heute! Mann oh Mann, was haben wir heute für Späßchen gemacht! Allein vorm Kickershüter, drei auf zwei Situationen, leeres Tor nicht getroffen - Wir müssen noch viel üben.

Wie schon in Trachenberge wurde den Goppelner Asylanten Gewölbe Nr. 4 der Löbtauer Containerburg zur Kleiderspende zugewiesen. Ein gutes Omen. Vielleicht sollten wir bei Heimspielen auch mal die Kajüte wechseln? In knalliges Rot gedresst trafen die Goppelner bei stürmischem Herbstwind auf die Aufstiegskontrahenten der Vorsaison. Die Kickers hatten einige Abgänge zu kompensieren und hängen im Mittelfeld fest. Dennoch mahnte Coach Wilde vor der Partie zu Vorsicht und solidem Aufbauspiel von hinten. Als "Stammgäste" fehlten u.a. die Holzkatze, Dani-Sahne und der gesperrte Thomas "Mittelfeldachse". Tilo war auch verletzt. Dennoch war Goppeln gut aufgestellt, Kiwi ging in die Kiste.  

Goppeln von Anfang an mit den besseren Spielanteilen. Die Kickers gefährlich bei schnellen Gegenstößen, zumeist wieder über Sattler und Engin, die heute im Mittelfeld begannen. Auch bei Chancen lag Goppeln klar in Front. In der 10. Minuten hatten alle den Torschrei auf den glühweingetränkten Lippen. Maik tankte sich rechts zur Grundlinie durch und bediente Ron. Der rettete das Leder ganz knapp vor der Torlinie. Leider vor der des Gegners! Musste dafür verbal gnaz schön einstecken, der arme Junge. Weiter gings. Goppeln beherrschte das Mittelfeld. Anders als noch gegen Trachenberge und vor allem letzte Woche gegen Weinböhla. In der 20. Minute pfiff der gut leitende bayerische (oder fränkische?) "Beutesachse" eine angebliche Abseitsposition von Nico weg. Schade. Stimmte nämlich nicht. Außer ein paar Abseitspositionen hatte der aber sonst alles im Blick und ahndete vor allem Fouls auf beiden Seiten sofort. Spielerschutz, sehr gut! Aus den vielen Chanchen kreierten die Goppelner aber keinen einzigen Treffer. Dann eben mit der Brechstange, gern auch ein dreckiges Tor. So war's dann Henne vorbehalten, eine scharfe Flanke von links durch Sattler ins Kickerstor abfälschen zu lassen. Uns war es wurscht. Der Treffer wurde Henne gutgeschrieben. Löbtau antwortete mit wütenden Sololäufen, die durchaus Gefahr ausstrahlten. Auch, weil unsere Abwehrkopfbälle heute oft gleich wieder beim Gegner landeten. Im Abschluss agirten die Kickers zu eigensinnig oder Kiwi war mit sehr guten Reflexen zur Stelle. Drei Minute vor der Pause setzte Maik einem langen Ball nach und nagelte das Ding mit Schmackes unten links im Löbtaugehäuse ein. Der Löbtau-Hüter hätte besser gleich die Hände weggelassen. Durch die Wucht tat ihm anschließend der rechte Arm weh. Dann war Kabinengang. Dachten alle. Trotz Wind und Wetters legte der Schieri fest, die Teams dürfen die paar Minuten Pause auf dem Platz verbringen. Die Regel kannte keiner. Jedenfalls hatten die Spieler beider Seiten große Fragezeichen auf der schweißtriefenden Stirn.

In der zweiten Hälfte gab Löbtau nochmal Gas. Goppelnfehler machten die Bahn frei. Durch ein zu kurzes Abspiel in der 50. Minute brachte sich Kiwi, weit vor dem Kasten stehend, selbst in Bedrängnis. Den provozierten Fernschuss konnte er mit größter Mühe gerade noch an den Pfosten lenken. Huiiii! Goppeln jetzt zu passiv. Man ließ dem Gegner Raum. In der 58. Minute erzielte dann Sattler den Anschlusstreffer aus leicht abseitsverdächtiger Position. Jetzt bloß nicht noch den Ausgleich hinnnehmen. Der Coach tänzelte schon nervös an der Außenlinie und nuschelte in diesem Moment wenig schmeichelhafte Komentare in seinen Rauschebart. Innerhalb von nur drei Spielminuten machten die Goppelner dann aber den Deckel drauf. In der 68. verwertete Maik eine Sandig-Flanke. Die Kickers hatten kaum ihren Anstoß ausgeführt als die Kaugummitöppe schon beim nächsten Angriff zentral von Maik bedient wurde, der von der Grundlinie passte. Und wieder nur eine Zeigerumdrehung später erzielte Maik selbst nach schönem Solo das 5:1. Wenn nicht schon vorher, so zumindest nach den drei Treffern in der 68., 69. und 70. Minute brach Löbtau zusammen. Konditonell und moralisch. Und noch 20 Minuten Zeit. Die Goppelner hatten mindestens zehn weitere 1000-prozentige Riesen nach schnellen Spielzügen. Vor allem auch, weil die Kickers bis an die Mittellinie aufrückten. Alles Taktik zur Verwirrung! Das half sogar. Wir versemmelten klarste Möglichkeiten, spielten bei drei eigenen Angreifern dem einzig verblieben Verteidiger der Kickers direkt auf den Schlappen, machten den Kickers-Hüter berühmt oder lupften gefühlvoll am Tor vorbei. Das war lustig. Löbtau hätte durchaus mindestens zehn Buden kriegen können. Können? Müssen! Erst in der vorletzten Minute, als Nasenkopfball-Zassi für seinen Schwiegersohn in spe gekommen war, schoss Goppeln das 6:1. Eben jener Zassi, bekannt für seine gnadenlose Präzision beim Strafstoßschuss, verwandelte einen Abpraller nach Nico-Knaller zum Endstand. Beide Teams schüttelten sich am Ende einer fairen Partie mit wenig Fouls die Hände und der Kickerstrainer bedankte sich höflich, dass wir es heute bei den sechs Treffern beließen.

Fazit: Obwohl sie vor dem Spiel einen Kreis machten und lautstark die Kickershymne oder die Lottozahlen oder sonstwas brüllten, lebt das Spiel der Löbtauer nach wie vor von Einzelspielern und nicht vom Teamgeist. Die Goppelner Gäste heute in allen Mannschaftsteilen geschlossener. Nicht perfekt, aber klar überlegen. Unsere Offensive machte, was sie musste. Leider nicht, was sie hätte machen können. Wollen wir nicht unzufrieden sein. Sechs Tore auswärts. Naja, schon ok. Das Mittelfeld zweikampfstärker. Ohne den anderen die Show zu stehlen - Nico, Henne, Ron und später Frieder, die haben gut gearbeitet und auch verlorenen Bällen nachgesetzt - fiel heute der Gehler als Ballverteiler sehr positiv auf. Kennt man gar nicht, dass der den Ball trifft! Und die Abwehr? Ich sage nur: Bollwerk! Meistens. Nur die Kopfbälle landeten zu oft gleich wieder beim Gegner. Aui am Ende mit aufgescheuertem Oberschenkel bis Ferse. Knallhart der Junge! Kiwi hatte seine sonst üblichen Wandertage vor dem Strafraum bis auf eine Ausnahme im Griff und ersetzte die Holzkatze mit seinen Paraden gut. Der Sieg geht sowas von in Ordnung. Angesichts von Hälfte zwei kam Löbtau mit einem blauen Auge davon. Nächste Woche Sonnabend gastieren die Lokführer von ESV an der Wittgensdorfer Straße. Mal sehen, was die so im Kohletender haben. Platz fünf und zehn Punkte. Die werden wir nicht unterschätzen. (FL)    

Aufstellung: Lindner - Oertel, Leonardi, Auerswald, Zschiedrich - Grahnert (58. Friedrich), Gehl, Mann (87. Zastrow), N. Sandig - Richter, Kunze

Tore: 0:1 (38.) Mann, 0:2 (43.) Richter, 1:2 (58.) Sattler, 1:3 (68.) Richter, 1:4 (69.) Kunze, 1:5 (70.) Richter, 1:6 (89.) Zastrow

Bericht: Falk Lösch

 

7.11.2015 SG Gebergrund Goppeln AH1 - TuS Weinböhla 1:3 (1:2)

Das clevere Team gewinnt - erwartete Niederlage eingetreten

Es musste ja mal passieren! Das hatte nach dem Trachenberge-Spiel irgendwie schon jeder im Kopf. Gegen die starken Weinböhlaer darf man schon mal verlieren. Und genau so kam es auch. 

Beinahe sommerliche Temperaturen Anfang November empfingen die Teams auf dem nassen Goppelner Kunstrasen. Vor der Luftraumbeherrschung und körperlichen Präsenz der Weinböhlaer wurde die Truppe, heute von Thomas Wange erstmals als Kapitän auf das Feld geführt, vom Coach gewarnt. Keine hohen Flanken in deren Abwehrzentrum, die Angriffe eher flach und präzise ausspielen. Das hätte ein probates Mittel sein können. Die Gäste waren dazu mit nur einem Wechsler numerisch eher schwach besetzt, Goppeln hatte bis auf einige kaum bekannte Ergänzungsspieler eigentlich alles, was Fußballspielen kann, an Bord. 

Leider musste die Holzkatze schon nach vier Spielminuten das erste Mal hinter sich greifen. Ein fast schon abgewehrter Ball fand als Lupfer aus rund 20 Metern den Weg ins Goppeln-Tor. Geht ja gut los. Nur zwei Minuten später verwandelte der Kaugummi-Ralph einen am Hackepeter verwirkten Freistoß aus halblinker Position zum Ausgleich. Unter freundlicher Mithilfe der gegnerischen Mauer, die den Schuss in die linke Ecke abfälschte. Wiederum nur drei Zeigerumdrehungen danach gingen die Gäste durch einen Fernschuss erneut in Führung. Die Holzkatze konnte das Leder bei nassen Bedingungen nicht erfolgreich unter Kontrolle bringen. Drei Tore in neun Minuten! Geht das jetzt so weiter? Nein! Die Teams fanden jeweils zu ihrem Spiel. Goppeln durchaus feldüberlegen, brachte nichts Zählbares in Gegners Kasten unter. Die TuS-Kicker hielten körperlich gut dagegen und behielten im eigenen 16er stets die Lufthoheit. Hohe Flanken waren wenig sinnvoll. Im Mittelfeld rackerte Thomas Wange unermüdlich und bekam von der "Weinböhla-7" dafür ordentlich auf die Socken. Nicht immer geahndet. Machte der schon clever. Wenn man seine Chancen wenigstens mal in richtige Torschüsse umgesetzt hätte. Die sahen - freundlich ausgedrückt - semiprofessionell aus, unsere Kullerbälle Richtung Gästetor. Weil auch Weinböhla vor allem Ende der ersten Hälfte etwas nachließ, war Goppeln am Drücker. Leider reichte der Druck nicht und so pfiff der Schieri die Truppen mit 1:2 in die Kabine.

Der Coach beruhigte die Spieler und sich selbst. Die Partie war angesichts der größeren Spielanteile längst nicht verloren. Vor allem genauer passen und das Mittelfeld mit vernünftigen Zuspielen überbrücken, dann sollten wir weitere Chancen erhalten. Das wäre auch so gewesen, wenn wir es so gemacht hätten... Scheiß Fahrradkette!

Die zweite Hälfte begann wieder ausgeglichen. Goppeln wollte, konnte aber kaum flache Pässe anbringen. Fast jeder Versuch wurde durch die früh angreifenden TuS-Spieler abgefangen oder ging ins Leere. Oder verursachte unnötige Zweikämpfe. So etwa ab der 60. Minute überließen wir aus unerfindlichen Gründen - wie schon gegen Trachenberge - das Mittelfeld den Gästen. Hinten standen wir mit sechs Mann, der Rest vorne. So spielten sich die Weinböhlaer nach vorn, weit geschlagene Bälle konnten die durch ihre Größe gut in die Spitze verlängern. Das wurde oft gefährlich. In der 63. Minute trafen sie den Innenpfosten, in der 65. rettete die Holzkatze sensationell im 1 gegen 1. Und sie waren verdammt clever, was letztlich wahrscheinlich auch den Schieri beeindruckte. Eigene Körperkontakte waren normale Zweikämpfe, umgekehrt ließ man sich schreiend fallen. Das muss man schon beherrschen! Die konnten das gut. Auf das Tor für TuS in Minute 80 hatte das aber keinen Einfluss. Das war perfekt herausgespielt und da sahen die Goppelner Hinterleute auch nicht gut aus. Mit dem 1:3 schienen die Messen gelesen. Dazu kam eine Minute später noch ein weiterer Gegentreffer, der vom Unparteiischen aber zurecht wegen Abseitsposition aberkannt wurde. Höhepunkt der Partie war die 85. Minute. Wanges Thomas, ständig selbst attackiert, ging in Gegners Strafraum in den Zweikampf mit einem TuS-Genossen. Der fiel sichtbar ohne Berührung in allerschönster Hollywood-Manier um. Freistoß für Weinböhla. Hä? Zurecht war Thomas aufgebracht. Das war in Ordnung. Als er sich dann aber vom Schieri entfernte und sich mit der Hand den Schweiß von der Stirn wischte, zeigte ihm der schwarze Mann die gelbe Karte. Die holte sich Thomas ab und wandte sich anschließend Richtung Mittelfeld. Rund 20 Meter Richtung Anstoßpunkt unterwegs spuckte er eine eben verschluckte Fliege aus. Der schwarze Mann nahm das sehr persönlich und wurde jetzt böse. Er zeigte Thomas unter dem schadenfrohen Grinsen seines Gegenspielers gleich noch die Farbe gelb-rot. Darüber müssen wir reden. Vor allem über die freundliche Übergabe der Käpt'nsbinde an seine Mitspieler. Aber auch zu zehnt hatte Goppeln noch Möglichkeiten. Die beste vergab die Pferdelunge, als er ganz allein am langen Pfosten, einen Meter vor der Torlinie und weit entfernt vom überflankten Torhüter, die Kirsche mit quallenartiger Körperspannung über den Kasten köpfte. Das war die hohe Schule. Und es passte zum Spiel. So blieb es am Ende beim 1:3 aus Goppelnsicht.

Fazit: Ja, gegen starke Gegner wie Weinböhla darf man verlieren. Klar. Wir stehen als Aufsteiger aber immer noch im unerwartet hohen Tabellenbereich. Weinböhla war spielerisch nicht besser. Im Gegenteil. Aber sie waren cleverer, haben ihre wenigen Möglichkeiten erfolgreich genutzt. Das erkennen wir an. Obwohl unsere Verteidigung heute gut gearbeitet hat. Vor allem Aui, das muss man mal sagen dürfen, ist hinten eine sichere Bank. Die Weinböhlaer haben viele Zweikämpfe erfolgreicher bestritten - entweder körperlich gewonnen oder sie wurden eben gefühlt ganz böse gefoult. Gerade zum Ende der Partie gehörte ihnen das Mittelfeld. Spielerisch überzeugt haben sie aber nicht. Gönnen wir ihnen die drei Punkte, freuen uns auf das Rückspiel und konzentrieren uns jetzt auf die nächste Partie gegen die alten Rivalen von der Saalhausener Straße, gegen die es am nächsten Sonnabend 14:30 Uhr geht. (FL)    

Aufstellung: Steinigen - Oertel, Leonardi (75. Gehl), Auerswald, Zschiedrich - Grahnert (59. Friedrich), Wange, Mann, Neumann - Müller (69. M. Sandig), Kunze

Tore: 0:1 (4.) Tkocz, 1:1 (6.) Kunze, 1:2 (9.) Berndt, 1:3 (77.) Häschel

Bericht: Falk Lösch

31.10.2015 SG Motor Trachenberge AH - SG Gebergrund Goppeln AH1 2:4 (0:1)

Gloria ohne viel Glanz, aber saubere Weste behalten

Bei schönstem Herbstwetter und mit tief stehender Sonne wurden die Goppelner am Halloween-Sonnabend in Zimmer 4 einquartiert. Die Trachenberger Gästekabine erinnerte allerdings eher an das legendäre Zimmer 13 aus dem Edgar-Wallace-Krimi. Schaurig eng war's auf jeden Fall. Passend zum Geistertag. 

Das traf auch auf das anschließende Spiel zu. Zumindest Hälfte eins. Es trafen zwei Teams aufeinander, bei dem die Favoritenrolle den Gästen zufiel. Das machten die Trachenberger verbal schon vor dem Anpfiff deutlich. Und es begann gleich perfekt für Goppeln. Nach einem schönen Doppelpass zwischen Nico und Maik über die linke Seite brachte Letzgenannter das Leder im Trachenberger Gehäuse unter. Da hatte die Uhr noch keine Runde fertig. Goppeln durchaus überlegen, Trachenberge aber deutlich besser unterwegs als die aktuelle Platzierung aussagt. Die Kunstrasenästheten von der Wittgensdorfer hatten ihre Probleme mit den "Trachenberger Huckeln". Das Spiel sah nicht gut aus. Dennoch entwickelten sich Chancen. Für beide Seiten. Während Udo heute festhielt, was er sollte, lenkte ein mausgrauer Trachenberger die Kugel im eigenen Strafraum per Hand ab. Der im Übrigen hervorragend pfeiffende Schieri zeigte für Goppeln auf den Punkt. Maik konnte nicht, Nico wollte nicht und so nahm sich Henne ein Herz. Das rutschte in die Hose und so wurde aus dem Strafstoß eine torhüterfreundliche Rückgabe. Es blieb beim 1:0 für Goppeln und Trachenberge witterte Morgenluft. Die kamen oft über unsere linke Verteidigungsseite und brachten verschiedene Flanken vor das Tor. Die Holzkatze wurde ordentlich warm. Nach vorschriftsmäßigen 45 Minuten stellte Coach Wilde seine Mannen am Spielfeldrand in die Sonne und zur Rede. Die messerscharfe Analyse offenbarte Defizite in etlichen Mannschaftsteilen. Mehr spielen, weniger kloppen, das war die Marschrichtung für die zweite Hälfte. 

Es kam aber erstmal anders. Trachenberge war noch dabei und der Goppelnmotor stotterte. Individuelle Fehler vor allem im Zweikampf eröffneten den Gastgebern Möglichkeiten. Eine führte nach 49 Minuten zum nicht unverdienten Ausgleich. Einen flachen Schuss muste die Holkatze ins linke Eck passieren lassen. Die Gäste hatten die richte Antwort im Gepäck. Gleich eine Minute später stellte Maik nach schönem Zuspiel von Ron den alten Abstand wieder her. Aber Trachenberge war noch lange nicht geschlagen. Erneut nur drei Minuten danach zog Mario bei einer hohen Flanke Richtung Holzkatze die Rübe ein und der Trachenberger Stürmer Maywald glich zum 2:2 aus. So stand es auch im persönlichen Torduell Maywald - Richter 2:2. Der Trainer unkte lautstark in seiner mit 50 Quadratzentimetern übertrieben üppig bemessenen Coachingzone, dass man so ein Spiel durchaus verlieren kann. Es kippelte ja schon gewaltig und die Gastgeber stellten den Benzinhahn jetzt auf Reserve. Doch Goppeln hatte trotz Fehlern mehr vom Spiel. Einen Ball drosch Maik an die vor Angst schon zitternde Querlatte des Trachenberge-Keepers, einen haute Nico übermotiviert in die zweite Etage, einen verschlotterte Henne am langen Pfosten. Ist ja nicht so, dass man keine Einschussmöglichkeiten gehabt hätte. Beiden Trainern schienen die Quälgeister des Halloweentages ins Ohr zu säuseln "Wer das nächste macht, gewinnt". War auch so. Zum Glück legte Nico in der 72. Minute dem links einlaufenden Henne auf, der die Murmel links unten unhaltbar einfahren ließ. 3:2 für Goppeln. Trachenberge wollte, konnte aber kaum mehr. Acht Minuten vor Schluss durfte noch Nasenkopfball-Zassi für Mario ran. So erlebte er den ebenfalls zweiten Treffer seines Schwiegersohnes in spe live in der 84. Spielminute. Maik hatte sich rechts durchgesetzt und passte mustergültig auf den zentral, aber allein stehenden Henne. Und der machte keinen Fehler, als er die Kuller am schon geschlagenen Hüter vorbeirollte. Mit dem 4:2 waren die Messen gelesen. Und so blieb es auch.

Fazit: Der aus der Tabelle ersichtliche Unterschied war heute nicht vorhanden. Trachenberge spielte besser und an der Aachener Straße werden sicher noch Teams Federn lassen. Für heute behalten die Goppelner ihre weiße Weste. Dennoch: Aktuell reicht es vielleicht für die obere Tabellenhälfte, aber von einem Spitzenteam ist man noch meilenweit entfernt. Wir werden Spiele verlieren, zumal die aus unserer Sicht starken Gegner noch kommen. Mal sehen, ob wir damit umgehen können. Jetzt gilt es erstmal, die Fehler im Spiel abzustellen. Vor allem wenn man sieht, wie zielsicher die Männers im Training agieren und was dann mit ins Spiel genommen wird. Aber nach sechs Spieltagen kann man resümieren: Wir sind in der höheren Spielklasse angekommen. Und sogar besser, als wir dachten. Nun kann der sich selbst als Man-of-the-match bezeichnende Unbekannte seine Rippchenprellung auskurieren und vorübergehend mit anderen Gegenspielern um die Wette zu rennen. Alle anderen sollten sich auf die nächste Partie gegen Weinböhla vorbereiten. Und ein Leckerli noch: Seit der Berichterstatter seinen Job als Kindermädchen und Wickelhilfe für die hochbetagten Goppelnsenioren an den Holznagel gehangen hat, scheint die Spieltags-Organisationslogistik ordentlich gelitten zu haben. Wie anders ist es sonst zu erklären, dass der Trikotsatz unvollständig ist, der legendäre Schmutzwäschekorb fehlt usw. usf. Wir sollten das vollständige Trikotkofferpacken mal im Training üben. Und wehe, da wird die Wäsche nicht auf Kante gelegt! (FL)    

Aufstellung: Steinigen - Oertel, Leonardi, Auerswald, Zschiedrich - Grahnert, Wange, Sandig N., Sandig M. (ab 82. Zastrow) - Mann, Richter

Tore: 0:1 (1.) M. Richter, 1:1 (49.) Maywald, 1:2 (50.) M. Richter, 2:2 (53.) Maywald, 2:3 (72.) H. Mann, 2:4 (84) H. Mann

Bericht: Falk Lösch

26.09.2015 SG Gebergrund Goppeln AH1 - TSV Wachau 3:1 (2:0)

Kampf, Krampf und Geschrei - Ein Spiel, das seinem Namen wenig Ehre machte, sichert Goppeln drei Punkte

In Abwesenheit der Cheftrainers stellte sich die Truppe heute quasi selbst auf. Wegen der möglichen Niederkunft von Zschiedi bald Dreifachvater stellte sich Pu Bäckerbursche in den Dienst der Mannschaft und kam als möglicher Ersatz zur AH1. Mit Wachau fand sich ein unbekannter Gegner an der Wittgensdorfer Straße ein. Demensprechend gab es von den Ersatztrainern warnende Worte vor dem Spiel. Die Wachauer stehen zwar am Tabellenende, waren aber für ihre körperliche Präsenz bekannt. Das sollte sich noch zeigen.

Der angesetzte Unparteiische hatte kaum angepfiffen, als die Gäste ein ums andere Mal gefährlich vor Udo Holzkatzes Gehäuse aufkreuzten. Allein in der ersten Viertelstunde hatten die fünf bis sechs Hochkaräter, die Udo, die Latte, das Unvermögen der Wachauer oder Thomas W. auf der Linie eben noch entschärfen konnten. Dann fanden sich die Goppelner einigermaßen und kreierten eigene Chancen, die allesamt verpufften. Über das wie hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens. Die Wachauer versuchten es viel mit Langholz und hohen Bällen, die Goppelner verzettelten sich beim präzisen Abspiel. Ein Grottenkick. Die Gäste spielten körperlich präsent, aber zumeist nicht unfair. Die Goppelner quatschten sich in Rage. Mann, Leute, spielen anstatt zu palavern! Endlich, in der 18. Minute, erlief Nico einen langen Ball, tanzte zwei Gegner und den Hüter aus und versenkte die Kirsche zum 1:0. Puh, durchatmen. Dann schwappte der optisch wenig ansehnliche Kick hin und her. Chancen auf beiden Seiten wurden vergeben. Unmittelbar vor der Halbzeitpause erkämpfte "Maik ich mag Gegner die gegenhalten" das Leder vom tiefschlafenden Wachau-Verteidiger und legte für Nico auf, der sich mit dem 2:0 bedankte. Dann war Apfelschorletrinken.

In der zweiten Häfte merkte man den Gästen mehr als den Goppelnern den Kräfteverschleiß an. Deshalb hatten die kaum noch eigene Chancen. Dafür versemmelten die Gastgeber eine Möglichkeit nach der anderen. Schlechte Zuspiele, dafür ständiges Gequatsche über Schieri, Gegenspieler und das eigene Team. Wir sollten den Strafenkatalog dahingehend modifizieren! In der 56. Minute verwandelte Nico noch einen Freistoß direkt zum 3:0 und vollendete damit seinen unechten Hattrick. Bier? Dann kam Mario für Ron, bisschen später Hackepeter für den Henne. Mario stand in der 65. gleich im Mittelpunkt, als er hörbar einen Gegner fällte. Leider im eigenen Strafraum, was der Unparteiische mit einem Pfiff bedachte. Der Wachauer setzte das Runde mit großer Genauigkeit an die Querlatte. Glück gehabt. Das hielt bis zur Minute 85. Dann waren die Goppeln-Defensiven mal wieder mit quatschen beschäftigt, was den Wachauer Stürmern Raum verschaffte und sie einen eigentlich schon abgewehrten Ball in aller Ruhe der Holzkatze ins Eck schieben konnten. Zu spät, um Goppeln noch ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können.

Fazit: Es war klar, dass wir das Spiel heute nur über den Kampf gewinnen konnten. Bescheidene Spiele gibt es immer in der Saison. Wenn unsere Chancenausbeute besser wäre, hätten wir deutlicher gewinnen müssen. Wenn die Gäste ihre Chancen zu Beginn verwerten, hätten uns die Hosen geflattert. So haben wir drei Punkte und erinnern uns morgen besser nicht mehr daran, wie die zustande kamen. Das Gequatsche auf dem Platz war furchterregend. Wie man es besser macht, das zeigten heute ausgerechnet die Kicker der AH2, die nicht nur durch gute Disziplin und großen Zusammenhalt auffielen. Vor allem auch durch guten Fußball. Da lief der Ball, die kombinierten sogar. Wir sollten mal hospitieren gehen. Für den heutigen Tag halten wir fest, wir bleiben in der Tabelle vorn dabei und Zschiedie's Hans Werner oder Karl Rudolf oder Sturmhart Heino hat schon mal Verspätung. Wir freuen uns trotzdem auf das Pullerbier!

Aufstellung: Steinigen - Oertel, Leonardi, Auerswald, Zschiedrich - Grahnert (61. Sandig, M.), Wange, Sandig N., Mann (80. Müller) - Richter, Kunze -- Jörg (Pu) Damaske

Tore: 1:0 (18.) N. Sandig, 2:0 (44.) N. Sandig, 3:0 (56.) N. Sandig, 3:1 (85.) Wittmann

Bericht: Falk Lösch

05.09.15   Heidenauer SV - SG Gebergrund Goppeln AH1   1:2 (0:0)

Spiele gibt es, die gibt es gar nicht! Nach einem gefühlten halben Jahr Pause ging es endlich wieder mit den Punktspielen los. Als Aufsteiger ging es zur gestandenen Truppe vom Heidenauer SV, die in der vergangenen Saison den 4. Platz erreicht haben.

Mit dem nötigen Respekt gingen wir ins Spiel. Nach wenigen Minuten merkte man, dass der Gastgeber noch viel mehr Respekt vor uns hatte. Wir bestimmten klar das Spiel, eine Torchance nach der anderen wurde von uns herausgespielt. Es war klar zu sehen, dass wir deutliche Schnelligkeitsvorteile hatten. Nach 20 Minuten hätten wir schon 4:0 führen müssen!!! Aber ausgerechnet unsere Torjäger Ralph Kunze und Maik Richter brachten den Ball einfach nicht im Tor unter. Als „Henne“ Mann nach einem Pfostenschuss den Ball im Nachschuß versenkte, entschied der Schiri auf Abseits (Fehlentscheidung). Bei 3 weiteren Abseitstoren in der 2. Halbzeit lag er wieder zweimal falsch, einmal richtig! Aber die Schiris haben es ohne Assistenten auch verdammt schwer. Mit einem 0:0 ging es in die Halbzeitpause und hier schauten sich unsere Spieler verdutzt an, was wir für Chancen haben liegen lassen.

In der 2.Halbzeit ging es genauso weiter, es war wie verhext, der Ball wollte nicht rein. Altes Fussballgesetz, wenn aus dem Spiel heraus nichts klappt, muss ein Standard her. In der 52. Minute war es unser Kapitän Nico Sandig, der einen Freistoss aus etwa 24 Metern in den linken Winkel zirkelte (Traumtor)!!! Jetzt war der Bann gebrochen, dachten wohl alle. Aber das Thema Chancenverwertung war weiter ein Grauen. Sage und schreibe achtmal gingen wir allein auf das Heidenauer Tor mit dem Ball zu!!!! Aber entweder hielt der großartige Heidenauer Schlussmann Andre Spätlich oder wir schossen kläglich am Tor vorbei. Noch eine Fussballweisheit, wer die Chancen nicht nutzt, der wird bestraft. So in der 65. Minute, als ein verunglückter Querpass von Henne zur Vorlage für die Gastgeber wurde und Rene Keeb zum 1:1 einnetzte. Jetzt schauten wir noch dümmer aus der Wäsche.

Aber es spricht für die Mannschaft, die diesen Schock sofort verdaut hat und weiter auf Sieg gespielt hat. Und sie wurde belohnt. Der eingewechselte Ron Grahnert spielte in der 85.Min. einen herrlichen Pass tief in den Strafraum, Maik Richter wurde gefällt und es gab Elfmeter. Wieder war es der Kapitän Nico Sandig, der die Verantwortung übernahm und eiskalt zum Siegtreffer verwandelte.

Wir wurden für unser pausenloses Anrennen auf den Heidenauer Strafraum doch noch belohnt, es gibt doch noch Gerechtigkeit im Fußball, aber alles andere als ein Sieg für uns wäre ein Witz gewesen!!! Die Heidenauer hatten im gesamten Spiel 3 Möglichkeiten, ein Verdienst unserer Defensive, in der Rene Oertel und „Dani“ Schwarz ein ganz starkes Spiel gemacht haben, nicht nur im Abwehrverhalten, auch für die Offensive haben sie sehr viel getan.

Fazit: Der 1. Sieg ist eingefahren, das ist das Wichtigste. Vielleicht war die Truppe zu nervös, hatte zu viel Respekt vorm Gastgeber, aber der hätte eigentlich nach gespielten 10 Minuten weg sein müssen. Der Gastgeber war in allen Belangen unterlegen. Unsere Mannschaft scheint top-fit, spielerisch lief es sehr gut, nur die Ch………! Wir sind gut gerüstet für die nächsten Spiele und dann wird es auch wieder mit den Toren klappen!!!

Aufstellung: Steinigen – Zschiedrich, Schwarz, Oertel, Leonardi (75. Neumann) - M. Sandig (75. Grahnert), Wange, Mann - N. Sandig - Richter, Kunze (80. Auerswald)

Tore: 0:1  /1:2 Nico Sandig

Bericht: Frank Wilde

(RE)

06.06.15   SG Gebergrund Goppeln AH1 - SV Eintracht Strehlen 9:1  (4:1)

Kantersieg gegen tapfere Strehlener!
Zum Saisonschluss empfingen wir das Tabellenschlusslicht. Natürlich waren die Rollen klar verteilt, aber jeder Gegner muss erst einmal bespielt werden. Wir wollten unsere tolle Saison mit einem klaren Sieg abschließen, dabei noch einmal richtig Spaß am Spiel haben. Wie das Ergebnis zeigt, unseren Spaß hatten wir.

Vor erfreulich vielen Zuschauern gingen wir bereits in der 6.Min.in Führung. Hendrik "Henne" Mann schloss einen Angriff über die rechte Seite mit einem scharfen Flachschuss ab, der gute Strehlener Keeper konnte noch parieren, aber genau gegen das Bein eines Mitspielers und der lenkte den Ball ins eigene Tor, uns war es recht. 4 Minuten später gab es Freistoß für uns, 20m zentral vor dem Tor und Thomas Wange erzielte ein herrliches Freistoßtor! In der 27.Min. hatte unser Leo seinen großen Auftritt! Auf seiner Abwehrseite hatte er den Ball, der nächste Gegenspieler war gefühlte 20m entfernt. Leo dachte sich wohl, prüfst du einmal deinen Keeper auf seine technischen Fähigkeiten und spielst ihn mal schön hoch an. Udo hatte mit diesem fiesen Ball natürlich seine Probleme, ein Strehlener erkannte die Sache, schnappte sich den Ball und konnte dann nur noch durch ein Foul gebremst werden, Elfmeter, Anschlusstor. Zu Leos Ehrenrettung muss man sagen, er hat eine Riesensaison gespielt, auf ihn war absoluter Verlass, da kann man zum Schluss auch einmal so eine "Gurke" loslassen. Der Anschlusstreffer der Gäste brachte ihnen nicht viel, denn 2 Minuten später startete unser Torjäger Ralph Kunze die Jagd auf die Torjägerkrone mit dem 3:1. In der 43.Min. machte er mit einem Elfer das 4:1 Halbzeitergebnis perfekt, zuvor wurde Maik Richter deutlich hörbar für alle am Fuß getroffen.

Für die 2. Halbzeit kam es darauf an, die Spannung hoch zu halten und noch ein paar Tore zu erzielen. Bereits in der 50.Min. spielte Maik Richter den Ball herrlich in den Lauf von Mathias "Zschiedi" Zschiedrich und der knallte den Ball an den langen Innenpfosten, ein wunderschönes Tor und als Defensivspieler bereits sein 9.Saisontor! 3 Minuten später wieder ein Freistoß vor dem Strehlener Tor, wieder 20m Torentfernung, wieder schoss Thomas Wange und wieder schlug der Ball im Dreiangel ein, das 6:1 war perfekt. In der 60.Min. wurde Maik Richter im Strafraum wieder gefoult, beim Torschuss wurde er an der Schulter nach hinten gerissen. Nach dem unser Sturmtank Maik in der 1.Halbzeit einen Elfer nicht verwandeln konnte, schnappte sich Henne den Ball und verwandelte sicher zum 7:1. Die nächsten beiden Treffer machte unser Torjäger Ralph Kunze auf seine eigene Art. Zweimal Alleingang und überlegter Abschluss in der 74. und 80.Min.! Damit hat er in dieser Saison38 Tore erzielt, ein überragendes Ergebnis, Gratulation!!! Nun stand es 9:1 und es waren noch 10 Minuten zu spielen. Es hatte den Anschein, dass keiner das 10.Tor machen wollte, auch nicht Ralph, es wollte wohl keiner die berüchtigte Kiste holen, was soll‘s, es sollten noch welche kommen, denn das" Urgestein" von Gebergrund Goppeln, unser Gehli, machte heute seine letzten aktiven Spielminuten und das auch noch mit der Binde, da weiß jeder was das bedeutet (Prost und weiter alles Gute)!!!

Das Spiel hatte noch einen Höhepunkt zu bieten! In der Halbzeitpause machte unser Henne seiner lieben Catharina auf dem Spielfeld einen Heiratsantrag, die gesamte Mannschaft stand Spalier für die angehende Braut und jeder Spieler übergab ihr eine Rose. Eine sehr schöne
emotionale Sache, ach und das JA-WORT kam natürlich auch. Man kann den beiden nur alles Gute wünschen und viel Glück für ihre Familie!!! Nach dem Spiel gab es noch ein gemütliches Beisammensein bei Bratwurst, Steak und natürlich einigen Getränken. An dieser Stelle vielen Dank an unseren Steffen der alles lecker grillte!

Als Trainer der" Alten Herren" möchte ich mich bei Falk Lösch, Holger Limbach, Thomas Kotte und Knoppi bedanken, sie haben mir alle organisatorischen Dinge abgenommen, so daß ich mich wirklich nur um das praktische mit der Mannschaft kümmern konnte, wie in einem Proficlub! Nur schade, dass Falk erst einmal ruhiger treten möchte. Nach den vielen Jahren Vereinsarbeit und seinem angespannten Job ist dies natürlich verständlich. Aber er wird mir und der Mannschaft sehr fehlen, es hat riesig Spaß mit ihm gemacht. Aber so viel Pause werden wir ihm bestimmt nicht geben! Jetzt freuen sich alle auf unser Vereinsfest kommendes Wochenende und den verdienten Urlaub. Und dann geht es an die neue Saison in der 1.Stadtklasse, wo wir wieder eine gute Rolle spielen wollen.

Aufstellung: Steinigen - Schwarz (46.Oertel), Auerswald (68.Zastrow), Zschiedrich, Leonardi (65. Weinas) - Mann, Wange (75.Gehler), Müller (35.Grahnert), Sandig - Richter, Kunze
Tore: 1:0 6.Min. ET, 2:0 10.Min. Wange, 2:1 27.Min. Salzer, 3:1 29.Min. Kunze, 4:1 43.Min. Kunze, 5:1 50.Min. Zschiedrich, 6:1 53.Min. Wange, 7:1 60.Min. Mann, 8:1 74.Min. Kunze, 9:1 80.Min. Kunze

Bericht: Frank Wilde

(RE)

06.06.15   BSV Lockwitzgrund - SG Gebergrund Goppeln AH1   1:2 (0:1)

Torschützen: 0:1 Nico Sandig (19.), 0:2 Ralph Kunze (48.), 1:2 (FE) Bittner (89.)

Glanzloser Auswärtssieg

Nachdem im letzten Spiel gegen den SV Helios 24 der Aufstieg in die 1.Stadtklasse perfekt gemacht wurde, wollten wir natürlich auch den Staffelsieg. Der heutige Gegner machte uns das Leben ziemlich schwer. Wie zu erwarten war, standen sie sehr tief, ein Mittelfeldspiel gab es bei ihnen fast nicht. Sie warteten auf ihrem "Handtuchplatz" auf unsere Fehler, um dann mit "Langholz" über ihren einzigen Stürmer zum Erfolg zu kommen. In der 19. Minute gab es einen Freistoß für uns. Nico Sandig zirkelte den Ball von halbrechts, etwa aus 20m unhaltbar für den Hüter flach ins rechte Eck. Ein paar Minuten vorher hatte er mit einem Freistoß aus ähnlicher Postion noch Pech, der Ball ging da an den linken Pfosten. Die 1:0 Führung sollte uns eigentlich in die Karten spielen. Aber heute waren wir auch taktisch nicht clever genug. Wir brauchten den Gegner eigentlich nur kommen lassen, um dann selbst mehr Raum im Angriffsspiel zu bekommen. Aber nein, wir spielten weiter den gleichen Stiefel herunter und so blieb es bis zur Pause bei der knappen Führung.

Kurz nach Beginn der 2. Halbzeit schlug Thomas Wange einen schönen Ball auf die linke Seite zu Nico Sandig, der ging auf und davon, seine scharfe präzise Eingabe knallte unser Torjäger Ralph Kunze volley unter die Latte. Ein perfekter Spielzug mit tollem Abschluss. Jetzt sollte das Spiel doch eigentlich eine Vorentscheidung haben, zumal ihr einziger Angreifer kräftemäßig völlig am Ende nach 60 Minuten ausgewechselt wurde. Aber weit gefehlt, der Gastgeber legte zu, auch in der Härte und wir hatten mit dieser Gangart doch einige Probleme. Bei der offensiveren Spielweise der Gastgeber ergaben sich für uns riesige Konterchancen, die wir aber alle unkonzentriert vergaben. Die Chancen von Lockwitzgrund wurden von unserem Torhüter Udo Steinigen souverän geklärt. Udo spielt überhaupt eine ganz starke Saison, wurde von Spiel zu Spiel souveräner und hatte somit einen großen Anteil an unserer tollen Saison. Ein Kompliment an den Gastgeber für seine kämpferische Einstellung. Obwohl es für sie um nichts mehr ging, gaben sie alles um den Anschlusstreffer zu erzielen. Das gelang ihnen auch in der 89.Minute mit einem Elfmeter, als ein Lockwitzgrundler wohl aus Schwäche in unserem Strafraum umfiel und der Schiri so viel Mitleid mit ihm hatte und den Strafstoß gab. Das Ehrentor haben sie sich aber auch für den kämpferischen Einsatz verdient.

Unterm Strich haben wir den Sieg absolut verdient und somit auch den Staffelsieg perfekt gemacht. Bei diesen tropischen Temperaturen kann man beiden Mannschaften für ihre läuferischen Qualitäten nur ein riesiges Kompliment machen. Heute war vor allem eine hohe Willenskraft gefragt. Für uns steht jetzt noch ein Heimspiel gegen die Strehlener aus. Vor dieser Mannschaft kann man nur den Hut ziehen. In der Meisterschaft weit abgeschlagen, oft mit deftigen Packungen, schenkten sie im Gegensatz zu anderen Mannschaften kein Spiel ab. Also großer Respekt! Unserer Mannschaft kann man zu dieser Saison nur Glückwunsch sagen. Mit einer tollen Trainingseinstellung, Disziplin, großem Teamgeist und unbedingtem Siegeswillen haben wir hochverdient den Aufstieg und den Staffelsieg erreicht. Aus einer großen mannschaftlichen Geschlossenheit, mit dem Torschützenkönig Ralph Kunze, ragte noch unser Kapitän Nico Sandig heraus! Er ging immer voran, ob Training oder Wettkampf, hat somit in der Mannschaft eine Riesenakzeptanz. Für mich der "Beste Spieler dieser Liga"! Ein echter Kapitän!!! Noch eine sehr erfreuliche Sache, unser Rene Oertel hat eine blöde Trainingsverletzung auskuriert und konnte heute wieder mit dabei sein, also auch für ihn ein schönes Saisonende! Am Sonnabend werden wir versuchen noch ein schönes Abschlusspiel hinzulegen und danach mit unseren Fans die erfolreiche Saison feiern.

Aufstellung: Udo Steinigen - Andre Auerswald (58. Mario Sandig), Daniel Schwarz, Tilo Neumann, Bernd Leonardi - Mathias Zschiedrich, Thomas Wange (81. Maik Zastrow), Hendrik Mann - Nico Sandig - Peter Müller (60. Rene Oertel)

Bericht: Frank Wilde

(RE)

Gebergrund Goppeln AH1 - SV Helios 24 AH 16.5.2015 11:00 Uhr 5:1 (2:1)  

Aufsteiger, Aufsteiger, heej, heej! Geschafft! Nach dem undankbaren dritten Platz im letzten Jahr haben wir uns heute selbst belohnt. Mit dem durchaus verdienten Sieg über Helios sind wir sicher Zweiter. Natürlich wollen wir mehr. Zumindest den kleinen Nachttopf, den uns Staffelleiter Peter Hauswald noch überreichen könnte. Ein Sieg fehlt. Egal, Saisonziel erreicht. Erste Stadtklasse, wir kommen.   

Da war schon bisschen Gift drin. Im Vorfeld des Spiels. Wir waren nicht durch und wollten gewinnen. Helios hatte im Januar eine Spielverlegung beantragt. Trotz Bemühungen unsererseits passte es nicht. Einige Stammspieler hätten uns immer gefehlt. Die Goppelner Spieler hätten das Trainerteam einen Kopf kürzer gemacht, wenn der eigenen Schwächung zugestimmt und dafür Helios mit Sack und Pack anreisen würde. So mussten die Gäste auf drei Stammspieler, darunter Steven Kmoch, verzichten. Dafür hatten sie bisschen was aus der Männer-Stadtoberliga dabei. Bei Goppeln fehlten mindestens Libero Dani Sahne, Mittelfeldmotor Rene Oertel und der gesperrte Leo. Aufgerechnet bei der Besetzung also ein Spiel auf Augenhöhe.

Schon mit dem Anpfiff sah man, dass beide Teams zur Spitze gehören. Das sah stellenweise schon nach Fußball aus. Goppeln etwas überlegen, Helios verteidigte gut. Vor allem zwischen den Strafräumen wurde um die Bälle gekämpft. In der elften Minute sorgte ein zu hohes Bein der Gottesanbeter von Helios bei Kapitän Nico für ein echtes blaues Auge. Dafür gab es gelb. Nur eine Minute später köpfte der nahezu Einäugige eine Ecke Richtung Helios-Hüter. Der klatschte ab und genau auf irgendein zentrales Körperteil - nein, nicht die Hand - von Ecki. Von dort sprang der Ball ins Tor. Jubel bei den Gastgebern, hängende Köpfe bei Helios. Goppeln nun weiter im Vormarsch. Ralph und Maik machten vorn ordentlich Ballett, Tilo und Thomas sicherten hinten vor Ecki ab. In der 18. Minute ein Zuspiel von Nico auf Maik, der sich um Ball, Gegenspieler, Sonne und Pfosten drehte und aus spitzem Winkel abzog. Rumms, 2:0, Hüter machtlos. Sauber, durchatmen. Dann ließen sich die Goppelner das Spiel ein wenig abnehmen. Helios musste nun kommen. Und das taten sie auch. In der 30. Spielminute spielten die Helios-Kicker die Goppeln Abwehr schwindelig und netzten mit einem platzierten Schuß in die linke Ecke zum 2:1. Nur nicht nervös werden. Schon eine Minute später knallte der heute bisschen glück- und punktlose Kaugummi-Ralph einen auf die Latte. Schade, das hätte Entlastung geschafft. Dafür beschäftigte er Gegners Abwehr gut.

Zur Pause ging es in die Katakomben, um die Konzentration hoch zu halten. Das Spiel war lange nicht gewonnen. Gegner kommen lassen und Druck nach vorn aufbauen, so die Geheimparole des Cheftrainers. Fehler machen die alleine. Der Mann braucht keine Glaskugel! Gerade eine Minute stand auf der Stadionuhr als Maik einen Ball geschickt auf den einlaufenden Zschiedi durchsteckte. Und der? Nein, man kann es gar nicht glauben, donnerte das Ding nicht mit der Pike, sondern tatsächlich mit dem Vollspann, in die linke Ecke der Gäste. Mitten ins Herz der wackeren Helios-Kicker. Puhh 3:1. Das war wichtig. Helios bäumte sich auf. Aber es kam kaum etwas zustande, das nach Gefahr roch. Die Stürmer waren bei Ron und Aui in guten Händen. Kiwi, der heute für die verletzte Holzkatze die Nummer eins bekam, langweilte sich inzwischen im Tor. In der 75. Minute dann der Knock-out für die Gäste: Nico knallte einen Ball mit Schmackes an den linken Pfosten. Maik sagte artig danke, weil er das Spielgerät nur noch locker am schon geschlagenen Helios-Hüter vorbei ins Tor befördern musste. Gleich zwei Minuten später versemmelte der heute definitiv nicht von Fortuna geküsste Kaugummi-Ralph noch einen Riesen. Helios gab sich nun geschlagen. Die Kraft ließ nach und man war nun auf Schadensbegrenzung aus. Einen bekamen sie aber noch. Nach der verursachten Augenblessur war das nur recht und billig: Nico zog von halblinks einfach mal ab. Die Kirsche senkte sich undankbar und unhaltbar für den Keeper ins lange Eck. Mit dem 5:1 war der Aufstieg perfekt. Der Schlusspfiff war reine Nebensache. Die Trainer wurden ohne Ersatzklamotten sektgeduscht und klebten fortan wie Pattex an ihren Schützlingen. Das blaue Auge und sämtliche Gewinnerkehlen wurden anschließend ausgiebig gekühlt. Einziger Fauxpas: Alle Mannschaftsbilder sind nüscht geworden. Wahrscheinlich war Bernd auch zu aufgeregt, um beim Foto den richtigen Auslöser zu treffen.  

Fazit: Wir wollten unbedingt. Einer der beiden Trainer ist heute wohl sichtbar gealtert. Um Jahre. Nach dem Dilemma im letzten Jahr, dem dritten Platz, der kurzfristigen Abmeldung von Bühlau und schließlich keinem Nachrücker wollten wir uns das diesmal ersparen. Jetzt haben wir unser Saisonziel erreicht. Pflicht erledigt, die Kür kann kommen. Helios war ein ebenbürtiger und fairer Gegner. Den Aufstieg haben die nicht heute versemmelt. Zweimal gegen Löbtau verloren und dazwischen -  wie auch wir - gepatzt. Denen fehlt einfach die Personaldecke für die Konstanz. Trotzdem war Goppeln spielerisch besser. Konstatierten auch die Gäste am Ende. Der Sieg geht völlig in Ordnung. Hätte den Chancen nach eigentlich auch höher ausfallen müssen. Neben allen, die vorbildlich gekämpft und geackert haben, war heute MVP eindeutig Nico. An drei Toren beteiligt, eines selbst erzielt und ein blaues Auge erspielt. Das ist schon eine hohe Messlatte, die er da auflegt. Könnte vielleicht auch knapp für den Titel "Man of the season" reichen. Mal sehen. Danke an alle, die sich über die Saison in den Dienst der Mannschaft gestellt haben. Auch, wenn nicht alle ausreichend Spielzeit bekamen. Insbesondere an Udo und die anderen Wechsler, die manchmal spät und - spielstandsbedingt - manchmal gar nicht eingewechselt wurden. Das sind echte Teamplayer! Und danke auch an den Haupsponsor Schillergarten, der heute Abend sicher noch gebetenen Besuch bekommen wird. (FL)      

Aufstellung: Thomas Lindner - Ralph Eckardt, Ron Grahnert (85. Mario Sandig), André Auerswald, Tilo Neumann (85. Jörg Weinas) - Matthias Zschiedrich, Thomas Wange (80. Peter Müller), Nico Sandig, Hendrik Mann - Ralph Kunze, Mai Richter +++ Udo Grützner

In eigener Sache: Mit seiner teils schrägen, teils unsachlichen, teils messerscharfen Analyse mancher sportlichen und unsportlichen Vergleiche verabschiedet sich der eishockey-, wassersport- und fischereisachverständige Chefkorrespondent nun in seine wohlverdiente Altersteilzeit. Von Fußball hat der sowieso nur durch Dritte gehört. Mit anderen Worten: Das war's. Die beiden letzten Saisonspiele glänzt die Redaktion nun durch urlaubsbedingte Abwesenheit. Die vielen Jahre als Brauseflaschenfüller und Trikotkofferpacker, als Ausheuleschulterbereithalter und Amateurpsychologe, als Paßmappenkleber und Gummikegelaufsteller, als Bierkastenschlepper und Ballaufpumper, als Stutzensortierer und Konditonsschleifer, als E-Mail-Sammler und Eissprayversprüher haben echt geschlaucht. Dazu vorher noch ein paar Jahre als Einzelkämpfer für die zweite Männermannschaft. Das hinterlässt Spuren. Nicht nur im Gesicht, auch im Kopf. Die Berichte zu schreiben hat Spaß gemacht. Manchmal. Meistens. Man darf auf mögliche Nachfolger gespannt sein. Es muss ja sonnabends nicht immer bis 19:00 Uhr gehen. Lieber ab 19:00 Uhr. Und dann im Schillergarten. Prost, Servus und danke an die Truppe(n) für all die schönen Stunden!

TSV Cossebaude AH - Gebergrund Goppeln AH1 9.5.2015 10:30 Uhr 2:2 (2:2) 

Einen Punkt gewonnen oder zwei verloren? Tendenziell eher letzteres, obwohl man angesichts der vorliegenden Umstände auf Goppelner Seite durchaus zufrieden ist. Ein Punkt in Cossebaude war angesagte "Mindestausbeute" des Chefcoaches vor dem Spiel. Mit 55 Minuten in Unterzahl hat sich das die Truppe auch redlich erkämpft. Sieht man auf die Chancen in der ersten Halbzeit und vor allem die Hunderprozentigen in Hälfte zwei, gehörten die zwei "Zusatzpunkte" wohl eher ins Reisegepäck der Goppelner. Aber mit dem Punkt können wir leben. Jetzt geht es in den letzten drei Spielen noch mal um etwas. Auch schön, es bleibt spannend.  

Trotz schönen Wetters mit frühsommerlichen Temperaturen kehrten die Goppelner beim Ausswärtsspiel gegen Cossebaude in ihre roten Langarmtrikots zurück. Nach dem überraschenden Spielausgang der Cossebauder im Lockwitzgrund war klar, die wollen nicht absteigen und mobilisieren alle Kräfte. Egal aus welcher Mannschaft. Das sah man an der Aufstellung. Dazu wechselte man vom üblichen Kunstrasen auf den großen Rasenplatz. Nach den ohnehin großen Personalsorgen in der Vorwoche fielen bei Goppeln auch noch Aui und Dani Sahne aus. Shit happens. Quasi ohne sieben wurde die AH1 durch die AH2 sowie viele reaktivierte und reanimierte alte Kämpen verstärkt. Nein, das ist überhaupt nicht abwertend gemeint. Die alten Knochen bewegten sich noch ganz gut. Für ein Spiel zumindest.

Der Auftakt war nach Maß. Nach schöner Flanke vom Hackepeter von links köpfte sich der Kaugummi-Ralph einen Treffer näher an die vereinsinterne Torjägerkrone. Vielleicht 40 Sekunden waren da gespielt, das schnellste Tor der Saison. Phantastisch. Cossebaude zunächst geschockt, spielte dann aber erstmal mit. In der 5. Minute trafen sie den Pfosten. Glück gehabt. Vielmehr kam aber nicht. Sie brauchten Standards, um überhaupt mal gefährlich zu werden. Und richtig. In Minute 29 wurde ein Freistoß von der Goppelner Mauer so ungünstig abgefälscht, dass die heute sehr gut aufgelegte Holzkatze nicht mehr richtig dran kam. Ausgleich. Goppeln machte trotz völlig veränderter Aufstellung das Spiel. Einzig vor Gegners Strafraum wollten die Zuspiele nicht gelingen. In der 35. Minute sah Leo durch ein Allerweltsfoul an strategisch unbedeutender Position an der Mittellinie und nah am Seitenaus plötzlich die gelb-rote Karte. Wurde der Schieri bis dahin noch für seine gute Leitung gelobt, mangelte es hier eindeutig an Übersicht. Und wurde im weiteren Spielverlauf nicht besser. Er fiel zumindest immer häufiger auf die schreiende "9" der Gestgeber herein. Leider hatte Leo vorher für ein "Sperren" schon gelb gesehen - was draußen kaum einer mitbekam - und musste so vorzeitig den Platz verlassen. Das war taktisch wenig elegant. Aus dem folgenden Freistoß entwickelte sich die 2:1 Führung für Cossebaude. Wie erwähnt, kam von den Gastgebern sonst nicht viel zählbares. Goppeln war auch zu zehnt spielerisch besser. Für Cossebaude wenig schmeichelhaft: die kickten gegen zehn Leute nicht einen Deut besser als gegen elf. Im Gegenteil. Der Schieri hatte quasi schon die Trillerpfeife für den Pausenpfiff im Mund, da steckte Zschiedi ,von einer persönlichen Muse der Ideen wachgeküsst, noch einen mustergültig auf Ralph in die Spitze durch. Der ging im eins gegen eins als Sieger hervor und zog aus spitzem Winkel ab. Ausgleich. Der Cossebaude-Hüter - übrigens wohl deren bester Mann - haderte lautstark mit sich, seinen Vorderleuten, dem Ball, der Reaktionsgeschwindigkeit, dem Flugvermögen, dem Wind, der Sonne, dem Platz, der Wiese, seinem Kampfanzug, den Handschuhen und was sonst noch so Schuld gewesen sein könnte. Dann unterbrach der gewissenmaßen Neutrale die Partie für die übliche Viertelstunde.  

In der Pausenansprache mahnte der Coach zur Ruhe. Einfache schnelle Spielzüge in die Spitze sollten die kräftemäßig deutlich nachlassenden Gastgeber unter Druck setzen. Die zweite Hälfte gehörte von den Anteilen her noch mehr den Gästen. Cossebaude kam nur selten Richtung Holzkatzen-Tor. Mal bei Ecken, ja. Aus dem Spiel heraus nicht wirklich. Im Mittelfeld dominierte Goppeln. In der 50. Minute hatte Nico auch einen schönen Pfostentreffer. Leider auch kein Tor. Geduld bewahren. Wir wären nicht die erste Truppe, die, trotz Überlegenheit, bei einer einzigen Unaufmerksamkeit vielleicht doch noch den entscheidenden Treffer zur Niederlage hinnehmen muss. Aber die Abwehr stand gut. Auch mit einem Verteidiger weniger. Der für den genesenen Käpt'n Mootzl eingewechselte Kiwi machte außen richtig Ballett. Das Mittelfeld wurde schnell überbrückt. Vorn fehlte diesmal wirklich bisschen die Glücksgöttin. Kann nicht nur alles der ungewohnte Naturrasen gewesen sein. Henne hatte fünf Meter vorm Tor einen auf dem Schlappen. Allein. Der ebenfalls eingewechselte Hipo ergaunerte sich den Ball nach Abspielfehler der Cossebaude-Abwehr und machte deren Torwart berühmt. Der Kaugummi-Ralph war auch für einen Stürmer mal zu egoistisch und übersah die zwei im Zentrum frei stehenden Mitspieler. Henne kann mit links nicht flanken. Wir waren kurz davor. Man hatte immer das Gefühl, es passiert noch kurz vor Schluss. Der Mann mit den dunklen Farben schien das messerscharf zu analysieren und blies ganz genau oder sogar etwas vorfristig in sein tonerzeugendes Instrument. Summasumarum reichte die Überlegenheit nicht mehr für das Siegtor.  

Fazit: Die zahlreichen Ausfälle sorgten bei Goppeln für reichlich Demut vor dem Cossebaude-Spiel. Keiner wusste, ob gegen uns nicht auch wieder Kollegen aus den höheren Männer-Ligen den Abstieg verhindern sollten. War dann zum Glück nicht so schlimm. Bei Cossebaude fielen eigentlich nur drei Leute auf: Der gute Torhüter, der schon recht betagte Zehner, der aber noch den Ball rund machen konnte, und vor allem der Neuner Renè Zebisch, der in wirklich jeder Situation mit Gegnernähe stets laut schreiend wie ein Stein zu Boden fiel. Aber selbst ordentlich austeilte. Die einen nannten das unsportlich, die anderen clever, weil es den Schiedsrichter beeindruckte. Und Leo bekam das zu spüren. Das sollte man immer auf dem Zettel haben, wenn gegen die Dresdner Vorstädter zu spielen ist. Geht man vom Spielverlauf aus, haben wir zwei Punkte liegen gelassen. Nach 55 Minuten in Unterzahl und mit den ganzen Personalsorgen haben wir uns einen Punkt erkämft. Dementsprechend schien der Coach nach dem Spiel durchaus zufrieden und bemängelte lediglich ganz vorsichtig die liegengelassenen Chancen. In Hälfte eins und vor allem nach der Pause, als Cossebaude stehend KO schien. Wir haben immer noch vier Punkte Vorsprung. Nun schaut die Mannschaftsleitung gedämpft optimistisch zum nächsten Wochenende, wenn mit Helios ein echtes Sechs-Punkte-Spiel ansteht. Leider werden nun zusätzlich noch Leo nach seiner gelb-roten Karte gesperrt sowie Thomas urlaubsbedingt abwesend sein.      

Aufstellung: Udo Steinigen - Uwe Mann, Bernd Leonardi (bis 55. g/r), Ron Grahnert (87. Jörg "Pu" Damaske), Matthias Zschiedrich - Thomas Wange, Nico Sandig, Hendrik Mann, Peter Mootz (64. Thomas Lindner) - Ralph Kunze, Peter Müller (71. Jörg "Hipo" Weinas) +++ Torsten Steinich

Gebergrund Goppeln AH1 - Fortschritt Meißen-West AH 2.5.2015 11:00 Uhr 6:1 (3:0)  

Ein Festival der Fehlpässe führte bei den leidensfähigen Zuschauern heute zu diversen Formen von Augenkrebs. Tapfer hielten sie trotzdem bis zum Schluss durch. Der Coach meinte, "Das Problem sei ja gar nicht die grottige Spielweise seiner Schützlinge. Nein, Schuld ganz allein wären die bescheuerten blauen Trikots, die unsere farbenblinden Protagonisten komplett irritieren würden ;-)". Weil der Gegner heute in rot auflief wollten die Goppelner anscheinend immer die Meißner anspielen. Umgekehrt aber auch. Ein nicht von der Hand zu weisender Eindruck am Spielfeldrand. Ansonsten Pflichtaufgabe gelöst und die erhofften sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellennachbarn hergestellt. Das war noch das Beste. Die Gäste haben sich bestmöglich verkauft und waren am Ende sicher zufrieden, keine Packung bekommen zu haben. Konnten sie auch. Sie hielten trotz personeller Sorgen ordentlich dagegen. Respekt dafür.  

Beide Teams liefen bei warmer Frühlingssonnne mit deutlich veränderter Personalstruktur auf der Wittgensdorfer Straße auf. Goppeln musste viele Stammspieler ersetzen, Meißen-West noch mehr. Die waren die erste halbe Stunde sogar nur zu zehnt. Und kein Wechsler mehr auf der Bank. Auch bei der Quersumme des Lebensalters waren die Meißner klar im Vorteil. Und sie liefen auch noch in rot auf, so dass die Heimmannschaft auf die blauen Hemdchen umsteigen musste. Was für ein Omen. 

Die Gäste mauerten sich zunächst hinten ein, um einen frühen Treffer zu verhindern. Hatte allerdings wenig Zweck. Obwohl die Heimmannschaft sich in blau erst finden musste, dauerte es nur fünf Minuten bis Henne den ersten Treffer erzielte. Die Vorarbeit kam von Nico, der die Kugel von rechts brachte und Henne so den Meißner Schlussmann überwinden konnte. Dann gurkten sich die schläfrigen Goppelner so über den Platz. Erst in der 35. Minute war es der nachnominierte Schweinz, der als erster das Schnarchkissen aus dem Gesicht nahm und per Kopfball zum 2:0 für Goppeln netzte. Von einer Vorentscheidung konnte man in Minute 42 reden, als der Schötzer im Strafraum einfach umgerissen wurde. Der Sünder selbst diskutierte auch nicht. Den fälligen Elfer verwandelte die Kaugummitöppe zum 3:0. So ging es in die Katakomben. Die Freundlichkeit in der Ansprache des Trainers entwickelte sich diametral zur gesehenen Spielqualität des Teams in Hälfte eins. Im Klartext, er sprach selbigen mit seinen Jungs. Vor allem die Zuspiele wurden moniert. Leider zu recht, das wussten die hängenden Köpfe.

Hälfte zwei hielt, was die erste schon versprach. Die spielerische Qualität machte einen Quantensprung. Leider nach unten. Das Ding schien im Geiste bereits abgehakt. Dann erhielten die Goppelner in der 58. eine weitere Chance nach klarem Foul in Gegners Strafraum. Den nagelte die Kaugummitöppe scharfen Auges fest in die Hände des mittig stehenden und inzwischen bereits oberschenkelgezerrten Gästekeepers. Das machte die Sache rund. In der 62. Minute trug sich dann Schweinz erneut in die Liste der Torjägeranwärter ein, als er einen Abpraller nach Schussversuch der Kaugummitöppe zum 4:0 versenkte. Jetz muss doch mal bisschen Ruhe in den Spielaufbau kommen. Denkste! Genau sieben Zeigerrotationen später war die Abwehr bei einem langen, ungefährlichen Ball gedanklich nicht auf Ballhöhe. Und so musste Dani Kopf und Kragen riskieren und touchierte den Ball mit dem Arm. Handelfer die logische Konsequenz. Keine Proteste. Meißen klaute der Holzkatze die Null. Allerdings - sorry, der muss sein - wurde unser Hüter vorher offenbar mit reichlich Pattex aufrecht stehend an die Linie geklebt. Egal. Auch, weil gleich eine Minute später Nico mit einem platzierten Schuss in die linke Ecke den alten Abstand durch das 5:1 wieder herstellte. Dann kam in der 76. Spielminute "Nasenkopfball- Zassi" für Ron und nicht viel später auch Mootzl für den Schötzer. Den Schlusspunkt in einer leider wenig ansehnlichen Partie setzte der Kaugummi-Ralph mit dem 6:1 in der 80. Minute, als er im Nachsetzen die Murmel noch hinter die Linie brachte.

Fazit: Möglicherweise waren die Schlachtenbummler des Heimteams nach der guten Vorstellung in der Vorwoche gegen Löbtau optisch zu verwöhnt. Kann schon sein. Jedenfalls war Goppeln auch heute von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft. Keine Frage. Die nachgerückten Kicker Schweinz und Frieder fügten sich passend ins Team ein. Man merkte aber, dass die Goppelner heute im Kopf eben nicht die Kickers oder Helios hatten, sondern "nur" Meißen. Genau davor hatte das Trainer-Duo vorher gewarnt. Die Meißner waren eben beileibe kein lustiger Punktelieferant. Das wussten wir vom Hinspiel. Auch ersatzgeschwächt haben sich die Porzellanstädter heute gut verkauft und kamen sogar vereinzelt zu Chancen. Goppeln machte sich vor allem durch die unpräzisen Pässe das Leben selber schwer. Aber gut, solche Spiele gibt es immer über die Saison. Das Ergebnis geht in Ordnung, drei "Pflichtpunkte" wurden eingefahren. Die Meißner haben sich mit ihrem Rumpfteam und dem verletzen Goalie sehr respektabel aus der Affäre gezogen. Nächste Woche geht es nach Cossebaude. Der Spielbeginn wurde auf 10:30 Uhr vorverlegt.  

Aufstellung: Udo Steinigen - Daniel Schwarz, Bernd Leonardi, Ron Grahnert (76. Maik Zastrow), Lars Friedrich - Thomas Wange, Nico Sandig, Hendrik Mann, Jens Schötz (82. Peter Mootz) - Ralph Kunze, Robert Heine

Gebergrund Goppeln AH1 - Löbtauer Kickers AH1 25.4.2015 11:00 Uhr 7:0 (4:0)  

"Hab ich doch gesagt", so der O-Ton des Coaches nach dem Spiel. Und sein Zusatz: "Solche Spiele machen mir Spass"! Mit einem 7:0 machten die Goppelner Altherren nämlich heute ihrem Ärger vom verpatzen Hinspiel in Löbtau Luft. Und am von manchem Gastzuschauer kritisierten Schiedsrichter lag es keinesfalls. Dazu war das Resultat einfach zu deutlich. So gratulierte der Gästetrainer mit der Bemerkung "Meine Jungs waren heute nicht auf dem Posten" auch ganz fair nach der Partie. 

Angeblich musste Löbtau heute auf sieben Stammspieler verzichten. Am Ende waren aber die Schlüsselspieler wie von Zauberhand dann doch dabei. Bestimmt Taktik ;-)! Einzig der Kapitän und vielleicht noch ein, zwei Kicker wurden vermisst. Ceric, Hanna, Engin und Sattler liefen aber auf. Der Coach warnte demzufolge vor einer zu offensiven Spielweise, die dem Kontervermögen der Löbtauer in die Karten spielen würde. War aber gar nicht nötig. Alle wussten, worum es geht.

Goppeln war von Anfang an die dominierende Mannschaft. Wurden erste Chancen noch vergeben, klingelte es schon in der 8. Minute nach mustergültiger Vorarbeit des Sturmtanks und Vollendung durch die Kaugummitöppe. Klasse. Goppeln blieb am Drücker, die Löbtauer hielten so gut sie konnten dagegen. War nicht gut genug. In der 16. Minute wurde Maik ein Strafstoß zugesprochen, der von den Gästen diskutiert wurde. Klar bei dem Spielstand. Foul wars. Übrigens zum wiederholten Mal in Gegners Strafraum. Diesmal kam der Pfiff und Ralph vollendete souverän zum 2:0. Danach ließ Goppeln die anfängliche Präzision bisschen vermissen. Erst als sich der Sekundenzeiger 32 Mal um die Achse gedreht hatte, netzte Nico einen langen Ball perfekt ein. Torwart angeschossen und getunnelt und aus spitzem Winkel rein ins Glück. 3:0, das passte allen in rot. Und als dann Maik gleich noch zwei Minuten später einen weiteren langen Ball gekonnt über den Hüter lupfte, war das Spiel vorentschieden. Der 100. Saisontreffer fürs Team kostete den stark "Kopfbehaarten" eine weitere Kiste. Wurde später dankend angenommen. Kurze Schrecksekunde noch, als die Gäste kurz vor der Pause den Pfosten trafen.

In der Getränkepause suchte das Team lieber die dunklen Katakomben das Kabinentraktes auf. Wahrscheinlich war's draussen zu warm. Der Coach hatte wenig bis nichts zu meckern. Unbedingt Spannung halten. Wir erinnerten uns an Spiele gegen Löbtau, wo wir nach einer deutlichen Führung noch Punkte abgaben. Also raus jetzt und weitermachen! Löbtau musste seinen guten Verteidiger Hanna arbeitsbedingt an den Dönerspieß entlassen. Die Gäste ließen konditionell, aber vor allem mental nach. Sah man. Goppeln ging es ruhiger an. Die Gäste mussten kommen. Eine Phase wilden Anstürmens der Löbtauer überstanden die Goppelner schadlos. Einmal rettete der kämpfende Ron mustergültig für seinen geschlagenen Hüter auf der Linie. Man wartete jetzt auf die Fehler des Kontrahenten. Und wie vom Nationaltrainer vorhergesehen, machten sie die ganz allein. Einer führte in der 69. Spielminute zum 5:0 durch die nachsetzende Kaugummitöppe. Nun war die Sache wirklich durch. Was dann kam, gehört in die Kategorie "Vereinsgeschichte". Nachdem schon der Hackepeter für Ron ran durfte, ersetzte der inzwischen leider auch ergraute "Nasenkopfball-Zassi" - diesen Namen hatte sich die Legende übrigens bei einem Spiel gegen die Kickers erkämpft - in der 85. seinen Schwiegersohn in spe Henne. Für Spieler dieses Kalibers reichen fünf Minuten. Die Spieluhr hatte sich kaum 60 Sekunden erzittert, da setzte sich der Einwechsler nach Doppelpass mit Ralph über rechts durch und erstolperte sich mit allerletzter Kraft sein 6:0. Effektivität nennt man das. Der Coach nannte es "goldrichtig gewechselt". Und nochmal drei Minuten später schloss Zassi seinen Grundliniensprint mit einer flachen Eingabe ab und bediente diesmal andersrum die Kaugummitöppe, der sich mit dem 7:0 bedankte. Zwei Ballberührungen - ein Tor, ein Assist. Hallo Dynamo, hier kommt was nach. Dann hatte Holger ein Einsehen und erlöste die Kickers mit dem Schlusspfiff. Beide Mannschaften bekamen ein Abseitstor aberkannt, Goppeln erspielte sich noch einige gute Chancen, auch mit Pfostentreffer, in Hälfte zwei. Und hat einen Vierfachtorschützen mit kaugummifarbenen Latschen. Wo bleibt das Bier? 

Fazit: Hatte Goppeln im Hinspiel noch echte Personalsorgen, waren heute bis auf vier  Stammspieler eigentlich alle an Bord. Die verlorenen Punkte haben wir uns zurückgeholt. Löbtau lebt zumeist von seinen vier Schlüsselspielern, die wir diesmal aber gut aus dem Rennen nahmen. Das Team spielte und kämpfte vorbildlich. Respekt und danke für diese geile Vorstellung! Wenn man heute wirklich jemanden hervorheben muss, dann wohl Aui, der den flinken Sattler konsequent aus dem Spiel nahm und auch Thomas als defensiver "Allesabräumer". Klasse. Selbst die Abteilung Offensive blieb nichts schuldig (außer vielleicht noch ein paar Treffer), dafür blieb die Holzkatze torlos. Quintessenz: Leo kann gefährliche Querpässe ins eigene Abwehrzentrum ;-), Dani Sahne kann Kuchenessen. Musste sich auch kaum bewegen. Sagte er. Braucht er nicht, wenn wir damit kein Gegentor fangen. Eines kann man nach dem Spiel aber wirklich konstatieren: Wir hatten heute reichlich Schwein! Nach dem Spiel, schön in Scheiben geschnitten und mit Senf. Prost Jungs und Mahlzeit. (FL)

Zusatzbemerkung: Die Löbtauer haben übrigens inzwischen einen sehr fairen Spielbericht auf ihrer Seite. http://www.loebtauer-kickers.de/ (unter Mannschaften/1.Altherren). Logisch, dass dort der Elfer diskutiert wird. Für mich war's klar einer. Hätte man im Übrigen auch vorher schon bei anderen Aktionen geben können. Spielentscheidend war es bei 7:0 definitiv nicht. Wir wollten den Sieg diesmal mehr als Löbtau. Erinnert sei aber bei der emotionalen Gästeschilderung gern noch einmal an das Hinspiel, als uns beim Stand von 2:0 für Löbtau ein deutlich sichtbarer Handelfer verwehrt wurde. Hätte, wenn und aber - wir haben es seinerzeit akzeptiert. Gewonnen hätten wir wohl ebenso nicht. Und während meiner "neutralen Spionage" beim Kickers-Heimspiel gegen Helios mussten sich die Gäste - na, sagen wir es freundlich - auch nicht über ständige Bevorzugung beklagen. Also, machen wir einen Haken dran und sehen uns hoffentlich nächste Saison sportlich wieder. Sonst sind sie ja ganz nett, die Löbtauer. ;-)

Aufstellung: Udo Steinigen - Daniel Schwarz, Bernd Leonardi, Andrè Auerswald, Mathias Zschiedrich - Thomas Wange, Nico Sandig, Hendrik Mann (ab 85. Maik Zastrow), Ron Grahnert (70. Peter Müller) - Ralph Kunze, Maik Richter

SV Motor Sörnewitz AH - Gebergrund Goppeln AH1 11.4.2015 11:00 Uhr 0:5 (0:2)  

Die weiteste Auswärtsanreise der Saison wurde erfolgreich abgeschlossen. Goppeln war wegen des Unentschiedens im Hinspiel vorsichtig, konnte sich aber doch auf Gegners Platz für den Punktverlust revanchieren. Obwohl die Neusörnewitzer nicht eben leicht zu bespielen waren, geht der Sieg nach Anteilen völlig in Ordnung. Positiv: Der ältere Herr aus Lommatzsch, der Leo getrost als Jungspund hätte bezeichnen dürfen und die Partie leitete, lag selten daneben. Vielleicht mir Ausnahme eines Handspiels im Sörnewitz-Strafraum. Grobe Fouls gab es ohnehin keine.

Nachdem am letzten Wochenende die ersten schon wieder ihre Weihnachtbäume beleuchten wollten, hatte die Sonne endlich sommerliche Temperaturen im Gepäck. Eine Weltreise von 27 Kilometern zu Motor Sörnewitz stellte einige Sportfreunde vor eine Herausforderung beim Zeitmanagement. Unklar. Ebenso unklar war, warum die Gastgeber ein "Motor" im Namen führen. Wegen der Nachbarschaft zu Feld und Güllegespann wäre ein "Traktor" optisch passender gewesen. Egal. Geruchsbedingt blieben so wenigstens die Fliegen auf dem Nachbargrundstück. Bei herrlichem Frühlingswetter traten die Goppelner nun an, um ihre Scharte vom 2:2 Hinspiel auszuwetzen. Nominell waren alle an Bord. Dennoch konnten einige krankheitsbedingt nicht durch-, andere nur kurz und einer gar nicht spielen. Egal, das Protokoll war voll. Auch wenn der Sörnewitz-Laptop mit unterzuckertem Arbeitsspeicher und der Rechengeschwindigkeit einer russischen Magazinverkäuferin glänzte. Dafür konnte das Handy punkten. 

Goppeln begann vorsichtig. Und richtig, die Senioren von der S-Bahn-Rennstrecke kamen mit langen Bällen einige Male Richtung Goppeln-Strafraum. Echte Torchancen waren aber wenige dabei. Die Goppelner Gäste taten, was von ihnen erwartet wurde. Sie machten das Spiel. Leider bisschen unpräzise, so dass die zwingenden Möglichkeiten vorerst ausblieben oder vergeben wurden. Erst in der 25. Minute ließ Henne nach einem Pass von rechts seinem Kapitän den Vortritt und Nico verwandelte zum 1:0 für Goppeln. Sehr gut. Führung. Weitere Chancen verhinderte die fehlende Präzision oder die Sörnewitzer warfen sich dazwischen. So waberte die Partie vor sich hin. Goppeln blieb überlegen. Kurz vor dem Pausenpfiff bediente Tilo seinen Achter mit einem schönen Zuspiel in die rechte Spitze. Obwohl René heute zumindest in Hälfte eins mit Sörnewitzern, Naturrasen, Schuhwerk und Sonnenlicht gefühlt viele Gegner hatte, netzte er perfekt ins linke Eck zum wichtigen 2:0. Gleich darauf wurde isotonische Durstlöschung auf der Sonnenbank befohlen.

Während der Coach im Spiel noch ungebremst hyperventilierte, beruhigte er in der Halbzeit zunächst sich, dann die Mannschaft. Wege zeigen, kontrolliert weiterspielen. Die zweite Hälfte war kaum zehn Minuten alt, da bedankte sich Nico nach einem zunächst abgewehrten Schuss mit dem dritten Treffer für Goppeln. Unmittelbar darauf kamen Kiwi und Thomas für Ron und Tilo. Der grippale Hackepeter verlängerte in der 64. sensationell per Kopf einen langen Ball, den die Kaugummitöppe erlief und zum 4:0 rund machte. Damit war die Sache im Grunde gelaufen. Die Männer aus Sörnewitz gaben sich nicht auf, aber nach vorn ging Mitte der zwoten Hälfte nur noch Sporadisches. Gut für Dani Sahne, der für seine Sprints am Ende wohl gern die Lokführer bestochen und die S-Bahn genommen hätte. Den Schlusspunkt in einer fairen Partie setzte einmal mehr der Mann mit der gelben Armbinde (Ohne Punkte. Also bitte!), der in der 87. Minute nach Zuspiel vom Grippepeter den Ball zum 5:0 ins Eck rollte. Dreierpack für Nico. Ähh, da war doch was. Oder? Man revanchierte sich für den Punkteverlust im Hinspiel, die Neusörnewitzer konnten erhobenen Hauptes das Wochenendbier genießen. 

Fazit: Eine faire Partie, deren Resultat den Anteilen nach völlig in Ordnung geht. Keine Verletzten, keine Karten. Die Goppeln-Spieler machten das Notwendige. Gut, bisschen mehr Passgenauigkeit, etwas mehr Körperspannung. Ja. Aber mann hatte schon nach der Halbzeit jetzt nicht das unbedingte Gefühl, dass Sörnewitz die Partie noch drehen könnte. Auch ein Treffer blieb ihnen verwehrt. Da hatte die Abwehr und vor allem die heute wirklich gut aufgelegte Holzkatze etwas dagegen. Der haute sich rein. Im Wortsinne. Kritik fiel nach dem Spiel berechtigt wegen des nur halbherzig nachgeholten Goppelnliedes. Hier kommt Arbeit auf den Coach zu. Apropos: Wir sollten vielleicht die blöden Brausetabletten vergessen und mal für ein Vorteilspaket Baldrian zur Beruhigung der Außenlinien-Offiziellen zusammelegen. ;-) Nun sind zwei Wochen Pause angesagt. Dann kommen die Löbtauer Kickers.(FL) 

Aufstellung: Udo Steinigen - Daniel Schwarz, Bernd Leonardi, Ron Grahnert (57. Thomas Lindner), Mathias Zschiedrich - Tilo Neumann (57. Thomas Wange), Nico Sandig, René Oertel, Hendrik Mann - Ralph Kunze, Peter Müller

Gebergrund Goppeln AH1 - SSV Neustadt AH 28.3.2015 11:00 Uhr 10:1 (5:0)  

Ein Spiel der vergeudeten Chancen! Ungefähr 30 Hunderprozentige auf dem Schlappen, wurden am Ende "nur" 10 verwertet. Ein Elfer verwandelt, einer verschossen. Das mag auf den ersten Blick dekadent klingen, doch bei Spielen gegen die obere Tabellenhälfte wird das sicher bestraft. So blies der Coach an der Außenlinie notgedrungen ein ums andere Mal die Backen auf und kommentierte so genannte Spielzüge lauter als die Protagonisten auf dem Feld. Erste Hälfte hui, zweite pfui. Irgendwie so.

Bei schönem Frühlingswetter traf Goppeln auf die Mannschaft, bei der wir uns im letzten Jahr den möglichen Aufstieg versaut hatten. Die Gäste reisten nur mit 12 Leuten an, Goppeln hatte eine volle Bank. Vor der Partie wies der Coach noch auf das fehlende System im letzten Spiel hin. Ruhiger Aufbau und dann über die Außen nach vorn. Goppeln begann nervös, die Gäste noch nervöser. Die ersten Großchancen auf Seiten der Heimmannschaft wurden allesamt liegen gelassen. Meist wegen ungenauer Pässe. Vor allem aber, weil das finale Zuspiel nie den richtigen Abnehmer fand. Oder ganz ausblieb. So schossen wir den gut aufgelegten Schlussmann der Neustädter berühmt. Das erste Mal machtlos war er in der 12. Minute, als Nico nach dann doch gelungenem Zuspiel vom genesenen Henne gut in Szene gesetzt wurde. Endlich, 1:0. Exakt sieben Minuten später spielten die beiden Stürmer Maik und Ralph einen Doppelpass und Maik überließ es der Kaugummitöppe, den Ball zum 2:0 über die Linie zu schieben. Das dritte Tor erzielte Maik durche einen an René verwirkten Elfmeter. Die Gäste reklamierten zwar, das Foul sei nicht im Strafraum gewesen. Aber das eigentliche Zupacken erfolgte klar innerhalb. Richtig entschieden, 3:0. Wieder fünf Zeigerumdrehungen später legte Maik erneut für Ralph auf, der sich mit dem 4:0 bedankte. Den Schlusspunkt in Hälfte eins setzte Maik selbst mit dem 5:0. Die Gäste waren aufgerückt und reklamierten auf Abseits. Beim Zuspiel stand Maik aber nicht drin. Auch korrekt. Dann war Pause.

In der Halbzeit stellte Tilo seine Einstandskiste in die Kabine. Wohl kein gutes Omen für die Mannschaft. Der Trainer kritisierte vor allem die vergebenen Chancen. Mit Verlaub, die Neustädter kamen vielleicht drei, vier Mal so ähnlich wie gefährlich vor das Tor der Holzkatze. Einzig Zählbares brachten sie nicht zustande. Goppeln hatte bis dahin vielleicht 20 große Möglichkeiten. Den Rest der Pause wurde rumgedahlt und jeder erklärte dem anderen, wie man die Riesen noch besser versieben kann. Dann gings weiter. Nach acht weiteren Minuten bediente Nico von links den eingelaufenen Maik, der die Murmel kompliziert zum 6:0 versenkte. Vorher musste unbedingt noch einen Neustädter umkurvt und der Hüter getunnelt werden. Goppeln war längst auf die Siegerstraße eingebogen. Mit diesem Wissen ging den Jungs der Sprit aus und die Maschinerie stotterte wieder. Wie schon in Reichenberg. Schlimm anzusehen, was die AH's dann ablieferten. Ein paar vorn am Diskutieren, paar hinten am (Fehl)Abspielen. Dazwischen luftleerer Raum. Zuordnung? Iss'n das? System? Nie gehört! Neustadt versaute der Holzkatze das zu Null durch einen platzierten Kopfball in der 63. Minute. Gleich zwei Minuten später versemmelte Maik noch ein Elfer. Passte heute ins System. Hä? Keine Proteste der Gäste, der Hüter hatte Ralph von den Fichten geholt und durfte sich über "gelb" noch freuen. Goppeln gurkte sich mit einem Solo von der Kaugummitöppe und einem sehenswerten Fernschuss von Nico zum 8:1. In Minute 74 wurde wieder Ralph von Henne bedient und traf zum 9:1. Die magische zweistellige Zahl wackelte. Lange. Keiner wollte die Kiste geben. Erst als der Coach gezwungenermaßen von außen anzeigte, die "Strafgebühren" für Treffer Nummer zehn zu übernehmen, erbarmte sich Nico in der 88. Minute. Mit 10:1 endete die Partie. Die Gäste schienen trotz der Höhe zufrieden, hatten doch auch sie die vergebenen Goppelnchancen auf dem Notizblock. Zwei Randnotizen: Nasenkopfballzassi durfte heute in der 75. seinen Schwiegersohn in spe Henne abklatschen und Mootzl Waschgeldbezahler bekam nach Einwechslung endlich wieder seine Binde von "Notfallkapitän" Nico überreicht. Ohne Last spielte der aber auch nicht besser. >duckundweg<

Fazit: Für den (selbstverursachten) Punktverlust in der Vorsaison hat sich die Truppe bei Neustadt heute ordentlich "bedankt". Die Männers von hinter dem Elbepark waren ein faires Team. Bösartige Fouls blieben aus. Übrigens auf beiden Seiten. Die zweite Halbzeit war spielerisch keine Offenbarung. Neustadt setzte zum Glück wenig dagegen. Denen ging zunehmend die Luft aus, während Goppeln durchwechseln konnte. Der Coach schimpfte dennoch völlig zu Recht. Die liegengelassenen Riesen! Na gut. Problem erkannt. Muss bloß noch gelöst werden. Wenn nicht, sollte sich der eine oder andere fragen lassen, ob nicht vielleicht vor zweitausend Jahren der völlige falsche Mann ans Kreuz genagelt wurde. In diesem Sinne: Frohe Ostern! Oder im Stil eines ehemaligen Nationaltorhüters: Eier, wir brauchen Eier! (FL)

Aufstellung: Udo Steinigen - Daniel Schwarz (75. Peter Mootz), Bernd Leonardi, Andrè Auerswald (68. Rico Wendland), Mathias Zschiedrich - Ron Grahnert (73. Thomas Wange), Nico Sandig, René Oertel, Hendrik Mann (75. Maik Zastrow) - Ralph Kunze, Maik Richter

TSV Reichenberg-Boxdorf AH - Gebergrund Goppeln AH1 21.3.2015 13:00 Uhr 1:4 (0:3)  

(Kinder, weghören!) Was für ein Scheißspiel! Wenn die Sonne ihr Pulver nicht schon gestern Vormittag verschossen hätte, dann wäre sie heute angesichts des üblen Gekickes in Reichenberg gleich nochmal schamvoll hinter dem Mond verschwunden. Und zwar für mindestens 60 Minuten. Das Beste war der Schlusspfiff. O-Ton des Coaches "...so ziemlich alles falsch gemacht, was falsch zu machen geht". Neben der unansehnlichen Rumspielerei entdeckte die Leitungsebene bei tiefgründiger Analyse in der dritten Halbzeit auch so etwas wie ein klitzekleines taktisches Defizit des Teams. Man ist ja nett...

Bei sich immer mehr zuziehendem Himmel - böse Zungen wollen hier einen Zusammenhang mit dem weiteren Spielverlauf erkannt haben - reiste der Tabellenführer aufs Land. Das Hinspielergebnis von 9:2 täuschte aber, wenn es um die Spielanteile ging. Die Randdresdner hielten seinerzeit lange mit und gaben sich erst nach der Entscheidung auf. Goppeln war also gewarnt. Chefcoach Frank gab klare Order. Sicher stehen, sauberer Spielaufbau von hinten und die Spitzen werden vernünftig bedient. Aui, Mario und der wiedergenesene Kapitän Mootzl durften zunächst von der Bank zusehen.

Über die ersten zwanzig Minuten hüllen wir lieber den "Schweigemantel". Defensiv standen wir nicht konsequent am Gegner, diese Aufgabe übernahm vorn stattdessen unser Angriff. Toll. Der Coach arbeitete sich gezwungenermaßen verbal an der Außenlinie ab, dass Rumpelstilzchen daneben als phlegmatischer Penner gewirkt hätte. Erst nach rund 20 Minuten kam so etwas wie ein Zusammenspiel zustande. Bis dahin hatten wir zwar zahlreiche Chancen. Die waren aber eher Geschenke des Gastgebers. Von uns zumeist freundlich abgewiesen. Erst in der 27. meinte die Kaugummitöppe, es gehöre sich irgendwie nicht, Geschenke ständig abzulehnen. So nutzte er die Gelegenheit im Nachsetzen zur 1:0 Führung. Manchmal muss es eben ein dreckiges Tor sein. Dann sah es deutlich besser aus. Gefährlich wurde bei Reichenberg immer nur deren Spielmacher. (K)eine Sache für Zschiedi-Pferdelunge, der sich (Man ist ja nett) zu oft in Gegners Hälfte rumtrieb und beim Coach für reichlich Stimmbandabrieb sorgte. Tor zwo erzielte der Hackepeter bei Zeigerumdrehung 33, weil er wieder nicht zu halten war und den Reichenberg-Hüter die Murmel (Man ist ja nett) ganz souverän 1,634 Millimeter am ausgefahrenen linken Fuß vorbeischob. Noch vor der Pause sorgte wieder die - heute...na, sagen wir (Man ist ja nett) besonders kommunikationsfreudige - Kaugummitöppe für eine beruhigende 3:0 Führung. Dann war Halbzeit.

Dani-Sahne musste zum Kuchenessen, dafür kam Mario-Schichttauscher. René übernahm derweil den Job ganz hinten. Das ging ganz gut. Genau drei Minuten. Dann fiel der Reichenberg-Spielmacher einen Meter vor dem Strafraum und kam kurz vorm Goppelner Elfmeterpunkt zum Stillstand. René hatte seinen Gegner (Man ist ja nett) zärtlich am Fuß berührt. Das animierte den jungen und gut pfeifenden Heimschiedsrichter zu seinem einzigen wirklichen Fehler in der Partie, denn er zeigte fortan auf den weißen Punkt ungefähr elf Meter vor der Holzkatze. War nicht zu parieren das Ding. Nur noch 3:1. Was beim Trainer die nächste Haarfärbung aber wirklich beschleunigte war die Tatsache, dass dieser Situation eklatante Schwächen im Aufbauspiel und Defensivverhalten vorausgingen. Und unser Spiel verlor jetzt in allen Mannschaftsteilen wieder sämtliche Qualität. Glück für Goppeln: Reichenberg hatte nur einen Spielmacher. Der Rest machte das Spiel mit. Und ließ dabei nach. Anstatt geordnet den Ball zunächst mal gesichert hinten laufen zu lassen - wir führten doch - löste bei uns ein Fehlabspiel das nächste ab. Der Coach wurde jetzt leiser. Für das Thema Fairplay und Provokation hatte der Gastgeber zwei, drei Experten ins Rennen geschickt, die Mitte der zweiten Hälfte aus ihrem Schläferdasein erwachten. Goppeln hielt quantitativ dagegen, Leo erhielt die Gelbe. Dem voraus ging (Man ist ja nett) ein Eingriff in Leo's weitere Familienplanung. Jens wurde ersetzt, bevor noch Blut fließt. Genau dafür kam Aui. Wegen muskulären Problemen in der Fußsohle strich etwas später auch Tilo sein Hauptsegel zugunsten von Rückkehrer Mootzl-Waschgeldvergesser. Goppeln hatte weiter mehr vom Spiel. Allein Zählbares gelang kaum. Nicht mal von Nico, der sich (Man ist ja nett) durchaus ständig nach vorn bemühte. Erst in der letzten Minute legte sich der Hackepeter noch einen auf den verrutschten Schlappen und (Man ist ja nett) knallte das Leder mit etwas mehr als Erdanziehung in die Reichenberger Maschen. Bei 4:1 hatte der Schieri ein Einsehen und beide Seiten wirkten zufrieden.  

Fazit: Solche Spiele hatten wir letzte Saison am Ende noch unentschieden gespielt. Diesmal haben wir die drei Punkte behalten. Damit wären die positiven Aspekte ausführlich besprochen. Jeder weiß eigentlich selbst, dass heute unsere Spielanlage, das taktische Verhalten und der Trainer lautstark nach Verbesserung schrien. Damit genug. Kein Arbeitssieg wie letzte Woche, einfach ein Scheißspiel! Hat jeder mal in der Saison. Wir hatten unseres heute. Schwein gehabt, trotzdem gewonnen. Nächsten Sonnabend begrüßen wir die Neustädter auf heimischem Geläuf. Dann gern auch wieder mit etwas System im Spiel. Sonst ist man nicht mehr nett... (FL)

Aufstellung: Udo Steinigen - Daniel Schwarz (ab 46. Mario Sandig), Bernd Leonardi, Ron Grahnert, Mathias Zschiedrich - Tilo Neumann (ab 72. Peter Mootz), Nico Sandig, René Oertel, Jens Schötz (ab 66. Andrè Auerswald) - Ralph Kunze, Peter Müller

Post SV Dresden AH - Gebergrund Goppeln AH1 6.12.2014 14:00 Uhr 0:8 (0:4)  

Was für ein geiles Spiel. O-Ton des Trainerteams danach: "Das macht richtig Laune!". Und die Jungs brauchen offenbar die Herausforderung. Nach den bisherigen Vergleichen mit den anderen Mannschaften war das heute zweifellos das spielerische Spitzenspiel. Dass es am Ende so deutlich an die Goppelner ging, war Resultat einer kämpferischen Mannschaftsleistung und klugen taktischen Verhaltens. 

Mit großem Respekt vor den Briefträgern von der Post traten wir heute an der Hebbelstraße zum Rückspiel an. Wir wussten, dass wir die im Hinspiel mit 8:2 deutlich unter Wert geschlagen hatten. Und die Gastgeber hatten großes vor. Schon vor dem Spiel veranstalteten sie im Vereinscasino ein großes "Sit-in". Von Revanche war die Rede. Zweifellos hatten die alle Mann an Bord und noch eine bestbesetzte Wechselbank. Vorsicht war also angesagt. Bei uns fehlte die Six-Pack-Fraktion mit (noch) Top-Torjäger Maik sowie die Langzeitverletzten, sonst waren alle an Bord. Was dann abging, dürfen wir uns getrost ins Poesiealbum schreiben lassen.

Der angesetzte und gut pfeiffende Schieri bat pünktlich 14:00 Uhr zum Anstoß. Von Anfang sah man, dass es die beiden spielerisch besten Teams der Staffel waren, die da aufeinander trafen. Löbtau lebt von drei Schlüsselspielern, Helios von nicht viel mehr. Die Briefträger waren dagegen ausgeglichen und stark besetzt. Das sah man. Das Aufbausspiel beider Teams sah richtig gut nach Fußball aus. Vor allem in der ersten Hälfte. Top-Torschütze René Espig und der ebenfalls häufig treffende Lars Nagler waren bei Post dabei. Spielerisch blieben beide Mannschaften auf Augenhöhe, zunächst war Post sogar etwas überlegen. Goppeln ließ es ruhig angehen, abgesichert durch Feldspieler Kiwi im Tor, der heute die pausierende Holzkatze Klasse ersetzte. Aber schon nach vier Minuten eröffnete (Ersatz)Käpt'n Nico den Torreigen. Die Kaugummitöppe hatte sich links durchgesetzt und brachte eine Banane ins Zentrum, wo Nico das Ding aus Nahdistanz halbhoch am Post-Hüter ins Netz beförderte. Auftakt nach Maß, nennen das gelegentlich semiprofessionelle Fernsehkommentatoren. Dann machten die Postler Druck. Aber spätestens vor dem Goppeln-Strafraum war meist Schluss. Die Abwehr, nein, das ganze Team, machte heute ein überragendes Spiel. Viel besser geht es kaum. Wir ließen den Gegner kommen und waren mit schnellem Spiel in die Spitze immer brandgefährlich. Und heute war die Chancenausbeute wirklich gut. In der 24. Minute machte sich Abwehrcherf Dani auf den Weg, bediente Nico auf links, der wiederum den zentral stehenden Henne bemerkte. Únd Henne? Der knallte die Murmel effektiv zum 2:0 ins Tor. Zwei Chancen, zwei Tore. Na, geht so. Wieder machte Post das Spiel und wir lauerten auf unsere Möglichkeiten. In der 36. Minute waren sich zwei Gegner-Verteidiger bei einem eigentlich ungefährlichen hohen Ball nicht einig. Nach dem Motto: "Nimm du ihn, ich hab ihn auch nicht!" schnappte sich der Kaugummilatschen-Stürmer die Kuller und sagte danke. 3:0. Aber auch nur, weil Ralph eben nachsetzte. Klasse. Das kann sich sehen lassen. Aber damit nicht genug. Jetzt kein Gegentor noch vor der Halbzeit! Wir ackerten, Post drückte. In der letzten Minute vor dem Pausentee war es wieder Dani, der mit viel Übersicht aus der Abwehr links Henne bediente und die folgende Eingabe landete erneut vor Ralph, der zum 4:0 Pausenstand einloggte. Das Goppeln-Team agierte ruhig und abgezockt. So etwas hatten wir in der Vorsaison manchmal vermissen lassen. Aber das heute war echt grandios und clever. Am aufgeregtesten war wirklich das Trainergespann an der Außenlinie, die Jungs auf dem Feld waren kalt wie Hundeschnautzen.

Dann war Halbzeit. Durchatmen. Immerhin waren manche Sportskamerden erst nach 3:00 Uhr von diversen Weihnachstfeiern heimgekehrt. Der Coach hatte im Grunde nichts zu meckern. So vertüddelten wir die restliche Pause mit bi- und multilateralen Gruppengesprächen. Unglaublich. Dabei war klar, dass die Briefträger sicher noch einmal anrennen würden, um den Stand zu verkürzen. Deren Topschütze musste sich aber mit einer Zerrung in der Halbzeit aus dem Spiel verabschieden. Kein Grund, nachlässig zu sein. Die hatten sechs Mann auf der Bank! Und wirklich, sie kamen, wie schon in Hälfte eins. Wir verteidigten cool, manchmal aufopferungsvoll. Aber wir hielten die Null für Kiwi. In der 62. Minute hatte Nico den Ball auf dem Schlappen und der kullerte das Spielgerät unhaltbar an den rechten Innenpfosten zum 5:0. Das war sicher der Bruch im Spiel der Gastgeber. Die ließen jetzt konditionell und moralisch merklich nach. Und exakt elf Minuten später geschah schier Unglaubliches: Der Kaugummi-Ralph ging auf links durch und, obwohl in Schussposition, nahm den Kopf hoch, guckte und spielte ins Zentrum. Dort hatte er den einlaufenden Nico gesehen und der ließ sich nicht zwei Mal bitten. Rummms, 6:0. Jetzt wurde es für die wirklich gut spielenden Postler zum Debakel. Aber es kam noch schlimmer. In der 81. wollte nun endlich auch der Hackepeter noch einen beisteuern. Bisschen egoistisch umkurfte er zwei Abwehrer von Post, übersah geflissentlich die beiden auch im Strafraum stehenden Mannschaftskameraden und versenkte den Ball ins linke Eck zum 7:0 für Goppeln. Puhh, was für ein Spiel. Den dekadenten Schlusspunkt unter das Spiel setzte Henne. Aus rund 30 Metern kloppte der vor Verlegenheit an den Ball. Daraus entstand eine riesige Bogenlampe. Zum heutigen Spiel passend, senkte sich der gedroschene Ball hinter dem Post-Torhüter ins Netz. Traumhaft, 8:0. Mehr war nicht drin. So blieb es am Ende bei einem wegen der besseren Taktik auch verdienten Sieg für Goppeln. Und knapp sieht anders aus. Die Postler taten uns irgendwie auch bisschen Leid. Die waren wirklich gut, konnten aber in unserer Hälfte kaum einen Ball gewinnbringend Richtung Goppelntor bewegen. Mit deren Spielstärke wären wir aber nicht im Mindesten überrascht, wenn wir uns nächste Saison - wo auch immer- wiedersehen würden. So dürfen wir nun als Tabellenführer überwintern.

Fazit: Wenn ein guter Gegner wartet, stellt sich die Mannschaft offenbar automatisch ein. Das gesamte Team hatte Körperspannung und arbeitete gut. Die Abwehr, beginnend bei Kiwi, der mit manchen Harakiri-Aktionen allerdings beim Trainer zeitweiligen Atemstillstand verursachte, über den überragenden Dani, den hin und wieder sogar zuhörenden Leo und dem "Kampfschwein" Aui - der hatte heute so oft auf die Socken bekommen, aber trotz Blessuren nie zurückgezogen - bis zum Dauerläufer Zschiedi, machte eine sensationelle Partie. Das Mittelfeld mit dem immer anspielbaren Nico, topzuverlässig abgesichert von Allrounder Thomas sowie den Außen Ron und Henne, lieferte ein cleveres Spiel ab. Kurz zurückziehen und dann überfallartig nach vorn, das überraschte den Gegner ein ums andere Mal. Der Kaugummi-Ralph ließ sich bisschen fallen, verteidigte kurz mit und war dann nach Balleroberung vorn immer gefährlich. Und der Hackepeter ist im Grunde kaum zu halten. Wenn er Lust hat. Heute hatte er welche. Auch wenn nicht so viele Bälle zu erlaufen waren. Und auch die Wechsler ließen überhaupt nichts anbrennen. Aus Sicht der Spielanteile war der Sieg heute zu hoch, aus Sicht der Chancenverwertung und Cleverness aber überhaupt nicht. Die Postler gratulierten sehr fair nach dem Spiel. Das verdient unseren Respekt. Anschließend wurde erleichtert und vor allem lautstark das Goppelnlied intoniert. Vibrationsbedingte Holzbalkendeckenschäden am Postkabinentrakt bitte unserer Haftpflichtversicherung melden! Der vom Dienstschluss-Nachmittags-Brunch anrufende Maik ließ Grüße an alle Blinden im Team ausrichten. Antwort des Teams: "Maik Richter? Wer issn das?". Jungs, wir haben Gesprächsbedarf! ;-) (FL)

Aufstellung: Thomas Lindner - Daniel Schwarz, Mathias Zschiedrich, André Auerswald, Bernd Leonardi - Thomas Wange (ab 70. Mario Sandig), Nico Sandig, Hendrik Mann, Ron Grahnert (ab 60. Stefan Gehl) - Ralph Kunze, Peter Müller

SV Eintracht Strehlen AH - Gebergrund Goppeln AH1 29.11.2014 11:00 Uhr 0:8 (0:4)  

Nach den aktuellen Tabellenplätzen sollte es eine klare Sache werden. In der Tat lief das Spiel gleich von Beginn mit Goppelner Dominanz. Die Strehlener mühten sich redlich, am Ende konnten sie nach eigener Aussage mit dem Ergebnis sehr gut leben. Auch, weil Goppeln noch fünf Mal deren Querbalken prüfte und ein Tor von der Kaugummitöppe wegen vermeintlicher Abseitsstellung aberkannt wurde. Sah von draußen anders aus. Von drinnen vermutlich auch.  

Mit der Stammelf und dem Hackepeter, der heute sein Comeback gab, traten die Goppelner bei Temperaturen nicht viel über dem Gefrierpunkt auf der Strehlener "Noch-Schleifscheibe" an. Bloß nicht hinfallen, schien die Devise. Die Gastgeber hatten sichtbar Respekt und wollten nicht ins offene Messer laufen. Goppeln legte sich die erwartet tief stehenden Strehlener zurecht und in der 9. Minute konnte der Kaugummi-Ralph nach schönem Zuspiel von Henne zum 1:0 für Goppeln einnetzen. Dann verflachte die Partie bisschen. Von Strehlen kam allerdings selten etwas Richtung Holzkatzen-Tor. Der hatte in der ganzen Partie zwei, drei platzierte Bälle zu parieren und hielt sich derweil mit Jogging im Strafraum warm. In der 24. dann das 2:0 für die Guten. Ron drosch einfach mal Richtung Strehlen-Gehäuse und wumm, landete die Murmel sensationell im rechten Angel. Die Blicker an der Linie meinten sachverständig: "Dropkick". Häää? Ob der Ron überhaupt weiß, was das ist? >wegduck<. Nur zwei Zeigerrotationen später knallte Nico mit einem platzierten Fernschuss die Kuller zum dritten Mal ins Strehlener Tor. Das wiederholte er kurz vor der Halbzeit gleich noch einmal. Diesmal gefühlvoll, gewollt und gekonnt mit Innenpfostenberührung ins linke obere Angel. Nicht zu halten für den wackeren Eintracht-Hüter. Beim Stand von 4:0 für Goppeln bat Micha Tscharntke zum Pausentee.

Die Halbzeitansprache des Cheftrainers blieb übersichtlich. Gab ja keinen Grund zu großer Kritik. In der 65. setzte sich Maik im gegnerischen Strafraum durch und überlupfte den Torhüter. Die Murmel wäre aber nicht reingegangen, wenn nicht Zschiedi seine Birne noch drangehalten hätte. So darf sich auch unser hyperaktiver Defensivspieler einen weiteren Strich ans Auto malen. Nach dem 5:0 kamen die Strehlener. Die wollten wohl unbedingt den Ehrentreffer erzielen. Da hatte Udo etwas dagegen. Nach 60 Minuten ersetzte Mario den noch angeschlagenen Leo. Etwas später durften der lange Ralf für Thomas im defensiven Mittelfeld und der Hackepeter für Ron auf der rechten Bahn ran. In der 68. Minute erhöhte Maik nach einem Solo über halbrechts auf 6:0. Strehlen jetzt auch körperlich durch. Das war offensichtlich. Gut, die waren im Durchschnitt ja auch paar Jahre älter. Folgerichtig fiel das 7:0 durch die Kaugummitöppe nach einem schönen Schlenzer aus rund 16 Metern. Den Schlusspunkt setzte Maik, der tatsächlich einmal hinfiel und dabei auch noch seine Hose schmutzig machte, in der 86. Minute, indem er den Abpraller eines Nico-Hammers im Netz versenkte. Mit 8:0 ging die Partie zu Ende. Zufrieden mit der Höhe schienen beide Seiten. Gute Besserung an dieser Stelle dem verletzten Strehlen-Handgelenk. 

Fazit: Unser Sieg geht völlig in Ordnung. Dieser Satz stammt noch aus dem letzten Spielbericht. Die Strehlener waren offensiv kaum vorhanden. Nico kann sich als Lattenkönig einschreiben lassen. Die Holzkatze müsste mal über die Anschaffung einer Wärmflasche nachdenken. Der Leo kann - wenn er will - sogar einen aus hundert Metern Höhe herunterplumpsenden Ball auf dem Fuß kleben lassen. Dafür kann er keine Enwürfe. Das Talent teilt er mit Ron. Aber dafür hat der einen Dropkick. Aui mutiert zu "Mister Zuverlässig". René zog es immer mehr nach vorn. Die Bude traf er aber leider nicht. Thomas ist noch immer ein sehr guter Ballverteiler und -eroberer im Mittelfeld. Zschiedi müssen wir mal ein Schlafmittel beimixen, um den in eine nachvollziehbare Laufintensität einzubremsen. Als geborener Außenläufer entpuppte sich einmal mehr Henne. Die Kaugummitöppe hat wieder zwei Treffer beigesteuert. Die Wechsler fügten sich heute sehr passend ins Mannschaftsgefüge ein. Ach, und Maik? Der bewies bei manchen Aktionen wieder eindrucksvoll: Sein Vater hat wirklich recht! (Insiderwitz) ;-) Mehr Fazit gibt es eigentlich nicht. Außer, dass am nächsten Wochenende mit Post ein anderes Kaliber auf uns wartet. (FL)    

Aufstellung: Udo Steinigen - René Oertelt, Mathias Zschiedrich, André Auerswald, Bernd Leonardi (ab 60. Mario Sandig) - Thomas Wange (ab 70. Ralf Michael), Nico Sandig, Hendrik Mann, Ron Grahnert (ab 70. Peter Müller) - Maik Richter, Ralph Kunze

Gebergrund Goppeln AH1 - BSV Lockwitzgrund AH 22.11.2014 6:2 (5:1)  

Es war keine Pflichtaufgabe, der heutige Sieg gegen den Nachbarn unweit des Gebergrundes. Wir hatten nach deren Erfolgen, unter anderem gegen die Löbtauer Kickers, Respekt vor den Gästen. Dennoch gewannen wir hochverdient. Nur unsere schlechte zweite Halbzeit ließ Lockwitzgrund am Ende erhobenen Hauptes ins Wochenende ziehen. 

Wir waren gewarnt. Lockwitzgrund ist kein Kanonenfutter. Das hatten sie mit respektablen Leistungen und Ergebnissen unter Beweis gestellt. Deshalb hieß es bei schönem Herbstwetter mit tief stehender Sonne, zunächst hinten sauber stehen und mal schauen, was die Gäste von nebenan so zustande brachten. Ziemlich schnell war aber klar, dass wir heute gewinnen wollten. Schon nach rund drei Minuten versenkte die Kaugummitöppe einen an Maik verwirkten Freistoß von rechts perfekt zum 1:0 für uns. Dann wurde es ein wenig körperlicher und Holger, der heute pfiff, hatte alle Hände voll zu tun. Er machte das gewohnt souverän und redete zunächst mit den Spielern, bevor er handelte. Handeln musste. Die Gäste holten sich zwe Mal gelben Karton ab. Einmal wegen Meckerns und einmal wegen wiederholtem Foulspiels. Dann ging es sportlich weiter. Das 2:0 für Goppeln erzielte Henne, nachdem ihm Ralph die Kugel fachgerecht im Strafraum servierte. Die Nachbarn aus dem anderen Grund hatten Diskussionsbedarf. Angeblich Abseits. War aber nicht. Ralph kam von hinten, nur in der Mitte standen zwei Goppelner passiv drin. Die griffen nicht ein. Insofern alles regelgerecht und auch der Querpass zu Henne ging nach hinten. Das gab Sicherheit. Und nur zwei Minuten später ging Maik auf und davon Richtung inke Grundlinie. Von dort kam der richtig getimte Pass auf den im Rückraum einlaufenden Henne, der nur noch ins leere Tor schieben musste. Klasse, 3:0. Wieder vergingen nur drei Minuten, bis nun endlich Maik ein Solo über rechts mit dem 4:0 abschloss. Lockwitzgrund sah sich in die Statistenrolle gedrängt. Das passte denen nicht. Den lang geschlagenen Freistoß in den Rücken der Goppelnabwehr erlief einer der Gäste und legte der Holzkatze ein Ei ins Tor zum 4:1. Wir hatten das Spiel weiter in der Hand und, man glaubt es kaum, Chancen zuhauf. Eine wollte Zschiedi in bester Maradonna-Manier verwandeln. Schieri Holger ließ sich aber nicht überlisten und zeigte dem Sünder fachgerecht die gelbe Fahrkarte. In der 39. wurde wieder Maik unsportlich attackiert und der Kaugummi-Ralph durfte nochmal zum Freistoß antreten. Noch schöner als beim ersten Treffer ging das Leder wieder ins Netz der Gäste. Das 5:1 war dann auch der Halbzeitstand. 

In der Kabine wurde vielleicht ein wenig zu viel gekichert. Oder im Pausengetränk war das Gegenteil von Leistungsstimmulierend. Oder es waren alle gedanklich schon bei Hennes Umzug. Wie auch immer. Jedenfalls stellten die Jungs das Spielen ein. Furchtbar ist eine nette Untertreibung. Komentar des Cheftrainers: " Ein Halbzeit zum Abhaken!". Wir hatten zwar noch immer die Feldvorteile auf unserer Seite, aber das Zuspiel, die Nervosität, die Präzision, die Körperspache, das war durchaus diskussionswürdig. Die Jungs mühten sich redlich, es ging aber gerade im Spiel nach vorn nicht viel. Möglicherweise hatten wir die Partie im Kopf auch schon abgehakt. Und wir fingen an, miteinander zu quatschen. In Summe mit den notwendigen Trainerkommentaren von der Außenlienie war das zu wohl viel. In der 49. Minute vergurgelte sich Leo allein mit dem Runden, fiel auch allein hin und schwupps, hatten die Gäste ihren zweiten Treffer. Shit happens. In der 58. wurde er nach dem Einschlag eines angeblichen Pferdehufs mit dickem Fuß vom Taumelede Basti substituiert. Wir spielten weiter (Pardon, Udo!) richtige Grütze. Aber egal. So lange die Gäste nichts daraus machten, verging bestenfalls die Zeit. Erst in er 63. Minute mal ein brauchbarer langer Ball über links und Maik, der übrigens heute Käpt'n sein durfte, brachte die Kuller zum 6:2 über die Torlinie der Gäste. Der lange Ralf durfte in der 70. Minute dann für Mario ran und sollte das Spiel hinten sortieren. Viel pasierte dann nicht mehr. Das 6:2 war letztlich auch das Schlussresultat.

Fazit: Unser Sieg geht völlig in Ordnung. Die Gäste haderten zwar mit dem Referee, aber an dem lags keinesfalls. Im Gegenteil, Holger hatte die Partie stets im Griff. Ganz ohne Arroganz oder Vereinsbrille, aber die Höhe des Erfolgs hätte deutlich höher ausfallen können. Müssen. Vor allem in der zweiten Hälfte störten uns die Gäste erfolgreich am Spielaufbau, wir störten uns selbst erfolgreich und Schuld war sowieso die tiefstehende Sonne. Nein, im Ernst, wir brauchen uns nur bisschen konzentrieren und nicht gegenseitig Fehler vorhalten. Das weiß jeder, wenn er einen solchen gemacht hat. Auswerten ist Sache des Cheftrainers. Wir halten fest, dass der Sieg vollkommen in Ordnung geht, hätte höher ausfallen müssen und wir unbedingt den heue fehlenden Nico Sandig brauchen. Wenn auch nur, um das Goppelnlied nach der Partie fachgerecht zu intonieren. Mann, das war echte Trauerstimmung in der Kajüte. Nach einem 6:2 Erfolg! Zumindest das muss besser werden! Und für den Korrespondenten bleibt die schmerzliche Erkenntnis, dass ein digitaler Fotoapparat auch ohne SIM-Karte knipst, die Bilder speichert, aber keiner weiß wo. Scheiß neuzeitliche Technik! Wo ist meine Pouva Start mit Rollfilm? ;-) (FL)

Aufstellung: Udo Steinigen - René Oertelt, Mathias Zschiedrich, André Auerswald, Bernd Leonardi (ab. 58. Sebastian Geschke) - Thomas Wange, Mario Sandig (70. Ralf Michael), Hendrik Mann, Ron Grahnert - Maik Richter, Ralph Kunze

SV Fortschritt Meißen-West AH - Gebergrund Goppeln AH1 15.11.2014 2:6 (1:4)  

Die Meißner Sportfreunde kämpften mit allen erlaubten Mitteln: Eine wahnsinns Kabine, keine Duschen und direkt nach Spielschluss wurden die noch halbvollen Getränkeflaschen eingesammelt. Hat alles nichts genutzt. Wir nahmen trotzdem alle drei Punkte mit. ;-) 

Eben im Ausweichquartier "Stadion" (hi-hi-hi) Meißen angekommen offerierten uns die Gastgeber, unsere Kabine (wieder hi-hi-hi) sei im Wohngebäude (Hä?) links und eine Duschmöglichkeit sei auch nicht vorhanden (Wie jetzt?). Schon der Eingang zum Umkleide-Wohnzimmer war senstionell und erinnerte an DDR-typischen Zweckbau vor mehr als einem halben Jahrhundert. Abrisshaus, angeblich. Den Vogel ab schoss die hellleuchtende Energiespar-Stofflampe von Mutti, ganz in der Nähe des "hahnlosen" Waschbeckens mit ohne Wasser. Keine Duschen, nicht mal in der Sporthalle über den Hof. Sauber! Ach nee, das Gegenteil. Und wir hatten mal wieder unsere Feuchttücher vergessen. Wenigstens gab es in Meißen ein paar Bälle und so betraten wir dann den langfaserigen Kunstrasen vor dem Meißner 08-Stadion (Hi-hi-hi - Ich hau mich weg!).

(Nachtrag: Liebe Meißner Sportfreunde, wir wissen natürlich um Euer Pech und können angesichts der eigenen Historie durchaus nachvollziehen, wie man sich auf Ausweichplätzen fühlt. Aber die würdevolle Architektur Eures temporären Quartiers und die gebotenen hygienischen Umstände waren einfach zu reizend, als dass man da nicht mal reingrätscht. Also nehmt es nicht persönlich! ;-))

Beide Seiten waren gespannt auf den noch unbekannten Gegner. Die Gastgeber waren letze Saison auf eigenen Wunsch als Viertletzter eine Staffel runter gegangen und hegen angeblich auch keine Aufstiegswünsche. Merkwürdig. Von Meißen-West wussten wir, dass sie über gute spielerische Mittel verfügen sollen und bisher die wenigsten Gegentore der Liga kassierten. Spielmacher war ganz klar der Mittelfeld-8er Jens Kalkowski. Dazu noch der offensivstarke Sven Patterek, die es abzuschirmen galt. Ansonsten wollten wir uns auf unsere eigene Qualität besinnen und nicht gleich ins offene Messer laufen. Der Tabellenstand machte die Partie zu einem der beiden Spitzenspiele, Post und die Löbtauer trafen ja auch noch aufeinander.

Der angesetzte Referee erklärte vor Spielbeginn ausführlich seine Absichten. Das kam gut an. Auch in der Folge agierte er mit viel Übersicht, was ihm Lob beider Mannschaften einbrachte. Gern mehr davon! Wir hatten einen Traumstart. Gleich den ersten Angriff nutzte Nico, der eine Ecke mit dem 1:0 für Goppeln abschloss. Sauber! Aber wie schon im Helios-Spiel ließen wir uns wieder das Spiel abnehmen. Zumindest teilweise. Die Meißner hatten eigentlich nur ein Rezept, was sie aber stets gefährlich werden ließ: Lange Diagonalbälle in die Spitze und die Angreifer starteten perfekt in den Rücken der Goppelnabwehr. Da muss man unbedingt tief stehen und nicht auf Abseits spielen. Mit vielen kleinen und unnötigen Fouls in der eigenen Hälfte bauten wir die Gastgeber auf. Genau so fiel in der 11. Minute auch der Ausgleichstreffer. Langer Freistoßball, hinten lief einer weg, Kopfball, Holzkatze machtlos. Mist. Und die übten weiter Druck auf unsere Abwehr auf, spielten aber dann doch zu ungenau. Zwei Mal musste die schnell noch von Fidel Castros Tabakplantage eingeflogene Holzkatze in höchster Not eine Eins-auf-eins-Situation entschärfen. Klasse, das ist seine Stärke. In der 37. Minute machte Nico der Zitterpartie ein Ende. Wir passten uns an die Spielweise der Gastgeber an und ein langer Diagonalball auf Nico landete schlussendlich im Meißner Tor. Führung. Gleich zwei Zeigerumdrehungen später jubelte dann Zschiedi, der wieder einen über Gegners Linie gebracht hatte. Alle hörten auf zu spielen, aber der Schieri pfiff nicht. Aus Sicherheitsgründen puffte die Kaugummitöppe lieber noch mal an das Leder. Dann war er auch für den Schieri drin und in der Liste wurde Ralph das Ding zugesprochen. Schade Zschiedi. Aber wir vergeben ja einen Preis für den viertbesten Schützen, nicht für den Torjäger.;-) Den Abschluss der ersten Halbzeit bildete das 4:1 durch Maik, der einen Ball erlief und dem Hüter keine Chance ließ.

In der Pause wies der Chefcaoch wieder auf unser fehlerhaftes Zweikampfverhalten hin und warnte vor zu viel Euphorie. Auch wenn das 4:1 deutlich schien, würden die Gastgeber nochmal kommen. Und sie kamen in Form des 4:2-Treffers in Minute 54, der aus rund 20 Metern in die linke Ecke gesemmelt wurde. Ja nicht wackeln oder gar den Anschluss kassieren! Nicht noch so ein Zitterspiel wie gegen Helios. Schon vier Minuten später machte aber Maik mit dem 5:2 die Sache klar. Jetzt schien auch die Gegenwehr der Meißner gebrochen. Die Kräfte ließen nach, was deren Aktionen nicht gefährlicher machte. Wir ließen wieder zuhauf Chancen liegen. Unser Offensivtrio Maik, Nico und Ralph zog es vor, öfters mal ein Schwätzchen untereinander abzuhalten, anstatt weiter Richtung Gegners Kasten zu spielen. Erst in der 68. Minute wurde es der Kaugummitöppe doch zu langweilig und er versenkte noch einen in die rechte Ecke. Gleich daruf durfte Ron für Mario ran und Kiwi für den angeschlagenen Aui. Machten beide sehr gut. Dann war Schluss. Ungeduscht verließen wir die Porzellanstadt und nahmen alle drei Punkte mit.

Fazit: War die Sache in Hälfte eins noch kippelig, stellten wir in der zweiten Halbzeit die Zeichen klar auf Sieg. Der hätte noch höher ausfallen müssen. Gerade gegen Ende haben wir unsere Offensivbemühungen halbherzig ausgespielt oder beinahe eingestellt. Was bei einer Meißen-Führung passiert wäre, gehört in die Kategorie "was wäre wenn". Dass wir ein Spiel auch drehen können, bewiesen wir letzte Woche gegen Helios. Wieder stand der Gegner vielbeinig hinten und kam nur bei Standards gefährlich auf. So konnten wir in aller Ruhe auf die passende Lücke warten. Nach der Niederlage von den Kickers sind wir nun die Gejagten. Bin gespannt auf die Jungs vom Lockwitzgrund, die in diesem Jahr unbedingt ernst zu nehmen sind. Nächste Woche wissen wir mehr. (FL)

Aufstellung: Udo Steinigen - René Oertelt, Mathias Zschiedrich, André Auerswald (75. Thomas Lindner), Bernd Leonardi - Thomas Wange, Mario Sandig (70. Ron Grahnert), Nico Sandig, Stefan Gehl - Maik Richter, Ralph Kunze

SV Helios AH - Gebergrund Goppeln AH1 8.11.2014 3:4 (2:1)  

Mann, war das ein Spiel! Nicht schön, dafür kampfbetont. Nach 92 Minuten, mehreren Nervenzusammenbrüchen des Trainerteams in der Coaching-Zone und auch bisschen Glück hatte Helios am Ende ein echtes Déjà vu - Erlebnis...und wir drei Punkte.  

Beide Teams trafen sich in einigermaßen guter Besetzung bei sonnigem Novemberwetter auf dem Rasengeläuf der griechischen Sonnenanbeter. Eine Seite trocken griffig, die andere im Schatten glitschig. Wechselnde Bedingungen also. Egal. Für uns galt es, mit Kmoch, Krasselt und Wenzel die Spielmacher der Helios-Kicker zu neutralisieren.

Schon mit dem Anpfiff übernahm Goppeln die Initiative, während sich die Gastgeber noch sortierten. In der siebenten Minute erhielten wir halbrechts einen Freistoß zugesprochen. Nico hämmerte das Ding Richtung Tor, am langen Pfosten spurtete Zschiedi ein und nagelte das Leder mit dem Kopf unhaltbar unter die Latte. Aber der Freistoß war dermaßen stark, dass Pferdelunge Zschiedi fortan mit Brummschädel spielte. So nach rund einer Viertelstunde kam Helios besser ins Spiel. Auch, weil die Goppelner aus unerfindlichen Gründen nun jede Menge Fehler machten, kein vernünftiges Aufbauspiel zustande brachten und übernervös agierten. In der 17. Minute rutschte der Helios-7er-Wenzel in eine eher ungefährliche flache Flanke und schob das Ding durch zwei Goppelner Abwehrer und Hüter Thomas Kotte zum 1:1 ins Netz. Helios griff jetzt zeitiger an und wir produzierten reihenweise Mist. Pardon, sah oft wirklich so aus. Und während Helios körperlich präsent schien, mieden wir die Zweikämpfe oder schauten nur zu. Obwohl die Gastgeber im Grunde kaum etwas Zählbares herausspielten, wurde es bei langen Bällen und Sonne von vorn immer mal gefährlich. So auch in der 42. Minute, als wieder der Helios-7er auf einen langen Ball spekulierte und den noch mit dem Kopf an Thomas Ersatzholzkatze vorbeilenkte. Führung für Helios, so auch der Pausenstand.

Die Halbzeitansprache des Cheftrainers war entsprechend heftig, laut und wenig freundlich. Musste aber sein. Das war die richtige Medizin fürs Team, Zschiedi bekam welche für seine lädierte Birne. Kiwi beackerte nun für Ronny die linke Seite. "Los jetze"! Wir mussten was tun. Und siehe da, wir kamen wieder besser in die Partie. Endlich verdiente unser Zweikampfverhalten seinen Namen. In der 50. war es erneut Zschiedi vorbehalten, eine Henne-Flanke von rechts mit freundlicher Verlängerung von Maik am langen Pfosten zu versenken. Ausgleich. Reicht uns nicht. In der 78. wollte dann aber Thomas der Original-Holzkatze vom Sörnewitz-Spiel nacheifern. Hat er perfekt hinbekommen. Ein rückpaßähnliches Schüsschen fiel ihm durch alles was zum Festhalten geeignet war und dem Gegner-7er vor die Füße. Der nahm dankend an. Wieder lagen wir hinten. Aber die Truppe gab nicht auf und kämpfte. Bei Helios ließ nun die Kondi nach. Klar, ein intensives Spiel fordert seinen Tribut. In der 80. Minute brachte Abwehrchef René einen langen Freistoß nach vorn. Und dort lauerte, na wer schon, wieder Zschiedi und brachte den Ball zu seinem dritten Tor über die Linie. Ausgleich, aber die Zeit lief. Jeder motivierte jetzt jeden. Von Helios kam nicht mehr viel außer Langholz. Aber auch das kann gefährlich werden. Aufpassen! Drei Minuten vor Schluss wollte die Mannschaft unbedingt noch einen für Thomas Ersatzholzkatze machen. Maik packte die Brechstange aus, umkurfte zwei Abwehrer und traf in die kurze Ecke zum viel umjubelten 4:3 für Goppeln. Jetzt schloss Helios die Reserve-Akkus an. Die letzten Zeigerumdrehungen nebst zwei Nachspielminuten mussten wir hinten vielbeinig die drei Punkte retten. Wieder stand Zschiedi mehrfach im Mittelpunkt. Erst knallte er mit dem Kopf gegen den Pfosten, dann blieb er kurz im Tor liegen und schließlich bekam er noch ein Brett in den Magen. Hart im Nehmen, der Junge. Wir überstanden die vier bis vielen Ecken gegen uns und durften die drei Punkte ins Gepäckfach legen. Sehr gut. Und die Pseudogriechen von Helios? Die hatten ihr Deja vu. Schon beim letzten Heimspiel gegen Löbtau kassierten sie kurz vor Schluss noch eine 3:4 Niederlage.

Fazit: Auch wenn das Spiel alles andere als ansehnlich war gewinnen wir die Erkenntnis, wir können eine kampfbetonte Partie auch drehen. Wenn alle mitmachen und jeder an sich und die Mannschaft glaubt. Wichtig ist, dass die taktischen Vorgaben umgesetzt werden. Alle haben heute geackert. Dafür meinen großen Respekt. Ohne die anderen in ihrer Ehre zu kränken: "Man of the Match" war heute zweifellos Zschiedi mit seinem Einsatz. Und auch René, der angeschlagen und verschnupft tapfer 90. Minuten seinen Dienst tat. Nächste Woche dürfen wir dann mit den Männern von Meißen Südwest die Klingen kreuzen. Bin gespannt. (FL)

Aufstellung: Thomas Kotte - René Oertelt, Ralf Michael, André Auerswald, Bernd Leonardi - Thomas Wange, Ronny Schneider (46. Thomas Kiwi Lindner), Nico Sandig, Mathias Zschiedrich - Maik Richter, Hendrik Mann +++ Udo Grützner

Gebergrund Goppeln AH1 - TSV Cossebaude AH 25.10.2014 11:0 (6:0)  

Nach der bitteren aber verdienten Niederlage gegen Löbtau schossen sich die Jungs heute den Frust von der Seele. Cossebaude igelte sich hinten ein und verpasste dadurch, Druck auf unsere Abwehr aufzubauen. Wir nahmen dankend an.   

Ein recht einseitiges Spiel nahmen die rund 30 Zuschauer heute zur Kenntnis. Trotz des Unentschiedens gegen Sörnewitz und der Niederlage gegen Löbtau hatten die West-Dresdner offenbar gehörigen Respekt vor uns. Sie standen tief und überließen uns das Mittelfeld schon in der ersten Hälfte. So rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf das Cossebaude-Tor. Schon in der 4. Minute netzte Henne nach schönem Zuspiel von Nico zur Führung ein. Das ging bis zur Halbzeit so weiter. Thomas Kotte, der heute für die Holzkatze im Tor stand, hatte fast keine Ballberührung. Wenn der Gegner sich mal nach vorn bewegte, dann meist nur mit ein, zwei Spielern. Keine echte Gefahr. Wir legten uns Cossebaude zurecht. Es folgten durch die Kaugummitöppe in der 10. Minute das 2:0 und in der 22. das 3:0. Jeweils schön bedient durch Maik und Nico. In der 28. durfte wieder Henne jubeln, der sich nach langem Pass allein durchtankte und zum 4:0 verwandelte. Gleich eine Zeigerumdrehung später versenkte Maik das Spielgerät präzise in die lange linke Ecke zum 5:0. Den Schlusspunkt in Hälfte eins setzte Maik mit einem völlig berechtigten Elfer - Zschiedi war in aussichtsreicher Position im Strafraum einfach umgerannt worden - zum 6:0.

Durchatmen. Die Kabinenansprache des wiedergenesenen Chefcoaches beschränkte sich auf ein "alles gut so, macht einfach weiter". Als würde man dafür Fußball-Sachverstand benötigen! Das kann jeder. In Hälfte zwo ging es weiter, wenn auch "nur" noch fünf Treffer fielen, die Goppeln-Truppe also merklich nachließ. Das Spiel selbst blieb bis auf ganz wenige Ausnahmen sehr fair. Auch vom Gegner, der sich trotz der deftigen Niederlage nicht zu großartigen Frustfouls animiert sah. Respekt dafür. Wir belagerten den Cossebaude-Kasten weiter. In der 49. erzielte Maik nach schönem Solo den nächsten Treffer. Das 8:0 steuerte dann Nico bei, der nach einem Abwehrfehler des Gegners von Maik bedient wurde. Tor Nummer neun schoß Zschiedi, nachdem im rappelvollen Strafraum des Gegners offensichtlich jeder mal an die Kirsche hauen durfte und Henne zunächst die Festigkeit der Querlatte prüfte. Seine Kiste, also die zum ausgeben, verdiente sich Nico, als er nach Paß von Maik einlief und zum 10:0 für Goppeln traf. Dafür blieb ihm auch der Schlußpunkt vorbehalten, den er mit einem schönen Schlenzer von rechts hinter dem gegenerischen Hüter einschlagen ließ. Das wars, 11:0 der heutige Endstand. Für die wackeren Gäste sicher zu hoch, für die Goppelner Frustbewältigung. Die Erleichterung merkte man nach dem Spiel.

Fazit: Cossebaude verpasste mitzuspielen und ließ sich hinten reindrängen. Wir nutzten die Räume heute konsequent und hatten im Abschluss die nötige Präzision. Und auch Glück. Gehört dazu. Die Gäste konnten einem am Ende wirklich bisschen Leid tun. Dennoch erwiesen sie sich als faire Sportsmänner. Wenn man heute noch jemanden loben muss, dann unbedingt Holger, der trotz geplanter Kücheninstalltion, kurzfristig als Referee einsprang und eine tadellose Leistung ablieferte. Bitte gern mehr davon! Das nächste Spiel geht gegen Helios. Mal gucken, was die nach ihrer Verstärkung auf der Pfanne haben und ob sie aus mehr als nur Steven Kmoch bestehen. Vorsicht ist auf jeden Fall angesagt. Auch, weil sie heute die Meißner mit 2:1 putzten. (FL) 

Aufstellung: Thomas Kotte - Daniel Schwarz, Mathias Zschiedrich, André Auerswald, Bernd Leonardi (65. Jörg Damaske) - Thomas Wange, Mario Sandig, Nico Sandig, Hendrik Mann - Maik Richter, Ralph Kunze

Löbtauer Kickers AH1 - Gebergrund Goppeln AH1 19.10.2014 5:0 (1:0)  

Beim Tabellenführer gab es für uns nichts zu holen. Die sind in dieser Spielklasse das Maß der Dinge. Mit der deutlichen Niederlage sind wir unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Wer den Kickers Punkte abnehmen will, muss taktisch klug spielen.  

In krankheitsbedingter Abwesenheit des Chefcoaches konnte Co Falk die Goppeln-AH heute endlich mal wieder in Bestbesetzung an den Spielfeldrand führen. Enrico und Kiwi waren zurück und sogar der große Torschütze Zassi, el Präsidente Alfred sowie Chefcoach der Ersten Heiko hielten sich nach überstandener Verletzungspause für ihre Einwechslung bereit. So waren wir guter Dinge, etwas Zählbares von der Saalhausener mitnehmen zu können. Die wichtigste Aufgabe lautete, die Löbtauer Schlüsselspieler im Auge zu behalten. Die beiden Toptorschützen, Stürmer Baris Engin (Nr. 10) und linker Läufer Heiko Sattler (Nr. 11), sind pfeilschnell und kaum zu stellen. Das wussten wir. Die Kickers beorderten ihren besten Abwehrer Khalid Gorgis Hanna (heute Nr. 9 statt 2) als Sonderbewacher an Maik, um unsere Offensive zu dämpfen.

Nach dem Anpfiff blieb zum Abtasten keine Zeit. Schon den ersten langen Ball, über Abwehrchef Zschiedi drüberweg gespielt, erlief der (aus abseitsverdächtiger Position) startende 11er Heiko Sattler und brauchte die Holzkatze nur noch zu überlupfen. Erste Minute, erstes Tor, Traumstart. Leider für den Gegner. Nach und nach fanden wir ins Spiel. Die Defensive stand jetzt besser. Kiwi klebte zuverlässig an der Löbtauer 10, Aui und Rico kümmerten sich um den Torschützen und Zschiedi half dort, wo es mal brannte. In der Offensive konnten wir uns dafür Chancen erarbeiten. Weil Maik unsinnigerweise von zwei, drei Gegenspielern attackiert wurde, ergaben sich für die anderen Räume. Sollte uns sehr recht sein, wenn die sich nur auf einen Spieler konzentrieren. Sowohl Ralph als auch Enrico hatten viel Platz aber leider Pech im Abschluss. Anfällig war die Löbtauer Hintermannschaft bei hohen Flanken nach Standards. Da fehlte unseren Kopfbällen jedoch die Präzision. Die Truppe von der Saalhausener Straße versuchte es immer wieder über Konter oder Langholz auf die beiden Spitzen. Das war immer gefährlich. Aber auch stereotyp, also ausrechenbar. Selbst wenn die ihre Positionen wechselten. So blieb es zur Pause bei der knappen Führung für Löbtau.

Der Beginn der zweiten Hälfte schien ein Spiegelbild der ersten zu sein. Keine drei Minuten gespielt und diesmal war der Zehner Baris Engin nicht zu halten. Langer Ball 2:0 für die Kickers. Mist. Denen darf man wirklich keine Räume geben! Zschiedi ging jetzt größeres Risiko und rückte bisschen auf, um das Spiel nach vorn anzukurbeln. Aus einer unübersichtlichen Situation schossen wir aus rund 16 Metern aufs Kickerstor, einer der grünen Spieler fuhr am Fünfmeterraum gut sichtbar seine Hand aus und vergrößerte so aktiv seine Körperfläche. Angeschossen/nicht gesehen, so das Fazit von Gastgeber und Schieri. Hmmm. In der 57. Minute war es dann erneut der 11er Sattler, der über links durchlief und die Holzkatze in der kurzen Ecke überraschte. Mit dem 3:0 war es dann auch deutlich. Wir rackerten, konnten aber nicht mehr die entscheidende Lücke in der Kickers-Abwehr finden. Selbst der große Torschütze "Nasenkopfball-Zassi" meinte kopfschüttelnd, dass er sich hier kaum Möglichkeiten erarbeiten werde und - obwohl heiß - gleich auf seinen Einsatz verzichtete. Das will was heißen! Und wieder ein in die Spitze durchgesteckter Ball auf Löbtaus 10er Engin endete in der 76. zum 4:0 für den Gastgeber. In der 80. bekamen die sogar noch einen Foulelfmeter zugesprochen, den die Holzkatze Klasse parierte. Überhaupt, nach seinem Trauma im letzten Spiel hielt er heute eigentlich alles, was es zu halten gab und vereitelte so noch einige Chancen des Gegners. Das finale 5:0 in der 84. Spielminute durch den dann Dreifachtorschützen Sattler fiel wie schon alle anderen Tore über einen langen Ball in die Spitze. Das wars.  

Fazit: Nach den letzten beiden Spielen ist klar, dass wir unsere Punkte gegen andere Gegner aus dem unteren Tabellenfeld werden holen müssen. Mannschaften, die selbst komplett aufrücken und uns im Mittelfeld und in der Abwehr unter Druck setzen, scheinen uns überhaupt nicht zu liegen. Den Kickers kann man nur gratulieren. Die bilden den Maßstab in der 2. SK und haben ohne Übertreibung jetzt schon das Potenzial,  auch zwei Klassen höher mitzuspielen. Wer überhaupt gegen die Kickers punkten will, muss sich etwas einfallen lassen. Vor allem darf man den beiden pfeilschnellen Torschützen keine Räume bieten. Dann sind sie nicht zu halten. Das Mittelfeld ist solide und die Abwehr um Hanna stark. Wer wie wir versucht mitzuspielen, muss entweder sehr gute Leute haben oder es geht wie bei uns nach hinten los. Am besten vielbeinig und sehr tief stehen und ein bis zwei schnelle Konterleute vorn lassen. Wirklich anfällig werden sie aber, wenn man die beiden Knipser doppelt und ihnen seine körperlich zweikampfstärksten Leute entgegenstellt. Das mögen sie gar nicht und dann läuft deren Spiel nicht. Nach der guten Vorsaison müssen wir uns nun Richtung Mittelfeld orientieren. Und die alte Erkenntis bleibt, auch andere können Fußball spielen. Wirklich gut war heute, dass jeder für jeden gekämpft hat, sich alle in den Dienst der Mannschaft stellten und Fehler oft mit einem motivierenden Spruch an den Kollegen kommentiert wurden. Auch wenn es letztlich nicht gereicht hat. Mal sehen, was Cossebaude nächste Woche aus dem Ärmel zaubert. Gegen die gabs letztes Jahr ja schon eine bittere 1:6 Klatsche. (FL) 

Aufstellung: Udo Steinigen - Mathias Zschiedrich, André Auers

Gebergrund Goppeln AH1 - Motor Sörnewitz AH 11.10.2014 2:2 (0:1)  

Das erwartet schwere Spiel gegen einen unbekannten Gegner endete mit einem Remis. Schwer zu sagen, wer den Punkt am Ende mehr verdient hat.  

Der Chefcoach warnte nicht umsonst vor dem Spiel. Truppen aus dem angeblichen Tabellenkeller lassen sich in der Regel schwer bespielen. Und so war es auch. Sörnewitz stand wie erwartet tief und damit vielbeinig in der Abwehr. Goppeln machte sich das Leben durch eigene Fehler schwer. Kopf runter und einzeln ab durch die Mitte ging schief. So endete das Spiel unter dem lauten Gelächter von Tabellenführer Löbtauer Kickers, die nach ihrem Sieg gegen Helios an der Wittgensdorfer Straße noch ihrer Zweiten zuschauten, 2:2 unentschieden. Sörnewitz war zufrieden, Goppeln offenbar auch. (FL)   

Aufstellung: Udo Steinigen - Daniel Schwarz, André Auerswald (46. Mario Sandig), Bernd Leonardi - Thomas Wange, Mathias Zschiedrich - Ron Grahnert, Nico Sandig, Maik Richter, Peter Müller (80. Thomas Lindner) - Ralph Kunze (75. Rico Wendland)

SSV Turbine Dresden 2.AH - SG Gebergrund Goppeln AH 5.10.2014 1:6 (0:5)

Pflichtaufgabe im Nachholespiel gelöst, drei Punkte eingefahren und in Halbzeit zwei die Füße hochgenommen. So ungefähr lässt sich die heutige Partie zusammenfassen.

Beiden Teams steckte noch der Freitag in den Beinen. Bei den AH-Kickern lassen sich zwei Spiele in drei Tagen eben nicht ganz so einfach wegstecken wie bei 18-Jährigen. Die Turbinen-Reserve hatten bisschen Verstärkung bekommen, vermutlich von deren erster Truppe. Goppeln war diesmal wenigstens mit drei Wechslern angereist. Aber die Jungs von der Wittgensdorfer wollten die Sache schnell klar machen. Erstmals nach Verletzungspause kam Neuverteidiger Daniel Schwarz zum Einsatz. Sah ganz gut aus, Kondi fehlt noch. Dafür konnte René eine Position vorrücken, was dem Spiel gut tat. Goppeln war im Spiel überlegen, ließ den Ball laufen und schon in der 5. Minute fasste sich Nico ein Herz und knallte den Ball aus rund 25 Metern mit dem linken Außenrist schön in die Ecke. Keine Chance für den Turbinen-Goalie und 1:0 für Goppeln. Die Strömungsmaschinen wollten gegenhalten, standen aber oft zu tief. Offenbar hatte man Angst vor schnellen Gegenstößen. So hing deren Offensive in der Luft und mehr als zwei bis drei sichtbare Angriffe Richtung Holzkatzen-Udo gab es in Hälfte eins nicht festzuhalten. Nach wieder einigen vergebenen Möglichkeiten der Goppelner schob die Kaugummitöppe den Ball im Strafraum zu Maik, der den Heimkeeper umkurvte und zum 2:0 aus Goppelnsicht vollstreckte. In der 20. blieb es dann dem Kaugummi-Raplh selbst vorbehalten, einen hohen Ball per Kopf ins Turbinengehäuse zu verlängern. 3:0, schon ganz ordentlich. Keine vier Zeigerumdrehungen später verkündete der Stadionansager den vierten Gästetreffer. Wieder war es Maik, der einen langen Ball scharf in die linke Ecke donnerte. Dann ließen es die Gäste bisschen ruhiger angehen. Rund 20 Minuten dümpelte das Spiel vor sich hin, wobei die Goppelner wieder mit ihrem Ablschuss hadern müssen. Da wurden reihenweise Chancen vergeben. Kurz vor der Pause steckte Nico noch einen auf Maik in die Spitze durch und der ließ sich nicht lang bitten. Halbzeitstand 5:0 für Goppeln. Noch immer unter Hochdruck - also das Wetter, nicht die Kicker - durften sich die Spieler beim Pausengetränk durch die Sonne wieder aufwärmen lassen. 

Unverändert starteten die Goppelner in Hälfte zwei. Doch man sah schon, dass die Partie in den Köpfen abgehakt war. Da kam kein Spielfluss mehr zustande und die Bewegung aller ließ nach. Zum Glück waren die Gastgeber fertig und die Holzkatze hatte wie schon in der Partie gegen Neustadt in Hälfte zwei im Grunde Pause. In der 53. Minute durften dann Dani Schwarz und Ron duschen gehen. Der eine braucht noch bisschen Praxis, der andere sollte sich nach hohem Laufpensum erholen. Dafür kamen Rückkehrer Rico Wendland und Schneiders Ronny in die Partie. Hat insgesamt leider nicht viel an der zuschauerunfreundlichen Bäbbelei geändert. Aber es lag nicht an den beiden, das Team hatte offenbar schon Kaffe und Kuchen bei Mutti vor Augen. Einzig als Hackepeter noch einen Klasse Knaller losließ, der aber leider vom Turbine-Goalie pariert wurde, durfte Nico den Nachschuss zum 6:0 für Goppeln versenken. Viel Nenneswertes gab es nicht mehr. Der lange Ralf sorgte noch kurz für Unterhaltung, als er statt des Schieris pfiff, sich dafür eine Gelbe abholte und der Mannschaftskasse so eine ungeplante Auffrischung verschaffte. Dann war für ihn Schluss und Nasenkopfball-Zassi durfte teilnehmen. In der 75. Minute bekamen wir wieder unser obligatorisches Gegentor. Tiefschlaf in der Abwehr, die Murmel rollt ungebremst durch den Strafraum und an der linken Ecke hält ein Turbine-Spieler noch die Gurke dran. Unnötig, ob Abseits oder nicht. Bei 6:1 kurz vor Schluss. Nur die Holzkatze schnurrte unfreundlich Richtung Vorderleute. Um der Langeweile zu entkommen, kommunizierten die Offiziellen inzwischen mehr Richtung Zuschauertribüne. Dann hatte auch der Unparteiische ein Einsehen und machte den Deckel drauf. Singen, Duschen, Bier - in ungeordneter Reihenfolge.

Fazit: Wieder waren wir gute Gäste und beließen es bei einem halben Dutzend. Turbine ließ sich nicht abschlachten. So waren beide Seiten zufrieden. Die Partie hatte ähnliche Züge wie die vor zwei Tagen. Hälfte zwo fand die Heimmannschaft kaum mehr statt, Goppeln wollte nicht mehr. Die drei Punkte gehen völlig zu recht mit an die Wittgensdorfer Straße. Bei einer ausgesprochen preiswerten Tankstellen-Einstandskiste von Dani passte es diesmal auch wieder mit dem Goppelnlied. Ein Schritt in die richtige Richtung. Ach, und was das Spiel anging, naja. Lobend erwähnen müsste man heute statt der ständig hofierten Torschützen auch mal die Leute, die das Hinterland beackern. Stellvertretend für die Abwehr sei mal Aui genannt, der auffällig unauffällig wieder seinen Job tadellos erledigte. Und ebenso die Wasserträger im Mittelfeld. Es geht eben nur im Team, scheißegal wer die Buden macht! Oh, pardon, lesen ja auch Kinnings. Ach ja, unter Vollhypnose dieser hochspannenden Partie vergaß der Korrespondent, Bilder fürs Internet zu knipsen. Muss mal gucken, ob ich noch welche finde, auf denen die Jungs orientierungsarm in der tiefstehenden Sonne braun werden. Die passen dann schon zur heutigen Begegnung... ;-) (FL)

Aufstellung: Udo Steinigen - Daniel Schwarz (53. Ronny Schneider), Bernd Leonardi, André Auerswald - Ralf Michael (74. Maik Zastrow), Renè Oertel - Peter Müller, Nico Sandig, Maik Richter, Ron Grahnert (53. Rico Wendland) - Ralph Kunze

SV Dresden Neustadt AH - Gebergrund Goppeln 1.AH 3.10.2014 1:7 (1:4)  

Geglückte Revanche für den vermasselten Aufstieg im Vorjahr, Sturmtank Maik ein Tor geklaut und souverän gespielt. Neustadt leistete gegen starke Goppelner nur in der ersten Halbzeit sichtbar Gegenwehr. Dann wurden sie eigentlich überrannt. Die Gäste ließen leider viele Chancen liegen.  

Nach Rückkehr des Coaches aus dem Urlaub, war es mit selbigen für das Team vorbei. Das merkte man schon an der Erwärmung vor dem Spiel. Von wegen bissel in die Sonne stellen. Mancher Kicker schnaufte und schwitzte schon vor dem Spiel ordentlich. Leider stand mit dem langen Ralf nur ein Wechselspieler zur Verfügung. Die Neustädter hatten vier. Das half denen aber auch nicht. Für das blöde Unentschieden im Vorjahr, das uns letztlich den Aufstieg gekostet hat, wollten wir uns heute revanchieren. Von Anfang an machte Goppeln das Spiel und gleich Druck. Die Gastgeber bemühten sich. Anfangs. Aber die Goppelnabwehr um René stand bis auf wenige Ausnahmen bombensicher. Auch die Zuordnung klappte um Längen besser als noch eine Woche zuvor. In Minute 8 schloss Maik, nach vorher ziemlichem Gestochere im Neustadt-Strafraum, die Situation mit einem Schuss aus spitzem Winkel zum 1:0 aus Goppelnsicht ab. Der Ball wurde noch vom Gegner abgefälscht, wäre aber auch so reingegangen. Wegen der Richtungsänderung und wohl auch, um eine Kiste vom "Eigentorschützen" zu erhalten, sprach der Schiri nach Spielende Maik den Treffer ab. Wird er verkraften. Rund 7 Minuten später war es wieder der Sturmtank, der einen Angriff von halbrechts - Achtung, jetzt: entgegen der Laufrichtung aller Gegenspieler - in die linke lange Ecke der Neustädter versenkte. 2:0 für Goppeln. Aber nur 2 Zeigerumdrehungen später konnten die Neustädter bei einer ihrer wenigen Aktionen die Holzkatze von rechts überlupfen und das Spielgerät auch mal im Goppelntor unterbringen. War aber nur ein Strohfeuer. In der 31. Minute stellte die Kaugummitöppe mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her. Mit dem eigentlich nur als Umfallhilfe gedachten rechten Bein und unter freundlicher Mithilfe eines gegnerischen Verteidigers. Komisch, dass der Schiri, der aber ansonsten das Spiel ganz solide leitete, Ralph den Treffer nicht auch noch absprach ;-). Und noch in der ersten Hälfte, so etwa Minute 36, schickte Nico wieder Maik auf die Reise, der sich mit dem 4:1 bedankte. Dann war Pause in herbstlichem Sonnenschein, weshalb die Truppen gleich draußen blieben.

Brachten die Neustädter so ab der 25 Minute kaum mehr etwas zustande, waren sie in der zweiten Hälfte im Grunde gar nicht mehr zu sehen. Mit zunehmendem Spielverlauf nutzten die Gäste den Gegner mehr und mehr als Slalomstangen. Folgerichtig kassierten sie nach einem schnellen Alleingang vom heutigen Käpt'n Nico in der 63. noch das 5:1. Damit war der Drops endgültig gelutscht. Dann musste Hackepeter raus. Der wurde durch ein rotwürdiges Foul von den Beinen geholt. Von hinten und ohne Ballkontakt des Kontrahenten. Da hatte der Schiri die rosarote Heimvereinsbrille auf und pfiff nur das Foul. Für Hackepeter kam der lange Ralf ins Spiel. Der Kaugummi-Ralph ließ in der 72. Minute nach einem 3 auf 2 Konter und einigen verwirrenden Abspielen zum Glück noch das 6:1 folgen. Neustadt fand da schon gar nicht mehr statt. Den Schlusspunkt setzte wieder Maik, der sich in der 86. rechts durchsetzte und aus spitzem Winkel zum 7:1 Endstand für Goppeln einnetzte. Das wars, nach dem Spiel war alles wieder gut. Bis auf wenige Situationen auf beiden Seiten war es aber ein weitestgehend faires Spiel. Shake Hands und man wünschte sich gegenseitig alles Gute.

Fazit: Schon zu Anfang sah man einen deutlichen Unterschied. Goppeln wollte heute keine Punkte in Neustadt lassen. Vom Heimteam kam nur zu Anfang bisschen Gegenwehr. Ohne arrogant zu sein, aber im Grunde mussten die am Ende wirklich froh sein, nicht noch viel deutlicher unter die Räder gekommen zu sein. Wenn man bei uns heute Mankos finden wollte, dann nur in der Präzision bei Zuspielen und der mangelnden Chancenauswertung. Wir hatten locker Möglichkeiten für zehn und mehr Tore auf dem Fuß. Aber ok, als Gäste wollten wir uns eben von der netten Seite zeigen. Neustadt hatte nie die Spur einer Chance, auch nicht nach dem Anschlusstreffer, der die Holzkatze einmal mehr das "zu Null" kostete. Aber sein Fehler war's nicht. In der 1.HZ hielt er, was zu halten war, in der 2.HZ wurde er kalt. Leider mit der Sonne im Rücken, sonst wäre er schön braun geworden. Jetzt haben wir einen Tag Regeneration, dann reisen wir am Sonntag zum Nachholer bei der Turbine-Reserve an die Pfotenhauer Straße. Ach ja, das Goppeln-Lied wurde wieder nicht fehlerfrei intoniert. Zwar war's in der Kajüte kurz zu hören, aber ohne Bier. Wo gibt's denn sowas? Ein echtes Defizit. (FL)   

Aufstellung: Udo Steinigen - René Oertelt, André Auerswald, Bernd Leonardi - Thomas Wange, Mathias Zschiedrich - Ron Grahnert, Nico Sandig, Maik Richter, Peter Müller (60. Ralf Michael) - Ralph Kunze

Gebergrund Goppeln 1.AH - TSV Reichenberg-Boxdorf AH 27.9.2014 9:2 (4:1)  

Mit den Oldies von Reichenberg-Boxdorf gastierte erstmals eine große Unbekannte an der Wittgensdorfer Straße. Absteiger aus der 1. Stadtklasse. Die hatten zwar gegen Cossebaude und Helios verloren, aber nicht so deutlich. Dementsprechend erging an die Goppeln-Akteure vor dem Spiel die Warnung vor Überheblichkeit. Und richtig, die Gäste spielten ordentlich mit und waren beileibe kein Kanonenfutter. Erst zu vorgerückter Spielzeit ging ihnen die Puste aus und die Goppelner wuchteten die Kugel in den letzten 20 Minuten noch fünf Mal ins Gästetor.  

In Abwesenheit von Chefcoach Frank stellten die Co-Trainer Falk und Ralf sowie die Mannschaftsräte Nico und Maik heute die Truppe gemeinsam auf. Hackepeter blieb wegen Trainingsrückstandes und inzwischen einvernehmlich ausgeräumten Kommunikationsdefiziten als "Wunderwaffe" zunächst auf der Bank, was sich später aber auszahlen sollte. Die Gäste sollten abgetastet und das eigene Spiel kontrolliert werden. Und obwohl Goppeln die klareren Aktionen setzte, blieben die Gäste bei schnellen Gegenstößen immer auch gefährlich. Vor allem deren "haarfreier" 10er sorgte allenthalben für Unruhe. Und das Heimteam hatte trotz vorheriger Ansage einmal mehr viel Gesprächsbedarf.

Aber von Anfang wollten wir zeigen, wer die Punkte bekommen soll. In der 6. Minute drosch Maik einen Querpass der Kaugummitöppe von rechts schön ins lange Eck am Hüter vorbei. Auftakt nach Maß. Ein toller Schuss - glaube sogar mit dem linken Fuß -, der bis vor kurzem wohl noch an der Eckfahne gelandet wäre. Dann dümpelte das Spiel so vor sich hin. Die Gäste hielten ordentlich gegen, bei den Goppelnern zog gelegentlich der Schlendrian ein. Da wurde oft nicht konzentriert gespielt, Querpässe in der eigenen Abwehr schlecht ins Zentrum gespielt und so dem Gegner fast aufgelegt. Abwehrchef Zschiedi hatte viel zu tun. Gemeinsam mit den beiden 6ern war da noch viel Abstimmungsbedarf. Wir sollten mal an der Tafel zeigen, was die eigentlich machen sollen (Hallo Coach!). Oft sah das wieder nach Spiel mit Libero aus. Erst in der 16. Minute kam wieder Zählbares von Goppeln. Wieder Maik stand goldrichtig und verwerte einen Abpraller nach Goppelnfreistoß eiskalt zum 2:0. Rund fünf Minuten später legte Maik den Ball bei einem schnellen Gegenzug mannschaftsdienlich - böse Zungen behaupten, der wollte einfach keine "Hattrick-Kiste" geben - auf die mitgelaufene Kaugummitöppe ab. Der schob zum 3:0 ein. Und in der 38. bediente diesmal Nico, der heute wieder die Binde tragen durfte, den Kaugummi-Ralph, der sich mit dem 4:0 bedankte. So, jetzt lief das Spiel für uns. Aber die Gäste wollten das so nicht stehen lassen. Unordnung in der Abwehr, es kam über links plötzlich ein Gästeverteidiger vorgeprescht, den niemand auf dem Zettel hatte. Flanke und vorn köpfte der "Haarlose" an Ersatzkeeper Kiwi vorbei in die rechte Ecke. Ok, nix passiert, Halbzeit.

Zur Pause kam Hackepeter für Ron, der sich von der Hektik seiner Kameraden anstecken ließ, attackiert wurde, sich offensichtlich revanchierte, so zu dunkelgelb kam und irgendwie heute einen gebrauchten Tag erwischte. Und die Gäste kamen auch. In der 67. trafen sie nach einer Flanke von rechts durch eine Abnahme am kurzen Pfosten. Da sah die Abwehr - na, sagen wir es freundlich - nicht ganz glücklich aus. Mit dem 4:2 rochen die Boxdorfer wieder Morgenluft und rückten auf. Genau richtig für den Hackepeter. Der ging ein um andere Mal auf und davon und legte, für ihn beinahe untypisch, oft auf die Kollegen ab. Toll, obwohl er das nicht übertreiben sollte. Schießen darf er auch mal. In Minute 70 wurde er vorn einlaufend von Nico über halbrechts bedient und versenkte das Leder zum 5:2. Puhh, das sah wieder besser aus. Spätestens, als Maik in der 74. sein schönes Solo zum 6:2 verwandelte, gaben sich die Gäste auf und konzentrierten sich mehr auf ihre anstehende eilige Abreise zum Dynamo-Spiel. Dann verletzte sich Aui und Grütze übernahm seine Position in der Abwehr. Machte er gut. In der 79. Minute drosch Nico direkt abgenommen eine Ecke in die Kurze zum 7:2 und auch Thomas durfte sich in der 82. in die Schützenliste eintragen. Vorausgegangen war ein schönes Zuspiel von Hackepeter. Für Mario bekam nun auch noch Nasenkopfball-Zassi seine Kappe. Im Mittelfeld! Den Schlusspunkt zum 9:2 setzte dann Nico mit dem wohl schönsten Treffer des Tages. Einen aufgesetzten Ball nahm er aus rund 16 Metern direkt mit der linken Klebe und der flatterte unbebremst ins linke Dreiangel der Gäste. Dann war Schluss. Die Gäste haderten noch etwas mit dem Verlauf, dem Schiri, den Gegenspielern und vielleicht mit sich selbst. Die meisten bekamen sich aber schnell wieder ein und so schüttelte man sich am Ende sportlich die Hand. 

Fazit: Die Gäste waren besser als das Ergebnis aussagt. Wenn die das 4:3 erzielen, hätten uns die "Hosen geflattert". Zum Glück konnten wir die passende Antwort geben. Kritisch müssen wir unser Spiel betrachten. Zeitweise hatten wir das Kicken nach vorn eingestellt und warteten wie die Kaninchen vor der Schlange auf Aktionen des Gegners. Und die Präzision. Mein Gott, was haben wir dem Gegner nicht alles aufgelegt. Oder dem Mitspieler eine Knochenbrecher-Vorlage präsentiert. Wenn wir den Ball ordentlich laufen lassen, müssen wir viel weniger in die Zweikämpfe gehen. Der Sieg für Goppeln geht aber dennoch völlig in Ordnung. Echte Kritik müssen wir wirklich an unserer internen Kommunikation üben. Da wurde wieder diskutiert, gequatscht, rumgebrüllt, gemosert. Gut, dass sich dann auch Nico, Maik und in der Halbzeitpause Zschiedi mal zu Wort meldeten. Das half. Wir sollten uns klar machen, dass wir nur im eingeschworenen Team gewinnen, keiner einen Fehler absichtlich macht, der sinnlose Ballverlust im Vorwärtsgang sicher nicht beabsichtigt war und dass eben nur der Abwehrchef die Leute stellt und nicht alle Defensivspieler gleichzeitig. Dann wird's schon. Ach ja, und wenn wir mal gewonnen haben, will ich wieder das Goppelnlied brüllen. Dann ist brüllen erlaubt. ;-) (FL)   

Aufstellung: Thomas Lindner - Mathias Zschiedrich, André Auerswald (68. Udo Grützner), Bernd Leonardi - Thomas Wange, Ralf Michael - Mario Sandig (82. Maik Zastrow), Ron Grahnert (46. Peter Müller), Nico Sandig, Maik Richter - Ralph Kunze

Gebergrund Goppeln 1.AH - SC Borea AH 6.9.2014 4:5 (1:2) Pokalspiel 

Auf dem Papier eine Klare Sache - 2.SK gegen 1.SK - entpuppte sich am Ende als ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben Borea einiges abverlangt, die torreiche Partie aber wegen zu vielen Abspielfehlern und unnötigen Freistößen in gefährlicher Strafraumnnähe am Ende aus den Händen gegeben. 

Alle waren gespannt, was die Nordlichter so aus dem Köcher zaubern. Eben aus der Stadtliga A abgestiegen und aus zwei Teams eines gemacht, war die Truppe allenfalls eine Wundertüte. Nicht wirklich vergleichbar mit den Boreanern der Vorsaison. Einen kannten wir aber: Herrn Popelka, der sich bei uns wegen irgendwelcher Wohnraumnähe zum Jägerpark und unter Vorgabe von Nachwuchsbetreuung in Goppeln schmählich aus dem Staub gemacht hatte. Nein, Spaß beiseite, der Gegner war nicht irgendwer. Zweimal Gaunitz und ein Schwarm voller osteuropäischer Lizenzspieler. Da hieß es gegenhalten.

Zumindest gewannen wir die Seitenwahl und so konnte die Holzkatze mit der Sonne um die Wette leuchten. Borea begann stark. Das Heimteam brauchte einige Minuten, um die Übermotivation zu kontrollieren. Dann kontrollierten wir auch den Ball. Besser jedenfalls. Die Boreaner, mit dem gleichen Spielsystem wie wir unterwegs, hatten vor allem bei Standards ihre Chancen. Wir mit schnellen Gegenstößen in die Spitze. In der 29. Minuten netzte dann aber Borea nach einem Zuspiel von der rechten Seite. Allein der letzte Fußdranhalter stand gut sichtbar im Abseits. Dennoch: Tatsachenentscheidung des Unparteiischen. Wollen wir nicht meckern. Meckern müssen wir, weil genau nach vier weiteren Zeigerumdrehungen aus dem Gewühl und nach zunächst schöner Parade von Udos Holzkatze das zweite Gegentor fiel. Mist. Jetzt wurde unsere Offensivabteilung aktiver. Maik wurde in der 36. von der Kaugummitöppe zentral bedient und marschierte zum 1:2 aus Goppelnsicht. Bis zur Pause passierte dann kaum Nennenswertes.

Das Spiel war keine drei weiteren Minuten alt, als sich Maik im Nachsetzen zum Wiederholungsschützen einschreiben ließ. Ausgleich. Jetzt waren wir wir dran. Die Nordlichter ließen nun nach, hatten auch schon mehrfach gewechselt. Aber mitten in unsere nun bessere Spielanlage folgte in Minute 60 wieder ein völlig unnützer Freistoß für die Gäste. Kurz vor dem Strafraum. Und diesmal ging der Ball rein. Unhaltbar über die Mauer. Wieder Rückstand! Als dann nach 67 Minuten Aui den Gegner nach Ballverlust seiner Kollegen im Mittelfeld nicht mehr stellen konnte, musste Udo zum vierten Mal hinter sich greifen. Das Ding war gegessen. Oder? In der 76. Minute verwandelte der Ralph plötzlich eine butterzarte Flanke von Nico zum Anschluss. Nur noch 3:4. Aber leider schon zwei Minuten später zeigte der Schiri auf den Elferpunkt. Vorausgegangen war ein Leo-Foul, das vielleicht auch nicht jeder pfeifft. So what! Mit 3:5 lagen wir wieder doppelt hinten. Etwa zehn Minuten vor Schluss verkürzte Maik wieder im Nachsetzen auf 4:5. Los jetze, alle vor! Aber nun merkte man den Aufwand auch in den Goppeln-Beinen. Trotz fünf Nachspielminuten glückte der Ausgleich nicht mehr. Schade. 

Fazit: Borea war gut und überausreichend besetzt, wir hielten gut mit. Kein Klassenunterschied zu sehen. Ein Spiel auf Augenhöhe, dass wir auch hätten für uns entscheiden können. Wenn da nur nicht die übermotivierten Fouls vor dem oder im eigenen Sechzehner wären. Das hat uns heute das Leben echt schwer gemacht. Eine Niederlage, die uns nun auf die anstehenden Punktspiele fokussieren lässt. Wir spielen gut mit, die Ansätze sind vielversprechend. Jeder hat gekämpft, manches klappt aber noch nicht wie gewollt. Aus dem "Dämpfer" sollten wir lernen und die Makos abstellen. Die Bodenhaftung behalten, Mund abputzen und los. Nach Spielschluss gab der Neucoach seine Einstandskiste und erntete dafür ein "Sportfrei", dann wurde das Goppelnlied intoniert. Spaß ist also da. Und eine Erkenntnis bleibt: Robert Popelka hält auch beim Gegner nicht zu Null. Also alles wie immer! ;-) (FL)

Aufstellung: Udo Steinigen - René Oertel, André Auerswald (75. Jörg "Pu" Damaske), Bernd Leonardi (80. Heiko Clausnitzer) - Thomas Wange, Mathias Zschiedrich - Mario Sandig, Ron Grahnert (70. Ralf Michael), Nico Sandig, Maik Richter - Ralph Kunze (85. Maik Zastrow) / Udo Grützner

Ein alter Knacker mehr: Mario Sandig hat die vierte Null

Ganz heimlich, aber überhaupt nicht unbeobachtet, reihte sich nun auch Mario Sandig in den Klub der 40er ein. Damit haben wir - pardon an alle schon Zugehörigen - einen alten Knacker mehr im Team. Glückwunsch! Nun muss sich Mario durch überragende Leistungen ins Spiel bringen. Nach der Trainingseinheit am 9.8. bekam er von Bruder und Mannschaft sein nachträgliches Geschenk. Und gleich noch eine Taktikschulung in "Wann-komme-ich-endlich-mit-meinen-ganzen-Büchsen-klar", "Weshalb-hat-der-Havanna-Club-eigentlich-ein-dunkles-Etikett" und "Warum-nennen-die-mich-überhaupt-Limetten-Fred". Na dann, willkommen in der "Uhu-Runde"! ;-)

Gebergrund Goppeln 1.AH - SG Dresden Striesen AH 16.8.2014 2:2 (1:1) Freundschaftsspiel

Neue Saison, neues Glück. Im Vorbereitungsspiel gegen den Stadtligisten Striesen schlugen sich die AH-Kicker schon ganz passabel. Das Unentschieden ist natürlich alles andere als repräsentativ. Mussten doch beide Seiten noch auf viele Urlauber verzichten.  

Wegen mangelhafter Laktatwerte aus diversen Sommersünden durften sich die AH1-Senioren schon zwei Wochen intensiv vorbereiten. Außerdem bekamen sie vor Saisonbeginn vom neuen Trainer-Trio zusätzlich diverse Freundschaftsspiele übergeholfen. Leider fiel das Spiel der Pokalvorrunde mangels Personalknappheit von Wacker Leuben aus. Auch die angebotene Spielverlegung von einer Woche half den Wackeren offenbar nicht aus der Misere. So wurde der 6.8. kurzerhand zum internen Trainingsspiel und der 16.8. zum Freundschaftsspiel umfunktioniert.

Als Gäste durften wir die "Uwe-Spatz-Sperling-Sperber"-Truppe der SG Striesen an der Wittgensdorfer begrüßen. Um es vorweg zu nehmen: Ganz faire Kicker, mit denen man auch lange nach dem Spiel noch freundschaftlich zusammenhockte. Wegen Schwächen der vereinsintern verwendeten Kommunikationstechnik standen die Teams am Sonnabendvormittag allerdings ohne Unparteiischen da. Mist. Es fand sich auch keiner Dummer. Doch, einer  schon: Neu-Coach Falk pfiff sein erstes (und wohl auch einziges) Spiel! Respekt vor den Schiedsrichtern!

Ohne Viele, dafür mit etlichen Guten aus der 2.AH, startete die AH1 in die Saison. Striesen musste ebenfalls auf einige Leistungsträger verzichten, so dass sich alles ausglich. Goppeln wollte das neue Spielsystem ausprobieren und so war klar, dass viel geredet wurde. Weitere kleine Panne: Wegen der allgemeinen Verwirrung - Ralf musste Protokoll schreiben und Falk sich um das Schierizeugs kümmern - fehlte die letzte Information einer kurzfristig vorgenommenen Positionsumstellung. Das ließ den langen Ralf als Assi-Coach an der Außenlinie anfangs wenig verzückt und lautstark tänzeln, derweil die Spieler eigentlich richtig standen. Und der Unparteiische? Der darf ja nicht aktiv eingreifen.;-)

Nachdem das geklärt war, wurde Fußball gespielt. Zunächst gab es viel Unruhe im Spiel. Aber nach 20 Minuten hatten die Goppelner sich bisschen sortiert und dann sah das stellenweise richtig gut aus. Striesen zwei Klassen besser. Aber nur der Staffelzugehörigkeit nach. Ansonsten spielten beide etwa auf Augenhöhe. Das erste Tor schoß trotzdem Striesen. Stellungsfehler, nicht aufgepasst und in der 31. Minute musste Udo die Holzkatze hinter sich greifen. Goppeln war keineswegs geschockt. Nur fünf Minuten später schnappte sich Sturmtank Maik im Mittelfeld den Ball und marschierte mit selbigem am Fuß und  einem Gegenspieler am Trikot Richtung Striesen-Gehäuse. Solange Maik den Ball trieb und dabei den Gegner mitschleppte, ließ der tadellos pfeiffende Referee den angezeigten Vorteil laufen. Mann, hatte der ein Auge! ;-) Gepfiffen wurde erst, als der Ball im Tor lag. Ausgleich. So auch der Halbzeitstand.

Auch in der zweiten Hälfte egalsierten sich die Teams vor allem im Mittelfeld. Diesmal ging Goppeln aber in Führung. Eine Hereingabe von der Eckfahne verwandelte Enrico mit dem Schienbein in die kurze Ecke. Das sah zwar jetzt nicht ganz so gewollt aus, aber danach fragt ja keiner. Die Pille war drin. Striesen wurde jetzt etwas stärker und schoß folgerichtig noch den Ausgleich zum 2:2. Das war ein schöner Distanzschuss, der knapp unter der Latte zappelte. Das war auch in Ordnung. Ebenso, als der Unparteiische vor dem vermeintlichen 2:3 für Striesen ein Foul des Angreifers erkannte und seiner Pflicht als Heimschieri nachkam. Nein, im Ernst, war wirklich ein Foul. Bestätigten auch die Striesener am Ende grinsend.

Und so stand nach dem Spiel ein leistungsgerechtes 2:2 auf der imaginären Anzeigetafel, mit dem beide Seiten gut leben können. Bei Goppeln sah das trotz fehlendem Feintunings im System schon ganz gut aus. Anteil daran hatten vor allem Nico und Maik, die auch verbal unsere neue Marschroute umzusetzen versuchten. Fazit: Striesen ist ne nette Truppe, wir sind auf gutem Weg, alle sind gesund und der Schieri musste nur zwei bis vier echte Fouls pfeifen. So soll es sein!

Am 23.8. machen wir 11:00 Uhr vereinsintern ein weiteres Trainingsspiel, am 30.8. dann 11:00 Uhr das Tscharntke-Abschiedsspiel in Strehlen (vorrangig die AH2) bevor am 6.9. 13:15 Uhr die erste Pokalrunde auf die AH1 wartet. Dann kommen die Boreaner an die Wittgensdorfer Straße. Mit vielen bekannten Spielern, vor allem aber wohl mit Ex-Goppeln-Hüter Robert Popelka. Hatten wir dem eigentlich schon die Freigabe erteilt... ;-) (FL)

Aufstellung: Udo Steinigen - Mathias Zschiedrich, André Auerswald, Bernd Leonardi - Ronny Schneider, Ron Grahnert - Nico Sandig, Mario Sandig, Maik Richter - Enrico Nicoleit (65. Thomas Petzold), Maik Zastrow

Emotionsgeladene Bilder bescherte uns das letzte Punktspiel der Saison. Vor dem Vergleich wurde mit dem VfB 90 Dresden der frischgebackene Meister der 2. Stadtklasse durch Staffelleiter Peter Hauswald geehrt. Im Anschluss durfte sich auch Cheftrainer Limbach über eine ganze Reihe von Abschiedsgeschenken freuen. Die Truppe wollte ihrem scheidenden Coach zumindest einen gelungenen Abgang bescheren. Erfolgreich, wie sich zeigen sollte.

Gebergrund Goppeln 1.AH - VfB 90 Dresden AH 14.6.2014 4:1 (4:0) 2. Stadtklasse

Die letzte theoretische Möglichkeit für einen sportlichen Aufstieg sollte mit einem Sieg gegen den VfB 90 gewahrt werden. Durch den Hainsberger Heimsieg gegen Cossebaude blieb uns der leider verwehrt. Dennoch verschafften die Jungs ihrem Coach noch einen sehr versöhnlichen Saisonabschluss.  

Nach dem Neustadtspiel war allen klar, dass der Aufstieg nur über einen eher unwahrscheinlichen Punktverlust der Hainsberger führen würde. Dessen ungeachtet, nahm der Chefcoach das Spiel ernst. Und seine Jungs auch. Theoretisch wäre es ja noch möglich. Außerdem wollten alle ihrem nun aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen aufhörenden Trainer noch einen ordentlichen Abschied bereiten. Darüber hinaus hatten wir vom Hinspiel noch eine kleine Revanche offen.

Zunächst ehrte Staffelleiter Peter Hauswald die Gäste von der Windmühle mit dem Meisterpokal. Herzlichen Glückwunsch an die wohl konstanteste Mannschaft der Staffel, die sich den Pott auch redlich verdient hatte. Vielleicht sieht man sich ja mal wieder. Direkt danach erfolgte die sehr emotionale Verabschiedung von Coach Limbach, bei der sich manch einer, vor allem der Coach selbst, die eine oder andere Träne nicht verkneifen konnte. Mit Geschenken von der Mannschaft und von "Edelfan" Bernd schwer bepackt, übernahm Holger letztmalig seine Aufgabe als Teamchef. Das Spiel selbst geriet beinahe zur Nebensache. Dennoch klappte Goppeln das Visier hoch. Für sich und den Trainer.

Wegen der möglichen Dramatik des letzten Spieltages hatten wir beim Stadtverband einen neutralen Schieri ansetzen lassen. Es kam Sportfreund David Wießner von Rotation. Obwohl er nach eigenen Angaben noch nie ein Altherrenspiel geleitet hatte, sah man seine höhere Klasse. Er pfiff absolut souverän. Allerdings machten ihm beide Mannschaften das Leben leicht. Alle konzentrierte sich mehr auf Spiel und Technik und weniger auf grobe Attacken. Da sah man die Qualität in beiden Truppen. Aber ein Freundschaftsspiel war es beileibe nicht. Von wegen, die 90er sind Meister und nehmen die Füße hoch. Die wollten gewinnen. Und das machten sie von Anfang an klar. Goppeln war heute gut aufgestellt, musste aber dennoch auf den frischgebackenen Papa Nico, auf die erkrankte Kaugummitöppe und auf den urlaubenden langen Ralf verzichten. Goppeln begann sehr konzentriert. So konnten sich die Gäste wenig Zwingendes erarbeiten. Anders die Gastgeber. In der 10. Minuten durfte das erste Mal gejubelt werden. Thomas Wange hatte zur 1:0 Führung genetzt. Und gleich zwei Zeigerumdrehungen später erhöhte in Vertretung des neuen Torschützenkönigs Nico Sandig sein Brüderchen Mario auf 2:0. Das war schon Klasse und beim VfB schaute man sich gehörig um. Dann passierte zunächst nicht viel. Kurz vor der Pause in der 44. Minute verlängerte ein VfBer einen langen Ball per Kopf zu seinem Schlussmann. Aber der stand nicht wie vermutet im Tor sondern weit davor. Und so rollte das Leder in Zeitlupe langsam ins rechte untere Eck. Der VfB-Hüter speichte zwar hinterher, konnte aber den Ball nicht mehr erreichen. Da stimmte die Abstimmung nicht. Egal. Und als schließlich Maik im gegnerischen 16er zu offensichtlich am Arm gezerrt wurde, entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Der Gefoulte schoß selbst und erzielte das 4:0 für Goppeln. Dann wurden die Seiten gewechselt.

In der zweiten Halbzeit passierte nicht mehr viel Aufregendes. Die Partie war schon entschieden. Der VfB versuchte noch einmal alles, aber das brachte nur in Minute 81 den Ehrentreffer. Mehr war nicht drin. Beide Teams wechselten ordentlich durch. Schließlich sollten alle Saisonspieler einen Einsatz bekommen. Mit dem Stand von 4:1 für Goppeln beendete der Schieri die Partie. Goppeln wahrte sich die theoretische Aufstiegschance, der VfB feierte den Titel.

Im Anschluß wurde hinter die Saison mit reichlich Grillzeugs und Getränken ein Haken gesetzt. Chefcoach Limbach gab einen bis viele aus und verabschiedete sich mit einer sehr bewegenden Rede vom Team. Er bleibt uns aber als Zeugwart erhalten und man darf sicher sein, wenn es gilt mal einzuspringen, muss er nicht lange überzeugt werden. Schade, dass wir ihm nicht noch einen Aufstieg bescheren konnten. Vergeigt hatten wir es über die Saison. Zumindest schenkte ihm die Mannschaft ein tadelloses und erfolgreiches Abschiedsspiel. 

Fazit: An einen Durchmarsch nach dem letztjährigen Aufstieg glaubte keiner. Zumindest nicht zu Anfang. Als die Saison aber wider Erwarten gut lief, schielte man schon mal nach oben. Die Kontrahenten hießen VfB 90, Hainsberg und am Ende auch Helios. Wirklich gestolpert sind wir mit zwei Unentschieden aber über die Löbtauer Kickers, mit einem Schlafwagenspiel über Cossebaude und mit reihenweisen Chancenvergaben über Neustadt. Alle anderen Punktverluste darf man als über die Saison in Ordnung abhaken. Hainsberg hat uns am Ende den Gefallen eines weiteren Punktverlustes nicht getan und so müssen wir in der neuen Saison schauen, was sich bei uns tut und vor allem, was sich bei anderen Teams bewegt. Zweifellos wird man Helios genau im Auge behalten müssen. Die haben sich großartig verstärkt. Wir dürfen gespannt sein.(FL)

Mehr Bilder vom Spiel und den Ehrungen seht Ihr in der Bilder-Galerie hier (klick)

Aufstellung: Robert Popelka (60. Udo Steinigen) - Ralph Eckardt (70. Thomas (Kiwi) Lindner), Jörg (Pu) Damaske, André Auerswald, Ron Grahnert (70. Marco Krupka) - Peter Mootz (C) (80. Heiko Clausnitzer), Mathias Zschiedrich, Thomas Wange (85. Thomas Kotte), Mario Sandig - Maik Richter, Peter Müller (80. Maik Zastrow)

SV Dresden Neustadt - Gebergrund Goppeln 1.AH 31.5.2014 3:3 (2:1) 2. Stadtklasse

Ist das bitter! Ohne etliche Stammspieler vergurken die Goppelner Oldies ausgerechnet gegen Neustadt den möglichen Aufstieg. Dabei waren die Neustädter trotz zahlreicher Wechsler in der 2. Halbzeit eigentlich platt. Jetzt wird aus dem erhofften Endspiel gegen den VfB 90  ein bedeutungsloses Freundschaftsspiel. Wir hatten es selbst in der Hand! Bis heute.  

Wieder mussten Stammkräfte ersetzt werden. Maik und Thomas beispielsweise urlaubten, Hackepeter trank einen Junggesellen in die Ehe. Mit eben elf Leuten, darunter zwei angeschlagenen, sowie Sektionsleiter Knoppi als einzigem Feldwechselspieler rückte Goppeln bei Neustadt an. War ja sowieso nur Formsache und einige sahen sich in Gedanken schon beim saisonfinalen VfB-Spiel. Dementsprechend warnend fiel die Kabinenpredigt des Trainerteams aus. Im Hinspiel fühlte sich der Sieg gegen Neustadt zu leicht an. Das war zu beachten. Unbedingt aber sollten die mannschaftsinternen Diskussionen unterbleiben. Zumindest das klappte im weiteren Spielverlauf. Mootzl bekam wie üblich die Binde, Weso durfte den Liberoposten übernehmen.

Unter den wachen Augen von Staffelleiter Peter Hauswald begann die Partie mit Vorteilen für Goppeln. Die ersten zehn Minuten hatten wir einige Chancen, die nicht konsequent ausgespielt wurden. Aber wir störten früh und zwangen den Gegner zu Fehlern. Leider verletzte sich Rico Wilde nach 15 Minuten so schwer am Knie, dass der Stürmer raus musste. Der Fairness halber sei gesagt: ohne Gegnereinwirkung. Überhaupt, im Spiel gab es wenig Fouls auf beiden Seiten und der gut leitende Schieri, der eigentlich nur bei einer Entscheidung daneben lag, hatte wenig Grund zur Benutzung seines Blasinstruments. Für Rico musste nun Knoppi rein, der Ron in der Sturm verschob und dessen linke Abwehrseite übernahm. Goppeln brauchte lange, um sich wieder zu sortieren. Zu lange. In der 24. Minute tanzte ein Neustädter den langen Ralf im 16er aus und versenkt die Kirsche oben links im Angel. Keine Chance für die Holzkatze, die heute im Gehäuse den Vorzug vor Robert bekam. Der Sekundenzeiger hatte keine zwei Umdrehungen fertig, als ein langer Ball hinter die aufgerückte Goppelnabwehr gespielt wurde und zwei klar im Abseits (ich stand auf gleicher Höhe und hab es gut gesehen) stehende Neustädter den Rest erledigten. Wir spielen nicht auf Abseits! Wie oft haben wir das der Truppe angesagt? Unzählige Male. Das war übrigens der einzige Schierifehler. Klar, es ist schwer ohne Leute an der Linie. Dann müssen wir eben die Angreifer vor uns lassen. So stand es nach 26 Minuten 2:0 für die Gastgeber. Jetzt mussten die Gäste kommen. Und wir kamen. In der 28. Minute drehte sich die Kaugummitöppe um einen Gegenspieler und stand plötzlich mit dem Spielgerät im Neustädter Strafraum. Von links knallte Ralph das Ei ins kurze Angel. Anschluss. Los, noch den Ausgleich! Goppeln hatte jetzt etwas mehr vom Spiel. Die Gastgeber zogen sich gefühlt bisschen zurück und versuchten ihr Glück durch Konter oder schnelle Gegenstöße. War aber alles brotlose Kunst. Ebenso wie die Goppelner Bemühungen. Nach 40 Minuten dann aber doch: Im Rückwärtsgang bekam Libero Weso den Ball nur ans Schienbein, von wo das Leder zentral Richtung Strafraumgrenze rollte und vom unbedrängten Gegner bloß noch platziert ins Tor zu schiessen war. So ein Pech! Wieder lagen wir mit zwei Treffern hinten. Und wir wussten, dass heute nur ein Sieg zählt. Wieder zwei Minuten später haute Zschiedi die Murmel aus halblinks an die Lattenunterkante der Neustädter. Von dort abgeprallt, schlug sie hinter der Linie auf. Kein Wembleytor, ein richtiges. Sah auch der Schieri so. Es gab keine Proteste. Nur von den heimischen Schlachtenbummlern und die hatten es viel weniger gesehen. Beim Stand von 2:3 aus Goppelnsicht durfte sich die Holzkatze dann die Sonne ins Kreuz statt weiter ins Gesicht scheinen lassen. In der Pause schwor das Trainerteam die Herren noch einmal ein. Heute musste es auf Biegen und Brechen gehen. Kratzen, Beißen, Kämpfen. Das Runde muss ins Eckige. Und zwar einmal mehr für uns. Wer noch konnte, nickte.

Die zweite Halbzeit begann auch genau so. Goppeln machte Druck und nach einer Ecke in der 50. Minute war es wieder Zschiedi vorbehalten, einen Kopfball ins rechte Eck zu versenken. Ein echt "dreckiges" Tor. So was brauchen wir auch mal. Der Ball kroch in Zeitlupe ins äußerte Eck des Neustadt-Gehäuses. Ausgleich. Und noch hatten wir 40 Minuten für den Siegtreffer. Die zweite Hälfte war aber nicht alt, als auch Weso als letzter Mann verletzt raus musste. Es kam Ersatzkeeper Robert als Stürmer, Ron musste nun ins Mittelfeld. Der wurde heute echt verschoben. Mootzl übernahm den letzen Mann. Damit war das Auswechseln für Goppeln beendet. Auf der Bank saßen nur mehr die Versehrten. Die Gastgeber wechselten dafür ordentlich durch. Die hatten eine volle Bank. Trotzdem wurden sie schwächer, spielten ungenau und zogen sich weiter zurück. Hinten Beton anrühren und "Langholz" nach vorn auf die zwei, drei Leute. So wurde das Feld überbrückt. Leider ließen auch bei Goppeln die Körner nach. Wir wollten unbedingt mehr spielen, rieben uns aber in unnötigen Zweikämpfen im Mittelfeld auf und auch die finalen Pässe in die Spitze blieben aus. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Goppeln den Druck noch einmal. Vorstopper Ralf rutschte ein Stück vor. Die Schüsse von der Kaugummitöppe oder Zschiedi gingen aber am Tor vorbei. Manchmall kullerten sie auch nur. Neustadt hätte den einen oder anderen Konter genauer ausspielen können, um wieder in Führung zu gehen. Aber genau dort sah man den Kraftverschleiß. Bei Goppeln kam jetzt Nervosität dazu. Noch 20 Minuten, noch 15, noch 10, noch 5, noch ein Freistoß, noch eine Ecke, dann war Schluss. Das 3:3 kostet Goppeln zwei verletzte Spieler, davon einer ziemlich schwer, und die Möglichkeit des sportlichen Aufstiegs.

Fazit: Niemand glaubte ernsthaft an einen Punktverlust bei Neustadt. Vor allem keiner der abwesenden Kicker. Nun ist es ausgerechnet so gekommen. Hochmütig waren wir nicht. Wir wussten, dass sich die Gastgeber nicht kampflos ergeben. Mit ihren Wechslern und dem Willen zur Abwehrschlacht konnte sich Neustadt gegen uns behaupten. Nicht unverdient. Wir haben gekämpft und Reserven mobilisiert. Was fehlte waren vernünftige Zuspiele. Die Fehler alle auf den ungewohnten Naturrasen zu schieben, wäre zu einfach. Nach 10 bis 20 Minuten hätten wir merken müssen, dass der Ball hier anders rollt und springt. Und ja, Fortuna war uns heute auch nur wenig gewogen. Es am Ende auf die Ergänzungsspieler zu schieben, ist ebenfalls verkehrt. Die haben ordentlich mitgezogen. Vielleicht hätten uns noch zwei bis drei weitere Wechsler gut getan. Vielleicht hätte schon einer gereicht. Diese Überlegung ist jetzt müßig. Mit Rücksicht auf die 2. AH wollten wir denen wenigstens elf Akteure belassen. Bei allem Respekt für die großartige kämpferische Leistung der Neustädter, mit unseren Ansprüchen und den schon bei anderen Gelegenheiten gezeigten spielerischen Möglichkeiten hätten wir die Partie für uns entscheiden müssen. Nun ist die Chance vertan, dem scheidendem Cheftrainer noch einen sportlichen Aufstieg auf den Buckel zu binden. Hainsberg wird sich vor Lachen nicht einkriegen! Nun ist das erhoffte Endspiel gegen den frischgebackenen Meister VfB 90 in 14 Tagen ohne Wert. Wir bleiben Dritter und Hainsberg wird im letzten Spiel zu Hause kaum mehr patzen. Bei aller Enttäuschung gibt es zumindest eine positive Randnotiz, einhergehend mit einer weiteren Kiste Zschiedi-Bräu: Dem Jungen hätte vorher mal einer Bescheid sagen müssen, dass auch der Schütze des 100sten Saisontreffers (die 11 vom annulierten Sportfreundespiel zählen wir natürlich mit) zur Bierkasse gebeten wird. (FL)

Aufstellung: Udo Steinigen - Jens Wesolowski (52. Robert Popelka), Ralf Michael, André Auerswald, Ron Grahnert - Peter Mootz (C), Nico Sandig, Mathias Zschiedrich, Mario Sandig - Rico Wilde (14. Marco Krupka), Ralph Kunze

Gebergrund Goppeln 1.AH - TSV Cossebaude 24.5.2014 4:3 (2:1) 2. Stadtklasse

Gewackelt, gewankt, zum Glück nicht gefallen - Cossebaude erwies sich als die erwartet harte Nuss 

Nicht ganz in Bestbesetzung, die Kaugummitöppe war im Urlaub und Hackepeter wie Kapitän Mootzl noch angeschlagen, starteten die Goppelner heute zur Wiedergutmachung. Das Hinspiel ging wegen allgemeiner Schläfrigkeit mit 6:2 an Cossebaude. Verdient!

Schwülwarme und gewittergeladene Außenluft empfing die Kicker auf der Wittgensdorfer Straße. Etwas verspätet kamen die Wassereimer an die Außenlinie. Der eingekaufte Schieri Micha Tscharntke leitete die Partie. Souverän, wie sich zeigen sollte. Goppeln übernahm gleich das Zepter. Schon nach zwei Minuten schlug die Kugel im Gästetor ein. Zschiedi donnerte das Ding im dritten Nachsetzen nach einer Nico-Sandig-Ecke in die Maschen. Keine Chance für den gut aufgelegten Cossebaude-Schlußmann. Ging ja gut los. Dann entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem auch die Männers von rund ums Betonwerk eine gute Rolle übernahmen. Im Klartext, sie blieben spielerisch wie kämpferisch und auch bei der Zweikampfhärte nichts schuldig. Also wirklich nichts! Diesbezügliche Schlüsselnummer war heute die "4", allerdings auf beiden Seiten. Nach 19 Minuten setzte sich Maik Richter auf rechts durch und wütete den Ball aus unmöglich spitzem Winkel zum 2:0 ins Netz. Sehr gut. Dann wankte die Partie hin und her, mit Chancen auf beiden Seiten. Das Heimteam quatschte sich heute wieder viele Ohren ab. In der 39. Minute war es ein unnötiger Freistoß für die Gäste, der oben rechts hinter Robert einschlug. Cossebaude nun zurück im Spiel. Deren Druck vor der Halbzeit verpuffte. Zum Glück. So steckten die Männer zur Halbzeit den Kopf in den San...äh Eimer. In den Wassereimer, damit die Birne wieder abkühlt.

Nach der Pause war es - ich weiß, der Kollege möchte gern wieder als MVP bezeichnet werden, mach' ich heute aber nicht - Maik Richter vorbehalten, den nächsten Goppelntreffer zu markieren. Vorarbeit Hackepeter, Tor Maik aus schwierigem spitzem Winkel von rechts. Zentral trifft der offenbar nicht mehr. 3:1 für Goppeln. Weiter so. In der unmittelbar benachbarten Spielminute ließen die Abwehrer dafür einen Gegner durchlaufen und quasi im Fallen schloß der ab. Das Spielgerät landete im langen rechten Eck. Hinter Robert. Der Cossebauder Spielbeobachter meldete: Anschluss hergestellt! Unwort mit "S"? Das Spiel blieb schnell, beide Seiten wechselten. In Minute 76 wurde der durchgebrochene Nico Sandig überklar in Gegners 16ner von den Standwerkzeugen geholt. Den Elfer verwandelte, na wer schon, der Sturmtank mit freundlicher Verladung des Torhüters sicher. 4:2, sollte eigentlich erledigt sein. Natürlich nicht bei Goppeln! Vier Zeigerumdrehungen später durfte auch Robert das Runde wieder aus dem Eckigen holen. 80. Minute, Ecke von links, Kiwi bissl weit weg vom Gegner, Robert bissl auf der Linie festgepappt, alle stellen die anderen bissl an den Mann und  sich selbst bissl weit weg von selbigem, Tor. Ungefähr so. Wackeln, wanken, kämpfen, kontern. Auch ungefähr so. Wir waren diesmal erfolgreicher, Cossebaude war platt. Die Goppelner Gegenzüge brachten aber nix mehr. So geht der Sieg in Ordnung. Dem Schieri wurde eine gute Leistung attestiert, die Kicker gaben sich die Hand, die Verletztenspalte auf dem Protokoll blieb leer. Alles gut, auch die Gäste schienen zufrieden.  

Fazit: Die Revanche glückte, sah aber weniger souverän aus, als deren Hinspielsieg. Lag vielleicht auch an der vielbeinigen Goppelner Teilnahme am Aldi-Lidl-Netto-Explorer-Adventure-Volkslauf oder was auch immer da am Mittwoch durch Dresden schlich. Gerüchtweise wurden von Teammitgliedern sensationellle 22/23er Laufzeiten erzielt >hüstel<. Kraftverschwendung, wenn man sich auf das Wesentliche konzentrieren muss! Die drei wichtigen Punkte blieben wie erhofft in Goppeln. Die Leistung stimmte, wenn nur das sinnlose Angegifte im Spiel unterbleiben könnte. Das Heimteam hatte mehr vom Spiel und von der Chancenverteilung passte es ebenfalls. Die Gäste verkauften sich teuer und Goppeln war, wissend um die drei Endspiele, sichtbar nervös. Nun bleiben immer noch zwei Pflichtsiege. Der VfB 90 wurde heute Meister und steht uneinholbar an der Tabellenspitze. Ehrliche Gratulation an die Leutewitzer Windmühle und die benachbarten Kicker. Wir sehen uns ja bald. (FL)

Aufstellung: Robert Popelka - Peter Mootz (C), Ralf Michael, André Auerswald, Mathias Zschiedrich - Thomas Lindner, Nico Sandig, Thomas Wange, Rico Wilde - Maik Richter, Peter Müller (55. Jörg Weinas - 75. Bernd Leonardi)

SSV Turbine Dresden 2.AH - Gebergrund Goppeln 1.AH 17.5.2014 0:7 (0:2) 2. Stadtklasse

Das gefühlte Freundschaftsspiel geht klar an Goppeln - die Gäste beließen es bei einem Sieg, der die Gastgeber erhobenen Hauptes ins Wochenende gehen lassen kann 

Einmal mehr plagte Goppeln heute der Ausfall zahlreicher Stammspieler. Hackepeter abwesend, Kapitätn Mootzl verletzt und die Brigade "Sixpack" im Einsatz. Bei den Strömungsmaschinenbauern sah es kaum anders aus. Die konnten nicht einmal mit Sollstärke auflaufen und spielten zu zehnt. Respekt dafür. Andere Teams treten so nicht einmal an.

Mit eben elf Spielern plus Ersatztorhüter Rico Krönke begannen die Goppelner gleich druckvoll. Die Turbinen rührten wegen ihrer Unterzahl vorm eigenen 16er ordentlich Beton an. Das war zu erwarten. Und ebenso, dass sich der anrennende Klub schwer tat. Rund 30 Minuten gingen alle Bemühungen ins Leere oder der Gegner hatte stets ein Bein dazwischen. Mehr noch, bei zwei Situationen waren die Jungs von Turbine nicht weit vom Führungstreffer entfernt. Häufig haben tiefstehende Teams ein, zwei schnelle Leute vorn, die einfach mal abgehen und dranhauen. Ein Rückstand wäre fatal gewesen, weil bei denen dann hinten alle Teilnehmer wegkloppen was kommt. Das Goppelner Trainerteam hatte vor Spielbeginn davor gewarnt und von ihrem Team Geduld gefordert. Das zahlt sich aus. So war es auch. In der 34. bediente diesmal Mario den "Kleinen" mit einem tiefen Pass und Nico versenkte das Ding zum 1:0 aus Goppelnsicht. Und als Nico selbst in der 38. Spielminute von der linken Grundlinie vors Tor passt, war es - Achtung, jetzt kommt's - Zschiedi vorbehalten, am langen Eck einzuschieben. Der gelernte Zerstörer punktet. Kaum zu fassen. Hallo "Tortenteo", es gibt Verteidiger, die treffen sogar im Punktspiel! Danach gingen aber alle weiteren Versuche schief. Die Präzision. Schon wieder die Präzision. Chancen waren da, die von ihrer Zahl in der zweiten Hälfte aber noch übertroffen werden sollten. Den angekündigten Stempel zur Chancenverwertung hätte der Berichterstatter heute dringend gebraucht. Mit dem Stand von 2:0 für Goppeln gingen die Strömungsmaschinenbauer in die Kajüte, die harten Kerls von Goppeln bevorzugten die Pausenansprache bei Frischluft.

Nach der Halbzeit kam Frieder für Knoppi, der sich wegen seiner Leistung endlich auf Arbeit scheren sollte, um wenigstens dort weniger Schaden anzurichten. Nein, im Ernst, Knoppi machte eine wirklich gute Halbzeit und musste tatsächlich dringend zur Zubereitung des Altersessens ohne Räder. Aber der Wechsel brachte zählbares. Drei Minuten nach Wiederanpfiff war der eingetauschte Frieder zur Stelle und knallte das Leder im Nachsetzen zum 3:0 für Goppeln in die Maschen. Jetzt sah man bei Turbine erste Auflösungserscheinungen mit Ambitionen zur Spielaufgabe. Und als in der 56. Mario einen noch abgelenkten Kopfball in das Turbinetor beförderte, wurden die Diskussion lauter. Dennoch besann man sich und spielte sportlich fair weiter. Auch, als sich noch zwei Kicker verletzten und deren Goali nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Supermario leicht desorientiert schien. Nun gab es quasi im Minutentakt Chancen für Goppeln. Die Turbinen tauchten in der zweiten Hälfte nicht mehr vorm eingefrorenen Robert und seinem Gehäuse auf. In der 70. Spielminute schrubbte Mario einen Fernschuß aus 20 Metern ins obere linke Eck. Nicht zu halten. Entschieden war das Spiel längst. Gleich eine Minute später flankte die lautstarke Zaubermaus Thomas nach vorn und - nein, kaum zu glauben - schon wieder der Zschiedi hielt den Fuß zum 6:0 dran. Hallo Pu! ;-) Den Schlußpunkt setzte dann der lange Ralf mit einem wunderschönen Fernschuß aus 30 Metern wieder ins linke obere Eck. Bei 7:0 für Goppeln beendete der Schieri die Partie gefühlt leicht vorfristig.

Fazit: Ohne arrogant zu sein sah man den Unterschied zwischen dem dritten und vorletzten Tabellenplatz. Robert musste nach Spielende aus dem Eis gebrochen werden. Unbeschäftigt war der festgefroren. Selbst wenn Turbine vollzählig gewesen wäre. Dennoch verdienen die Jungs von der Pfotenhauer unseren Respekt. Lange hielten sie die Null und gaben sich nicht auf. Die Überlegenheit machte aus der Partie ein Freundschaftsspiel. Niemand wollte sich verletzen, es gab ganze zwei (in Worten zwei) Fouls im Spiel. Goppeln spielte mit Viertelkraft. Das reichte. Turbine hatte zwei Chancen in der ersten Halbzeit. Das wars. Insofern kann man nur wünschen, dass sie wieder vollzählig werden oder aus der abstiegsbedrohten ersten AH-Mannschaft mal einen Spieler abbekommen. Mit guten Wünschen fürs Wochenende verabschiedeten sich die Kicker in selbiges. Jetzt haben wir drei Endspiele, weil Freital bei Helios ordentlich Federn ließ. Wir haben es also selbst in der Hand, auch wenn unser Restprogramm nicht einfach aussieht. Kurioses am Rande: Der Doppeltorschütze und Antialkoholiker Zschiedi griff einmal in 100 Jahren zur Bierflasche und setzt zum großen Schluck an. Im Spielertrikot! Wieder großer Jubel in der Kabine. Mann, wird das "Zschiedibräu" schmecken! Übrigens, die Kiste gab Ex-Goppelnstar Lotterjan Hintermaiiiir aus, der schon bei Anpfiff am Spielfeldrand bierseelig das Goppelnlied intonierte . (FL)

PS: Vor lauter Aufregung vergaß der Berichterstatter die Bedienung des hochauflösenden Digitalapparates. So gibts, auch mangels passendem Motiv, heute keine echten Bewegungsbilder vom Spiel. Ist vielleicht besser so...

Aufstellung: Robert Popelka - Thomas Wange, Ralf Michael, Ronny Schneider, André Auerswald - Mathias Zschiedrich, Mario Sandig, Nico Sandig (C), Marco Krupka (46. Lars Friedrich), Rico Wilde, Ralph Kunze

Gebergrund Goppeln 1.AH - SC Borea 2.AH 10.5.2014 9:1 (4:1) 2. Stadtklasse

Goppeln gewinnt gegen ersatzgeschwächte Parkjäger - Chancen hätten für zweistelliges Ergebnis gereicht.

Auch heute musste das Trainerduo auf den angeschlagenen Hackepeter in der Startformation verzichten. Kapitän Mootzl war wieder dabei und auch der Weso hatte den Rücken kuriert. Die Wechselbank war gut gefüllt. Dafür hatte der Gegner Sorgen. Da fehlten ein paar Kicker, die verletzt waren oder an die abstiegsbedrohte erste AH abgegeben werden mussten.

Demzufolge ließen die Hausherren keinen Zweifel daran, wer hier die Punkte bekommen sollte. Als Unparteiischer fungierte Sven, der seine Sache gut machte. Goppeln spielte oder kämpfte sich nach vorn. Schon nach fünf Minuten setzte Sturmtank Maik den zunächst abgewehrten Ball in die Ecke zur Führung. Dann spielte auch Borea bisschen mit. Vor allem der 7er glänzte mit einigen Kunststückchen. Die waren brotlos. Nach vorn ging bei denen nicht wirklich viel. In der 15. Minute pfiff Sven einen Handelfmeter. War bisschen unglücklich vom Borea-Abwehrer, aber klar drin im schlimmen Raum. Maik versenkte das Ding. Gut so. Mit der Führung im Rücken und dem spielerischen Übergewicht wollte dann jeder vorn ein Tor schießen. Sogar Weso als letzter Mann hämmerte einen Ball an die Dachlatte vom gelben Kugelblitz. Ging aber nicht rein. Schade. Der Leichtsinn formierte den Boreasturm neu und während die Goppelner Verteidiger noch ein lockeres Schwätzchen mit ihren Vorderleuten machten, standen plötzlich drei Oranjes vor Robert mit der Frage "Wohin hättest Du ihn denn gern". Sie entschieden selbst und es stand nur noch 2:1. Nicht schooon wieder! Aber Goppeln besann sich. In der 32. setzte Maik wieder einen Abstauber ins kurze Eck zum 3:1. Und als in der 41. Minute Nico quer nach rechts auf den mutterseelenalleingelassenen Thomas passte, brauchte der nur noch die Gurke dranhalten. Mit 4:1 war Trink-/Raucher-/Pullerpause und die Seiten wurden getauscht.

Keine fünf Minuten nach dem Wechsel bediente Maik den Kaugummitöppen-Ralph am linken Pfosten und auch der brauchte nur sein kunterbuntes Laufwerkzeug hinhalten. Mit dem 5:1 war die Gegenwehr von Borea weitestgehend gebrochen. Die wollten und vor allem konnten die kaum noch zählbares nach vorn bringen. So versiebte Goppeln einmal mehr wieder zahllose Chancen. Für diesen Satz wird sich der Berichterstatter demnächst einen Stempel machen lassen. Der stimmt immer. In der 74. begannen die Gastgeber mit dem "Großkotz". Maik passte im gegnerischen Fünfer gelangweilt auf Nico. Der wollte aus fünf Metern zentral auch noch nicht draufhauen und schenkte Thomas am langen Pfosten sein Vertrauen. Klar, der hatte ja nur noch zwei Meter bis zur Torlinie zu überwinden. Der grellgelbe Mann zwischen dem Gebälk konnte einem Leid tun. Aber die Jungs nahmen es wirklich sportlich. Es kamen auch keine Frustfouls. Schon zwei Minuten später traf dann Borea wieder. Allerdings ins eigene Tor zum 7:1 für Goppeln. Das wohl schönste Tor schoß Nico mit einem sehenswerten Schlenzer aus halblinks ins rechte Dreiangel. Der Schlußpunkt blieb dem heute als MVP (Bevor Fragen kommen: Most Valuable Player - wertvollster Spieler) zu bezeichnenden Maik vorbehalten. Gekämpft haben und gelaufen sind alle, Maik hatte mit Glück manchmal ein Bein mehr an der richtigen Stelle. Er setzte in der 87. noch mal nach und verwandelte am Borea-Schlussmann vorbei ins kurze rechte Eck. Mit dem Ergebnis von 9:1 war die Partie beendet.

Fazit: Vor Borea hatte man noch den Respekt vom Hinspiel. Als aber klar war, dass die Jungs ohne viele anreisten, war ein Sieg eigentlich Pflicht. Dennoch wollte man keineswegs ins offene Messer laufen. Erst als sich beide Teams beschnuppert hatten, wurden die Gastgeber mutiger. Der Sieg geht völlig in Ordnung und hätte noch höher ausfallen können. Aber die wackeren Gegner konnten ein zweistelliges Resultat verhindern. Ist ok so. Außer einigen Aktionen von zwei drei Spielern war von Borea vorn nicht besonders viel zu sehen. Der korpulente aber flinke Borea-Schlussmann verhinderte eine echte Packung. Nun müssen wir mal schauen, wer nächste Woche bei Turbine auflaufen kann. Schon jetzt ist klar, dass Goppeln dann auf zahlreiche Stammspieler verzichten muss.(FL)    

Aufstellung: Robert Popelka - Jens Wesolowski, Ralf Michael, Mathias Zschiedrich, Bernd Leonardi - Mootzl (C), Nico Sandig, Thomas Wange, Rico Wilde (75. Mario Sandig) - Maik Richter, Ralph Kunze (80. Hackepeter)

SV Helios AH - Gebergrund Goppeln 1.AH 3.5.2014 5:5 (2:4) 2. Stadtklasse

Fünf Auswärtstore reichten nicht zum Sieg - Goppeln rutscht wieder auf Rang drei, es bleibt aber spannend 

Wieder mussten einige Spieler kompensiert werden. Der lange Ralf urlaubte, Hackepeter und Kapitän Mootzl waren angeschlagen. Sie fanden sich aber wenigstens für den Notfall auf der Wechselbank ein. Ebenso wie Udo die "Holzkatze", der einmal mehr selbstlos als Backup-Goalie bereit stand. Dass zwei gleich gute Hüter wichtig sind, wissen wir nicht erst seit Hainsberg, als sich Robert verletzte und nicht ersetzt werden konnte. Capitano war heute ausnahmsweise Abwehrchef und frischgebackenes Geburtstagskind Heiko.

Das Spiel verlief einigermaßen kurios. Beide Teams verfügten über starke Offensivabteilungen. Das ergab Schwerstarbeit für die jeweilige Abwehr und beiderseits Chancen zuhauf. Die erste 100-prozentige hatte Helios schon nach drei Minuten, als deren 10er aus stark abseitsverdächtiger Position nur über Robert und sein Gehäuse lupfte. Der Schieri, der im Spielverlauf leider etliche Fouls auf beiden Seiten ungeahndet ließ, sah in dieser Situation keinen Regelverstoß. Ist ohne Linienrichter wirklich schwer. Egal, nichts passsiert. In der 9. Minute passte Thomas auf Nico in den Helios-Strafraum. Das ergab im Grunde keine direkte Möglichkeit. Als aber plötzlich deren Schlussmann den Ball nicht sichern konnte und Nico das frei verfügbare Spielgerät locker über die Linie schob, lag Goppeln in Führung. Rund 20 Minuten gab es zwar Chancen, aber Tore fielen keine. Dann bieb es erneut Nico vorbehalten, einen weiteren Abwehrschnitzer von Helios zur 2:0 Führung zu verwerten. Er hatte perfekt nachgesetzt und den Gegner überhaupt erst zum Fehler gezwungen. Klasse. Ab der 36. Minute sahen die Zuschauer ein verrücktes Spiel. Die Gastgeber erholten sich vom Rückstand und übten Ihrerseits Druck aus. In einer Situation stand unsere Abwehr zu hoch und deren schneller Außen zog Richtung Tor auf und davon. In der Mitte wartete der 10er und versenkte aus Nahdistanz. Mist. Gleich drei Minuten später bekam der Gastgeber eine Ecke zugesprochen. Standards sind ja unsere große Stärke. War auch so. Ecke, Gewühl, Tor. 2:2, nochmal Mist. Wieder drei Minuten danach flankte Kaugummitöppe Ralph von links mustergültig vors Tor und - na klar - wieder Nico nagelte das Ding unter Latte. Kein Mist, Goppeln führte kurz vor der Halbzeit wieder. Das war immer noch nicht alles. Wieder zwei Minuten gespielt und Nico bediente seine großen Bruder am langen Pfosten, der zum 4:2 für Goppeln einschob. Dann war Halbzeit. Puhhh, sechs Tore in 45 Minuten, davon allein vier in den letzten zehn - die hätten Eintritt nehmen sollen!

Nach der Pause kam Ron für Kiwi. Die Abwehr musste heute wirklich viel laufen. Die jetzt nachlassenden Kräfte spürte man allerdings kaum, allenfalls in der Konzentration oder Präzision. Ging Helios genauso. Bis zur 60sten passierte kaum Zählbares. Dann rannte ein Helios-Angreifer Heiko "Glocke" Clausnitzer an der Grundlinie ungebremst über den Haufen. Der Schieri hatte sich an anderer Stelle auf das runde Leder konzentriert und sah das nicht. Nach Erstversorgung des Verletzten war klar, der Abwehrchef musste raus. Seine Stimmbänder hatten nichts abbekommen. Das hörte man. Aber noch bevor Stammkapitän Mootzl die Binde von ihm übernehmen und eingewechselt konnte, verdaddelte Nico diesmal die Murmel vorm eigenen Strafraum und der Gastgeber war zurück im Spiel. Nur noch 4:3 für Goppeln. Doch Goppeln antworte schon wie in Hälfte eins. Zwei Zeigerumdrehungen später legte sich Maik den Ball etwa 20 Meter vorm Gegnertor zurecht. Freistoß war gepfiffen. Und der Sturmtank drosch die Kirsche durch die Mauer rechts ins Tor. Hmm, 62. Minute 5:3 für Goppeln, müsste doch reichen. Tat es auch. Exakt 14 Minuten. In der 76sten pennte die halbe Abwehr, Mario kam zu spät und der Sportfreund im Schwarz-blau-längsgestreiften konnte unbedrängt aus 16 Metern einschießen. Keine Abwehmöglichkeit für Robert. Wir hatten auch weitere Chancen. Einige, viele. Nur die Präzision fehlte. Wie so oft durften wir kurz vor Schluß noch den Ausgleich kassieren. Das war wirklich Pech. Ron wollte eine Situation klären und den Ball aus der Abwehr nach vorn kloppen. Er traf ausgerechnet einen der Gegenspieler, von dessen Körper die Kirsche ins Goppelntor abprallte. Shit happens! Mit 5:5 schüttelten sich die Kontrahenten nicht unverdient die Hände. 

Fazit: Die Zuschauer sahen heute zwei starke Teams und viele Tore. Das 5:5 geht den Chancen nach in Ordnung. Ein verwirrter Schlachtenbummler des Gastgebers sah seine Mannschaft als die klar bessere, das entlockte den Umstehenden (auch eigenen Zuhörern) ein mitleidiges Lächeln. Wirklich ärgerlich ist, dass wir drei Mal mit zwei Toren führen und es einmal mehr nicht über die Zeit bringen. Wieder kassieren wir eine oder zwei Minuten vor Schluss den Ausgleich. Wie bei den Kickers. Das ist wirklich bitter. Helios ist nicht mehr der Underdog. Keine Frage. Aber wenn wir mehr wollen, müssen wir auch mehr bieten. Auswärts fünf Tore geschossen, trotzdem nicht gewonnen. Das an der Abwehr festzumachen, ist falsch. Es beginnt schon vorn und im Mittelfeld. Da müssen Passwege zugestellt und der Gegner am Spielaufbau gehindert werden. Dennoch haben heute alle gekämpft, Helios spielte stark mit schnellen Leuten und am Ende war es wirklich Pech für uns. Jetzt sind wir wieder Dritter und müssen sehen, was noch so passiert. Zunächst gilt es, erstmal die eigenen Spiele zu gewinnen. Nächste Woche kommt die Reserve von Borea zum Stelldichein an die Witggensdorfer Straße.(FL)    

Aufstellung: Robert Popelka - Heiko Clausnitzer (C) (60. Peter Mootz), Mathias Zschiedrich, Thomas Lindner (46. Ron G.), Andrè Auerswald - Mario Sandig, Nico Sandig, Thomas Wange, Rico Wilde (80. Peter Müller) - Maik Richter, Ralph Kunze

Gebergrund Goppeln 1. AH - Hainsberger SV 12.4.2014 3:0 (1:0) 2. Stadtklasse

Hainsbergs Gegenwehr reichte nicht aus - Goppeln im Kampf um die Aufstiegsplätze wieder im Rennen

Zwar nicht in Bestbesetzung, dafür aber wieder mit dem genesenen Käpt'n Mootzl und dem dienstfreien Sturmtank Maik, wollten die Goppelner heute den Abstand zur Tabellenspitze verrringern. Hainsberg hatte ebenso Probleme, die üblichen Stammkräfte zu mobilisieren. Um Diskussionen wie nach dem Spiel in Hainsberg vorzubeugen, wurde heute kein Heimschiedsrichter verpflichtet, sondern ein neutraler und höherklassiger eingestufter Sportfreund "eingekauft".

Es war allen klar, wenn wir die beiden Spitzenteams noch ärgern wollen, musste heute gewonnen werden. Dementsprechend machte Mootzl als Kapitän in der Kabine eine Ansage zum Team, in der er von Zusammenhalt und vom Spiel als kompakte Einheit sprach. Toll. Nein wirklich. Das Spiel begann vor einigen Zuschauern mit einer Fernsehübertragung ins Vereinsstudio. Nur der gebuchte Moderator fiel aus. Goppeln erzeugte gleich Druck, aber Hainsberg hielt sauber dagegen. Überhaupt konnten die den Ball gut laufen lassen. Das wusste man schon aus den zurückliegenden Vergleichen. Nach und nach wurde das Spiel aber zerfahrener. Es häuften sich Fehlabspiele und beide Mannschaften lauerten auf den entscheidenden Fehler des Gegenübers. Goppeln mit mehr vom Spiel, aber die Möglichkeiten blieben ungenutzt. Hainsberg war zwar in Abwehr und Mittelfeld präsent, ihr Sturm blieb dagegen ein laues Lüftchen. Dafür sorgte heute wieder Ecki der "Brandungsfels", der als Abwehrchef (fast) alles wegräumte, was Richtung Goppelntor unterwegs war. Den Rest hielt Robert. In der 22. Minute patzte dann Hainsberg im eigenen Strafraum und Kaugummitöppe Ralph ging nach links und schob am umkurvten Goalie vorbei ins leere Tor zur Führung ein. Bisschen glücklich, denn der Ball rollte und rollte, aber die Hainsberger Verteidiger kamen nicht mehr ran. Sauber. Wie angesagt, kamen dann auch die Gratulanten. Es folgten noch ein paar Chancen, die aber nicht konsequent ausgespielt wurden oder am Hainsbergtor vorbei gingen. So blieb es spannend, als der Unparteiische zur Halbzeit blies und der Kameramann die Speicherkarte wechselte.

Goppeln wechselte auch. Für den verletzten Rico kam der ältere Sandig-Bruder Mario. Schon nach fünf Minuten erzielte wieder Kaugummitöppe Ralph ein Tor für Goppeln. Voraus ging ein unzureichend abgewehrter Goppelnangriff und der Linksbeiner verwertete die zweite Möglichkeit. Ein "Hainsbergbein" war noch dazwischen. Das half mit. Jetzt konnte man kurz durchatmen. Aber Hainsberg kam, es waren ja auch knapp 40 weitere Minuten zu spielen. Goppeln jetzt etwas defensiver und auf gute Verteidigung bedacht. Hainsberg rannte sich oft fest oder verlor den Ball im Vorwärtsgang. Dennoch kamen sie zu ein paar Möglichkeiten, die aber nicht zwingend waren. Rund 20 Minuten vor Schluss dann der Knock-Out für die Gäste. Maik "sturmtankte" sich mustergültig auf links zur Grundlinie durch und legte einen super Querpass auf den rechts noch eingelaufenen Nico rüber. "Den hätte meine Ommma gemacht", würden die blickigen Moderatoren im ZDF-Sportstudio von sich geben. Dennoch, kurz vor Schluss muss man auch noch die Kraft, das Auge und den Kampfgeist besitzen, einzulaufen, die Gurke dranzuhalten und das Runde einzumurmeln. Wumm, das saß. Mindestens im Selbstvertrauen der Gäste. Viel ging bei denen nun nicht mehr. Außer einer wirklich gefährlichen Aktion, als die Goppelnabwehr in den Tiefschlaf verfiel und Hainsberg in einer zwei auf eins Situation vor Robert auftauchte. Aber der wollte sein "zu Null" heute nicht mehr hergeben und parierte mustergültig. Zwischenzeitlich wechselte Goppeln ordentlich durch, Ron kam für die Kaugummitöppe, Nasenkopfball-Zassi für Mootzl und Leo für Kiwi. Schließlich wollte sich jeder seine Auflaufprämie verdienen. Nach rund 90 Minuten stand Goppeln als verdienter Sieger fest. 

Fazit: Der unbedingte Wille und auch die etwas größeren Spielanteile machten heute den Sieg aus. Hainsberg hielt ordentlich dagegen und man sah an deren Kurzpässen schon, warum die Tabellenzweiter sind. Ähh, pardon, waren. ;-) Das Heimteam stand mit Ecki in der Abwehr souverän und arbeite ordentlich nach vorn. Damit kam Hainsberg eigentlich nie richtig ins Spiel. So bewzingt man auch die Gegner der Tabellenspitze. Mit dem Sieg ist Goppeln im Aufstiegsrennen wieder dabei. Ob der Spitzenreiter VfB 90 zu bezwingen ist, wird man sehen. Wichtig ist nun, auch gegen die vermeintlich schwächeren Gegner entsprechend motiviert zu Werke zu gehen. Erinnert sei da gleich mal an das leidige Spiel gegen Cossebaude, als die Goppelner 90 Minuten mit dem Schlafkissen im Gesicht über den Platz schnarchten. Jetzt ist erstmal Osterpause. Zeit, Blessuren auszukurieren und gezerrte Bauchmuskeln oder was auch immer auf Vordermann zu bringen. (FL)

Aufstellung: Robert Popelka - Ralph Eckardt, Ralf Michael, Thomas Lindner (85. Bernd Leonardi), Mathias Zschiedrich - Peter Mootz (C), Nico Sandig, Thomas Wange, Rico Wilde (46. Mario Sandig) - Maik Richter, Ralph Kunze (70. Ron G.)

Post Dresden AH - Gebergrund Goppeln 1. AH 5.4.2014 3:7 (0:3) 2. Stadtklasse

Mit Clausnitzer ging die Null (verloren) - Post etwas unter Wert geschlagen

Unter Verzicht zahlreicher Stammkräfte musste Goppeln heute die Reserve mobilisieren. Nico führte die Truppe deshalb wieder als Capitano an. Ecki und gefühlt die halbe AH2 halfen freundlicherweise aus. Und sie machten Ihre Sache gut. Aus dem Hinspiel hatte man die Briefträger von der Post durchaus spielstark in Erinnerung. Deshalb lag das Augenmerk des Trainerduos Holger & Falk zunächst auf der sicheren Defensive. 

Das klappte. Zwar kamen die Postler zu guten Möglichkeiten, aber im Abschluss waren sie zum Glück zu unpräzise oder es war bei Robert im Goppelnkasten Schluß. Und wirklich, die Defensive stand vor allem in Hälfte eins gut. Wenn auch die Zuordnung häufig durcheinander geriet. Das wurde durch individuelle Klasse kompensiert. Aber mehr noch durch die Arbeit des Mittelfeldes nach hinten. Auf der anderen Seite ergaben sich für Goppeln Chancen, die zu Anfang ebenfalls nichts Zählbares brachten. Goppeln war leicht überlegen, Post hielt spielerisch stark dagegen. Man könnte bis Mitte der ersten Halbzeit durchaus von einem ausgeglichenem Spiel reden. In der 28. Minute dann endlich der erste Treffer. Hackepeter setzt sich zentral gut durch und...nein, er schoß nicht! Erst musste der letzte Gegner nochmal nach links umkurvt werden, damit der Schuß besser mit dem schwachen Bein aus spitzem Winkel erfolgen konnte. Erinnerte irgendwie an einen hier nicht zu nennenden abwesenden Stürmer(tank). Zum Glück knallte das Leder ins Gehäuse. Der Treffer war verdient, weil Goppeln sich mehr ins Spiel einbrachte. Gleich eine Minute später steckte das Mittelfeld einen Ball durch. Während Rico oder Peter - war nicht zu erkennen - im Abseits standen, schnappte sich der einlaufende Mario die Kuller und versenkte selbige unhaltbar im linken Tordrittel. Das war schon ein richtiger Nackenschlag für die wackeren Zusteller. Und in Minute 39 passte Nico nach einem Ballverlust von Gegners Libero mustergültig und mannschaftsdienlich rüber zu Rico, der mit dem 3:0 für Goppeln zur Stelle war. Dann blies der etwas korpulente aber dennoch sehr gute Schieri zur Banksitzplatzpause. Jedenfalls nahm er das für sich in Anpruch, während das Team durch die Trainer zum kurzen Personalgespräch gebeten wurde.

Viel gab es nicht zu meckern. Höchstens über die wieder mangelhafte Chancenausbeute. Das war aber noch gar nichts, wie sich in Durchgang zwei zeigen sollte. Libero Heiko musste verletzungsbedingt raus. Seinen Job übernahm jetzt Ecki, den Läufer spielte dafür Knoppi. Allen war klar, dass Post  nochmal kommen würde. Also dicht machen. Wie erwartet, versuchte sich der Gastgeber ins Spiel zu bringen. Aber wenn du vorne nichts zustande bringst freut sich der Gegner. Das waren diesmal wir und Hackepeter ging in der 56. Minute nach Zuspiel von Kiwi im Konter von der Mittellinie allen auf und davon. Rumms, 4:0. Damit war die Moral der Postler gebrochen. Als Nico nach schönem Solo in der 59. noch auf 5:0 erhöhte, drohte denen gar ein Desaster. Eine Zeigerumdrehung später schossen die einfach mal drauf, Robert parierte hervorragend, konnte aber das Runde nicht festhalten. Seine Abwehr pennte und der Gegner schob den Abpraller ungehindert ins Netz. Nix mit zu Null. Wurscht. In der 68. Minute bediente Nico von außen den zentral postierten Rico erneut und der hatte fast zuviel Zeit für den Abschluss. Ging trotzdem rein. 6:1 für die Guten. Die Postmitarbeiter oder zumindest manche von denen hatten den Spielbetrieb schon eingestellt, deren Käptn trat in den sichtbaren Warnstreik. Die Gegenwehr beschränkte sich nun auf ein Minimum bei Einzelaktionen. Goppeln hatte weitere Konter auf dem Schlappen, aber weder Hackepeter noch Knoppi noch Nico trafen. Ok, die Kraft ließ nach. Zschiedi und Nico können sich mal einen Schrittzähler anbauen lassen. Mann, was die heute unterwegs waren! Aber auch die anderen schienen hinterher platt. Der Rest ist schnell erzählt. Post schoß durch einen Kopfball das 2:6 aus ihrer Sicht, Goppeln netzte durch - man glaubt es kaum - "Nasenkopfballzassi" scharfen Auges und überlegt zum alten Abstand ein. Den Schlußpunkt setzten die Gastgeber durch einen schönen Distanzschuß, der straff im Angel zappelte. Keine Chance für jeden Torwart. Das Ding passte einfach. So schüttelten sich die Kontrahenten bei 3:7 für Goppeln nach fairem Spiel die Hände.

Fazit: Goppeln gewinnt verdient auch in dieser Höhe. Chancen für mehr waren reichlich da. Auch, weil der Gegner irgendwann die Gegenwehr einstellte. Der Verlauf spielte uns in die Karten und wir verhielten uns heute taktisch disziplinierter. Aber man muss "ehrlicherweise" - endlich kann ich das Unwort des Jahres auch mal verwenden - wirklich konstatieren, dass wir Post heute unter Wert geschlagen haben. Die spielten anfangs einen gepflegten Ball, passten sicher und waren zweikampfstark. Erst nach dem 4:0 ließen sie die Köpfe hängen. Nächsten Sonnabend kommen die Hainsberger an die Wittgensdorfer. Da haben wir noch zwei Rechnungen offen. Hoffentlich können dann die Versehrtensportler und Dienst- bzw. Familienverhinderten wieder mit auflaufen.(FL)

Aufstellung: Robert Popelka - Heiko Claußnitzer (45. Marco Krupka / 75. Phillip Mamsch), Ralf Michael, Thomas Lindner, Andre Auerswald (60. Ron G.) - Ralph Eckart, Mathias Zschiedrich, Nico Sandig, Mario Sandig - Rico Wilde, Peter Müller (70. Maik Zastrow / 88. Bernd Leonardi)

Gebergrund Goppeln 1. AH - BSV Lockwitzgrund AH 29.03.2014 5:3 (2:0) 2. Stadtklasse

Wieder gewackelt, aber nicht gefallen - Halbzeitführung unnötig aus der Hand gegeben

Mit Lockwitzgrund wurde heute ein vermeintlich schwacher Gegner bezwungen. Das Unterschätzen des Kontrahenten hätte uns heute beinahe wieder das Leben schwer gemacht. 

Das völlig unnötige Unentschieden vom letzten Wochenende noch in den Köpfen, durften die alten Herren in Abwesenheit von Spielführer Mootzl wieder unter dem Banner von Stellvertreter Nico aufs Feld geführt werden. Obwohl die Hausherren auf einige Leistungsträger verzichten mussten, gab es in der ergänzten Aufstellung überhaupt keine Wackelkandidaten. So sollte es reine Formsache sein, die räumlichen Nachbarn mit leeren Händen in den Lockwitzgrund zurückzusenden. Die entpuppten sich allerdings als deutlich schwerer Brocken als zunächst angenommen.

Mit einem defensiven Übergewicht - das Mittelfeld wurde heute durch zwei Verteidiger komplettiert - starteten die Goppelner dennoch aktiver. Lockwitzgrund mauerte keineswegs. Bei schnell in die Spitze gespielten Bällen waren sie gefährlich. Zum Glück spielten die Lockwitzer dem Grunde nach (Achtung: Wortspiel!) vorn zu ungenau. Goppeln hatte das spielerische Übergewicht, allein Zählbares fehlte. Unterhaltung boten die Kicker beiderseitig allenfalls durch Diskussionen mit dem Unparteiischen. Es entwickelte sich wieder Mal ein Altherrenspiel, bei dem sich beide Seiten durch den Schieri permanent benachteiligt fühlten und das unbedingt ihrer Umwelt mitteilen mussten. Stellt sich die Frage, wenn beide Seiten benachteiligt worden wären, wer könnte dann begünstigt worden sein? Dieser herrliche Konjunktiv ließ sich im Spiel nicht auflösen. Soll heißen, beide Truppen meckerten mehr, als dass sie Fußball spielten. Völlig unnötig. In Minute 38 streckten die Lockwitzgrundler Nico beim Alleingang Richtung Tor in der Nähe ihrer Strafraumgrenze nieder. Wie erwartet, sahen die Goppelner das Foul innerhalb, die Gegner das Foul außerhalb des 16ers. Der Schieri entschied auf Elfmeter. Kiwi nahm sich die Pille und versenkte selbige zum 1:0. Wenig überraschend folgten weitere Diskussionen. Als dann Rico in der 43. Minute nach schöner Ecke von Kiwi das Runde ins Eckige köpfte, gab es kaum Diskussionen. Außer, dass die Gegner vorher ein Handspiel gesehen hatten, als Kaugummitöppe Ralph das Leder aus Nahdistanz an den Oberarm genagelt bekam. Aber das pfeift nicht mal ein Buli-Schieri und so blieben die Jungs in Mausgrau zurecht mit ihrer Meinung allein. Mit 2:0 wurden die Seiten gewechselt.

Die Ansage des Heimteams, also die Führung wollen wir diesmal nicht wieder aus der Hand geben, hatte genau 18 Minuten Bestand. Dann stand es plötzlich 2:2. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff missglückte Kiwi ein Abwehrschlag kurz vor der Torlinie und die Kugel schlug unhaltbar hinter Robert ins rechte Angel. Und in der 63. Minute wurde defensiv nicht zugegriffen und ein langer Ball der Gäste von halblinks senkte sich wieder hinten rechts ins Goppeltor. Das tat weh. Goppeln blieb am Drücker. Nach 70 Minuten verwertete Ralph eine Flanke von Nico zum 3:2. Als dann acht Minuten später Zschiedi des Gengers Torhüter umspielte und aus dem Winkel zum 4:2 traf, war der Drops gelutscht. Aber nur bis zur 80. Minute. Dann musste Robert einen Fernschuss der Gäste unter sich passieren lassen. Diesmal sah es ziemlich unglücklich aus. Dass er es kann, hatte er uns in der Hinserie oft überzeugend bewiesen. Vielleicht fehlt da aktuell nur ein bisschen Selbstbewusstsein. Egal, die Männer vom Lockwitzgrund waren wieder im Spiel. Erst als Nico drei Minuten vor Schluss den langen Ball von Hipo selbst im gegnerischen Tor unterbrachte, war die Partie endgültig entschieden. Puhhh!

Fazit: Goppeln machte sich heute das Leben selbst schwer. Klar, die Truppe war anders aufgestellt als sonst. Aber wir mussten wesentlich mehr als nötig ins Spiel investieren. Wenn wir nur ein wenig mehr Präzision ins Zuspiel bringen, müssen wir nur halb so viel laufen. Es ist immer besser, wenn stattdessen der Ball läuft. Am Ende war der Sieg verdient. Keine Frage. Es waren die Kicker auf beiden Seiten, die das Spiel letztlich entschieden. Nicht der Schiedsrichter. Goppeln wollte den Sieg, Lockwitzgrund hatte am Ende konditionell nicht mehr viel entgegenzusetzen. Oder anders, passend zur Trikotfarbe waren die am Ende mausetot. Bei aller Toleranz im verbalen Austausch und unter Berücksichtigung besonderer Emotionen im Spiel "alter Säcke" sollten Äußerungen wie "Ihr seid nur ein Scheißhaufen" nicht zwingend zum Vokabular gestandener Mitvierziger/-fünfziger gehören. Zum Glück entschuldigten sich die überwiegend fairen Gäste gleich für die Entgleisung ihres Mitspielers. Schwamm drüber und auf zum nächsten Vergleich!(FL)

Aufstellung: Robert Popelka - Heiko Claußnitzer, Ralf Michael, Bernd Leonardi, Andre Auerswald - Thomas Lindner (ab 70. Jörg Weinas), Mathias Zschiedrich, Nico Sandig, Rico Wilde - Ralph Kunze, Peter Müller (ab 88. Ronny Schneider)

Löbtauer Kickers 1.AH - Gebergrund Goppeln 1. AH 15.03.2014 3:3 (1:1) 2. Stadtklasse

Ballbesitz zählt nicht - Fußball ist ein ergebnisorientierter Sport

Gefühlte hundert Chancen liegengelassen und vom Gegner eine Lehrstunde in Effektivität bekommen. Das ist die Quintessenz des heutigen Unentschiedens. Oder in Kurzform: Ein Déjà vue des Hinspiels!

Nach langer Winterpause war vor allem das Trainerteam gespannt, wie die Truppe aus den Startlöchern kam. Die Deuser-Bänder der Ersten sollten auch im AH-Trainig ihre muskelaufbauende Wirkung entfalten. Vielleicht müssen wir uns  noch einen Eiweiß-Aminosäure-irgendwas-Shaker aus dem Fitnessstudio besorgen. Egal. Der erste Gegner hieß Löbtauer Kickers. Ja, da war doch noch etwas. Genau. Im Hinspiel auf heimischen Geläuf sahen die Goppelner lange wie der sichere Sieger aus. Nach 3:1 Halbzeitstand hieß es am Ende 4:4. Das sollte sich heute unter keinen Umständen wiederholen.

Ohne den verletzungsbedingt fehlenden Aui, dafür aber mit Kiwi als Linksverteidiger und Neuzugang Weso als letzem Mann war die Ansage klar: Heute nicht wieder einen Vorsprung verspielen! Die Kickers waren bekannt dafür, dass sie im Verlauf des Spieles konditionell wenig nachlassen und vor allem bei Kontern stets gefährlich wurden. Also suchten die Mannen um Kapitän Nico ihr Heil im Ansturm nach vorn. Goppeln machte das Spiel. Und zwar das ganze. Einmal mehr blieb die Chancenverwertung - davon gab es fast welche im Minutentakt - das große Manko. Gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und ein Dauersturmlauf auf Gegners Kasten, das war die optische Wahrnehmung der Außenstehenden. Eindringlich gewarnt hatten Holger und Falk vor allem vor hohen Bällen, bei denen die Löbtauer im Hinspiel stets gefährlich wurden. Schall und Rauch! Im Prinzip mit ihrer ersten Chance köpften die Kickers nach einer Ecke kaum gehindert zum 1:0 ein. Robert im Tor war machtlos, die Spieler ratlos und die Trainer sprachlos. Gibts doch gar nicht. Ein Spiel auf ein Tor und der Gegner schießt selbiges. Und mit ein wenig mehr Pech hätte es kurze Zeit später schon 2:0 stehen können, als die Löbtauer nur an die Latte köpften. Mit ihrer zweiten Möglichkeit im Spiel. Goppeln hatte zu diesem Zeitpunkt schon so um die zehn, fünzehn. In Minute 35 dann endlich mal was Zählbares! Maik "tankte"sich durch Freund und Feind und passte fast von der Grundlinie quer zum einlaufenden Nico, der die Kuller endlich im richtigen Tor unterbrachte. Mit dem 1:1 bat der Unparteiische zum Pausentee.

In Kajüte Nr. 3 der Containerburg Löbtau/Hafen gab es in der Halbzeit klare Worte der Trainer zum gewünschten weiteren Spielverlauf. Geschlossenes Nicken ließ hoffen, dass die sportlich gedressten Protagonisten den Wünschen der Mannschaftsleitung entsprechen wollten. In Hälfte zwei wurde gleich wieder Druck erzeugt. Schon nach einer Minute netzte Nico nach Zuspiel vom Kaugummitöppenralph zur Führung ein. Jawoll, so soll es sein! Aber nur für sechzig Sekunden. Dann lud man Gegners "11" auf ein freundliches Slalomläufchen um die eigene Abwehr ein. Die "11" ließ sich auch nicht lange bitten und sagte: "Danke für den Ausgleich". Mist! Goppeln machte weiter das Spiel. Allein es sprang nichts raus dabei. Aber das muss doch irgendwann mal belohnt werden. Wenigstens mit der Brechstange. So war es dann auch. Verunglückte Ecke von Hackepeter in der 66. Minute, verunglückter Torschuß vom Abnehmer Kaugummitöppe und nicht so sehr verunglückter "Fußdranhalter" von Maik am langen Pfosten. Dann stand es endlich 3:2 für die Guten. Weitere Möglichkeiten folgten. Mario, inzwischen eingewechselt für den gelb-rot gefährdeten Rico, traf leider nur den Innenpfosten. Als sich alle schon auf drei Punkte gemütlich einrichteten, bekamen die Kickers in der letzen Minute noch einen Freistoß rund 25 Meter vor dem Goppelntor zugesprochen. Das Ding flatterte Richtung rechten Pfosten, wurde von Robert noch an selbigen gelenkt und der Abpraller fiel den Kickers direkt vor die Füße. 3:3, Shit happens und wir hatten unser Déjà Vue vom Hinspiel! Kurze, unsachliche Diskussion mit dem abpfeifenden Schieri, der rhetorisch allerdings nur wenig schuldig blieb, und die Partie war beendet.

Fazit: Wir können gegen die Kickers nur unentschieden. Ohne Übertreibung waren unsere etwa 80 Prozent Ballbesitz und ungefähr 30 Chancen ebenso viele Tore wert wie die 20 Prozent Ballbesitz und fünf Chancen der Löbtauer. Das nennt man Effektivität. Leider die des heutigen Gegners. Wieder einmal ließen wir zwei "big points" liegen und der Abstand zur Spitze vergrößert sich. Qualität und Kondition stecken zweifellos in der Mannschaft, Effektivität und Cleverness sind dagegen noch einigermaßen unterrepräsentiert. Das müssen wir abstellen. Positiv: Neuzugang Weso fügte sich gut ein und deutete mit seiner Übersicht und Ruhe einen ganz souverränen Libero an. Nur die Einstandskiste fehlte noch! Nächsten Sonnabend sind wir spielfrei, die Sportfreunde 01 hatten ja zurückgezogen. Dafür wird vormittags trainiert. (FL) 

Aufstellung: Robert Popelka - Jens Wesolowski, Ralf Michael, Thomas Lindner (ab 65. Bernd Leonardi), Mathias Zschiedrich - Nico Sandig, Thomas Wange, Maik Richter, Rico Wilde (ab 67. Mario Sandig) - Ralph Kunze, Peter Müller (ab 75. Ronny Schneider)

SG Gebergrund Goppeln AH1 - Hainsberger SV AH 20.11.2013 Pokalspiel 4:5 (1:3)

Knappe Niederlage im Viertelfinale -  Seifert macht den Unterschied

Das überharte Meisterschaftsspiel in Hainsberg noch in guter Erinnerung, wollten die Goppelner heute nicht noch einmal einen Vorsprung verspielen. Durchaus motiviert startete das nicht in Bestformation auflaufende Heimteam - Nico Sandig fehlte verletzungsbedingt - ins heutige Pokalspiel. Hainsberg bot Ex-Profi Frank Seifert auf, der durch Zschiedi aus dem Spiel genommen werden sollte. Soweit die Theorie. Auch wenn ihm das über weite Strecken gut gelang, kann man solch einen Spieler nie ganz ausschalten. Das sollte sich noch zeigen.

Die Gäste erwischten den besseren Start. Äh, nein. Goppeln erwischte schon wieder einen miserablen. Schon in der vierten Minuten legte unsere Abwehr per Kopf einen mustergültig für den Gegner auf, der natürlich danke sagte. Und nach acht Minuten nutzte Hainsbergs Seifert seinen selbst geschaffenen Freiraum aus rund 18 Metern und kloppte den Ball zum 0:2 in die Maschen hinter Holzkatze Udo. Dann kam Goppeln besser ins Spiel und erarbeitete sich viele Chancen. Hainsberg blieb aber weiter gefährlich. Wie schon gegen den VfB gehörte die Schlußphase der ersten Hälfte den Goppelnern. Eine Ecke jagte die nächste. Leider oft zu flach getreten, führten die nicht zum Erfolg. Erst als in der 36. Minuten Maik Richter den Ball bekam, zwei Hainsberger austanzte und dann flach ins linke Toreck abzog, durften die Goppelner endlich jubeln. Das Spiel war wieder offen und die Anteile lagen deutlich beim Heimteam. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff gab es allerdings eine unübersichtliche Situation vor dem Goppelner Strafraum, das Leder ging an die Hainsberger, die mit einem schönen Doppelpass den freien Seifert bedienten. Damit lagen wir wieder zwei Treffer hinten. Dennoch gab es keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Goppeln war gut im Spiel und zwei Tore lassen sich aufholen. So war auch die Pausenansprache. 

Im zweiten Durchgang sollte gleich Druck aufgebaut werden. Wieder hatten wir Chancen, die aber allesamt nicht vernünftig ausgespielt wurden oder als gefühlte Kullerbälle in die Tormitte leichte Beute des Hainsberger Schlußmanns wurden. Und obwohl der bei dem nassen Geläuf kaum einen sicher hatte, setzte vorn niemand konsequent nach. Das rächte sich in der 54. als Hainsbergs "11" das 1:4 aus Goppelner Sicht besorgte. Dann holten die Gäste Maik Richter im Strafraum klar von den Beinen. Der Schiri ließ weiterspielen. Habe er nicht gesehen, so sein Kommentar nach dem Spiel. Mehr noch, ein paar Minuten später gab es ein Gestocher im Goppelner Strafraum. Wieder beteiligt der Hainsberger Seifert, der ausgebufft zu Boden fiel. Diesmal meinte der ansonsten gut pfeifende Unparteiische, sein Signalgerät benutzen zu müssen. Beide Situation dürften zur endgültigen Entscheidung zugunsten der Gäste beigetragen haben. Mit dem 1:5 waren die Messen eigentlich gelesen. Aber die Goppelner gaben sich noch nicht auf. Man kämpfte für eine Resultatsverbesserung. In der 78. lud uns dann die Gästeabwehr ihrerseits auf ein Tor ein. "Kaugummitöppe" Ralph Kunze lupfte die Vorlage gekonnt über den herausgeeilten Gästetorhüter und verkürzte auf 2:5. Rund fünf Minuten vor Schluss hatte der Schieri dann ein Einsehen und pfiff Strafstoß für Goppeln, nachdem Maik Richter erneut wenig regelkonform im Sechzehner gelegt wurde. Der Gefoulte knüppelte das Leder mittig zum 3:5 ins Tor. Ging da etwa noch was? Die Hainsberger hatten siegessicher gut durchgewechselt und auch beim Heimteam waren inzwischen frische Leute gekommen. Jetzt wurde es hektischer. Ein Ball der Hainsberger fingen wir im Mittelfeld ab und Maik schickte Mario Sandig in die Spitze. Der schoss in der 90. Minute aus halbrechts ins Tor. Nur noch 4:5. Aber die Spielzeit war fast rum und es blieben lediglich zwei Nachspielminuten. Hainsberg stand nun tief, Goppeln erhielt einen Freistoß. Die Flanke landete hinter dem Tor. Mist. Kurz darauf war Schluss und Goppeln raus aus dem Pokal. Klar, noch fünf Minuten und wir hätten das Spiel ausgeglichen. Wieder mal "hätten"! Verloren haben wir es wohl in der ersten Hälfte, als wir unsere Druckphase in nicht viel Zählbares umsetzten. So ging das zweite Spiel in Folge verloren. Jetzt heißt es regenerieren und in der Winterpause unbedingt mal über solche großen Unbekannten wie Strategie und Taktik diskutieren.

Fazit: An der kämpferischen Leistung des gesamten Teams gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Was das Spiel selbst angeht, lautet meine heutige Einschätzung "sie bemühten sich". Wer das im Zeugnis liest, wird alles andere als zufrieden sein. Es reichte nicht, um die Hainsberger spielerisch zu schlagen. In der Defensive wackeln wir häufig, vor allem bei hohen Bällen, und fangen zu viele Gegentore. Vor allem gegen starke Gegner müssen wir hinten das Spiel mal beruhigen, mal eröffnen. Lange (Kopf)Bälle nach vorn in die Mitte landen oft beim Gegner. Im Mittelfeld arbeiten wir vernünftig. Aber wenn der Gegner angreift, warten wir respektvoll in drei bis vier Meter Distanz darauf, was der Gegenspieler macht. Gelingt ein eigener Pass nicht, vielleicht weil wir dem Ball (wieder) nicht engegengekommen sind, schütteln wir dem Kopf. Dann ärgern wir uns selbst und das Spiel läuft weiter an uns vorbei. Und mehr Cleverness brauchen wir. Je nach Spielstand verzögert man den Spielfluss oder beschleunigt ihn. Sportlich fair, versteht sich ;-). Und im Angriff? Da hapert es aktuell mit dem Abschluss. Oder nein, mit den Schüssen. Wohin und wie schwach ballern wir denn aktuell die Dinger? Wo sind die Zeiten, als der gegnerische Schlussmann fast mit ins Tor flog? Das Trainerteam hat in der Winterpause einiges zu tun. Vor allem sollten wir mal eine Trainigseinheit als Theorieabend durchführen. Bei allem Respekt vor den anderen Hainsbergern, den Unterschied machte für mich heute Frank Seifert. Kein Laufwunder und von Zschiedi wirklich wirksam in die Zange genommen. Aber mit seiner Erfahrung hat er das Auge, den richtigen Pass zur richtigen Zeit zu spielen oder eben selbst mal in den Sechzehner zu gehen, um danach wieder für zehn Minuten der Raucherlunge Tribut zu zollen. Aber ein paar Chancen reichten den Gästen heute, um uns aus dem Pokal zu werfen. Nun liegt der Fokus wieder auf dem normalen Meisterschaftsbetrieb. Mal sehen, wie wir in den Frühling starten können. (FL)

Aufstellung: Udo Steinigen - Heiko Clausnitzer, André Auerswald, Mathias Zschiedrich, Ralf Michael (Udo Grützner) - Peter Mootz, Thomas Wange, Maik Richter, Rico Wilde (Mario Sandig) - Ralph Kunze (Sebastian Geschke), Peter Müller (Maik Zastrow)

VfB 90 Dresden - Gebergrund Goppeln 1. AH 16.11.2013 4:3 (2:1)

Kampf allein reicht nicht - taktische Niederlage

Mann, ist das bitter! Hinten gelegen, ins Spiel gefunden, geführt und am Ende wieder leer ausgegangen. Kampf allein reicht eben nicht. Wollen wir oben mitspielen, müssen wir taktisch endlich abgezockter agieren. 

Noch immer etwas mit dem Trauma des Cossebaudespiels behaftet, stellte Chefcoach Limbach die älteren Herren heute etwas defensiver ein. Zuerst hinten sichern. Schließlich brauchten wir heute nicht unbedingt das Spiel machen und konnten auf das Heimteam warten. Bei Herbstwetter betraten beide Mannschaften den feuchten Rasen in Leutewitz. Lehmiger, schwerer Untergrund machte das Spielen ungewohnt und erinnerte uns an die besten Zeiten auf der Friebelroad. Das kann aber nicht als Ausrede dafür herhalten, dass Goppeln den Start wieder total verschlief. Schon nach drei Minuten fiel der Ball bei einem Standard auf den Kopf eines Gegenspielers und von dort an Kiwi vorbei ins Tor. Nichts zu machen. Wieder ein Standard und wieder standen wir drei Meter weg vom Kontrahenten. Der VfB kam weiter, erarbeitete sich meist mit langen Bällen in die Spitze mehrere Chancen. Vor allem die zentrale Abwehrachse mit Heiko Clausnitzer und Peter Mootz leistete Schwerstarbeit, die Außenverteidiger hatten dafür die längeren Wege. Erst nach rund 20 Minuten kamen wir besser ins Spiel und erzeugten Druck auf das andere Tor. In einer aussichtsreichen Situation und dem Ausgleich nahe, wurde der Ball im gegnerischen Strafraum leichtfertig abgegeben. Die Leutewitzer spielten den Konter aus und ehe sich unsere Verteidigung wieder sortieren konnte, klingelte es erneut in Kiwis Kasten. Dann wachten wir endlich auf. Das wurde durch einen sehenswerten Anschlusstreffer durch Heiko Clausnitzer, der den Ball im Gewühl per Hacke! über die Linie spitzelte, kurz vor der Pause belohnt. Schon ab Mitte der ersten Hälfte bekamen wir den Gegner eigentlich immer besser in den Griff und hätten zur Pause auch schon zwei oder mehr Tore erzielen können. So pfiff der einzige Mann in wellensittichgelb beim Stand von 2:1 für den VfB zur Halbzeit.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ersetzte der inzwischen eingetroffene Aui den Ronny auf der linken Abwehrseite. Die Mannschaft kam wach aus der Kajüte und es dauerte auch nicht lange, bis Nico über halblinks den Ausgleich markieren konnte. Einige Minuten später servierte Hackepeter Müller, der rechts fast zur Grundlinie durchlief, Maik Richter erfolgreich eine scharfe Eingabe im Strafraum. Der Sturmtank hielt nur noch den Fuß hin. Damit war das Spiel gedreht und wir führten 3:2. Statt jetzt taktisch klug im Mittelfeld die Räume zu verengen und auf Konter zu lauern, spielten wir munter weiter nach vorn. Klar, wenn wir das 4:2 erzielen, wäre der Drops gelutscht. Chancen hatten wir und ein Lattentreffer war auch dabei. So aber überließen wir dem Gegner die "neutrale Zone" und der VfB ergriff wieder die Initiative. Gekämpft wurde mit recht harten Bandagen. Aber wir blieben auch nichts schuldig. Vor allem Aui und Ralf. Dann verletzte sich Rico, später klaffte über Nicos linker Augenbraue ein langer "Cut". Beide mussten raus und auch der Oberschenkel von Kiwi streikte gezerrt. Dafür kam Holzkatze Udo ins Gehäuse. Die letzten 20 Minuten drückten die Leutewitzer noch eimal und erzielten folgerichtig den Ausgleich zum 3:3. Das wäre am Ende ein gerechtes Ergebnis gewesen. Wäre, hätte, müsste - alles Makulatur. Quasi in der Nachspielzeit trafen die Gegner noch zum 4:3 und schickten uns mit hängenden Köpfen und leeren Händen heimwärts.

Fazit: Wieder eine Niederlage, die keine sein musste. Ein Spiel auf Augenhöhe, mit etwa gleichen Spielanteilen. Nach der Führung hätten wir uns etwas zurückziehen, die Räume verdichten und auf Konter lauern müssen.  Dann wäre ein Sieg drin gewesen. So liefen wir ins offene Messer. Vor allem überließen wir durch unsere in dieser Situation sehr offensive Spielweise den Leutewitzern das Mittelfeld. Wer oben mitspielen will, darf solche Fehler einfach nicht machen. Die Kritik gilt aber nicht nur der Mannschaft. Auch das Trainerteam muss daraus lernen. Mindestens ein Punkt gehört in unser Gepäck. Dazu fehlten wieder die rausgespielten Chancen. Bis auf Maiks Tor, hatten wir vorn neben Einzelleistungen kaum Zählbares vorzuweisen. Die Mischung zwischen egoistischem Abschluss und Wahrnehmung des besser Postierten sollte ausgewogener werden. Voraussetzung ist, dass sich überhaupt einer besser postiert. Am Ende ist völlig egal, wer die Bude macht. Diskussionen über Tore/Assists/Vorlagen/Elfer sind für mich fehl am Platz. Ich plädiere für einen Pokal für die Verhinderung der meisten Gegentore oder die meisten gewonnenen Zweikämpfe im Mittelfeld! Nach dem Spiel sagten alle, wir gewinnen und verlieren als Team. Dann sollten wir bitte auch so spielen. Nicht anmeckern, wenn wir zurückliegen, sondern motivieren. An der Einstellung lag es heute nicht, gekämpft haben wir. Aber Spielverständnis, Taktik und ein Schuss "Abgezocktheit" braucht es auch für den Erfolg. Die Mannschaft ist im Sinne des Wortes aktuell noch nicht reif für die ganz großen Ziele. Es gilt nun, den Platz hinter den beiden Spitzenreitern abzusichern, das schlummernde Potenzial abzurufen und sich vor allem für die Rückspiele einzuschwören. Vielleicht waren unsere Siege bisher zu einfach und wir haben vergessen, dass die 2. Stadtklasse für uns alles andere als ein Selbstläufer ist. (FL) 

Aufstellung: Thomas Lindner (ab 65. Udo Steinigen) - Peter Mootz, Heiko Clausnitzer, Ralf Michael, Ronny Schneider (ab 46. Andre Auerswald) - Nico Sandig (ab 75. Sebastian Geschke), Ralph Kunze, Thomas Wange, Rico Wilde (ab 67. Mario Sandig) - Maik Richter, Peter Müller

Gebergrund Goppeln 1. AH - SV Dresden-Neustadt AH 9.11.2013 9:1 (5:0)

Gelungener Befreiungsschlag nach Auswärtspleite

Nach der bitteren Niederlage gegen Cossebaude sannen die Mannen um Holger & Falk heute auf Wiedergutmachung. Dementsprechend klar waren die Ansagen vom Trainertem vor dem Spiel. In der Verteidigung gab es eine Umstellung und auch in der Abteilung "Offensive" sollte heute konsequenter die Feldbreite genutzt werden. Die grauen Eminenzen schienen diesmal auch etwas wacher als noch in der Vorwoche.

Die Kicker von Neustadt wollten sich natürlich nicht kampflos ergeben. Das sah man. Aber die Goppelner Gastgeber drückten. Eine schnelle Führung sollte her.  Es dauerte auch nicht lange, bis Nico Sandig in der dritten Minute von Thomas "die Mittelfeldachse" Wange, der heute ordentlich Kopfarbeit ohne Blutverlust leisten musste, auf halblinker Postition bedient wurde und in die lange Ecke der Neustädter einloggen konnte. Auftakt nach Maß nennt man das. Dann entwickelte sich ein munteres Spielchen, bei dem die Gäste aber nicht zwingend vor dem sich manchmal langweilenden Kiwi auftauchten. Dafür erspielten sich die Goppelner viele Chancen, die - hier kommt der standardisierte Textbaustein - wieder nicht genutzt wurden. Diesmal wurde es aber nicht bestraft. Die Neustädter spielten mit, das war am Ende auch ihr Fehler. In der zwölften Minute legte Nico Sandig einen hohen Ball direkt auf den Kopf von Rico Wilde, der "nur" noch ins Tor abtropfen ließ. Das reklamierte Abseits war keines. Die Bogenlampe war gefühlte fünf Minuten in der Luft. Während die Gegner stehen blieben, lief Rico Wilde perfekt ein. Und als dann in Minute 26 Maik Richter nach einer schönen Einzelleistung die Murmel erneut versenkte, waren die entscheidenden Tore eigentlich schon geschossen. Das 4:0 erzielte "Kaugummitöppenspieler" Ralph Kunze nach 33 Minuten durch einen sehenswerten 20-Meter-Schuss. Danach waren sich alle einig: Jetzt soll doch bitte auch der Hackepeter mal seine Antrittsprämie verdienen. Und der ließ sich nicht lange bitten. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff erhielt er von Nico einen Querpass im Strafraum und lenkte die schwierig zu treffende Kugel mit perfektem Können und einmaligem Spielwitz am gegnerischen Schlußmann vorbei in die Maschen. Dann war Pause.

Mit dem Wissen um das vorherige Spiel sollte weiter Druck gemacht werden. So war es in der 60. Minute erneut Hackepeter Müller vorbehalten, das 6:0 für die Guten zu markieren. Dann wurden die Gäste stärker und bissiger. Schließlich wollte man sich nicht abschlachten lassen. Zwei Wechsel der Neustädter brachten Unruhe ins Goppelner Hinterland. Vorrübergehend. Es reichte aber, um in Minute 65 mit einem Gegentreffer Ersatztorhüter Kiwi um den "Shot out" zu bringen. Mist. Schon fünf Minuten früher ersetzte der "Taumelede" den angeschlagenen Rico Wilde. Es brauchte aber weitere zehn Minuten, bis Hackepeter Müller den alten Abstand mit seinem 7:1 wieder herstellte. Dann setzten Holger & Falk alles auf eine Karte: Für den einmal geschlagenen Kiwi kam Stammgoalie Udo "die Holzkatze" zwischen die Pfosten. Kiwi musste zur Strafe Verteidiger spielen und entlastete dafür den langen Ralf, der sich mit einem frischen Isodrink wenig beleidigt an die Außenlinie zurückzog. Gleich darauf durfte auch Gehli, der schon in der Wechselkabine durch eine laut hörbare Äußerung jenseits der Mundöffnung auf seine Einwechslung drängte, in der 77. Minute ins Geschehen eingreifen. Er erlöste "Kaugummi-Ralph" vom Dauerlauf. Wieder zogen zehn ereignisarme Minuten ins Land. Dann passte  "Taumelede" semiperfekt auf die andere Seite, Nico Sandig spielte in die Spitze und - na wer schon - Hackepeter Müller durfte sich mit dem 8:1 der Torjägerkanone ein Stück näher bringen. Das nenne ich Mannschaftsdienlichkeit! Aber im Grunde wollten die anderen wahrscheinlich nur die Kiste "Hackepetermüllerbräu". Um es vorweg zu nehmen, die kam auch. Oder? Den schönen Schlusspunkt in Minute 88 setzte dann " Taumelede" selbst durch einen Klasse Schuss ins obere linke Eck. Beim 9:1 ließen es die Goppelner bewenden. 

Fazit: Nach der unnötigen Niederlage gegen Cossebaude waren die Goppelner heute deutlich motivierter. Der Sieg geht absolut in Ordnung. Vielleicht waren es in Bezug auf die Höhe ein bis zwei Tore zuviel. Aber sonst? Neustadt hielt tapfer dagegen, konnte aber nicht wirklich Paroli bieten. Wir proifitierten natürlich auch von Abwehrfehlern, falsch gestellten Abseitsfallen und fehlender Präzision der Gäste im Sturm. Dazu kamen ein paar Nicklichkeiten, die deutlich sichtbare Spuren auf manchem Goppelner Oberschenkel hinterließen und einige Spieler deswegen schon während des Spiels nach plausiblen Begründungen für die im Haushalt tonangebenden Ehefrauen suchen ließen. Vierfachtorschütze Hackepeter Müller netzte endlich wieder, ließ sich aber seinen lupenreinen Hattrick durch Kiwi und das unsägliche Gegentor versauen. Alle Mannschaftsteile waren heute besser als gegen Cossebaude. Alles andere hätte ohnehin eine konsequente Trainigsverschärfung zur Folge gehabt. Man sieht schon, dass die Jungs unter schlimmster Strafandrohung besser zu spielen vermögen. Bewahrt Euch das! Im nächsten Spiel kommt mit dem VfB 90 ein Gegner mit besserer Sicht als Augenhöhe! Und das auswärts. Wehe, wenn Ihr da schon wieder patzt! ;-) (FL)  

Aufstellung: Thomas Lindner - Peter Mootz, Ralf Michael (ab 75. Udo Steinigen), Mathias Zschiedrich, Andre Auerswald - Nico Sandig, Ralph Kunze (ab 77. Stefan  Gehl), Thomas Wange, Rico Wilde (ab 60. Sebastian Geschke) - Maik Richter, Peter Müller

TSV Cossebaude - Gebergrund Goppeln 1. AH 2.11.2013 6:2 (2:2)

Bittere Klatsche gegen unterschätzte Cossebauder

Unter den analytischen Augen von Laubegast AH-Coach Frank Wilde, der das Endergebnis quasi schon nach 15 Minuten voraussagte, bekamen die Goppelner heute eine bittere Lektion in Fußball-Taktik. Nach fast genau einem Jahr - die letzte Punktspielniederlage kassierte man am 10.11.2012 gegen Borea 2. - ist der Nimbus gebrochen. Aber irgendwann musste es ja mal passieren. Und es war absolut verdient!


Das Spiel auf dem schon ordentlich lädierten Cossebauder Kunstrasen begann bei heftigem Wind. Es war klar, dass heute lange Bälle immer schneller werden. Die Cossebauder begannen zurückhaltend. Sie standen tief und vielbeinig in der eigenen Deckung. Klar, nach deren hoher Niederlage im letzten Spiel, den Tabellenzweiten zu Gast, der auch noch im Pokal einen Stadtligisten eliminieren konnte, wollten die den noch unbekannten Kontrahenten erst einmal begutachten. Die Goppelner machten das Spiel und erzwangen trotz heftiger Verteidigung des TSV einige Chancen. Aber der Abschluss! Schon wieder! Wo haben wir denn heute hingeschossen und vor allem wie? Mann oh Mann! Überhaupt, die Körpersprache bei allen Mannschaftsteilen war schlimm. Da hatten einige sicher den Gedanken, nach den letzten Spielen erledigen wir die Pflichtaufgabe mit halber Kraft. Hätte auch geklappt. Wenn wir wenigstens das Kuschelkissen noch aus dem Gesicht genommen hätten! Trotz des defensiven Gegners erspielten wir in der ersten Hälfte zahlreiche Möglichkeiten. Aber erneut: Wer vorne nix zustande bringt, braucht sich auch nicht zu wundern. Und dann trat einmal mehr unsere alte Schwäche mit hohen Bällen im eigenen Strafraum zutage. Nach 29 Minuten überwanden die Cossebauder Udo "die Holzkatze" im Goppelntor. Kurzes Schulterzucken bei den Goppelnern. Na und? Schönheitsfehler! Wir versemmelten fleißig weitere Chancen, bis in der 40. Minute Nico Sandig auf Zuspiel von Thomas Wange endlich den Spielstand ausglich. Das hielt ganze zwei Minuten. Dann erzielten die Cossebauder nach einem weiteren Standard die erneute Führung. Udos Freistoßabpraller landete beim Gegner, der ohne Mühe einschob. Oder besser "einbauchte". Mist. Jetzt wurde auch Maik Richter gnatzig. Er übernahm in Minute 45 das Spielgerät und drosch selbiges wütend am sonst souverän haltenden TSV-Schlussmann vorbei ins rechte lange Eck. Wenigstens noch der Ausgleich mit dem Pausenpfiff! Müssen wir es eben in der zweiten Hälfte richten. Der Gegner ist dann sicher platt. Kriegen wir noch hin. Irgendwie.

In der Halbzeit warnte das Trainerteam eindringlich vor Nachlässigkeiten in der Defensive und forderte die Jungs auf, im Angriff die Breite des Geläufs zu nutzen. Einmal mehr lief alles durch die fest betonierte Mitte des Gegners. Kein Wunder, befindet sich in Cossebaude ja eine Fabrik, welche dieses Produkt in ausreichender Menge herstellt. Aber die Ansprache verhallte ungehört. Schon in der 46. Minute standen wir bei einer Ecke wieder zu weit weg vom Gegenspieler. Cossebaude sagte danke. Unsere Abwehr wackelte, die Zuordnungen stimmten oft nicht, jeder verließ sich auf den anderen. Gleich drei Minuten später spielten die Cossebauder einen Pass in die Gasse, keiner greift an und es stand 4:2. Super. Die folgende Goppelner Gegenwehr blieb ein Strohfeuer und die Abschlüsse unter aller Kanone. In der 55. Minute erzielten die TSV-Kicker per schönem Konter noch das 5:2 und in der 75. Minute, nach mehreren Fehlern der Goppeln-Abwehr, Tor Nummer sechs. Klar, Goppeln hatte die besseren Spielanteile. Aber die Tore machten die Cossebauder. Viel mehr als die sechs Dinger hatten die eigentlich nicht. Aber die netzten eben. Nach dem Spiel gab es natürlich hängende Köpfe. Diesmal bei uns. Die taktisch besser agierende Mannschaft hat heute den Sieg geholt. Glückwunsch dazu. Cossebaude stand tief, vereitelte unsere Möglichkeiten. Was durchging war meist Beute des guten TSV-Torhüters. Der aus unserer Sicht einzig positiver Aspekt: Selten sah man solch eine faire AH-Partie. Wenig Fouls oder Meckerei. Da haben wir schon ganz andere "Holzer" erlebt. Nach Spielende bemerkte der zur Halbzeit ausgewechselte Hackepeter: "Also ich hab 2:2 gespielt!". Antwort Maik: "Du hast bestenfalls 2:2 gestanden!". Dieser mannschaftsinternen Sofortanalyse habe ich nichts hinzuzufügen.

Fazit: Eine unnötige aber völlig verdiente Niederlage. Udo war nach seiner Verletzung noch nicht wieder auf Weltniveau. Mootzl ackerte als Libero. Aber auch er hatte paar ordentliche Fehlpässe dabei. Vorstopper Ralf hielt die Kollegen an, unbedingt dichter am Mann zu stehen. Und stand selbst oft drei Meter weg. Die Außenverteidiger Ronny und Zschiedi rannte enorm viel. Meist viel zu weit vorn. Das Mittelfeld mit Ralph, Nico, Thomas und Rico verzettelte sich häufig. Vor allem bekam man den 7er und Spielmacher des TSV nie in den Griff. Und Maik und Peter blieben ein ums andere Mal im TSV-Beton stecken, scheiterten an deren gutem Libero oder versemmelten die Kirsche. Auch die eingewechselten Henne, Haubi und Grütze wurden nach kurzer Zeit vom heutigen Goppelner Spielniveau erlegt. Es passte alles zusammen. Vielleicht waren die letzten erfolgreichen Spiele, vor allem die Pokalpartie gegen Borea 1., Gift für unsere heutige Motivation. Es ist ein Denkzettel, der uns zunächst aus dem Favoritenkreis um die beiden Aufstiegsplätze verabschiedet. Die Welt geht sicher nicht gleich unter! Freuen wir uns nun auf die Neustadt-Kicker. Und bitte hochmotiviert!

So, für diesen Bericht dürft ihr mich gern teeren und federn. Aber so sah es von draußen nunmal aus. Und nein, ich hätte es auch nicht besser gekonnt!(FL)

Aufstellung: Udo Steinigen - Peter Mootz, Ralf Michael, Mathias Zschiedrich, Ronny Schneider (75. Udo Grützner), - Ralph Kunze, Nico Sandig, Thomas Wange, Rico Wilde (65. Sven Haubold) - Maik Richter, Peter Müller (46. Hendrik Mann)- Reservetorhüter Rico Krönke

Gebergrund Goppeln 1. AH - SC Borea Dresden 1. AH 19.10.2013 6:2 (1:0)

Deutlicher und verdienter Sieg im Pokalachtelfinale

Ausgestattet mit einer großen Portion Selbstvertrauen und einigen Umstellungen in der Aufstellung starteten die Hausherren gegen die Stadtligisten von Borea.

Und wie ! Bereits nach 7 min. schicke Nico den heute als Stürmer aufgestellten Maik auf die Reise zum gegnerischen Strafraum und dieser passte vorbildlich auf seinen Sturmkollegen Hackepeter, welcher sich die Chance nicht nehmen ließ zum schnellen 1: 0 einzuloggen. In der Folgezeit erarbeiteten sich die Gastgeber weitere Chancen ohne jedoch zählbaren Erfolg rauszuholen. Borea versuchte nun mit spielerischen Mitteln sich dem Goppelner Tor zu nähern. Diese Versuche wurden jedoch von dem Abwehrbollwerk um Neulibero Ecki und dem sehr aktiven Mittelfeld meistens souverän geklärt und Kiwi bekam im Tor nicht viel zu tun. So ging es mit dem 1:0 zum Pausentee. Ein Zweiklassenunterschied war bis dahin nicht erkennbar.

Nach der Pause begann die zweite Halbzeit wie bereits die erste begonnen hatte. Mit Druck und Tempo Richtung Borea-Tor. Mit Erfolg. Nach einem Schuss von Ralph aus der zweiten Reihe konnte der Gäste-Goalie nur abklatschen und Maik hämmerte den Abpraller zum 2:0 in die Maschen. Da waren 47 min. gespielt.

Borea war irgendwie geschockt, dachten wir. Denn 2 min. später konnten die Mannen um Ecki den Angriff von Jägerparkspielern vor und im Strafraum nicht stoppen und  Borea kam zur Einschussmöglichkeit. Leider konnte Kiwi sein viertes Spiel in Folge nicht zu Null halten. Nur noch 2:1.

Wer nun glaubte das Borea nach dem Anschlusstreffer zu ihrem Spiel und Souveränität gefunden hatte, konnte in der 55 min. einen eklatanten Fehlpass der Boreaverteidung bestaunen. Völlig unbedrängt spielte ein Borea-Verteidiger unserem Sturmtank Maik den Ball in die Füße. Der ließ sich es nicht nehmen allein auf Borea-Tor zu stürmen und zum 3:1 einzunetzen. Als dann Nico in der 66 min. einen für Maik auflegt und dieser die Murmel zum 4:1 im Borea-Tor unterbringt, sollten wir nun endgültig auf der Siegerstraße sein.

Jedoch vier Minuten später versuchten wir auf Abseits zu spielen und warteten auf den Pfiff vom Schiedsrichter. Der Pfiff blieb jedoch aus und so musste Ralf mit großen Schritten hinterher um die Flanke in den Strafraum zu verhindern. Leider schaffte er es nicht mehr, aber wir haben ja noch einen Ecki der mit dem Kopf klären kann. Klären bedeutet aber ins Toraus und nicht ins eigene Tor! Da stand es nur noch 4:2. 

Borea versuchte die drohende Niederlage mit Anstand über die Bühne zu bekommen, wirklich überzeugende Wirkung Richtung des Goppelner Tores wurde nicht mehr ausgestrahlt. In der 80 min. wurde beim Gastgeber doppelt gewechselt. Für Maik kam Ron ins Spiel und für Rico der kleine Gehler.

Und weiter ging es Richtung Gäste-Tor. Als dann Ron in der 88 min zum 5:2 und Nico in der 89 min zum 6:2  einnetzten, warteten alle nur noch auf den Schlusspfiff des Schiedsrichters um mit dem kollektiven Jubel zu beginnen und sich bei den Fans für die Unterstützung zu bedanken.

(Der Spielbericht stammt diesmal aus der Feder von Chefcoach Holger Limbach höchstpersönlich. Danke auch an Thomas "Fisch" Hering für die tollen Schnappschüsse.)

Gebergrund Goppeln 1. AH - Turbine Dresden 2. AH 12.10.2013 6:0 (4:0)

Ungefährdeter Sieg mit halber Kraft gegen "Kellerkind" Turbine

Obwohl die Strömungsmaschinenbauer nur drei Punkte auf der Habenseite vorwiesen, wollten die Goppelner heute kein Risiko eingehen. Aus der gesicherten Defensive sollte das Spiel in der Breite aufgebaut werden. Durch die spielfreie 2. AH konnte das Trainerteam wieder einmal mit sieben Wechslern agieren. Damit war die Marschroute klar: Gas geben!

Geleitet wurde die Partie von Sektionsleiter "Knoppi", der absolut souverän pfiff und den Spielern auch deren Verfehlungen wertungsfrei erläuterte. Klasse. Der Tabellensituation geschuldet, begannen die Hausherren druckvoll. Aber Präzision sieht eben anders aus. Bis zur gegnerischen Strafraumgrenze gefällige Ballszenen, der finale Pass bei feuchtem Boden gelang dagegen selten. Die "Turbinen" versteckten sich nicht wie erwartet. Mit einigen Gegenzügen kamen sie paar Mal gefährlich vor Kiwis Tor. Aber die Defensive stand. Trotz deutlicher spielerischer Überlegenheit gelang es Goppeln erst in der 18. Minute, den Torreigen zu eröffnen. "Mittelfeldachse" Thomas Wange bediente auf links "Kaugummitöppe" Ralph Kunze, der die Murmel zentral unterbrachte. Dabei sah der Turbine-Hüter nicht wirklich glücklich aus. Nasse Bälle lassen sich halt bescheiden festhalten. Rund zehn Minuten später eine ganz ähnliche Situation. Diesmal legte Zschiedi für Hackepeter Müller auf und das Spielgerät durchbrach die gegnerische Grundlinie zwischen den Pfosten. Und gleich zwei Minuten später nochmal Filigrantechniker Nico "ich hab heute ne ganz schöne Hacke" Sandig auf Müller und der schoss aus rund 16 Metern das 3:0 für Goppeln. Damit nicht genug. Auch der wiedergenesene Stammkapitän "Mootzl" durfte in der 39. Minute den vierten Goppelner Treffer zur Halbzeitführung nachlegen. Von der Strömungsmaschinen kam bis dahin nicht viel Gegenwehr.

In der Pause wurde ordentlich durchgewechselt, es sollte ja jeder ausreichend Einsatzzeit bekommen. Wer aber dachte, die Hausherren wollten an der Zweistelligkeit arbeiten, sah sich enttäuscht. Turbine stand jetzt sehr tief und machte die Räume geschickt eng. Die Goppelner mühten sich, rannten sich aber meist zentral im Gegner fest. Die Torfabrik stotterte. Man sah auch, dass die Jungs von Holger & Falk ob des Resultats einen Gang rausnahmen. Das sei ihnen gegönnt. Dennoch konnte sich Ralph Kunze in der 55. Minute mit einer schönen Einzelleistung in den von Rico Wilde perfekt geöffneten Raum bewegen und das Runde ins Turbinetor befördern. Dann stellten beide Seiten eigentlich das Fußballspielen ein. Jedenfalls passierte kaum noch Aufregendes. Erst in der Schlussminute steckte Rico Wilde noch einen auf Zschiedi durch, der als Vorstopper im gegnerischen Strafraum und mit Fortuna im Bunde das 6:0 markierte. Dabei beließen sie es heute. Schließlich wollte man die überwiegend fairen Gegner nicht abschlachten. Die bekommen ohnehin fast immer ordentlich einen auf den Deckel, da muss man nicht noch mehr Öl ins Wannenbad (oder so) gießen. Mit dem Resultat von 6:0 waren beide Seiten zufrieden.

Fazit: Sechs Tore klingt überlegen. Das waren wir auch. Der Gegner war über weite Strecken fair und manch Goppelner Spieler kann sich vielleicht selbst noch an das Gefühl erinnern, als wir die "Hucke" voll bekamen. Insofern reichten sich alle nach dem Spiel zum schönen Wochenende die Hände. Turbine mischte vor allem in der zweiten Hälfte ordentlich Beton an und Goppeln wusste nichts besseres, als stets mit kurzen Pässen durch die Mitte zu spielen. Da war immer ein Gegnerbein dazwischen. Wenn mal was über außen ging, dann durch den unermüdlich die linke Seitenlinie beackernden "Mootzl". Unser Anspruch sollte sein, auch tief stehende Teams mal durch flache präzise Bälle, unter Ausnutzung der Gesamtfeldbreite, auseinander zu spielen. Aber "Nobody is perfect" und so lassen wir uns ein paar Steigerungsmöglichkeiten offen. Am nächsten WE kommt die Stadtligamanschaft Borea 1. AH zum Pokalfight. Da werden wir für ein Weiterkommen 129,4 Prozent geben müssen und gaaanz viel Glück brauchen. Bisschen spioniert haben wir natürlich, aber ob das hilft? Wir lassen uns überraschen. (FL)

Aufstellung: Thomas Lindner (75. Torsten Steinig) - Ralf Michael, Mathias Zschiedrich, Andre Auerswald, Bernd Leonardi (46. Ronny Schneider), - Peter Mootz, Nico Sandig, Thomas Wange (56. Stefan Gehl), Ron G. (46. Sebastian Geschke), Ralph Kunze (56. Mario Sandig), Peter Müller (46. Rico Wilde)

SC Borea Dresden 2. AH - Gebergrund Goppeln 1. AH 5.10.2013 0:3 (0:1)

Gefühlter "Angstgegner" wieder bezwungen - Mannschaftsleistung Schlüssel zum Erfolg

Bei tiefstehender Herbstsonne traten beide Aufsteiger auf dem eschenbelaubten Kunstrasengeläuf von Borea gegeneinander an. Uns noch gut in Erinnerung ist die einzige Goppelner Niederlage der Vorsaison, als Borea - oder besser Vierfachtorschütze Christian Walther - an der Wittgensdorfer Straße 4:3 gewann. Die unchristliche Anstoßzeit von 8:30 Uhr sowie die schon eher winterlichen Temperaturen hielten das Trainergespann nicht davon ab, die Herren in orangenen Kurzarmtrikots der frischen Luft auszusetzen. Motto: "Schnell munter werden und wer sich ordentlich bewegt, friert auch nicht!". Hinter vorgehaltener Hand sprach man aber davon, die Nordlichter mit ihrer eigenen Trikotfarbe zu ärgern. Hat wieder mal geklappt. Die Boreaner mussten sich umziehen und erschienen dann in kontrastreichem Mausgrau.

Goppeln trat erneut nur mit elf Akteuren an. Schließlich wollte man der ebenfalls spielenden AH2 die Kaderdecke erhalten. Auch Borea musste zumindest ihren Torhüter ersetzen. Dafür ging deren Knipser Chritian Walther in die Kiste. Konnte uns nur recht sein. Aber auch der "Rest" war ernst zu nehmen. Goppeln übernahm von Anfang an die Initiative. Schon in der 3. Minute rieben sich Spieler und Trainer verwundert die Augen: Hackepeter Müller erlief einen langen Ball Richtung Gegners Tor und - aufpassen, jetzt kommt's - legte mit tadelloser Mannschaftsdienlichkeit quer auf seinen freistehenden Stürmerkollegen Maik Richter, der die Kirsche im langen Eck von Borea einnagelte. Perfekter Spielzug. Dann versuchte das Heimteam gegenzuhalten. Nicht mal schlecht. Aber die langen Bälle in die Spitze, meist vom sehr gut stehenden Borea-Libero geschlagen, fanden selten ihr Ziel oder wurden Beute der aufmerksamen Goppelner Abwehr. Mit Aui und Zschiedi brannte nichts an. Nur der lange Ralf und der Gehler, der heute als Vorstopper anfing, mussten sich erst finden.  Manchmal standen beide bisschen offensiv, aber trotzdem sicher. Kiwi hatte einmal mehr nicht viel zu halten. Da störte die Sonne wenig. Mit dem erneut deutlichen Chancenübergewicht für Goppeln ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel machte Borea etwas mehr Druck, der Goppeln nicht wirklich wackeln ließ. Aber um Ruhe zu bekommen, musste das zweite Tor her. Wir sollten mal eine Statistik der vergebenen Chancen machen! Nur mal so, zum Nachdenken. Das Mittelfeld mit Thomas Wange, den Sandig-Brothers und Rico Wilde arbeitete heute nicht nur gut nach vorn sondern entsann sich auch auf seine Defensivqualitäten. Einzig die deutlichen Abseitspositionen der Borea-Angreifer, die der Schiri aber nie ahndete, sorgten allenthalben für Verwirrung und ein paar flapsige Bemerkungen (Dass in dieser Spielklasse klare Fouls beiderseitig übersehen werden, daran haben wir uns ja inzwischen gewöhnt.). Dafür pfiff der "unparteiische" Borea-Schiri in der 70. Minute kurz vor der Grundlinie der Heimmannschaft einen Einwurf für Goppeln. Während deren Libero noch diskutierte, warf Maik Richter die Kuller gefühlvoll direkt auf Nico Sandigs linken Fuß. Weiterer Kommentar überflüssig! "Borea-Superstürmer-Torhüter" Christian Walther musste zum zweiten Mal hinter sich greifen, weil das Leder links oben einschlug. Mit nachlassender Kraft ging es mehr zur Sache, aber nicht absichtlich unfair. Einmal lag Hackepeter Müller im Luftduell in 1,5 Metern Höhe quer in der Luft, wusste dann aber der Gravitation nichts weiter entgegenzusetzen und plumspte unsanft auf den Allerwertesten. Mit einem gefühlt dicken Hintern wie ein Waschweib konnte er weiterspielen. Auch Zschiedi erwischte es auf den Vorderrippchen und Maik Richter wurde kurz vor Schluss noch von einer Oberschenkelzerrung erlegt. Ist wohl zwischendurch in der Partie "erkaltet". Die Verletzten durften weiterspielen, gab sowieso keine Wechsler. In der 86. Minute bediente Gehli mustergültig den "Waschweibhintern". Der ging auch angeschlagen ab wie ein Zäpfchen und loggte die drei Zähler endgültig für Goppeln ein. Tor für Hackepeter, Tunnel für den Keeper.

Fazit: Einmal mehr eine geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der alle am Erfolg beteiligt waren. Die Abwehr stand bombenfest, das Mittelfeld lief viel und im Angriff hatten wir Dursetzungsvermögen und Schnelligkeit vereint. Was wollen wir mehr? Vielleicht ein paar Tore, sieht man auf unsere Chancenanzahl. Gegen die Kickers haben wir gesehen, dass sich so etwas rächen kann. Das Eintrittsgeld heute allein wert war die kurze Schnappatmung von Sturmtank Maik Richter nach dem uneigennützigen Hackepeter-Querpass, den er zur Führung verwertete. Da finden sich doch nicht etwa zwei? Das wird der "Kaugummitöppenspieler" aber gar nicht gern lesen... ;-) (FL) 

SG Gebergrund Goppeln AH1 - Motor Trachenberge 3.10.2013 AH Pokalspiel (2:0) 5:0

Orange gewinnt gegen höherklassiges rot völlig verdient - Unterschied sichtbar

Zur ersten Runde im DNN-Stadtpokal empfingen die Goppelner heute den Erstklässler aus Trachenberge. Während die Goppelner in der Pokalvorrunde mit Mühe die Weistropper mit 3:2 aus dem Wettbewerb kickten, erlegte Trachenberge die Bahnfahrer von Verkehrsbetriebe mit einem klaren 3:0. So ordnete das Trainerteam zunächst die Defensive, um einen frühen Rückstand zu verhindern.

Das Spiel lief aber ganz anders als gedacht. Schon mit dem Anpfiff des angesetzten Unparteiischen Uwe Pfau übernahm das Heimteam die Initiative. Unter den Augen des sich langweilenden Kiwi im Goppelner Tor wurden die ersatzgeschwächten Trachenberger unter Dauerdruck gesetzt. Chancen gab es im Minutentakt. Einmal mehr muss sich die Truppe um Holger & Falk nur die Verwertung selbiger vorwerfen lassen. Als die Gästefans bei der Zählung von 14:0 Möglichkeiten für Goppeln ankamen, fiel in der 21. Minute endlich der erste gültige (ein vermutliches Abseitstor von Zschiedi wurde nicht anerkannt) Treffer für die Guten. Kein Stürmer oder Mitelfeldspieler sondern Außenverteidiger Aui kloppte die Murmel nach schöner kurzer Ecke von Hackepeter Müller von halbrechts in die Maschen. Auch der sehr gut haltende Trachenberger Goalie, der seine Truppe sonst ein ums andere Mal vor weiteren Treffern bewahrte, war in dieser Situation machtlos. Genau sieben Minuten später beendete der Torhüter ein von den Gegnern gefürchtetes Solo von Sturmtank Maik Richter unfair im Strafraum. Er erhielt dafür "gelb" - da hatte der Schieri Gnade vor Recht ergehen lassen - und Goppeln den fälligen Elfer. Käpt'n Nico Sandig verlud der Kollegen und netzte in die rechte Ecke zum 2:0. Und weiter gab es Einschußversuche, die aber zu unpräzise aufgelegt wurden oder sonstwohin gingen. Drei Ballkontakte von Torwart Kiwi, davon kein einziger Schuß aufs Gehäuse, zeugten von der klaren Überlegenheit der Goppelner in Hälfte eins.

Das änderte sich auch nach dem Pausentee nicht nennenswert. Trachenberge musste verletzungsbedingt drei Mal wechseln und auch Goppeln brachte mit Leo, dem "Taumelede" und Mario Sandig drei frische Kräfte ins Spiel. Als dann in der 59. Minute "Kaugummitöppenspieler" Ralph Kunze das dritte Tor für das Heimteam erzielte, war der Drops eigentlich gelutscht. Wenn von den Gästen überhaupt mal so etwas wie Torgefahr ausging, dann bei Standards wie Freistößen oder Ecken. Hohe Bälle mochten die Goppelner Abwehrspieler nicht besonders. Trotzdem gabe es letztlich nur zwei Situationen, in den sich Kiwi im Tor mal lang machen musste und dabei nicht auf Betriebstemperatur kam. In der 68. Minute legte Ralph Kunze durch einen platzierten Schuß das 4:0 nach und als in der 72. auch noch "Taumelede" Sebastian Geschke einen von Ferne draufhämmerte, zappelte die Gurke zum fünften Mal in den Maschen der Gäste. Nun nahm Goppeln bisschen Tempo raus. Dass es keine Klatsche für Trachenberge wurde, lag an der mangelnden Präzision der Goppelner im Abschluss, vor allem aber am Schlussmann der Gäste. Der hielt, was es für ihn zu halten gab.

Fazit: Alle Mannschaftsteile spielten heute gut. Egal ob "Pferdelunge" Zschiedi mit dem gesamten Verteidigungsbollwerk, die Mitte um die Antreiber Thomas und Nico nebst den Außenläufern, die ihrem Namen heute auch gerecht wurden, zentral der stets unberechbare "Sturmtank" Maik, der immer für ein Solo gut war, oder der Zaubersturm mit dem  pfeilschnellenHackepeter und dem linksbeinigen Kaugummitöppenspieler Ralph - alle waren gut unterwegs. Und auch die Wechsler drückten das Niveau nicht. Schöne Mannschaftsleistung! Ein Klassenunterschied war aber doppelt sichtbar: Einerseits hatten die höherklassigen Gäste nicht die Spur einer Chance - tut den tapferen Oldies aus dem Nordwesten zwar sicher weh, ist aber die Wahrheit - anderseits sah man, dass bei einer Truppe aus der 1. SK mehr Spielkultur angesagt war. Wenig Gekloppe, weder gegen das Spielgerät, noch absichtlich in die Beine des Gegners. Wenn sie den Ball hatten wurde versucht, selbigen laufen zu lassen. Und wenn doch mal der Zweikampf abgepfiffen wurde, war die Sache mit einem Handschlag und einer überschaubaren Diskussion erledigt. So soll es sein.

Schon am Sonnabend müssen wir bei der Zweiten von Borea wieder im Kampf um Punkte antreten. Allerdings zur eher unchristlichen Zeit von 8:45 Uhr. (FL)

Gebergrund Goppeln 1. AH - SV Helios 24 28.09.2013 0:0 (2:1)

Pflichtsieg gegen defensive Sonnengottanbeter

Die vermeintliche Pflichtaufgabe gegen die Sportfreunde des griechischen Sonnengottes entpuppte sich als recht schwierige Aufgabe. Wegen des klaren Chancenübergewichts geht der Goppelner Sieg am Ende absolut in Ordnung. 

Mit bisher lediglich vier Punkten im Gepäck reiste Helios an der Wittgensdorfer an. Aber davon ließen sich die Goppelner, die heute wieder ohne ihre Six-Pack-Fraktion antreten mussten, nicht blenden. Helios war besser als der Tabellenstand zeigte. Gegen Favorit VfB 90 verlor man nur 2:0 und gegen die ebenfalls guten Kickers holte man ein Unentschieden. Das Heimteam war also gewarnt. Aber die Gäste hatten offenbar noch mehr Angst vor uns als wir vor ihnen. Jedenfalls standen sie tief und defensiv sicher. So zerstörten sie das Goppelner Aufbauspiel gut, was Ihnen allerdings selbst wenig Spielwitz nach vorn bescherte. Die Mannen von Holger & Falk versuchten in der ersten Halbzeit vergeblich, die Heliostruppe mit dem Ex-Goppelner Micha "Schnack" Schneider auszuspielen. Zwar erarbeiteten sich die Goppelner wieder gute Chancen, aber ein Tor wollte nicht fallen. Mootzl ackerte auf der linken oder halblinken Seite unermüdlich, zentral versuchten es Kaugummitöppenspieler Ralph Kunze, Nico Sandig oder Thomas Wange und mit Läufen in die Spitze auch der Hackepeter. Allein es brachte nichts Zählbares. So wechselte Reservetorhüter Thomas "man kann auch mal um 11 Uhr verschlafen" Kotte ins Tor auf der gegenüberliegenden Seite. 

Nachdem der heute wieder gut leitende Referee Harald Neugebauer den zweiten Durchgang angepfiffen hatte, erhöhte Goppeln noch einmal die Schlagzahl. Die drei Punkte sollten unbedingt eingefahren werden. Wieder ergaben sich Chancen. Dennoch blieb es etwa Mitte der zweiten Halbzeit Nico "ich hau einfach mal drauf" Sandig mit einem Standard vorbehalten, den ersten Treffer der Partie zu erzielen. Dabei donnerte er einen Freistoß aus halblinker Position vor dem Sechzehner an der gegnerischen Mauer und am verdutzt dreinschauenden Gästekeeper vorbei in die Maschen. Jetzt wurde Helios etwas munterer, ohne sich aber nenneswert im Goppelner Strafraum in Szene setzen zu können. Fast alle Bemühungen scheiterten am langen Ralf oder am heute wieder überaus laufstarken Zschiedi. Als dann Hackepeter Müller rund 15 Minuten vor dem Ende einen langen Ball aus 16 Metern noch gekonnt über den gegnerischen Hüter spitzelte, war die Partie eigentlich gelaufen. Daran konnte auch der Gegentreffer der Gäste nichts mehr ändern. Kurz vor Schluss rannte ein Gästespieler mit dem Ball auf dem Bauch einfach am  noch etwas schläfrigen, aber dennoch gut aufgelegten Thomas Kotte vorbei ins Tor. Mehr war für Helios aber nicht drin. 

Fazit: Pflichtaufgabe gelöst und dabei nicht unbedingt geglänzt. Drei Punkte mehr auf der Habenseite. Die Defensive der möglicherweise auch nach dem pseudogriechischen Weinbrand-Gesöff "Helios" benannte Gästetruppe stand gut und war schwer zu bespielen. Wenn wir in der ersten Halbzeit unsere Chancen nutzen, steht es zum Pausenpfiff schon zwei bis fünf zu null. Einmal mehr unser Glück: Den Gästen ging während der zweiten Halbzeit bisschen die Puste aus, so dass wir dann fast nur noch im Vorwärtsgang waren und den Erfolg erzwingen konnten. Am Tag der deutschen Fusion wartet nun mit Trachenberge ein guter Erstklässler im Pokal auf uns. Das ist definitiv nochmal ein anderes Kaliber. Aber im Pokal ist bekanntermaßen alles möglich. (FL)

Hainsberger SV AH - Gebergrund Goppeln 1. AH 21.09.2013 3:3 (0:2)

Dem Tabellenführer einen Punkt abgenommen

Am Ende fühlte es sich wie eine Niederlage an. Hatte die Truppe doch Mitte der 2. HZ schon 3:0 vorn gelegen. Dennoch, rechnet man mal die Chancen des Gegners und die heute wieder unglaublichen Paraden von Keeper Robert Popelka dazu, geht das Unentschieden schon in Ordnung. Immerhin konnten die Goppelner Oldies dem Tabellenführer aus Hainsberg einen Punkt abringen. 

Zur Enttäuschung aller fand das Spiel auf dem Hainsberger "Kunstrasenhandtuch" statt. Der schöne Rasen war gesperrt und so musste mann sich die Größe betreffend mit zwei Strafräumen und nicht viel dazwischen anfreunden. Mit über den Platz stakste eine "Möchtegern-Bibiana-Steinhaus" als so genannte Unparteiische, temporär eingekauft von den blau-weiß-stählernen Nachbarn. Aber wir haben keine Vorurteile. Dennoch wurden alle im Laufe der Partie bestätigt. Bibiana II war nicht nur nicht immer auf der Höhe, sie war eigentlich nie auf der Höhe. 

Die Ansage der Trainerteams Holger & Falk war klar: Zunächst defensiv sicher stehen und den anrennenden Hainsbergern jeden möglichen Fuß entgegenstellen. Dann vorn mal schauen was geht. Auf dem kleinen Platz mit ganz engen Räumen gab es im Grunde nur Körperkontakte. Die wurden im Spielverlauf wegen fehlender Ahndung immer heftiger. Hainsberg rannte wie erwartet an. Und zwar mehr als robust. Fast jeder Ballkontakt endete mit einem laut hörbaren Rums gegen die Beine. Jetzt war Gegenhalten angesagt! Die Freitaler erarbeiten sich durch lange Bälle in die Spitze zahlreiche Chancen, konnten aber keine davon nutzen. Entweder versemmelt oder Beute von Robert P. , der heute selbst im Fünfer ordentlich auf die Mütze oder in die Beine bekam.  Böse Erinnerungen an die gummibestiefelten Weißeritzkreiskicker lebten schnell wieder auf. So wie Hainsberg, machten wir es dann auch. Nur effektiver. Schnell in die Spitze spielen und Ralph Kunze kloppte den ersten aus halblinker Position rein. Hainsberg kurz geschockt. Und weiter ging das Spielchen. Die Randdresdner drückten, Goppeln knipste. Noch in der ersten Halbzeit verwandelte Mario Sandig seine Möglichkeit zum 2:0 für Goppeln. Hainsberg nun wütend und körperüberbetont. Aber es blieb bei der Führung zur Pause.

Der erwartete Sturmlauf der Hainsberger ließ nicht lange auf sich warten. Sie mussten kommen. Vom Machen des Spiels kann aber keine Rede sein. Stereotyp lange Bälle auf die Spieler vorn und die verschafften sich legal oder illegal Platz. Einwürfe wurden auf dem kleinen Geläuf zu Flanken und immer gefährlich. Aber Goppeln stand hinten gut. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe befreite sich Ralph Kunze vom Klammergriff des gegnerischen Abwehrspielers, tankte sich durch und netzte aus spitzem Winkel zum 3:0 für Goppeln ein. Aber noch immer war rund eine halbe Stunde zu spielen. Und Hainsberg rannte weiter an. Die Partie gewann immer mehr an Härte. Heute fehlten uns nicht nur etliche Stammspieler, sondern auch mal solche Brecher wie Maik Ri. oder Rico We.. Prost nach München oder ins Land der Ex-Freunde! Möglicherweise hätte dann der eine Krankenwagen nicht ausgreicht. Etwa 25 Minuten vor Schluss führte dann eine der Chancen eher glücklich zur Verkürzung zum 1:3. Nun hauten die Jungs um die Abwehrrecken Ralf Michael und Zschiedi jeden Ball nach vorn. Allerdings schnürten uns die Hainsberger immer weiter ein. Entlastung kam kaum noch. Ralph K. und der Spieler RG, der seinen Namen nicht mehr lesen will, kämpften und ackerten vorbildlich. Aber die Kräfte ließen allmählich nach. So kam es, wie es nicht kommen musste: Etwa zehn Minuten vor Schluss nutzten die Hainsberger eine weitere Unaufmerksamkeit in der Abwehr und schoben zum Anschluss ein. Und in der von Bibiana II großzügig dimensionierten Nachspielzeit überwanden sie Robert ein drittes Mal zum Ausgleich. So blieb es dann auch.

 Fazit: Wir sollten uns wirklich nicht grämen. Die Hainsberger nutzten ihre körperliche Präsenz aus und die Unparteiische ließ sie gewähren. Chancen hatten sie sicher mehr als wir und taten damit das, was wir sonst tun: zuhauf versemmeln. Mit bisschen mehr Glück und Aufmerksamkeit hätten wir alle drei Punkte mitnehmen können. Einige wenige, wenngleich hochkarätige, Chancen hatten wir schließlich noch. Aber das vierte und damit wohl entscheidende Tor fiel leider nicht. So konnten wir durch großen Kampf dem Tabellenführer einen Punkt abknöpfen. Bleibt zu hoffen, dass wir gegen Helios wieder mehr spielen können und weniger kämpfen müssen, dass Hainsberg ja auch noch zu uns kommen muss und dass Bibiana II uns nicht noch einmal pfeifft. Sonst reicht der eine Krankenwagen, der heute einen Hainsberger mit Sprungelenk bis Knie in die Freitaler Station brachte - an dieser Stelle gute Besserung - sicher nicht aus. Egal auf welcher Seite, aber die Spieler müssen durch passende Pfiffe wirklich besser geschützt werden. Und die monotone Wiederholung von "Hier ist jetzt Ruhe!" ist definitiv kein probates Mittel zur Beruhigung eines harten Altherrenspiels. Vielleicht lernt sie's noch irgendwann.(FL)

Sportfreunde 01 FV Nord - Gebergrund Goppeln 1. AH 31.08.2013 2:11 (1:5)

Kantersieg mit zweifelhaftem Wert

Ein denkwürdiges Ergebnis fuhren die Goppelner heute ein. Leider dürfte der 11:2 Kantersieg nicht lange zu Buche stehen. Die Gastgeber von der Meschwitzstraße überlegen ernsthaft, ihren Spielbetrieb einzustellen. Dann werden die bisherigen Spiele wohl annuliert. Schade, das wäre etwas für das Torverhältnis gewesen.

Turbulent ging es schon bei der Ankunft los. Unser Gegner konnte zunächst nur neun Spieler aufbieten. Später füllte sich das Team noch auf elf, wobei der Nord-Trainer selbst ins Tor musste. Auch ein Schiedsrichter fehlte. So wurde Goppeln-Coach Holger Limbach plattgeredet und er übernahm den Job. Um es vorweg zu nehmen: er machte seine Sache trotz der obligatorischen AH-Meckerei sehr gut und ließ gerade bei der Kartenvergabe auf beiden Seiten mehrfach Gnade vor Recht ergehen. Das Coaching ging so an Co-Trainer Falk Lösch über, der mangels Wechsler - auch Goppeln hatte nur elf Spieler - und des Spielstands wegen nicht ernsthaft eingreifen musste.

Von Spielbeginn an waren die Goppelner Gäste in allen Belangen überlegen. Einzig wieder mal die Chancenverwertung und eine gelegentlich zu offensiv eingestellte Abwehr gaben Anlass zur Kritik. In der 6. Minute klingelte es das erste Mal im Kasten der Nordlichter. Rico Wilde hatte abgezogen. Gleich darauf versemmelte er einen weiteren Riesen nach schönem Querpass von Nico Sandig. Egal, Chancen gab es fast im Zwei-Minuten-Takt. Dann eine Unaufmerksamkeit in der Defensive. Jeder stellte jeden an den Mann, am Ende stand keiner am Mann und die Sportfeunde glichen aus. Ohne respektlos erscheinen zu wollen, aber viel mehr kam vom Gegner in Hälfte eins nicht mehr. Es spielte eigentlich nur noch Goppeln. Nach Rico durften sich noch Thomas Wange (21.), Ralf Michael (26.) und zweimal Ralph Kunze (36.,45.) in die Torschützenliste eintragen. Mit dem Spielstand von 1:5 wurden die Seiten gewechselt. 

Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte. Nun wurde der spielerische Unterschied beider Mannschaften noch größer. Die Sportfreunde zollten der Hitze mehr Tribut als die Goppelner. Dazu kam, dass sich die Gastgeber der bevorstehenden Entscheidung wegen und wohl auch wegen Dissonanzen im Verein immer weniger motivieren konnten. Goppeln spielte weiter, mit Vorstopper Ralf Michael als gefühltem vierten Stürmer. Hinten brannte nichts mehr an. Zwar erzielten die Nordlichter noch ein Tor und donnerten einen Elfer an die Latte. Weil aber Goppeln mit dem eigenen Toreschießen keine Pause machte, bestand wenig Gefahr für den Sieg. Jetzt durfte sich auch Nico Sandig in die Schützenliste eintragen. Und zwar gleich fünf Mal (47., 57., 70., 75. und 88.). Ein Tor steuerte Thomas Wange (79.) bei. So siegten die Goppelner 11:2 gegen unterlegene und mit fortlaufender Spielzeit eher unmotivierte Sportfreunde. Denen wünschen wir dennoch alles Gute und hoffen, dass sie doch noch eine Lösung fürs AH-Team finden.Wie groß die Turbulenzen im Verein sind, merkte man auch nach dem Spiel: Die Sportfreunde verbuchten das Resultat gleich mal als ihren Sieg im Internet. Spätestens wenn Staffelleiter Peter Hauswald das Spielprotokoll bekommt, wird er das korrigieren. 

Fazit: Sollten sich die Sportfreunde wirklich zurückziehen, sind Punkte und Tore futsch. Dann war es ein Spiel ohne Wert. Auch wenn die Gegenwehr heute überschaubar blieb, können wir Rückschlüsse ziehen. Die Abwehr hat noch Abstimmungsbedarf. Dort kann nur einer die Ansagen machen. Im Mittelfeld dürfen wir die Arbeit nach hinten nicht oft vernachlässigen und der Angriff muss einfach seine Chancen nutzen. Wenigstens ansatzweise. Angst müssen wir nicht haben, aber ein anderer Gegner bestraft unsere Fehler gnadenloser. Da muss man nur eine Woch zurückdenken. Auf denn, am nächsten Sonnabend auswärts gegen Lockwitzgrund und eine weitere Woche später daheim gegen Post Dresden. Dann kann die Truppe mal zeigen, was es ohne das "urlaubende" Trainerteam drauf hat. (FL)

Gebergrund Goppeln 1. AH - FV Löbtauer Kickers 1. AH 24.08. 2013 4:4 (3:1)

Mangelnde Chancenverwertung kosten Goppeln zwei Punkte.

Dass die Trauben in der zweiten Stadtklasse höher hängen, war klar. Dem entsprechend war man auf die Kickers gespannt, die ebenfalls eine zweite AH ins Rennen schickten und schon in der Vorsaison eine spielstarke Mannschaft präsentierten.

Wie schon in Weistropp erwischten die anderen den besseren Start. Nach einem Elfer in der 15. Minute gingen die Gäste mit 0:1 in Führung. Der Schock währte nicht lange. Goppeln dominierte das Spiel. Dennoch waren die Kickers stets auf Konter lauernd gefährlich und auch im Mittelfeld spielerisch auf Augenhöhe. Einmal mehr versemmelten die Goppelner Senioren schon in der ersten Hälfte jede Menge Chancen. Eine konnte letztlich Sebastian "Taumelede" Geschke nach Klasse Pass von der Grundlinie aus rund elf Metern im dichtgefüllten Gästestrafraum verwandeln. Der Ausgleich genügte nicht. So war es Nico "mein Pfund ist mein linkes Bein" Sandig vorbehalten, die Führung nach etwa 25 Minuten von halblinks zu erzielen. Noch vor der Pause erhöhte Ralph "der Müller führt schon mit zwei Toren" Kunze nach einem schönen Solo zur 3:1 Halbzeitführung.

Das ließen die Gäste nach dem Pausensprudel keinesfalls auf sich beruhen. Sie gaben noch lange nicht auf und machten ebenfalls nicht den Eindruck, die Hitze und das laufstarke Spiel würde ihnen übermäßig zusetzen. So dauerte es auch nur wenige Spielminuten und sie erzielten zunächst den Anschlußtreffer und etwas später den Ausgleich. Dann war Goppeln wieder am Zug und netzte durch Nico "einen haue ich noch rein" Sandig zur erneuten Führung zum 4:3 ein. Vorher gab es eine strittige Situation, bei der ein Lattenknaller von Nico eindeutig hinter der Gästetorlinie aufschlug. Und das war mit Sicherheit kein Wembleytor sondern klar drin. Was selbst die Kickersbank zugab, wurde leider vom Unparteiischen nicht anerkannt. So nahm das Unheil seinen Lauf und kurz vor Schluß freuten sich die Gäste noch über ein weiteres Tor zum 4:4 Endstand.

Fazit: Die Gäste von der Saalhausener waren erwartet stark. Anders als andere Teams blieben sie auch bei Hitze bis zum Schluß laufstark. Goppeln hatte die größeren Spielanteile und das klare Chancenübergewicht. Aber wenn man nicht trifft, tut es eben der Gegner. Und das auf heimischem Geläuf gleich vier Mal. Will man erfolgreich sein, muss die Verwertung der guten Möglichkeiten besser werden und die Truppe konzentriert bis zum Schluss verteidigen. Das Unentschieden am Saisonstart kam hoffentlich als Weckruf noch zur richtigen Zeit. (FL)

Vorrunde DNN-Pokal

Weistropper SV - Gebergrund Goppeln 1. AH 17.08.2013 2:3 (2:1)

In Hitzeschlacht eiskalt erwischt, aber Spiel mit Kampf und Glück gedreht.

Das letzte Saisonspiel war auch das erste der neuen. Allerdings trat die Goppelner AH, die nach Neugründung einer weiteren AH-Mannschaft nunmehr als 1. AH fungiert, diesmal in der Pokalvorrunde in Weistropp an. Gespielt wurde erneut auf dem Geläuf in Constappel, das nach dem Hochwasser wieder saftiges Grün aufwies und alle Hochwasserspuren getilgt hatte.

Die Gastgeber hatten in der Sommerpause mit zwei weiteren Teams fusioniert und erwiesen sich ob der gewonnenen Spielstärke in der Anfangsphase als ebenbürtiger Gegner. So wurden die Goppelner in der Mittagshitze schon nach zwei Minuten eiskalt erwischt. Inkonsequenz in der Verteidigung ließ nach einer Ecke einen Weistropper aus rund 14 Metern abziehen. Torwart Popelka konnte nur hinterherschauen und so stand es 1:0 für Weistropp. Nur wenige Minuten später erhöhten die Gastgeber durch einen Freistoß, den der große Ralf ungewollt und  unglücklich abfälschte, auf 2:0. Nach der erfolgreichen Vorsaison war dieser Rückstand für die Goppelner völlig ungewohnt und ein wenig schockierend. Aber nicht lange. Nach einigen mannschaftsinternen Diskussionen besannen sich die Gäste wieder und spielten deutlich konzentrierter. Noch vor der vom Schieri verordneten Trinkpause nach 25 Minuten konnte "Hackepeter" Müller verkürzen. Allerdings unter freundlicher Mithilfe eines Weistroppers, der die Flanke mit dem Kopf unhaltbar über seinen gut haltenden Torwart hinweg verlängerte. Schon in der ersten Spielhälfte zollte vor allem das Heimteam der Mittagssonne tribut. Goppeln bestimmte fortan das Geschehen, konnte aber wieder zahlreiche Chancen nicht nutzen. Die Gastgeber blieben dafür bei Kontern stets gefährlich. So wechselten die Mannschaften beim Stand von 2:1 die Seiten.

Die zweite Halbzeit bekam keine Trinkunterbrechung. Das vergaß der Schieri irgendwie. Goppeln drückte, bekam den Ball aber nicht über die Linie. Viele Schüsse folgten, aber alle am Gehäuse der Weistropper vorbei oder sie wurden Beute des gut aufgelegten Schlußmanns. Inzwischen kam "Internet"-Haubi für Zassi und Ralf M., der zur Arbeit musste, wurde durch "Taumelede" gleichwertig ersetzt. Dafür rückte Thomas "Die Mittelfeldachse" Wange auf den Liberoposten. So umgestellt, erzeugten die Goppelner noch mehr Druck. Der Lange war im Mittelfeld ein sehr guter Ballverteiler und Haubi machte vorn richtig Alarm. Etwa Mitte der Halbzeit ahndete der Unparteiische dann auch endlich eine der vielen strittigen Situationen im Weistropper Strafraum. Den Elfer verwandelte Mario "ich hab ordentlich Wut im Bauch und kloppe den rein" Sandig absolut souverän. Eigentlich wollte keine Mannschaft noch in die Verlängerung. Goppeln ein bisschen weniger. Und so erkämpfte sich Haubi den Ball schon in der gegnerischen Verteidigung und der auf die Reise geschickte "Hackepeter" Müller vollendete zum 2:3. Im Anschluss hatten die Weistropper noch zwei Riesen, scheiterten aber beide Male freistehend an Robert "heute guckt meine Familie zu, da muss ich was zeigen" Popelka, der glänzend reagierte und den Sieg festhielt. Außerdem gab es eine strittige Entscheidung, als ein Spieler im Goppelner Strafraum im Zweikampf mit Leo zu Fall kam. Aber der Pfiff blieb zum Glück aus. Angesichts der vielen nicht geahndeten Fouls vorher auf der anderen Seite geht das aber in Ordnung. Und die älteren Herrschaften beider Seiten wollten definitiv keine Verlängerung ausspielen. So blieben die Proteste seitens der Weistropper auch begrenzt. 

Fazit: Goppeln hat durch Kampf und ein wenig Glück gewonnen, ist eine Runde weiter und muss anerkennen, dass die Weistropper in der 3. Stadtklasse durchaus ein Aufstiegsaspirant sind. Das wird die neuen 2. AH sicher noch registrieren. "Rückkehrer" Haubi und "Nachrücker" Langer haben sich gut ins Team eingefügt. "Neuzugang" Nico ist unglaubliche Wege gegangen. Ausgestattet wohl mit der besten Kondition der Truppe musste auch er am Ende aber ziemlich platt einräumen, dass der AH-Spielbetrieb nicht eben im Stand erledigt wird. Für den Punktspielstart der 1. AH ist klar, dass die Erfolge in der neuen Spielklasse mit mehr Aufwand erkämpft werden müssen. Kondition, vor allem aber Konzentration und Disziplin werden gefragt sein. Am kommenden Sonnabend (24. August) 11 Uhr kommen zum Meisterschaftsauftakt die Löbtauer Kickers an die Wittgensdorfer Straße. Die 2. AH misst sich im Anschluss 13:30 Uhr mit deren 2. AH-Mannschaft. Hoffen wir, dass beide Goppelner AH-Teams trotz Urlaubszeit Sollstärke bekommen. (FL)

                                                      Saison 2013/2014 (oben)

Weistropper SV - Gebergrund Goppeln 22.06. 2:6 (1:1)

"Brutalos" aus Goppeln bringen technisch und konditionell überlegene Filigranfußballer aus Weistropp um verdienten Sieg.


Das wäre wohl die Schlagzeile aus Sicht einiger Weistropper Sachverständiger am Spielfeldrand. Nach der zweiten Flasche Bier bei großer Hitze. Da passiert es schon mal, dass sich Schizophrenie breit macht und die Wahrnehmung leidet. Bis auf zwei drei Situationen war die Partie fair. Fouls passierten auf beiden Seiten. Verletzungen der Gegenspieler entstanden unabsichtlich, die erste gar ohne Gegnereinwirkung. Aber Fairness auf dem Platz und vor allem daneben liegt eben immer im Auge des Betrachters. Dennoch muss erwähnt werden, dass sich die meisten Weistropper sehr sportlich verhielten.

Weil Weistropps Platz im Bau ist, wurde in Constappel gespielt. Ein schöner Rasenplatz mit modernem Funktionsgebäude. Hochwasserbedingt etwas unterbewässert. Zunächst war es eine recht ausgeglichene Partie mit wenig Chancen auf beiden Seiten. Wie erwähnt gab es ein paar Fouls auf beiden Seiten, die der Schieri auch ahndete. Von Weistropper Seite aber stets kommentiert. Die erste Verletzung der Heimmannschaft resultierte aus einer Aktion ohne Gegnereinwirkung. Nicht viel später gab es einen Zweikampf an der rechten Außenlinie, bei der sich ein weiterer Spieler unglücklich verletzte. Nun hatten die Randdresdner schon zum zweiten Mal wechseln müssen. Daher vielleicht der Frust. Das erste Tor für Goppeln erzielte "Hackepeter" Müller nach einem langen Sprint über die linke Seite. Weitere Chancen wurden vergeben. Erst kurz vor der Halbzeit kamen die Weistropper dann gefährlich vor Thomas "ich bin jetzt eigentlich Trainer" Kotte, der heute das Goppelner Gehäuse hütete. Und es schlug bei ihm auch gleich ein. Ausgleich. Nach Spielanteilen aber alles andere als verdient.

Nach der Pausenansprache wurde wie angekündigt durchgewechselt. Neben der kompletten Abwehr um Libero Jens Kluttig wurde auch der linke Läufer "Knoppi" durch "Grütze" ersetzt. Einmal mehr hatte Goppeln sieben! Wechselspieler aufzubieten. Bei der Hitze sehr vorteilhaft. Alle sollten und wollten spielen. Und das sah man später, weil auch dieser Heimtruppe im Spielverlauf langsam die Puste ausging. Die Chancen auf Goppelner Seite mehrten sich und führten zu insgesamt fünf weiteren Treffern für den Tabellenführer. Einreihen durften sich noch einmal der "Hackepeter", zwei Mal der "Taumelede" mit seinen ersten Saisontreffern, Thomas "die Mittelfeldachse" Wange und Ralph "einer musste noch rein" Kunze mit seinem 30. Tor für Goppeln. Damit konnte er sich auch die diesjährige Torjägerkanone sichern. Knapp vor dem Vorjahressieger "Hackepeter" mit 26 Treffern. Das sollte aber nächste Saison nicht zu einem unsinnigen Zweierwettkampf ausarten. Das schadet dem Spiel. Aber die Jungs werden's schon machen. Das Spiel selbst plätscherte dahin. Quasi mit dem Schlusspfiff netzten die Randdresdner zum zweiten Mal ein. War letztlich nur Kosmetik. Manch "neutraler" Zuschauer wollte noch zahllose Tätlichkeiten gesehen haben. Natürlich alle von den brutalen Goppelnern ausgehend. Käse. Das haben wir spielerisch überhaupt nicht nötig. Die Partie war im Großen und Ganzen fair. Übrigens blieben auch die Jungs aus Weistropp nichts schuldig. Dann war es normale Härte. Und sie hätten sich über einige "gelbe" kaum beschweren dürfen. Aber es ist eben Fußball und nach dem Spiel reicht man sich die Hand. 

Fazit: Die Weistropper werden sich ärgern, weil sie wegen der Niederlage von Dobritz bei einem eigenen Sieg auch aufgestiegen wären. Und trotz aller "Nichtinteressebekundung" wären sie sicher auch mit der 2. Stadtklasse zurechtgekommen. Egal. Für Goppeln beginnt nun die Regenerationphase und am 31. Juli bitten die Trainer Limbach, Lösch und nunmehr auch Kotte zum AH-Trainingsauftakt an die Wittgensdorfer Straße. Die Oldies haben ihre persönlichen Sommertrainingspläne und die Ansage zur nötigen Enthaltsamkeit erhalten. Schließlich muss jeder Spieler zur Vertragserfüllung nach der Sommerpause einen ordentlichen Laktatest vorweisen können. (FL)

SG Gebergrund Goppeln - SG Verkehrsbetriebe Dresden 19.6.2013 8:1 (3:1)

Erfolgreiche Hitzeschlacht auswärts zu Hause 

Mit allem, was namentlich überhaupt aufs Protokoll passte, stellten sich die Goppelner heute den Bahnfahrern aus Wachwitz. Eigentlich ein Auswärtsspiel, wurde die Partie wegen der Hochwasserschäden am DVB-Sportplatz gedreht und bescherte so dem frischgebackenen Meister ein ungeplantes Heimspiel. Den Kickern aus Wachwitz an dieser Stelle die besten Wünsche für die schnelle Wiederherstellung ihres Geläufs.

Bei tropischer Hitze kam "Erfolgstrainer" Limbach die volle Wechselbank gerade recht. Schon vor dem Spiel wurden die meisten Auswechslungen angekündigt. Das setzte vor allem die Startelf unter Druck. Schließlich hatte man nur eine Hälfte für den Ausbau der persönlichen Torstatistik. Aber noch einmal: Es ist wurstpiepegal, wer die Buden macht und wer hinten abräumt. Der Erfolg kommt nur im Team!

Die Gäste reisten heute ohne ihren Goalie Heiko "Die Krake" Hempel an. Der Sportfreund hatte uns trotz des Sieges im Hinspiel einige Nerven gekostet. Goppeln übernahm sofort die Initiative und es dauerte kaum mehr als fünf Minuten, bis der Ball das erste Mal im Netz der Nahverkehrsexperten zappelte. Nico Sandig hatte das Ding eingenagelt. Nicht viel später bekam "Schweinz" ein paar Hochkaräter. Die wären so schmählich einfach zu versenken, dass er die Chancen mit der ihm eigenen Verachtung allesamt versemmelte. Bis auf den Ball, den ihm der gegnerische Torhüter praktisch vor die Füße legte. Den hätte (Pardon Kerstin!) sogar unsere Küchenfee verwandelt. Die Uhr hatte sich kaum viel weiter gedreht, als ihn "Hackepeter" Müller mit einem Traumpass einmal mehr perfekt links vorn in den Lauf bediente und "Schweinz" diesmal eiskalt vollstreckte. Aber der "Hackepeter" hats wirklich kapiert, sich gestern voll in den Dienst der Mannschaft gestellt und sogar unter Verzicht auf den eigenen Torerfolg dem besser postierten Mitspieler das Leder zugerollt. ;-) Das ist sportlich, so soll es sein! Damit stand es 3:0 für die Goppelner. Kurz bevor die alten Männer in die Pause kollabierten, durften sich die Wachwitzer noch über einen erfolgreich verwandelten Elfer freuen. Aui "das war doch nur Schutzhand" bekam das Spielgerät im Strafraum an den Schimpansenarm geknallt. Zwei Meter vom Körper entfernt. Harald Neugebauer, der schnell mal als Unparteiischer einsprang (und die Sache auch Klasse erledigte), zeigte berechtigt auf den Punkt. Die "Holzkatze" spekulierte für ihr "zu Null" in die rechte Ecke. Und lag leider voll daneben. Egal. Wasser her! Viel! Kalt! Pause!  

Im zweiten Durchgang wurde wie angekündigt durchgewechselt. Nach Auswechlungen stand es bald 7:1 für Goppeln. Nach Toren (noch) 3:1. Die Busfahrer verließ bei immer noch über 30 Grad langsam der Reifendruck. Folgerichtig durfte sich nun auch Ralph "ich mach' mich auch bei 35 Grad ordentlich warm" Kunze mit insgesdamt drei Treffern für seine Einwechslung bedanken. Ebenso bekam Thomas Wange vor seiner disziplinarischen Herausnahme einen auf den Schlappen. Und was für einen. Der fand seinen Weg genauso zwischen die gegnerischen Pfosten wie später der von Ersatztorwart Thomas Kotte. Beim Stand von 8:1 für Zassi&Co. skandierte "Hyperventilator" Kante Giebel von der Hornbachtribühne "nur noch zwei". Das wollten die Gäste aber nicht. Nicht zweistellig! Beim Schlusspfiff zählte der Schieri seine Notizen durch und verkündete als Ergebnis 8:1. Das ist in Ordnung und so stand es auch auf der imaginären Anzeigetafel der Trainer. 

Fazit: Goppeln wollte die Bilanz aufpolieren, die Verkehrsbetriebler Schaden begrenzen. Das gelang beiden. In Punkto Aufstieg war den Gästen nach den letzten Spieltagen ohnehin die Bahn vor der Nase abgefahren. Insofern galt es, das Gesicht zu wahren. Für Goppeln sollte das Jubiäumstor her. Keiner wollte die Kiste bezahlen und so schob man sich vorher im Strafraum der Gäste die Kugel gegenseitig zu. Bis sich Ralph "ich habe sowieso kein Taschengeld bekommen" Kunze schließlich erbarmte und den einhundertsten Treffer für Goppeln markierte. Den Gästen alles Gute und Goppeln darf am Sonnabend zum letzten Saisonspiel auswärts ran. Gegner ist dann der Weistropper SV, gespielt wird 13 Uhr in Constappel. (FL)

SG Gebergrund Goppeln - FV Löbtauer Kickers 1.6.2013 5:3 (2:2)

22 "alte Meckersäcke" und ein "armes Schwein" - kampfbetonte Partie ging an Goppeln 

Arm an Höhepunkten, dafür gespickt mit zahlreichen Nicklichkeiten und multilateralen Gesprächseinheiten, endete die Partie mit einem 5:3 Heimerfolg für die Goppelner Oldies. Glücksgaranten waren heute das am Platzrand gefundene Glücksklee, die Kniedoppelbandage von Jens "ich musste sogar durchspielen" Kluttig und die kaugummifarbenen Duocolortöppen von Ralph "ich hab nur einen linken" Kunze.

Bei strömendem Dauerregen reisten die Gäste aus Löbtau mit nach eigenen Aussagen ihrem bestem Team an der Wittgensdorfer Straße an. Das sah man auch. Spielerisch boten die Kickers zunächst schnellen Fußball und viele Körperkontakte. Dennoch hielt Goppeln gut dagegen. Wenn aber 22 alte Säcke mit ähnlichen Ambitionen aufeinandertreffen, hat grundsätzlich jeder Recht. Dazu kommt die mannschaftsinterne Kommunikation. Selten sah und vor allem hörte man solch ein überflüssiges Geschnatter auf dem Platz. Stets im Mittelpunkt, der zweifellos nicht immer auf Ballhöhe stehende Schieri, der aber definitiv nicht zu beneiden war. Zieht er keine Karten, wird gemeckert, zieht er welche, erst recht. Mit dem Spielausgang hatte er aber definitiv nichts zu tun. Vielleicht wäre es etwas ruhiger geworden, wenn er auf jeder Seite einen "Wiederholtfouler" und einen "Dauermeckerer" unter die Warmdusche geschickt hätte. Als Nebensache wurde Fußball gespielt.

Löbtau kam schneller ins Spiel und erarbeitete sich auch Chancen. Sie konnten aber den heute wieder hervorragend haltenden Robert "vor meinem Karriereende schaffe ich noch meinen Shot-out" Popelka im Goppelntor nicht überwinden. Noch nicht. Dafür setzte sich Maik "der Panzer" Richter am linken Strafraumeck durch und beförderte das Spielgerät nach rund 15 Minuten mit einem straffen Seitschuß ins rechte Eck der Gäste. Klasse Tor. Die Kickers reklamierten wegen angeblichen Foulspiels. Liebe Sportfreunde aus Löbtau, wenn ungefähr hundert Kilo "Kerl" da stehen, stehen sie. Und wenn ich dagegenrenne und abtropfe, ist das kein Foul. Sah auch der Schieri so. Nicht viel später folgte das zweite Goppelner Tor nach einer schönen Kombination und einem Pass von links durch den Kickers-Strafraum, den am anderen Ende Ralph "der Ball ist nass, ich treff ihn trotzdem" Kunze ins leere Tor verwerten durfte. Mit links, versteht sich. Wieder Proteste des Gegners. Voraus ging eine Situation, in der die Kickers bei eigenem Ballbesitz wegen Meckerns im Mittelkreis einen indirekten Freistoß gegen sich gepfiffen bekamen. Dann fing Goppeln aber an zu wackeln. Die körperbetonte Gangart verschärfte sich, Fouls nahmen beiderseitig zu und sorgten für Diskussionen zuhauf. Dafür blieb die Abstimmung auf der Strecke. So fiel rund zehn Minuten vor der Halbzeit folgerichtig der Anschlusstreffer durch die Löbtauer "11". Und damit nicht genug, quasi mit dem Halbzeitpfiff erzielten die Gäste sogar den Ausgleich, nachdem die Goppelner Hintermannschaft zunächst eine Abseitssituation tiefgründig erörtern musste. Die Pausenansprache von Trainer Limbach beinhaltete vor allem mahnende Worte, Ruhe zu bewahren.

In der zweiten Hälfte stand das Spiel auf der Kippe. Zugunsten der Goppelner kippte es nach rund 20 Minuten, als Rico "für die Fouls revanchiere ich mich heut mit Toren" Wilde eine Ecke perfekt gegen die Laufrichtung des Gästekeepers einköpfte. Gelungen. Leider folgte eine weniger gelungene unsportliche Bemerkung Richtung Gegner, die blöderweise auch für den Schieri noch laut genug war. Über die "Gelbe" freuten sich Gegner und Mannschaftskasse. Gleich darauf hielt Mario "bewegt euch doch auch mal" Sandig den Fuß in eine weitere Flanke und flach knallte der Ball zum 4:2 ins Kickerstor. Damit war die Partie noch nicht entschieden. Etwa zehn Minuten vor Spielende erzielten die Kickers, die sich nie aufgaben und auch zu gefährlichen Spielzügen kamen, den erneuten Anschlußtreffer. Goppeln wackelte, aber fiel nicht. Gezittert wurde dennoch bis zur Schlußminute. Dann traf wieder Rico Wilde mit einem sehenswerten Fernschuß ins lange linke Angel. Danach pfiff der Unparteiische die Partie lieber nicht noch einmal an.

Fazit: In einem körperbetonten Spiel schenkten sich die Oldies auf beiden Seiten nichts. Weder in Bezug auf Fouls, noch auf Unsportlichkeiten. Die Kickers waren spieltechnisch auf Augenhöhe und hätten durchaus einen oder gar drei Punkte mitnehmen können. Wenn sie sich mehr auf ihr eigenes Spiel konzentriert und ihre Chancen verwertet hätten. Der Sieg geht am Ende aber in Ordnung, weil Goppeln eben die Buden machte. Positiv fielen heute der doppeltbandagierte Jens Kluttig durch eine zumeist zuverlässige Abwehrarbeit, Rico Wilde mit seinem Engagement und zwei super Toren sowie Robert Popelka mit seinen tollen Paraden, die uns lange im Spiel hielten, auf. Auch Uwe Mann und später Thomas "Fisch" Hering bekamen ihre Kappe. Für kommende Vergleiche sollten die gestandenen Männers unbedingt mehr Ruhe bewahren, sich in strittigen Situationen nicht hinreißen lassen, ihre zweifellos vorhandenen fußballerischen Qualitäten abrufen und sich nicht zu sehr auf des Gegners Spiel einlassen. Das gilt für beide Teams gleichermaßen. Wenn der Ball in den eigenen Reihen läuft, muss ich weniger in die schmerzhaften Zweikämpfe gehen. So einfach könnte das aussehen. Zumindest für die meisten "allwissenden Fußballerfinder" am Spielfeldrand. (FL)

SC Borea II - SG Gebergrund Goppeln 25.5.2013 2:4 (1:2)

Mit Clausnitzer(s) als Capitano brennt nichts an - Revanche geglückt

Viel hatten sich die Kicker aus Goppeln heute vorgenommen. Immerhin war man zu Gast beim einzigen Team, dass uns im Hinspiel den Schneid abkaufte und (sogar zu Hause) die bisher einzige Saisonniederlage zufügte. Also wollten sich die Oldies dafür liebend gern revanchieren. Udo "die Holzkatze" Steinigen musste vergrippt zuschauen, sorgte aber durch persönliches Erscheinen für moralischen Beistand. Auch sonst nicht ganz in Bestbesetzung - "Hackepeter" Müller durfte heute auf dem Standesamt sein "Ja-Wort" auf Lebenszeit verpfänden, dafür verschlimmbesserten Schweinz und Gehli jr. das Team - wurde die Partie angepfiffen. Durch den Borea-Mannschaftsleiter, der trotz des insgesamt meist fairen Spiels nicht immer den erforderlichen Durchblick besaß. Aber gerade bei Borea sind wir ja schon einiges gewöhnt.

Das Spiel begann mit Feldvorteilen für Goppeln, die "Riesen" hatte Borea. Zum Glück alles versiebt oder der Gegner stand sich selbst auf den Füßen. Nach rund zehn Minuten musste Robert "wieder mal nicht zu Null" Popelka, der anfangs noch die richtige Position für Ballkontakte suchte, dann doch hinter sich greifen. In fast zentraler Position durft sich ein Borea-Spieler den Ball zurechtlegen und versenken. Goppelns Abwehr in dieser Situation im Tiefschlaf. Zum Glück währte die Starre nur kurz und man spielte besser. Allerdings stand mit Borea ein Team auf dem Platz, dass spielerisch auf jeden Fall auf Augenhöhe mitspielte und balltechnisch sogar geringe Vorteile besaß. Es dauerte bis zur 30. Minute ehe sich Goppeln endlich die wirklich zwingenden Möglichkeiten erspielte. Einen perfekten Spielzug mit Doppelpässen zwischen Maik "ich brauche echte Herausforderungen sonst läufts bei mir nicht" Richter und Schweinz "ich hab nur eine Halbzeit, dann muss ich Gläser polieren" vollstreckte Letztgenannter mit einem straffen Schuß aus fünf Metern ins Herz des Gegners, also ins Tor. Dagegen war der Sportfreund im "Biene-Maja-Kostüm" im Tor der Nordlichter, der ansonsten aber in seinem Gehäuse nicht viel Platz für eindringende Bälle ließ, machtlos. Das Heimteam spielte wirklich einen gepflegten Ball. Das Spiel sah auf beiden Seiten durchaus ansehnlich aus. Als dann kurz vor Ende der ersten Hälfte Schweinz wieder mustergültig dort bedient wurde, wo er am liebsten steht, nämlich im gegnerischen Fünfer, ließ er eine zumindest für seine Verhältnisse schnelle Drehung folgen und rummmms, war die Murmel wieder im gegnerischen Netz. Die Vorarbeit kam erneut von Maik Richter, der einen Einwurf auf den Fuß bekam und passend auflegte. Das Nummerngirl hatte die Anzeigetafel noch nicht aktualisiert, als der Referee/Mannschaftsleiter zum isotonischen Pausengetränk bat.

Einmal mehr wurde unter den neidvollen Blicken der wechselspielerfreien Boreaner richtig durchgewechselt. Für Eisenfuß Aui kam der große Ralf, Ron durfte Gehli abklatschen und auch Doppeltorschütze Schweinz übergab berufsbedingt seinen Sturmplatz an Zassi.

Borea wollte gewinnen. Das sah man vor allem zu Begin des zweiten Durchgangs. Folgerichtig schlug es auch zum Ausgleich in Roberts Kasten ein. Allerdings wartete der Boreastürmer beim vorherigen Schuss seines Teamkollegen in aller Ruhe und ganz allein vor dem Goppelner Schlussmann, um den Abpraller zu versenken. Vielleicht sollte mal einer dem Schieri erklären, wie eine Abseitsposition entsteht oder dass es überhaupt eine Abseitsregel gibt. Oder er braucht einfach nur Geld für die Brille. Egal. Das Spiel stand weiter auf der Kippe. Beide Mannschaften spielten gleichwertig. Den Unterschied machten heute einmal mehr die Unhaltbaren. Und da hatte Goppeln die richtigen Trümpfe. Gingen manche Schüsse noch ins Seitenaus oder in die vierte Etage, packte etwa Mitte der zweiten Hälfte Maik "ich brauche Mitspieler, die meine Pässe erahnen" seinen Hammer aus. Natürlich nur symbolisch. Jedenfall schlug das runde Spielgerät unhaltbar für den Borea-Goalie im unteren linken Eck ein - und blieb infolge zu starker Reibungskräfte gefühlte fünf Zentimeter nach der Torlinie liegen. Kein Vorwurf an deren Schlussmann. Wer rechnet schon mit einer derart ausgebufften Schusstechnik? Egal, wir führten. Aber die Nordlichter wollten sich  nicht ergeben. Sie blieben vor allem bei Standards durch den Libero mit der "3" und den Spielmacher mit der "7" kreuzgefährlich. Nur den "9er", der uns im Hinspiel gleich vier Mal bediente, konnten wir durch Aui und in Durchgang zwei durch "Pferdelunge" Zschiedi  einigermaßen aus dem Rennen nehmen. Mangels Wechselspielern ließen bei Borea gegen Ende der Partie die Kräfte sichtbar nach. Dann kam der Moment für den nächsten und letzten Unhaltbaren: Unordnung im Borea Strafraum, eine hohe Abwehr direkt auf den Kopf von Ralph "ich laufe immer dorthin, wo mich niemand vermutet" Kunze und von dort in unglaublicher Schärfe ins linke Angel, direkt unter die Latte genagelt. Biene-Maja machte sich lang, aber eben nicht lang genug. Und die Maschen ächzten förmlich unter dem durch diese Einschlaggeschwindigkeit entstandenen Druck. Mit dem Stand von 2:4 für Goppeln reichten sich die Protagonisten am Ende die sportlichen Hände.

Fazit: Zwei Teams spielerisch auf Augenhöhe schenkten sich nichts. In Summe hat Goppeln heute verdient gewonnen. Das Heimteam bekam die zwingenderen Chancen, machte aber nicht viel draus. Die Gäste spielten cleverer und wurden vom Schieri dafür wenig bevorzugt. Zumindest übersah er einige Handspiele des Borea-3ers im eigenen Strafraum und das klare Abseitstor. Dafür fanden zwei Unhaltbare mehr den Weg zwischen das Gebälk des Borea-Tores. Passt. Im Duell der Torhüter hat heute unbedingt der nach wenigen Minuten im Spiel angekommene Robert gewonnen und uns immer im Spiel gehalten. (Trotz der kleinen verbalen Sticheleien, auch der Borea-Schlussmann war gut (beieinander;-))). Die Abwehr um Heiko "Glocke" Clausnitzer, der heute als Capitano die Truppe aufs Feld führte, machte ihren Job ordentlich. Die Sache mit dem "Clausnitzer-Capitano" hatten wohl die D-Junioren mitbekommen. Jedenfalls gewannen die Stifte kurz darauf im Heimspiel mit "Clausnitzer jr." als Chef. Für den Staffelsieg brauchen wir nun noch einen Punkt. Beim nächsten Spiel darf vielleicht auch der "Frischvermählte" wieder mitmischen... (FL)

SV Hafen - Gebergrund Goppeln 1:5 4.5.2013 3. Kreisklasse

"Ersatzverstärkte" Goppelner holen auch bei Hafen drei Punkte

Das heutige Spiel gegen die "Hafenarbeiter" stand zunächst unter keinem guten Vorzeichen. Etliche urlaubs-, berufs- oder "prä-hochzeitsbedingte" Absagen im Stammteam und dazu noch englische Wochen. Einmal mehr zeigte sich, dass die Goppelner Kaderdecke quantitativ und qualitativ stark genug ist, um Spiele trotzdem zu ihren Gunsten zu entscheiden. Die Docker wirkten zwar respekteinflößend, spielten aber zum Glück viel zu unpräzise. Im Goppelntor stand wieder Udo die "Holzkatze" Steinigen. Wegen der veränderten Mannschaft wollte man defensiver beginnen. Hafen spielte anfangs stark mit. Nach dem ersten Abtasten kam Goppeln aber langsam besser in die Partie. Einen super in die Spitze gespielten Pass verwerte Ralph "ich kann heute was fürs Torverhältnis machen, der "Hackepeter" ist ja nicht da" Kunze nach 20 Minuten eiskalt. Eine Chance, ein Tor - das ist effektiv. Hoffentlich lesen das auch nicht anwesende Stürmer! ;-) Ein paar Minuten später gelang dann dem einstigen Superstürmer Maik "ich zeig Euch mal, wie ein anständiger Nasenkopfball aussieht" Zastrow das Tor des Monats. Der Oldie gab alles und erreichte eben noch eine Flanke von rechts am langen Pfosten. Dann sah man, was einen echten Knipser ausmacht: jeder andere hätte den etwa kniehohen Ball mit dem Fuss gespielt. Hier zahlt sich Erfahrung aus. Maik hechtete eiskalt mit dem Kopf in die Flanke und beförderte das runde Spielgerät mit Kopf, Augen und vor allem Nase in die kurze Ecke. Und blieb dann liegen. Da kein Schrei ertönte, war es doch was ernstes. Er reagierte aber noch auf persönliche Ansprache. Und zwar mit der Bemerkung, die Nase sei schon vorher krumm gewesen. Also alles ok. Von Hafen war nicht viel zu sehen. Die hatten zwar schnelle Leute vorn, aber die Pässe kamen allesamt zu ungenau. Glück für Goppeln. Als dann Ralph Kunze deren letztem Mann auch noch den Ball wegspitzelte und präzise zum dritten Tor einnetzte, waren die Gegner eigentlich schon demoralisiert. Aus einer Chance zwei Tore gemacht, das kann sich sehen lassen. Wegen seines dann klappernden Lattenrostes, hervorgerufen durch einen unglücklichen Sprung nach dem Ball, musste die "Holzkatze" leider noch kurz vor der Halbzeit durch Robert "versaut mir heute ja nicht das zu Null" Popelka ersetzt werden. Gleichwertig, versteht sich. Gleich darauf bat der gut pfeiffende Referee zum Pausentee.

Die zweite Hälfte gehörte einmal mehr den Gästen. Der Gegner wehrte sich zwar tapfer, konnte aber den Treffer trotz Gewühls im Goppelner Strafraum nicht landen. Inzwischen bremste auch Heiko " ich hab meine Strassenbahn gleich auf der Kesselsdorfer geparkt" Clausnitzer am Geläuf und kam für den noch angeschlagenen Mootzl. Und Jens "für die zweite Garde bin ich eigentlich noch zu stark" Kluttig ersetzte den gottgeküssten Superstürmer Zassi. Dazu durfte Aui für Buslenker Heiko "ich hab heute mal dienstfrei" Leuteritz ran. Das waren nicht die einzigen Höhepunkte. Goppeln erspielte sich wenig Chancen. Aber die wurden sensationell genutzt. Ein Traumpass von Thomas "die Mittelfeldachse" Wange nach vorn auf den heute sehr agilen Ron "ich will meinen Nachnamen lieber nicht mehr lesen" G.. Dessen Eingabe verwertete Rico "Pferdeküsse schmecken nicht" Wilde direkt. Bumm, Tor, 4:0. Und damit nicht genug. Einen langen Ball erläuft Ralph "ich mache einen lupenreinen Hattrick, egal wer zwischendurch noch trifft" Kunze und donnert denselben in den spitzen Winkel zum 5:0. Das wars. Nicht ganz. Quasi mit dem Abfiff zeigt der Unparteiische plötzlich auf den Punkt. Und zwar im Goppelner Strafraum. Er ahndete damit einen Zweikampf zwischen dem 10er und Andrè "wenn der Gegner tatsächlich noch aufstehen kann, war ich zu weich" Auerswald. Kann man geben, muss man aber nicht. Obwohl Robert eindeutig die richtige Ecke anwählte, war es dann doch Essig mit dem "zu Null". Schon wieder. Mann hat der ein Pech! Aber so lange wir ein Tor mehr schießen, ist die Welt in Ordnung. Der Schieri pfiff lieber gar nicht mehr an.

Fazit: Die Abwesenheit einiger Spieler hat man beinahe nicht bemerkt. Ralph knipste sich drei Tore in der Schützenliste nach vorn, mit Glück hätte sogar noch der spät eingewechselte Sven "es ist nur Foul, wenn ich das auch so sehe" Lehninger einen Treffer erzielt. Die Ergänzungsspieler waren keinesfalls eine Schwächung und standen den anderen im Kampfgeist nicht nach. Erndlich mal wieder eine ordentliche Chancenausbeute. Aus wenig fünf Tore erzielt. Das ist die richtige Quote! Am Vorabend des "Vatertags" erwarten wir die Sportfreunde aus Gittersee. Dann sind wir im Team wohl wieder überkomplett und sollten die Ü40 mal stark machen. Also...noch stärker! Und denkt alle dran, anschließend ist Grillen neben dem Platz angesagt!(FL)

Wacker Leuben II - Gebergrund Goppeln 0:5 1.5.2013 3. Kreisklasse

Trotz Verstärkung des Gegners Sieg nicht ernsthaft in Gefahr

Gehörig Respekt hatten die Goppelner heute vor dem Nachholer bei "Mohrrübe" Leuben. Eben weil Wackers erste AH spielfrei hatte und so anzunehmen war, dass die verstärkte Heimmannschaft kein Punktelieferant sein will. Aber nach dem ersten Abtasten war klar, dass der spielerische Druck auf Udo "die Holzkatze" Steinigen heute überschaubar bleiben sollte. Einige zaghafte Versuche Richtung Goppelner Strafraum wurden stets von der stabilen, aber heute mit Gegner und Schieri besonders dialogfreudigen Abwehr um Heiko "Glocke" Clausnitzer abgefangen. Besonders die linke Abwehrseite stand sicher im Spiel und in der bilateralen Konversation. Wenn im Spiel nichts pasiert, schafft man andere Höhepunkte ;-). Grundsätzlich wurde die Partie heute bis auf wenige Ausnahmen sehr fair geführt. Zurück zum Sportlichen: Nach rund zehn Minuten kloppte Kloppo Knoppi eine Ecke in den gegerischen Fünfer und weil sich die Wackeren nicht über den gewüschten Verbleib des Balles einig wurden, köpften oder "schulterten" sie ihn eben kurzhand eins eigene Netz. Anfrage an "Hackepeter" Müller: Lassen wir das auch als direktverwandelte Ecke gelten? Egal. Ein Assist gehört dem Knoppi jedenfalls. Danach war die Partie arm an Höhepunkten. Ein hör- und sichtbares Foul von Ronny "ich hab den doch gar nicht getroffen" Schneider am oder im Goppelner Strafraum sorgte für kurze Aufregung. Der Schieri entschied sich für die Kompromissvariante 1,5 Millimeter vor der Strafraumgrenze. Der Freistoß brachte aber nichts ein. Der Halbzeitpfiff erlöste Manschaften und Zuschauer dann vorübergehend von der dem Spiel eigenen Spannung. Die Ansprache des Trainers beinhaltete heute vor allem beruhigende Worte. Schon vor der Pause kam Ron Grahnert für den mit Pferdekuß ausscheidenden Rico Wilde. Später wurde Leo "ich kann auch anders reden" durch Jens "ich will drei Punkte, egal wie" Kluttig ebenbürtig substituiert.

Wegen der etwas besseren Kondition wies die zweite Spielhälfte noch mehr Goppelner Torchancen auf. Ralph "lasst mich heute wieder treffen meine Frau guckt nämlich zu" Kunze löschte die Goppelner Skepsis in Bezug auf einen Punktverlust mit dem schön erzielten 2:0 aus. Dann begann das typische Spiel auf der Leubener Scheibe: Etwa gleich große Gruppen von Spielern rund um die beiden Strafräume und dazwischen die unendlichen Weiten, die nie ein Mensch zuvor... na Ihr wisst schon! Trotzdem gab es Chancen. Für Goppeln. Endlich traf dann auch "Hackepeter" nach schnellem Lauf. Gegen Ende der Partie und unzähligen Liveschaltungen ins Stadio Bernabeo Wittgensdorfer Straße, in dem sich die C-Junioren eben ins Stadtpokalfinale schossen, traf Mario "ich schieße grundsätzlich in Rücklage" Sandig ins Schwarze. Allerdings wie zu erwarten nicht mit dem Fuß sondern perfekt mit der Birne ins Netz. Das sah richtig gut aus. Und den Schlußpunkt setzte dann wieder Knoppi mit einem sehenswerten Treffer nach gezirkeltem Flachschuß zum 5:0 für die Guten. Zuschauer behaupteten zwar, der hat einfach nur noch drangehauen, aber das war scharfen Auges eiskalt verwandelt.

Fazit: Drei Punkte auch in Leuben. Die fünf Tore gehen in Ordnung. Es hätte noch ein paar mehr sein können. Aber man wollte in Leuben schließlich noch eine Bratwurst essen. Die Gastgeber erwiesen sich im Großen und Ganzen auch als faire Verlierer. Mathias "Pferdelunge" Zschiedi feierte eine gelungene Premiere als Kapitano und die "Holzkatze" einen weiteren Shot out. Am Sonnabend warten die "Hafenarbeiter" an der Saalhausener Straße. Wir werden sehen, wie das Team die englischen Wochen wegstecken kann. (FL)

Gebergrund Goppeln - TUS Coswig 2:1 27.4.2013 3. Kreisklasse

Ein Tor mehr reicht häufig für drei Punkte

Nein, es war am Ende keine Frage der Höhe! Obwohl das beim Vergleich mit der Tus aus Coswig einige der Tabellensituation wegen dachten. Es war am Ende eine Frage des Sieges. Mit Lars "ich muss mich erst an Euer Tempo gewöhnen" Friedrich erstmalig ergänzt, wollten die Goppelner heute von Anfang an den Ton angeben. Im Grunde gelang das auch recht gut, wenngleich die wackeren Coswiger um "Baby", "Inge" & "Co" stets körperlich gegenhielten. Die Gastgeber erarbeiteten sich zahlreiche Chancen, die wie so oft ungenutzt blieben. Vor allem bei schnellen Sturmläufen Richtung Coswiger Strafraum entstand fast immer Gefahr für das Gästetor. Nach rund 20 Minuten machte sich "Hackepeter" Müller über rechts auf und davon. Jeder rechnete anschließend mit einer Flanke. Auch der Coswiger Torhüter. Schlitzohr Müller kloppte den Ball zur Überraschung aller aber in die kurze Ecke zum 1:0 für Goppeln. Weitere Möglichkeiten folgten, die allesamt nichts brachten. Das meiste fischte der glänzend haltende Gästegoalie weg. So blieb es zur Halbzeit dann bei einer knappen Führung.

Nach Wiederanpfiff zunächst das gleiche Bild. Goppeln überlegen, ohne jedoch zählbares vorweisen zu können. Dann kamen die Gäste überraschend zu einigen Chancen. Eben weil sie das taten, was sich die Heimmannschaft eigentlich vorgenommen hatte: Sie spielten den Ball. Dennoch entstand im Goppelner Strafraum wenig Gefahr. Dann übernahmen die Goppelner wieder mehr und mehr die Initiative. Ein in die Spitze gespielter Ball auf Ralph "ich will heute auch einen versenken" Kunze landete passend platziert im Gästetor. Danach passierte wenig. Goppeln rannte sich wie immer im Zentrum fest, der verbal sehr ausgeglichene "7er" der TUS versuchte seine Mannen von hinten zu sortieren. Etwas Aufregung in der ansonsten weitestgehend fairen Partie entstand, als Heiko "Glocke" Clausnitzer von einem Gegenspielter am Kopf erwischt wurde, nachdem der Ball schon weg war. Und eine weitere Szene kurz vor Schluss, als der Unparteiische im Coswiger Strafraum eine Aktion gegen Thomas "die Mittelfeldachse" Wange ahndete, die eigentlich ein klarer Elfmeter für Goppeln hätte sein müssen. Meinten am Ende auch die Gäste. Mit der Schlusssekunde verkürzten die Coswiger nach einer Ecke dann doch noch auf 2:1 und versauten so Robert "ich hab sie eigentlich alle" Popelka das "zu Null".

Fazit: Keine Meisterleistung abgeliefert, trotzdem die erwünschten drei Punkte eingefahren. Wie immer alles durch die Mitte und ein ums andere Mal festgerannt. Das Spiel wurde letzlich durch zwei schnelle Aktionen entschieden. Herausgespielte Tore waren dagegen Fehlanzeige. Zwei Aktivposten sind heute dennoch zu erwähnen: Frieder machte beim ersten AH-Einatz außen ordentlich Dampf und zu vorgerückter Stunde rannte sich Mathias "ich kann immer noch" Zschiedi seine Pferdelunge in Ansätzen leer. Gegen "Mohrrübe" Leuben am Kampftag der Werktätigen wird die heutige Leistung sicher nicht reichen. Auf der gefühlt hektargroßen Schleifscheibe muss mehr zusammengespielt werden. (FL)

Eintracht Dobritz - Gebergrund Goppeln 1:5 20.4.2013 3. Kreisklasse

Leistungssteigerung als Schlüssel zum Auswärtssieg

Nach dem letzten Grottenkick wollten die Kicker heute Wiedergutmachung leisten. Vor der Eintracht und deren Tabellenplatz hatte man durchaus Respekt, aber keine Angst. Der Gegner begann mit nur zehn Spielern und stand demzufolge tief. Wie Strehlen. Goppeln rannte an, Dobritz befreite sich immer wieder und versuchte mit langen Bällen oder Fernschüssen Udo "die Holzkatze" im Goppelner Tor zu bezwingen. Das war wenig effektiv. Befürchtungen eines Deja vue's vom Strehlenspiel wurden nach den ersten schlimmen 20 Minuten aber zerstreut. Aui passte präzise nach rechts außen, Rico Wilde flankte perfekt von der Grundlinie und in der Mitte hämmerte "Gastspieler" Schweinz das Ding mit dem Kopf zur Führung unter die Latte. Klasse. Noch vor der Halbzeit ging Ralph Kunze energisch einem langen Ball Richtung Dobritzer Gehäuse nach und spitzelte denselben mit der Fußspitze am Torhüter vorbei. Das nennt man Effektivität! Mit 2:0 für Goppeln sollte die Partie schon gelaufen sein. Dachten einige.

Nach der Pause wurde Schweinz für höhere Aufgaben geschont. Er kam mit dem Tempo der AH ohnehin nicht richtig zurecht. Das muss er noch lernen. Seinen Job übernahm "Hackepeter" Müller. Mit Wiederanpfiff verstärkten die Gastgeber ihre Gegenwehr. Wirkliche Möglichkeiten erlaubte die Goppelner Abwehr um Heiko "Glocke" Clausnitzer aber nicht. Eine Unaufmerksamkeit ließ dann doch mal einen der Gegner in den Goppelner Strafraum eindringen. Dort wurde er von Ron Grahnert unfair vom Ball getrennt. So zumindest die Meinung des Schiedsrichters. Solche Szenen gibt es in AH-Spielen ungeahndet zuhauf. Egal. Dobritz erzielte per Elfer den Anschluss und war plötzlich wieder im Spiel. Mehr passierte aber von Seiten der Dobritzer zum Glück nicht. Im Gegenteil, mangels Wechsler ging ihnen langsam die Puste aus. Und Goppeln? Versiebte wieder massig Chancen. Mitte der zweiten Hälfte ließ Maik Richter, der sich im gegnerischen Strafraum aus dem Gewühl durchsetzte und per Drehschuß das dritte Goppelner Tor erzielte, keinen Zweifel mehr am Auswärtssieg aufkommen. Als dann Herr Müller noch per scharfem, aber nicht unhaltbar scheinendem Schuß aus halbrechter Position zum 4:1 für Goppeln einnetzte, war der Drops gelutscht. Ihm war es dann auch vorbehalten, quasi als Schlußpunkt kurz vor Ende der Partie wieder mittels einer direktverwandelte Ecke zum 5:1 unsere "Holzkatze" zu einem Gratulationssprint übers Feld zu animieren. 

Fazit: Gegenüber dem Strehlenspiel war eine Leistungssteigerung zu erkennen. Auch die Einwechsler bedeuteten für das Team alles andere als eine Schwächung. Stellvertretend hervorzuheben: Udo "Grütze" erledigte einen sehr ordentlichen Defensivjob. Vom Spiel gegen Weistropp, als man wirklich miteinander "spielte", ist man aber noch ein Stück entfernt. Dennoch, der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Die Abwehr agierte gewohnt souverän. Allerdings sollte man nicht zu oft auf den häufig ausbleibenden Pfiff des Unparteiischen warten, sondern erst einmal weiterspielen. Die Außen beherzigten heute die Ansage des Trainerteams nach Nutzung der gesammten Feldbreite wesentlich besser. Und die Stürmer trafen alle. Naja, fast. Maik "Zassi" Zastrow, der heute im zweiten Durchgang endlich wieder eine Kappe bekam, war zumindest ständiger Unruheherd an oder in des Gegners Verteidigungslinie. Als echter Schwachpunkt entpuppte sich heute einmal mehr die Chancenverwertung. Wenn davon nur ein Viertel reingeht..... Originalkommentar einer kleinen Zuschauerin am Spielfeldrand über ihren spielenden Papa: "Er war heute 50 Prozent effektiv". Das möchte ich so unterschreiben. ;-) (FL)

SV Eintracht Strehlen - Gebergrund Goppeln 0:0 13.4.2013 3. Kreisklasse

Ohne Tor kein Sieg...oder wie man am besten zwei Punkte verschenkt

Beim nächsten Nachholer am Sonnabend gegen Strehlen waren für die Goppelner AH eigentlich drei Punkte Pflicht. Immerhin steht die Eintracht im Tabellenkeller. Und genau das hatten wohl einige Spieler auch im Kopf - neben dem ein oder anderen Bierchen Restalkohol. Goppeln begann druckvoll, aber ohne die Hundertprozentigen herauszuspielen. Im Gegeteil, alle guten Eindrücke von letzten Spiel gegen Weistropp, als der Ball wunderbar in den eigenen Reihen lief, schienen vergessen. Lang von hinten in die Spitze und dann mal sehen. Leider eben nur sehen oder hinterhersehen. Der Gegner stand tief und fing die meisten Bälle weg. Dennoch gab es mehr als ein Dutzend Schussversuche. Die fanden ihren Meister im gut aufgelegten Eintracht-Schlussmann oder landeten neben dem Tor. Bei manchen Schüssen und Schüsschen kurz vor der Strafraumgrenze stand sogar zu befürchten, dass sie im Seitenaus landen. Einzig der Kracher von Maik Richter aus halbrechter Position hätte im Netz zappeln müssen. Tat er aber nicht. Er wurde Beute eines großartigen Torhüterreflexes. Von Strehlen war nicht viel zu sehen. Zwei, drei Aktionen, die es bis in den Goppelner 16er schafften. Viel mehr Gefahr konnten die wackeren Oldies aus Strehlen nicht erzeugen. So sollte es zur Halbzeit nur noch eine Frage der Zeit und Kraft sein, bis der Führungstreffer fällt.

Goppeln wechselte. Für Ron Grahnert kam Rico Wilde und Jens Kluttig wurde durch Mario Sandig substituiert. Goppeln erhöhte die Schlagzahl, Strehlen verließ die Kraft und man zog sich noch weiter zurück. Eine Welle nach der anderen rollte nun auf das Eintracht-Tor. Vergeblich. Immer hatte ein Strehlener letztlich noch ein Bein dazwischen. Oder die Pässe waren nicht präzise. Rund 20 Minuten vor Schluss dann doch das erlösende Tor durch Ralph Kunze. Denkste! Diesmal hatte der ansonsten gut pfeiffende Schiri Micha Tscharntke was dagegen. Aber das war eine der wenigen Fehlentscheidungen, denn Ralph stand beim Abspiel alles andere als im Abseits. Mit schwindender Restspieldauer wurden die Angriffe des Tabellenführers wütender. Aber leider nicht zwingender. Wie auch? Wenn gefühlte 18 Spieler in 20 Quadratmetern zentral vor dem Strehlener Strafraum herumwühlen. Die Außenläufer spielten verkappte Stürmer im Zentrum und kamen sich mit den eigentlichen Stürmern fast selbst ins Gehege und dann zusätzlich noch mit den nachrückenden zentralen Mittelfeldspielern. Als hätte das Halbrund vor dem Strehlener 16er einen magischen Magneten. Über außen ging nicht so gut wie nichts, es ging gar nichts. Mann-oh-mann, das sah von draussen vielleicht aus! Und die Schussversuche waren dutzendweise von der Qualität, wie die Zuschauer sie schon in der ersten Spielhälfte bewundern durften. Strehlen war stehend k.o. und spielte am Ende gar noch mit einem Mann weniger. Fiel überhaupt nicht auf. Und so erkämpfte sich das Kellerkind mit einem gefühlt zwanzig Jahre höherem Durchschnittsalter einen respektablen Punkt. Und der war verdient. Nicht, weil man Goppeln irgendwie gefährlich wurde, sondern weil man auf frühere Goppelner Tugenden bei starken Gegnern zurückgriff: Einer vorne, der Rest hinten rein und wegkloppen, was kommt. Und trotz der spielerischen Qualität im Goppelner Team konnte man die Nuss "Eintracht Strehlen", die beim ersten Gegentreffer wahrscheinlich völlig zusammengebrochen wäre, nicht knacken.

Fazit: Keinen Punkt gewonnen, zwei liegen lassen! Das Spiel auf ein Tor brachte leider kein solches. Aber daran werden die Kicker nunmal gemessen. Wie erspiele ich mir vernünftige Chancen und mache etwas Zählbares draus? Kopf runter und ab durch die Mitte ging heute wieder schief. Trainer Limbach wird dem Team erklären müssen, wie breit ein Spielfeld tatsächlich ist. Dass der Strehlener Hartplatz keine Augenweide und der Fußball eher ein Volleyball-Flummi war, kann heute als Ausrede nicht herhalten. Einzig die Abwehr war meist ordentlich auf dem Posten. Akzente nach vorn blieben aber Mangelware. Irgendwie hätte es heute auch noch gepasst, wenn der Gegner mit einer einzigen glücklichen Aktion am Ende sogar gewinnt. Aber gut. Solche Spiele gibt es. Das Team wird sich selbst am meisten ärgern. Die Konzentration geht nun zur nächsten Partie. Am kommenden Sonnabend, dem 20. April ist Anreise bei Dobritz. Und die halten mit Sicherheit anders gegen. (FL)

Gebergrund Goppeln - SG Weißig 2:0 (1:0) 9.3.2013 3. Kreisklasse

Schlecht gespielt - trotzdem gewonnen

Im ersten Spiel nach der Winterpause traf das AH-Team zu Hause auf das Tabellenschlusslicht aus Weißig. Was auf dem Papier eigentlich eine klare Sache zu sein schien, entpuppte sich letzlich als ganz harte Nuß. Bei allem Respekt vor dem Gegner: Die Goppelner spielten streckenweise erschreckend schlecht, dennoch hatten die Hochländer dem wenig entgegenzusetzen. Einzig in der ersten Hälfte kamen sie zu zwei guten Chancen, die aber keine wirkliche Herausforderung für den heute gut aufgelegten Goppelner Schlussmann Udo Steinigen waren. 

Schon der Beginn war mehr Krampf als Kampf. Den allerdings nahmen die Weißiger gut an und waren anfangs sogar das etwas bissigere Team. Im Spiel nach vorn scheiterten sie aber am eigenen Spielsystem. Mit neun oder zehn tief stehenden Spielern kommt man eben kaum vor des Gegeners Strafraum. Die Goppelner nutzten ihr Potenzial dagegen nicht ansatzweise. Aus der Abwehr wurde das Spielgerät oft geschlagen, im Mittelfeld stand man bei eigenem Ballbesitz zu dicht und unbeweglich am Gegenspieler und die Stürmer hatten die falschen Füße "angeschraubt". "Lange Bälle und vorn mal schauen oder auf Gott vertrauen", schien die Devise beider Mannschaften zu sein. In Summe konnte sich das Heimtam dennoch wesentlich mehr Chancen erarbeiten. Zumindest eine davon nutzte Goppelns "11er" Ralph Kunze nach etwa 15 Minuten in der ersten Halbzeit zum Führungstreffer. Wer aber an einen Weckruf dachte, musste sich eines Besseren belehren lassen. Bis zum Pausentee passierte kaum Aufregendes. Außer vielleicht, dass Thomas Wange seinen Mitspielern unbedingt zu seiner Kiste "Elfmeterbier" verhelfen wollte. Er vergab nämlich seine diesbezügliche Möglichkeit zum 2:0.

Trainer Limbach fand in der Kabine dementsprechend klare Worte. Nach Wiederanpfiff sah man in der ersten Minuten auch eine Steigerung des Tabellenführers, der aber gleich wieder in alte Untugenden verfiel. Unterhaltsames konnten die Zuschauer lediglich noch bei Kunzes zweitem Treffer erleben, der gleichzeitig den Endstand bedeutete.

Fazit: Schlecht gespielt, trotzdem gewonnen. Nun heißt es Mund abputzen und schnellstens konditionell und spielerisch aus der Winterstarre erwachen! Die nächsten Gegner werden mehr Widerstand leisten. Wer aufsteigen will, kann so nicht spielen. Die Konzentration auf jedes einzelne Spiel muss wieder her, will man den "Platz an der Sonne" weiter behaupten. Mit Borea lauert schon der ärgste Kontrahent auf den nächsten Ausrutscher der Goppelner. Am nächsten Sonnabend (16.3.) warten zunächst mal die Jungs von Wacker (Mohrrübe) Leuben auf die Spieler vom Gebergrund. Anpfiff ist 13 Uhr auf dem Platz an der Staatsoperette.(FL)

Gebergrund Goppeln AH - SG Verkehrsbetriebe AH 24.11.2012 - 4:1 - 3. Stadtklasse

Bedeckt und trübe, aber die Temperaturen noch weit vom Winter entfernt, so präsentierte sich das Wetter auf dem Geläuf Wittgensdorfer Straße zum AH-Heimspiel am 24. November 2012 gegen Verkehrsbetriebe. Die Gastgeber konnten dabei volle Besetzung und sieben Wechselspieler aufbieten. Also war das Ziel klar: Drei Punkte einfahren und den Platz an der Sonne behaupten.

Erster gegen Vierter, hieß die Partie dem eigentlichen Tabellenstand nach. Und tatsächlich, zunächst entwickelte sich durchaus ein Spiel auf Augenhöhe. Goppeln drückte gleich zu Anfang, die Bahnfahrer aus Wachwitz verteidigten ihr Gehäuse clever und kamen durch einen Konter zum ersten Treffer. Die Gastgeber ließen sich spielerisch davon aber nicht weiter beeindrucken. Einzig die Härte im Spiel nahm zu und so zerstörten bilaterale "Nicklichkeiten" den Aufbau auf beiden Seiten. Dennoch war Goppeln die insgesamt dominierende Mannschaft. Ein Klasse Schuss von Peter Müller ins ober rechte Eck überwand dann den gut haltenden Gästetorhüter Hempel. Mit gefühlten 2,50 Meter Körpergröße fing der Torwart aber auch alles weg, was es zu halten gab. Vor allem bei hohen Flanken war der Strafraum Hempels Reich. Zum zweiten Mal hinter sich greifen musste er allerdings, nachdem Peter Müller einen erneuten platzierten Schuss vollendete. Mit dem Stand von 2:1 ging es in die Pause.

Nach Wiederanpfiff ging den Gästen dann langsam die Puste aus. Goppeln konnte auf zahlreiche Wechsler bauen, die keinesfalls eine Schwächung des Teams bedeuteten. So überließen die Bahnfahrer dem Heimteam mehr und mehr das Mittelfeld, was noch mehr Druck auf des Gegeners Tor erzeugte. Spätestens der dritte Treffer (und leider kein lupenreiner Hattrick) von Peter Müller beeindruckte die Gäste dann spürbar. Und als etwas später Ralph Kunze noch Treffer Nummer vier ins lange Ecke erzielte, war die Begegnung gelaufen. Die Gäste konnten nicht mehr, die Goppelner rannten sich ein ums andere Mal im Abwehrzentrum der Gäste fest, anstatt über die Außen zu spielen. So blieb es am Ende beim absolut verdienten 4:1 für Goppeln. 

Fazit: Auch die Nahverkehrsexperten, die ihren "Job" im Spiel teilweise zu wörtlich nahmen und jeden Körperkontakt mit dem Gegner suchten, ließen die Goppelner nicht straucheln. Das Ergebnis geht auch in der Höhe absolut in Ordnung. Eine kleine Kritik am Heimteams sollte dennoch erlaubt sein. Vor allem das Spiel über außen fehlte. "Ab durch die Mitte" ist nicht immer das probate Allheilmittel auf dem Weg zum gegnerischen Tor. Wir haben durchaus schon besser zusammengespielt und sind kein Haufen von Individualisten sondern gewinnen oder, wie im Fall Borea II., verlieren im Team. Wenn wir das künftig wieder mehr vergegenwärtigen, sollten wir am Ende hoffentlich einer von drei Aufsteigern sein.

Am kommenden Sonnabend steht das Ausswärtsspiel bei Eintracht Strehlen an. Angesichts der bisherigen Punktausbeute ist auch diese Truppe keinesfalls zu unterschätzen. Anpfiff am 1. Dezember 2012 ist 11 Uhr an der Tornaer Straße. (FL)

Löbtauer Kickers AH - Gebergrund Goppeln AH 17.11.2012 - 1:7 - 3. Stadtklasse

Ein schöner Herbsttag sorgte bei den Senioren der Löbtauer Kickers an der Saalhausener Straße für ein sonniges Stelldichein mit den Goppelner Gästen. Der Kunstrasenplatz selbst hat aber seine besten Zeiten schon hinter sich, um den Laubfall schien sich auch keiner mehr zu kümmern.

Nach der Niederlage gegen Boreas Reserve wollte Goppeln die Tabellenführung sichern. Dementsprechend motiviert gingen die Gäste an den Start...und taten sich gleich mal schwer. Der Goppelner Überlegenheit im Spiel setzte die Heimmannschaft körperliche Präsenz entgegen. Die Gäste benötigten einige Zeit, sich auf die Härte im Spiel einzustellen und adäquat gegenzuhalten. Dann aber klingelte es im Kickers-Tor. Peter Müller hatte den Löbtauer Hüter mit einem Distanzschuss bezwungen. Der Goppelner Angriff lief nun warm und erspielte sich eine Chance nach der anderen. Die Kickers standen vielbeinig im eigenen Sechzehner und schlugen fort, was ging. Wenn man heute bei den Goppelnern tatsächlich etwas bemängeln musste, so war es die mangelnde Chancenverwertung. Selbst aus Nahdistanz fand die Lederkugel nicht den Weg ins Tor. Da war der für beide Seiten sonnenklare, aber vom Schiri nicht gegebene Elfer nach Foul an Maik Richter fast schon Nebensache.  Nur einmal noch konnten die Goppelner in Hälfte eins durch Ralph Kunze einnetzen. Aber dann waren die Oldies gedanklich wohl schon in der Pause. Anders lässt sich der Konter der Heimmannschaft kaum erklären. Plötzlich standen zwei Spieler gegen Heiko Claußnitzer und bezwangen erst ihn und dann auch Udo Steinigen im Tor. 

Wer aber in der zweiten Hälfte einen Sturmlauf der Hausherren erwartet hat, sah sich enttäuscht. Die Goppelner spielten konzentriert und hatten viele weitere Chancen. Löbtau kam nur bei Kontern mal etwas mehr in die Nähe des Goppelner Strafraums.  Dann aber wurden alle Bälle Beute der aufmerksamen Abwehr oder landeten in Udos Armen. Schon Mitte der zweiten Halbzeit ging den Kickers dann mehr und mehr die Puste aus. Jedenfalls gaben sie das Mittelfeld preis und beschränkten sich vorrangig auf die Verteidigung ihres Kastens. Trotzdem musste der heimische Keeper noch weitere fünf Mal hinter sich greifen. Darunter auch ein sehenswerter Treffer von Peter Müller, beinahe von der Eckfahne ins lange Eck. Kritiker an der Außenlinie meinten, es sei ja nur eine verünglückte Flanke gewesen. Üble Nachrede! Mindestens ebenso Klasse: der Volleyhammer von Maik Richter aus knapp 20 Metern. Nach dem verwehrten Elfmeter in der ersten Halbzeit wollte er unbedingt noch seine Bude machen. Diesmal nicht ganz so spektakulär, dafür aber effektiv, traf Ralph Kunze insgesamt vier Mal.

Fazit: Die Löbtauer Kickers brachten die Gäste heute nicht ernsthaft in Bedrängnis. Wenn der Gegner so spielen will, können die Goppelner auch körperlich ordentlich dagegenhalten. Damit bleibt Goppeln Tabellenführer. Neben der Chancenverwertung gibt es doch noch einen Kritikpunkt: die endlosen Diskussionen mit dem Schiri! Die Möglichkeiten der verbalen Beeinflussung eines Unparteiischen dürften sich in Grenzen halten. Im Zweifel erreicht man das Gegenteil. Eine kurze Ansage bei gefühlten Fehlentscheidungen und dann wieder die Konzentration aufs Spiel. Das wäre besser.

Nächstes Wochenende (24.11.) kommt mit den Bahnfahrern von Verkehrsbetriebe eine der vier Spitzenmannschaften an die Wittgensdorfer Straße. Das wird ein harter Brocken. Spielbeginn ist wie immer Sonnabend 11 Uhr.  (FL)

Gebergrund Goppeln AH - SC Borea Dresden II. AH 10.11.2012 - 3:4 - 3. Stadtklasse

Bei starkem Wind aber sonst perfektem Fußballwetter standen sich heute im Spitzenspiel die Senioren von Goppeln und der Reserve von Borea gegenüber.  Klar war, dass die Hausherren auf einige Schlüsselspieler verzichten mussten aber dennoch eine starke Truppe ins Rennen schicken konnten. Die Gäste standen dem in keiner Weise nach. Ob man sich bei der spielfreien Ersten bedienen konnte oder ob das die "normale" Truppe vom Jägerpark war, spielt aber letztlich keine Rolle mehr.

Zu Beginn der Partie waren die Gäste überlegen und brachten die Goppelner Abwehr mehrfach in Nöte. Einer der ersten Angriffe führte dann auch nach einer flach gespielten Flanke und der Verwertung am langen Pfosten zum Tor für Borea. Bei Goppeln machte sich nun Verunsicherung breit. Vor allem die "11" der Gäste sorgte allenthalben für Unruhe. Dennoch bemühte man sich, ins Spiel zu finden. Gerade als der Eindruck entstand, die Goppelner hätten inzwischen mehr vom Spiel, fiel durch einen astrein ausgespielten Konter durch die "11" der zweite Treffer für Borea. Mit dem Mut der Verzweiflung kämpften sich die Hausherren zurück ins Spiel. Nach einem Steilpass war es Peter Müller vorbehalten, den Anschluss zu markieren. Nicht viel später stellten die Gäste allerdings den alten Abstand wieder her und erhöhten auf 1:3 aus Sicht der Goppelner. Dabei kam wieder die "11" der Gäste völlig unbedrängt zum Kopfball. Dennoch, die Mannen um Kapitän Mootzl gaben sich nicht auf. Durch Henne Mann kamen sie wieder zum Anschlusstreffer. Und wieder schlug Borea zurück. Völlig frei im Strafraum schob, wir ahnen es, die Nummer 11 der Gäste zum 2:4 Halbzeitstand ein.

Die zweite Hälfte gehörte dann aber fast komplett den Hausherren. Der Gegner blieb zwar immer durch Konter gefährlich und hatte weitere Treffer auf dem Fuß, brachte aber nichts Zählbares mehr zustande. Die Goppelner bauten immer mehr Druck auf. Folgerichtig verkürzte Ralph Kunze durch einen sehenswerten Fernschuss ins Angel erneut. Diesmal auf 3:4. Die letzten 25 Minuten der Partie könnte man getrost als Spiel auf ein Tor bezeichnen. Einzig der Ausgleich, der am Ende mehr als verdient gewesen wäre, wollte nicht mehr fallen. Die Gäste verteidigten clever und vielleicht auch ein bisschen glücklich ihren Kasten. So musste Goppeln die erste Saisonniederlage hinnehmen.

Fazit: Irgendwann musste es ja mal passieren. Schade nur, dass es heute war. Über beide Halbzeiten betrachtet, wäre eine Punkteteilung durchaus gerecht gewesen. Leider konnte man seine eigenen Chancen nicht nutzen und musste sich letzlich dem "FC Christian Walther", dem vierfachen Torschützen, geschlagen geben. Aber so ist Fußball. Glückwunsch an die Gäste. In dieser Aufstellung sind sie einer der klaren Anwärter auf den Staffelsieg. Nun scheint sich ein Dreikampf an der Tabellenspitze zu entwickeln.

Leider gab es unmittelbar vor dem Spielende noch eine unschöne Situation, bei der die bereits ausgewechselte Nummer 12 der Gäste wegen einer Entscheidung des Unparteiischen verbal völlig entgleiste. Wohlgemerkt: es ging um einen Ball, der im oder nicht im Seitenaus war - an der Mittellinie! Das trübte den sportlichen Vergleich dann doch noch etwas. Und erinnerte unsere Truppe gleich wieder an eine Situation vor zwei Jahren im Jägerpark, als der dortige Referee mit erhobenem Arm einen indirekten Freistoß per gehobenem Arm signalisierte, den direkten Treffer dann doch gab und so den Goppelnern den Sieg nahm. (FL)

Gebergrund Goppeln AH - FV Hafen Dresden AH 3.11.2012 - 6:0 - 3. Stadtklasse

Bei leichtem Regen aber noch humanen Temperaturen standen sich am 3. November die Senioren von Goppeln und Hafen gegenüber. Die Gastgeber wollten die Tabellenspitze verteidigen, die Wassersportler von der Saalhausener Straße sich im Mittelfeld etablieren.

Gleich vom Beginn weg übernahmen die Goppelner die Initiative und wollten zeigen, wer Herr im Hause ist. Und folgerichtig konnte Ron G. mit einer der ersten Aktionen bereits in der 3. Minute, nach Vorarbeit von Peter M., im Nachsetzen den ersten Treffer erzielen. Das zweite Tor steuerte der Vorlagengeber in der 8. Minute gleich selbst bei. Allerdings schien der Gästetorhüter dabei etwas mitzuhelfen. Egal, drin ist drin! Als in der 20. Spielminute Rico W. einen sehenwerten Kopfball zum 3:0 verwertete und Maik R. in der 24. einen Ball aus zentraler Position in die gegnerischen Maschen drosch, schien die Partie schon zur Pause gelaufen.

Dass ein 4:0 nicht unbedingt reichen muss, zeigt die jüngere Fußballgeschichte. Und wirklich, die Gäste kamen in der zweiten Hälfte besser in die Partie und konnten sich durchaus einige Chancen erarbeiten. Die waren aber nicht wirklich zwingend. So wurden alle Versuche der Gäste letzlich Beute der aufmerksamen Abwehr um Libero Mootzl oder vom gut aufgelegten Schlussmann Udo S.. Dennoch dauerte es bis zur 70. Minute, bis Goppeln selbst wieder Zählbares hervorbrachte. Der eingewechselte Mario S. erzielte mit schönem Schuss das 5:0 und ein paar Minuten später gleich noch das 6:0. Dann fürchtete er sich offenbar vor der drohenden "Hattrick-Kiste" und hielt sich im weiteren Abschluss zurück. Viel passierte dann nicht mehr. Außer vielleicht, dass der zweite Goppelner Goalie Robert P. sogar noch als Stürmer eingewechselt wurde. Sein Pendant auf der Gegenseite konnte er aber nicht mehr überwinden.

Fazit: Gegenüber dem letzten Spiel war durchaus wieder eine Leistungssteigerung zu erkennen. Die Gastgeber konnten heute auf ihre Bestbesetzung zurückgreifen und sieben! Wechselspieler aufbieten, die keinesfalls eine Schwächung des Teams bedeuteten. Leider ist das nicht immer der Fall und so wird es am nächsten WE wegen des Ausfalls von sechs Stammspielern schwer, wenn es gegen die AH-Reserve von Borea geht. Wir werden sehen ob die Truppe insgesamt genug Potenzial hat, trotz der Spielerrotation die Tabellenspitze zu verteidigen. (Fl)

TuS Coswig AH - Gebergrund Goppeln AH 13.10.2012 - 0:4 - 3. Stadtklasse

Am Sonnabend (13.10.) durfte die AH auswärts bei TuS Coswig antreten. Die erste Herausforderung an die Aktiven stellte schon mal die Suche nach dem Sportplatz dar. Der gastgebende Verein befindte sich in Abwicklung und gespielt wurde auf dem Geläuf von Motor Sörnewitz. Leider gibt es keinen Hinweis auf deren Homepage zur Anfahrt. Gerüchteweise sollen die Gäste bestenfalls den Platz nicht finden und damit das Spiel zugunsten der Hausherren gewertet werden. Aber das ist sicher üble Nachrede...

Zum Spiel selbst gibt es (leider) nicht viel zu berichten. Die Goppelner gefielen sich in ihrer Favoritenrolle und dementsprechend glanzlos fuhren sie die drei Punkte ein. Etwas zu viel Überheblichkeit und zu wenig Spielwitz - so etwas geht schnell schief. Und die Coswiger hatten durchaus einige Chancen. Zum Glück konnten sie aber keine davon nutzen. Coswig stand häufig tief, Goppeln stand häufig. Dennoch reichte die spielerische Qualität der Gäste völlig, um sich zahlreiche Möglichkeiten zu erarbeiten. Die meisten wurden vergeben. Trotzdem fielen pro Halbzeit je zwei Tore für Goppeln. Die ersten beiden Treffer erzielten schön herausgespielt Ralph K. per Kopf und Peter M., nach dem Pausensprudel erhöhten Thomas W. und Maik Z. durch sehenswerte (oder glückliche) Fernschüsse auf 4:0 für Goppeln. Das waren aber auch schon die Highlights.

Fazit: Die Goppelner trabten 90 Minuten gemächlich übers Feld, manche wohl noch mit dem Schlafkissen im Gesicht. Und die Coswiger waren - bei allem Respekt - nie in der Lage, den Gästen ernsthaft Paroli zu bieten. So erledigten die Goppelner ihre Pflichtaufgabe und der Gastgeber war am Ende froh, "nur" vier Dinger bekommen zu haben. Klar ist aber auch, gegen andere Gegner muss man sich deutlich straffen. Solange man sich allerdings dem Niveau des Gegners anpasst und trotzdem gewinnt, ist die Welt in Ordnung. Nicht jedes Saisonspiel kann schön, effektiv und hoch gewonnen werden. Das schafft keine Mannschaft. Nicht mal in der Bundesliga! Zumindest bis zum nächsten Spieltag darf das Team nun alle Blessuren auskurieren und den Platz an der Sonne, also an der Tabellenspitze, genießen. Und erstmals ist man auch alleiniger Spitzenreiter, weil Verfolger Weistropp und zusätzlich auch Dobritz heute patzten.

Nächstes Spiel gegen FV Hafen ist wieder zu Hause. Und die Kicker dürfen sicher sein, dass vorher vom Trainerteam eine klare Ansage kommen wird. Anpfiff am 3. November 2012 ist wie immer 11 Uhr. Dann hoffentlich wieder in Kabine sechs - als Insiderinfo! (Fl)

Gebergrund Goppeln AH - Eintracht Dobritz AH 06.10.2012 - 3:2 - 3. Stadtklasse

Am Sonnabend (6.10.) gastierte die AH von Eintracht Dobritz an der Wittgensdorfer Straße. Und es wurde der erwartet "schwere Brocken". Am Ende stand ein knapper Sieg für Goppeln, der durchaus verdient war aber mit Pech auch hätte noch verspielt werden können.

Bei Starkwind trafen zwei spielerisch starke Mannschaften aufeinander. Trotz aller Bemühungen kam zunächst kein ansehnliches Spiel zustande. Die Teams verkrampften, wollten doch beide alle Punkte für sich in Anspruch nehmen. Schon nach knapp zehn Minuten Spielzeit fiel das 0:1 durch eine direkt verwandelte Ecke der Gäste. Hier half der Wind ordentlich mit. Nicht wesentlich später folgte der verdiente Ausgleich durch Maik R., der sich wieder einmal im zentralen Mittelfeld "durchtankte" und den gegenerischen Torhüter überwand. Noch in der ersten Hälfte erhöhte Ron G. mit einem sehenswerten Schuss ins linke obere Eck auf 2:1 für die Hausherren. Wer nach dem Pausentee dachte, die Gäste würden mangels Wechselspielern nachlassen, sah sich getäuscht. Trotz eines sensationellen Tores durch Ralf M., bei dessen Fernschuss sicher auch der Wind eine helfende Rolle spielte, wurde die Partie am Ende noch einmal spannend. Auch, weil durch Unaufmerksamkeiten der eigenen Abwehr der Gegner noch auf ein Gegentor eingeladen wurde und so Dobritz wieder auf einen Punktgewinn aus sein konnte. Bis zum Schluss wurde um jeden Ball gekämpft -  mit legalen und (manchmal) nicht ganz legalen Mitteln. Der Sieg für Goppeln geht aber in Ordnung. Immerhin hatte man noch zwei Mal das Metall getroffen, der Gegner nur ein Mal.

Klar ist aber auch, das Rückspiel an der Breitscheidstraße wird kein Selbstläufer. Heute trafen zwei Mannschaften aufeinander, die um die Tabellspitze kämpfen werden.

Das nächste Spiel bestreitet die AH am Sonnabend, dem 13.10.2012 auswärts bei TuS Coswig. Anstoß ist 11 Uhr. Das Spiel findet auf der SpA Sörnewitz statt! (Fl)

SG Gittersee AH - Gebergrund Goppeln AH 29.09.2012 - 0:6 - 3. Stadtklasse

Am Sonnabend (29.9.) mussten die Goppelner auf dem Geläuf der SG Gittersee an der Karlsruher Straße antreten. Dabei galt es, zahlreiche Stammspieler, die verletzt oder beruflich verhindert waren, möglichst adäquat zu ersetzen. Einmal mehr zeigte sich aber durch die Tiefe des Kaders, dass man inzwischen den Ausfall von vier, fünf Stammkräften ohne Qualitätsverlust verkraften kann.

Das Spiel war zunächst von Nervosität geprägt. Auch, weil das Heimteam aus Gittersee körperlich sehr präsent war. Diese Art der Spielunterbindung schmeckte den Goppelnern wenig und so waren schöne Spielzüge zunächst Mangelware. Der Ball wurde geschlagen, nicht gespielt. Doch dann bediente Peter Müller mit einem schönen Pass in die Spitze uneigennützig Henne Mann, der zum 0:1 für die Goppelner Gäste einnetzte. Nun lief das Spiel besser und auch Peter Müller selbst konnte seine Ladehemmung endlich beenden und schoss wieder seine Tore. Mit dem Halbzeitstand von 0:3 wurden die Seiten gewechselt. Spätestens mit dem 0:4 ging Gittersee bisschen die Luft aus und so konnten die Goppelner bis zum Ende noch auf 0:6 erhöhen. Einen sehenswerten Treffer erzielte Mario Sandig nach einer Freistossflanke per Kopf. Wirklich viele Chancen konnte sich Gittersee im Spiel nicht erarbeiten und so blieb Robert Popelka im Goppelner Tor eher unterbschäftigt.

Am kommenden Sonnabend 11 Uhr wird Absteiger Eintracht Dobritz an der Wittgensdorfer Straße erwartet. Dann dürfte auch dem Goppelner Schlußmann wieder deutlich wärmer werden, denn der Tabellendritte ergibt sich mit Sicherheit nicht kampflos. Will man die Tabellenführung behaupten, muss auch hier ein Sieg her.(Fl)

Gebergrund Goppeln AH - FSG Wacker 90 Leuben 2. AH 22.09.2012 - 9:2 - 3. Stadtklasse

Am Sonnabend gastierte die Reserve der wackeren Leubener an der Wittgensdorfer Straße. Deren Erste hatte spielfrei und so war mit einer Verstärkung der Gäste zu rechnen. Die erfolgte durch drei Akteure, konnte aber letztlich die Goppelner Spielüberlegenheit nicht gefährden. Trotzdem begann das Heimteam konzentriert und ging gleich mit zwei Toren durch Defensivspieler Ron Grahnert in Führung, der dabei ganz überlegen abschloss. Bis zur Halbzeit folgten noch Treffer drei durch Ralph K. und vier durch Rico W. Letzterer wurde später leider verletzungsbedingt ausgewechselt. Noch vor der Pause konnten die Gäste durch einen sehenswerten und scharf geschossenen Freistoß auf 1:4 verkürzen. Nach dem Pausensprudel verflachte die Partie. Es wurde nur noch geschlagen und so fühlten sich die Zuschauer kaum unterhalten. Das änderte sich durch den fünten Treffer, den wieder Ralph K. erzielte. Spätestens mit dem 6:2 durch Peter Mootzl Mootz schien der Bann gebrochen und die Goppelner spielten wieder Fußball. Auch weil der Gegner sich seinem Schicksal ergab, folgten noch drei weitere sehenswerte Treffer durch Thomas Wange, Mootzl und Thomas Kotte. Obwohl das ganze Team Klasse gekämpft hat, darf man Peter Müller, der heute die Kapitänsbinde trug, hervorheben. Er sorgte wieder für viel Wirbel im Strafraum des Gegners und war nur im Abschluss bisschen glücklos. Ebenso Thomas Wange, der als Mittelfeldmotor eine starke offensive und defensive Leistung bot.

Nächste Woche gilt es auswärts bei Gittersee nachzulegen und den selbst gestellten Anspruch der Goppelner auf einen der Aufstiegsplätze zu untermauern. Anpfiff am Sonnabend (29.09.2012) in Gittersee ist 11 Uhr. (Fl)

SG Weißig AH - Gebergrund Goppeln AH 15.09.2012 - 1:3 - 3. Stadtklasse

Das erste Punktspiel der AH fand am 15. September 12:15 Uhr in Weißig statt.  Weil Holger und Falk zu diesem Zeitpunkt im Urlaub waren, coachte Rico Slosarek an diesem Tag die AH. Offenbar machte er seine Sache ordentlich, denn die Goppelner brachten alle drei Punkte aus der Fremde mit. Der Endstand lautete 1:3 für die Gäste aus Goppeln, wobei sich Ralf Kunze als dreifacher Torschütze feiern lassen konnte. Der von Peter Müller verschossene Elfer hatte zum Glück keine Konsequenzen. Am nächsten Spieltag (22.09.) haben die alten Herren die Kicker von Wacker Leuben zu Gast. Anstoß ist 11 Uhr. (Fl)

Gebergrund Goppeln AH - Turbine DD 2. AH 18.08.2012 - 5:7 - Testspiel

Das Testspiel am 18.8. gegen die zweite AH von Turbine endete 5:7. Das Ergebnis spiegelt allerdings nicht die tatsächlichen Spielanteile wider. Zwar befanden sich auf beiden Seiten noch einige Spieler im Urlaub. Dennoch trafen die Goppelner auf ein motiviertes Team der nächst höheren Spielklasse (Tabellenplatz 5 von 14!), das sich sogar noch durch zwei Spieler der ersten Mannschaft verstärkt hatte. Auf Goppelner Seite half Henne Mann aus der Zweiten aus, im Tor stand notgedrungen Heiko Claußnitzer. Um es vorwegzunehmen: Als Ersatztorwart machte er seine Sache gut, auch wenn nicht alle Treffer völlig unhaltbar schienen. ;-)

In Summe zeigten die Goppelner die gefälligeren und eigentlich auch zwingenderen Aktionen. Die Verteidigung um Libero Zschidi und die Außen Leo und Aui stand zumeist sicher. Problematisch wurde es nur, wenn der Gegner rotierte oder Spieler ihre Positionen tauschten. Das müssen wir noch üben. Auch unser Mittelfeld agierte souverän. Hier machte sich vor allem die Rückkehr von Thomas Wange positiv bemerkbar. Und im Angriff sorgten Ralf K. und Peter wie gewohnt für Druck. Dabei schoss Peter ein Klasse Tor aus der Distanz. Bitte in der Saison wiederholen!

Fazit: Wir konnten gegen den Fünften der nächsthöheren Staffel nicht nur mithalten, wir dominierten das Spiel sogar größtenteils. Dennoch hatte auch der Gegner  Torchancen, die er konsequent zu nutzten verstand. Am Ende ging allen Spielern wegen der hohen Temperaturen ein wenig die Puste aus. Verständlich. Wenn wir aber so in die Saison starten, sollte uns vor keinem Gegner der Staffel Bange sein! Nicht überheblich werden, Fehler ausmerzen und Ball laufen lassen - dann klappt es mit einem der vorderen Tabellenplätze! (Fl)